Schwangerschaft (Tanja)
Das Fähnchen
Es gibt ein Kinderlied mit dem ich und alle anderen Familienmitglieder aufgewachsen sind. Vermutlich werden bereits seit Generationen Babys und Kleinkinder mit der eingängigen Melodie samt folgendem Text beschallt: „Wie das Fähnchen auf dem Turm
sich da dreht bei Wind und Sturm
so soll sich dein Händchen drehen,
dass es eine Lust ist an zu sehen.“
Dabei hält man seine Hand in den Blickwinkel des Kindes und dreht diese im Rhythmus zum Lied. Auch Theresa und Mathilda kommen mehrmals täglich in den „Genuss“ dieser Performance. Nicht nur ich, sondern auch Jonas und Emmi legen sich für ihre kleinen Schwestern mächtig ins Zeug und geben regelmäßig „das Fähnchen“ zum Besten.
Babys sind einfach so leicht zu begeistern. Die Kleinen grinsen immer über beide Ohren, sobald die Melodie erklingt. Sie bannen ganz gespannt auf unsere Hände und sind jedesmal sichtlich aufgeregt. Seit ein paar Tagen macht auch Theresa „das Fähnchen“. Sobald wir anfangen zu singen dreht sie ihr Händchen hin und her. Erst glaubte ich an einen Zufall, denn das Drehen der Hände kommt bei Babys ja auch so immer mal wieder vor. Aber nach zig Wiederholungen bin ich mir sicher, dass sie diese Geste gezielt macht.
Es gibt ja diverse Klassiker für diese ersten, gezielt eingesetzten Gesten von Babys. Die Bandbreite reicht hierbei von „Bitte- Bitte“ bis „Winke-Winke“. Bei Theresa ist es „das Fähnchen“ geworden.
Ich bin so stolz auf meine Mädchen und deren Entwicklung und könnte jedesmal vor Freude kreischen, wenn die beiden wieder etwas Neues gelernt haben.
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Vierfüßlerstand
Die letzte Woche bescherte mir einmal wieder zwei anstrengende Tage und schlaflose Nächte. Mathilda hatte erhöhte Temperatur, leicht Durchfall, und war alles in allem sehr anhänglich. Sie schlief nur in meiner Gegenwart und war auch in meinen Armen noch sehr unruhig. Man macht sich als Eltern sofort wieder Sorgen, ob der kleine Schnuckel nicht etwas Schlimmeres ausbrütet, aber so schnell die Krankheit kam, so schnell verabschiedete sie sich auch wieder.
Babys im zweiten Lebenshalbjahr bauen sich ein eigenes Immunsystem auf und sind daher häufiger mit kleineren Infekten belastet und nachdem unsere Mädchen viel Kontakt zu bakteriell verseuchten Schul- und KiGa Kindern haben, schnappen sie schon die eine oder andere Bakterie auf. Ich bin überzeugt davon, dass Mathilda darüber hinaus in den vergangenen Tagen all ihre Kräfte sammelte um den nächsten Entwicklungsmeilenstein zu schaffen.
Am Mittwochabend war es dann so weit. Mathilda lag bäuchlings auf der Krabbeldecke reckte den Popo in die Höhe, stützte sich auf Arme und Knie und hielt diese Stellung im Vierfüßlerstand mehrere Sekunden. Wie, als um mein ungläubiges Staunen bestätigen zu wollen, tankte mein Mädchen kurz Kraft und wiederholte diese Vorstellung noch einmal. Ich war wie von den Socken, jubelte, quiekte, lobte und freute mich unglaublich über dieses neue Können.
So kann sich nur eine Mama (natürlich bestimmt auch ein Papa) über eine Banalität, wie einen Vierfüßlerstand freuen.
Mathilda selbst schien etwas verwundert zu sein. Möglicherweise von der neuen Perspektive, aus der sie ihre Welt nun betrachten kann, vermutlich aber eher von meiner euphorischen Reaktion.
