Geschwisterrivalität

Brüder zwischen Liebe und Konkurrenz

Als Jonas geboren wurde und in der ersten Zeit danach war unser dreieinhalb Jahre älterer Leo nur wenig interessiert an seinem kleinen Bruder. Schließlich lag Jonas die meiste Zeit nur herum und war auch nicht an Leos Spielsachen interessiert. Mittlerweile verhält es sich etwas anders. Als Jonas etwa ein Jahr alt war, fing es an. Jonas wollte immer gerade das haben, was sein großer Bruder in den Händen hielt. Leos Bauwerke von GeoSmart, Kapla oder Lego überlebten nicht lange. Sie wurden gnadenlos zerstört. Inzwischen schreit Leo schon laut und panisch los, bevor Jonas überhaupt in die Nähe seiner Kunstwerke gelangt. Manchmal zerstört er diese dann extra, um den großen Bruder zur Weißglut zu bringen und hat daran auch noch sichtlich seine Freude. Es gibt aber auch Momente, in denen er auf Abstand geht und sich mit anderen Spielsachen beschäftigt. Aber meistens ist leider gerade das interessant, mit dem sich der große Bruder beschäftigt.

Das ist meins

Beide beanspruchen gemeinsame Spielsachen wie Autos oder Sandspielzeug mittlerweile für sich. „Meins“, schreit Jonas dann lauthals, weil er ungern teilt. Leo als älterer Bruder zeigt in gewissem Maße noch verhältnismäßig oft Verständnis und gibt nach, weil er das Geschrei von Jonas vermeiden möchte. Mein Mann und ich hoffen, dass Jonas das Teilen bald lernt und setzen auf die Zeit ;-). Nicht selten kommt es zu Rangeleien oder beide schreien sich an. Leo lässt sich schließlich nicht alles gefallen.

Meine Mama

Die Geschwisterrivalitäten zeigen sich aber nicht nur im Teilen von Spielsachen. Nein, auch Mama muss sich manchmal teilen. Wenn ich gerade Jonas auf meinem Schoß sitzend etwas vorlese, will auch Leo auf meinen Schoß – und umgekehrt. Manchmal habe ich das Gefühl, eine Mama ist zu wenig ;-). Komischerweise darf es dann auch nicht Papa sein, obwohl der genauso angesagt ist wie Mama. Nur eben in diesem Moment nicht.

Zeit mit den Kindern einzeln verbringen

Wenn es Geschwisterkinder gibt, ist es wichtig, auch einmal Zeit mit jeweils einem zu verbringen. So gehe ich beispielsweise jeden Samstag allein mit Leo zum Schwimmkurs. In dieser Zeit genießt Leo jede Sekunde mit seiner Mama – ganz ungestört und voller Freude :-). Gleichzeitig nutze ich die Zeit mit Jonas, wenn Leo nachmittags bei einem Freund zu Besuch ist. Wir gehen dann in die Eisdiele oder auf den Spielplatz.

Die Zeit, die ich dann mit jeweils einem meiner Kinder verbringe, erlebe ich viel intensiver, weil ich besser auf ihn eingehen kann. Das nutzt nicht nur mir, sondern auch meinen Jungs. Alle sind am Ende des Tages entspannter und genießen die Zeit ;-).

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