Um auch Theresa heute nicht außen vor zu lassen, kann ich voller Stolz berichten: Auch Theresa kann etwas Neues - zwar weniger spektakulär, aber nicht weniger wichtig! Sie hat zum allerersten Mal komplett durchgeschlafen. Ohne quengeln und ohne Nuckelsuchaktionen von abends bis morgens einfach nur geschlafen. Hoffentlich bleibt das so!
Tja, jetzt hab ich die ganze Zeit gehofft, noch ein Foto von Tillis Vierfüßlerstand zu bekommen, aber jedesmal, wenn ich sie mit der Kamera bewache, passiert rein gar nichts. Vorführeffekt nennt man das, oder ?!
Babys im zweiten Lebenshalbjahr bauen sich ein eigenes Immunsystem auf und sind daher häufiger mit kleineren Infekten belastet und nachdem unsere Mädchen viel Kontakt zu bakteriell verseuchten Schul- und KiGa Kindern haben, schnappen sie schon die eine oder andere Bakterie auf. Ich bin überzeugt davon, dass Mathilda darüber hinaus in den vergangenen Tagen all ihre Kräfte sammelte um den nächsten Entwicklungsmeilenstein zu schaffen.
Am Mittwochabend war es dann so weit. Mathilda lag bäuchlings auf der Krabbeldecke reckte den Popo in die Höhe, stützte sich auf Arme und Knie und hielt diese Stellung im Vierfüßlerstand mehrere Sekunden. Wie, als um mein ungläubiges Staunen bestätigen zu wollen, tankte mein Mädchen kurz Kraft und wiederholte diese Vorstellung noch einmal. Ich war wie von den Socken, jubelte, quiekte, lobte und freute mich unglaublich über dieses neue Können.
So kann sich nur eine Mama (natürlich bestimmt auch ein Papa) über eine Banalität, wie einen Vierfüßlerstand freuen.
Mathilda selbst schien etwas verwundert zu sein. Möglicherweise von der neuen Perspektive, aus der sie ihre Welt nun betrachten kann, vermutlich aber eher von meiner euphorischen Reaktion.
Um auch Theresa heute nicht außen vor zu lassen, kann ich voller Stolz berichten: Auch Theresa kann etwas Neues - zwar weniger spektakulär, aber nicht weniger wichtig! Sie hat zum allerersten Mal komplett durchgeschlafen. Ohne quengeln und ohne Nuckelsuchaktionen von abends bis morgens einfach nur geschlafen. Hoffentlich bleibt das so!
Tja, jetzt hab ich die ganze Zeit gehofft, noch ein Foto von Tillis Vierfüßlerstand zu bekommen, aber jedesmal, wenn ich sie mit der Kamera bewache, passiert rein gar nichts. Vorführeffekt nennt man das, oder ?!
Kleine Chefs
Theresa und Mathilda sind inzwischen sieben Monate alt. Unglaublich oder? Obwohl noch immer keine Zähnchen zu sehen sind, haben sich die Gemüter meiner beiden Minimonster wieder beruhigt. Sie sind tagsüber wieder recht kooperativ und nachts erträglich. Die Mädchen nehmen mittlerweile richtig am Familienleben teil. Sie zeigen durch Gestik und Mimik sehr deutlich ihre Bedürfnisse. Wenn Theresa zum Beispiel etwas haben möchte streckt sie uns aufgeregt ihre Arme entgegen und vibriert regelrecht am ganzen Körper.Auch ihr Interesse am Familientisch ist erwacht. Ab und zu dürfen die Mädchen schon einmal ein paar Löffelchen unseres Essens probieren und sind jedesmal ganz angetan von soviel Geschmack. Noch deutlicher und unmissverständlicher zeigen uns die Babys, was sie nicht wollen. Hiervon gibt es inzwischen eine ganze Reihe Dinge: Neben „Alleinsein“, „Gesicht abwaschen“, „zerdrückten Bananen“, „angeschnallt werden“, „still zu liegen beim Wickeln“ und zig anderen Sachen, steht unangefochten „Schlafen“ noch immer ganz oben auf der Liste der Baby-No-Gos.
Da wir den Eindruck hatten, dass die Schwestern, die bisher noch in einem Zimmer schliefen, öfter beim Schlafen von einander gestört wurden, trennten wir die beiden in den Nächten. Jede schläft nun in einem eigenen Zimmer und seither klappt es wieder besser. Zwar haben wir noch immer hin und wieder einen „Gast“ im Ehebett, aber wenn dann wieder Ruhe ist und wir alle weiterschlafen können, kann ich damit leben.
Tagsüber brauchen unsere Mädchen schon deutlich mehr Abwechslung. Den lieben langen Tag nur auf der Krabbeldecke und im Kinderwagen zu liegen ist den Babys bereits zu langweilig. Gerne schaukeln die Kleinen in der Babyschaukel.
Besonders genießen sie kleine Ausflüge zu den Verwandten oder zu Freunden. Da wir mit Jonas und Emmi eh viel unterwegs sind und die beiden Kleinen immer dabei sein dürfen/müssen, ergibt es sich von selbst, dass die Babys so manche Abwechslung bekommen.
Aber der absolute Hit für die Zwillinge scheint der wöchentliche Ausflug in die Kindergartenbücherei zu sein. Diese wird von KiGa Eltern organisiert und ich bringe mich dort als Urlaubsvertretung mit ein, indem ich den Kindergartenkindern beim Ausleihen der Bücher helfe. Dort sind Theresa und Mathilda bereits kleine Stars und die Kindergartenkinder scharren sich um die Babyschalen. Meine Mädchen genießen die Zusatzportion Zuwendung durch die
Kinder und grinsen wie Honigkuchenpferde, wenn zehn Kindergartenkinder gleichzeitig „10 kleine Zappelmänner“ performen.
Ich fürchte, da wachsen gerade zwei richtig gute Führungspersönlichkeiten heran. Sie schaffen es mit ihrem Charme Massen zu bewegen. Äußern sogar nonverbal ihre Wünsche und lassen nicht nur uns, sondern alle in ihrem Umfeld nach ihrer Pfeife tanzen. Da könnte sich so mancher Chef noch ne Scheibe abschneiden! ;-)
Familientreffen
Die Kinder genossen das Toben mit den Tanten und Onkeln und die ständige Anwesenheit eines spielwilligen Erwachsenen.
Alte Fotoalben wurden durchstöbert, nostalgische Erinnerungen geweckt und über die eine oder andere Anekdote wurde herzhaft gelacht.
Für die Kinder gab es Ferien auf dem Bauernhof all inklusiv. Hundewelpen und kleine Kätzchen lassen Kinderherzen einfach höher schlagen. Emmi war ganz entsetzt, als sie erfuhr, woher genau aus dem Huhn das Ei herkommt. ;-) Die Babys allerdings waren von so vielen neuen Reizen und Eindrücken schon ziemlich durch den Wind. Insbesondere Theresa quittierte die Reizüberflutung in den Nächten mit Gemecker.
Auch die sommerlichen Temperaturen machten den Kleinen doch etwas zu schaffen. Nachdem Theresa und Mathilda normalerweise nur noch je zwei Milchfläschchen am Tag bekommen, ist es natürlich bei der Hitze sehr wichtig, zu den Mahlzeiten ausreichend weitere Flüssigkeit in die Babys zu bekommen. Die letzten Wochen tranken die Mädchen Tee nur, wenn wir ihn mit einem kleinen Schuss Babyapfelsaft versüßten. Nachdem jedoch das Saftgenuckel aus Fläschchen nicht gerade das Beste für die immer noch nicht vorhandenen Zähne ist, bekamen Theresa und Mathilda ihre ersten Trinklernbecher. Die beiden waren sofort total verrückt nach ihren bunten Trinkbechern. Man will es nicht glauben, aber seither trinken die beiden auch pures, abgekochtes Wasser mit Hingabe. Ich werde den Mädchen, nachdem sie sich mit Wasser angefreundet haben, so schnell keinen Saft mehr geben!
Durch die Griffe an den Bechern können die Babys die Getränke selber anheben und zum Mund führen, was ihnen offensichtlich sehr viel Freude bereitet. So tranken die Mädchen die letzten Tage je bis zu 400 ml Wasser zusätzlich.
Auch ihr erstes Stückchen Baguette zum Knabbern bekamen die Kleinen von den Verwandten zugesteckt und lutschten dieses voller Begeisterung klein.Somit wurde das Großfamilientreffen für Groß und Klein ein voller Erfolg.
So sehr ich es auch als Kind gehasst hatte, einer Großfamilie zu entstammen, so sehr genoss ich es jetzt, meine Geschwister um mich zu haben.
Ich hoffe, dass auch meine Kinder irgendwann die Vorzüge eines großen Familienverbundes zu schätzen wissen werden.
Ich für meinen Teil kann mir durchaus vorstellen, in 20 bis 30 Jahren in die Rolle der Oma zu schlüpfen und mit meinen Kindern, Schwiegerkindern, vielen Enkeln und jeder Menge Gewusel um mich herum ein solch schönes Wochenende zu verbringen. Ich freu mich schon drauf!
Zahnen
Wie ich die letzten Wochen bereits berichtete, warten wir alle gespannt auf den ersten Zahn unserer Mädchen. Diverse Symptome deuten darauf hin, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis das erste von insgesamt 40 (je 20) kleinen Milchzähnchen der Zwillinge endlich durchbricht.
Nun ist es nicht so, dass ich mich auf die Tatsache, ein Beißerchen im Mund meiner Süßen zu finden so sehr freue. Vielmehr hoffe ich darauf, dass Theresa und Mathilda nach dem Erscheinen des offensichtlich quälenden Zahnes wieder
auf Normalmodus laufen werden. Momentan sind wir von ruhiger Normalität wieder weiter entfernt als je zuvor. Die Mädchen quengeln und schimpfen
wirklich sehr viel. Nachts haben sie immer wieder mal erhöhte Temperatur. Die Nase läuft und die Windeln der Mädchen sind pro Popo fünf bis sechs Mal am Tag schwer beladen.
Mein Tagesablauf richtet sich im Moment also mal wieder ausschließlich nach den Babys. Ich trage oder schiebe die Mädchen bis zur körperlichen totalen Erschöpfung. Ich wickel die Kleinen im Akkord, da jede Minute zu lang in der
vollen Windel unmittelbar zu einem roten Podex führt.
Alles andere außen rum läuft irgendwie nebenbei. Ich weiß nicht genau wie, aber es läuft. Haushalt, Kochen, Kindergarten fahren, Hausaufgabenbetreuung, Wäsche, Einkaufen müssen nebenbei schnell erledigt werden. Ich funktioniere!
Schlafen - was ist das? Nein, die Mädchen schlafen nicht mehr schlecht! Sie schlafen gar nicht mehr! Nun ohne Witz - Theresa ist in einer Nacht wirklich erst um halb fünf Uhr morgens nach quengeln, zetern und schließlich einem Paracetamol Zäpfchen auf meinem Bauch in einen unruhigen Erschöpfungszustand gefallen. Um sechs Uhr morgens beginnt für mich der Tag mit Frühstück und Brotdosen für die beiden Großen. Einem Eimer Kaffee und einer kalten Dusche für mich um in die Gänge zu kommen und der Gewissheit, einen weiteren langen Tag nicht zum Ausruhen zu kommen.
Eine bekannte Mutter von bereits vier Jahre alten Zwillingen gestand mir neulich, diesen Lebensabschnitt ihrer Zwillinge in ihrer Erinnerung nahezu ganz verdrängt zu haben. Warum nur?? ;-) Aber eines möchte ich mir unbedingt in meiner Erinnerung speichern. Dieses wundervolle, noch immer zahnlose Lächeln
meiner zwar fürchterlich anstrengenden, aber zuckersüßen Zwillinge!
Wasserratten
Zum ersten Mal im Leben unserer Zwillinge waren wir als komplette Familie geschlossen im Schwimmbad. Eine Freundin begleitete uns mit ihren beiden Kindern in Jonas‘ und Emmis Alter. Somit waren wir mit drei Paar Händen für insgesamt sechs Kinder unterwegs.Getreu nach der Devise „wenn schon-denn schon“ machten wir uns bereits am frühen Morgen auf ins 60 km entfernte Erlebnisbad, um dort den ganzen Tag zu verbringen. Eigentlich wollten wir schon viel früher einmal mit den Babys ins
Schwimmbad fahren, aber nachdem unsere halbe Familie Neurodermitis geplagt ist, mussten wir unsere Ausflugspläne auf Grund akuter Krankheitsschübe immer wieder auf unbestimmte Zeit verschieben. Umso mehr freuten wir uns nun darüber, dass (wie jedes Jahr im Frühling) unsere Neurodermitis endlich wieder verschwand und wir unseren Ausflug endlich in Angriff nehmen konnten.
Ich muss wohl nicht erwähnen, wie viele Vorbereitungen in einer derartigen Aktion stecken. Nachbarn, die uns morgens bei Beladen des Autos beobachtet hatten, dachten sicher, wir würden Hals über Kopf das Land verlassen. Jonas und Emmi hatten je ihre eigene Sporttasche. Hans und ich nutzten eine große Tasche gemeinsam. Ein Korb wurde belagen mit Proviant für die Babys, eine Kühltasche vollgestopft mit Lunchpaketen für uns Große. Zusätzlich hatten wir noch eine weitere große Tasche mit Schwimmreifen und Schwimmflügelchen, sowie Schwimmwindeln und Wechselkleidung für die Babys im Schlepptau. Natürlich mussten außerdem die beiden Babyschalen mit den Mädchen im Auto „verstaut“ werden.
Aber die Mühe hatte sich wirklich gelohnt. Wie schon ihre großen Geschwister lieben Theresa und Mathilda das kühle Nass und konnten vom Baden gar nicht mehr genug bekommen. Sie strampelten und platschten im Wasser, jauchzten vor Freude und schimpften mit uns, wenn sie von uns eine Badepause verordnet bekamen. Es war ein richtig schöner, entspannter Tag.
Auch Emmi hat bereits vor über einem Jahr ihr Seepferdchen gemacht. Beide großen Kinder können somit für ihr Alter sehr gut schwimmen und sind im Wasser sicher und selbständig unterwegs. Für die ganz Kleinen haben wir spezielle Schwimmreifen, sodass man zur Not auch allein zwei Baby gleichzeitig sicher im Wasser handeln kann. Auch wenn ich es mir vorher nicht vorstellen konnte, wurde der Tag auch für Hans und mich somit sehr erholsam! Ich hoffe, einen Babyschwimmkurs zu finden, in dem die Kursleiterin bzw. die Hebamme mein zweites Baby betreuen würde, während ich den anderen Zwilling im Wasser halte. Die erste Hebamme, die ich fragte, war sehr unsympathisch und meinte, ich solle halt immer nur mit einem Kind kommen und das andere bei einem Babysitter „parken“. Oder ich müsste eine zweite Betreuungsperson für das zweite Kind mitbringen, aber dann logischerweise auch zweifach die Kursgebühr bezahlen. Hallo?!? Nein einer solchen Dame zahle ich keine 360,- € für 10 Stunden Wasserspass!
Die zweite, sehr nette Kursleiterin würde sich sehr freuen, anstatt an einer Puppe auch mal an einem echten Baby die Handgriffe zu demonstrieren. Leider ist aber ihr Frühlingskurs schon ausgebucht. Im Sommerkurs hätte ich ein Problem, wenn Jonas und Emmi große Ferien haben und im Herbst geht es erfahrungsgemäß wieder mit der Neurodermitis los. Ich hoffe sehr, dass ich noch einen passenden Kurs für uns finde, denn mit Emmi hatte ich damals sooooo viel Spass beim Babyschwimmen, dass ich dieses Erlebnis mit den Zwillingen auch nicht missen wollen würde!
Bergfest im Babyjahr
Theresa und Mathilda haben in den vergangenen Tagen ihren „halben Geburtstag“ gefeiert, sind also jetzt genau sechs Monate alt. Über das halbe Babyjahr ist somit bereits vergangen! Schluchz – es vergeht einfach viel zu schnell!Ein Anlass, um folgende kleine Zwischenbilanz aufzustellen: Wir stehen bei Windelgröße 3-4, Kleidergröße 68-74, Gewicht ca. 7 kg. Mittlerweile haben meine Mädchen einen schönen Rhythmus gefunden und schlafen unterm Tag zwei Mal zwei Stunden in ihrem Bettchen. Abends gehen sie um 18.15 Uhr ins
Bett und schlafen mit insgesamt 4-25 Nuckel - Unterbrechungen bis morgens 6.00Uhr. Die Nächte sind somit zwar durchwachsen, aber machbar.
Mittags gibt es einen Gemüse-Fleischbrei und etwas Obst zu essen, abends im Wechsel Milch- oder Getreidebrei. Zwischendurch trinken die Babys je drei Fläschchen mit je ca. 150-200 ml Folgemilch 1. Es ist noch kein Zahn zu
sehen, das Zahnfleisch ist aber immer noch schlimm gerötet. Entwicklungstechnisch gibt es derzeit keine offensichtlichen Sprünge. Die Zwillinge kugeln durch die Wohnung. Seit ihrer Geburt haben wir die Mädchen bereits rund 2000 Mal gewickelt. Puh- also schon ganz schön was geschafft!
Auch gefühlt ebenso viele „seltsame“ Fragen unserer Mitmenschen haben wir seither mehr oder weniger geduldig beantwortet. Der Klassiker der komischen Fragen lautet: „Sind das Zwillinge?“- Hääääääh??? Warum sonst bitte hätte ich zwei sehr, sehr ähnlich aussehende, gleich gekleidete Babys in zwei identischen Babyschalen in einem Einkaufswagen? Nachdem mir diese Frage langsam echt auf den Keks geht und ich zu meiner Entschuldigung zusätzlich seit Monaten unter chronischem Schlafmangel leide, antwortete ich einmal, etwas genervt: „Neeee, eigentlich sind es Drillinge ... das Dritte nehm ich nur nie mit ;-)“
Die zweite, sehr dumme Frage folgt in der Regel prompt. Beim Betrachten der beiden rosa, pink oder violett gekleideten Babys, welche wohlgemerkt zusätzlich noch mit Namensschnullern versehen sind, gurren vor allem fremde
Frauen voller Entzücken: “Ui - auch noch ein Pärchen, oder?“ Über soviel Ignoranz müsste man eigentlich lachen können. Wenn man aber von solchen Mitmenschen Minuten lang aufgehalten wird, geht es einem schon irgendwann gegen den Strich. Die Zeit einer Zwillingsmutter ist begrenzt! Leider bin ich oft nicht Schlagfertig genug, um in solchen Situationen immer einen passenden Spruch auf Lager zu haben.
Natürlich freue ich mich nach wie vor über echtes Interesse und die Hilfsbereitschaft vieler Leute, aber die gerade erwähnten Ignoranten sind dann auch die Zeitgenossen, die sich an der Supermarktkasse vor mich und die doppelt quengelnden Zwillinge drängen, weil sie nur drei Teile haben und sehr in Eile sind.
Also eins ist sicher. Mit unseren beiden Mäusen hatten wir im ersten Babyhalbjahr sooooo viel zu lachen, dass ich gespannt bin, was das nächste halbe Jahr bringt.
Die Andere
Das "andere" Baby wird als Spielgefährte zunehmend interessanter und wird ausgiebig erkundet. Im Leben unserer Mädchen, die gerade mitten in ihrer oralen Phase stecken, bedeutet "erkunden", dass die Schwester ausgiebig durchgelutscht und angesabbert wird. Was immer auch für ein Körperteil der anderen zu ergattern ist, wird fest in den Klammergriff genommen und ohne Skrupel in den Mund geschoben. Egal ob Hände, Füße oder sogar Gesicht der Zwillingsschwester - alles wird ausgiebig mit Lippen und Zunge erforscht.
Allein die Vorstellung daran, wie es kitzeln muss, wenn sich Theresa und Mathilda gegenseitig an den Zehen nuckeln lässt bei mir eine Gänsehaut wachsen.
Besonders interessant wird es, wenn beide gleichzeitig an EINER ihrer vier Hände lutschen wollen ;-)
Aber den Mädchen scheint diese intensive Nähe zueinander zu gefallen, denn oft liegen sie Minuten lang ganz ruhig da und kuscheln. Um hier keine falschen Illusionen zu erwecken. Die beiden gehen nicht immer derart sanft miteinander um und können einander schon richtig weh tun. Die langen Haare unserer Kleinen, die bereits vor Wochen den ersten Haarschnitt verpasst bekamen, weil der Pony schon bis zur Nasenspitze ragte, dienen den Mädchen dazu sich gegenseitig ordentlich in die Mangel zu nehmen. Es wird gezogen und geziept was das Zeug hält. Auch Kratzen der anderen gehört zum Standardprogramm.
Natürlich ärgern sich Theresa und Mathilda (noch) nicht absichtlich. Sie können ihre Kräfte und die Folgen ihres Handelns schlicht und ergreifend (noch) nicht einschätzen. Nichts desto trotz und umso mehr müssen wir die Mädchen vor gegenseitigen Verletzungen und übergriffen voreinander schützen.
Bisher reichte es, die beiden auf der Krabbeldecke einfach ein Stück weiter auseinander zu legen. Inzwischen sind die Mädchen jedoch derart mobil, dass sie sich binnen Sekunden wieder erreicht haben, sobald wir sie trennen. Beide drehen sich so flink mehrmals um die eigene Achse, dass sie mit dieser Technik das ganze Zimmer durchqueren können. Sie sind inzwischen so schnell geworden, dass es durch Robben vermutlich nicht zu toppen sein wird. Lediglich die Zielgenauigkeit und Steuerungsfähigkeit kann noch verbessert werden. Denn wenn die beiden durch ein Hindernis ausgebremst werden, ist zunächst noch ein Stop angesagt.
Es sieht so lustig aus, wie die beiden durch die Wohnung kullern. Eine derart faszinierende Fortbewegungstechnik kenne ich von meinen beiden Großen nicht. Jonas wetzte damals auf dem Popo durch die Wohnung und Emma bevorzugte das traditionelle Robben.
Jetzt heißt es endgültig die Wohnung babysicher zu gestalten. Die Babys erreichen inzwischen das Tischtuch des Wohnzimmertisches und zerren daran, bis sie es ganz in ihrem Besitz haben. Auch das CD Regal ist nicht mehr vor den Babyhänden sicher. Die Türschutzgitter müssen also wieder in Betrieb genommen werden und alles Verschluckbare außer Reichweite der Kleinen verbannt werden.
Jetzt beginnt vermutlich eine, neue und ziemlich anstrengende Zeit für mich, denn manchmal habe ich das Gefühl, die beiden keinen Augenblick aus den Augen lassen zu können, ohne dass eine der beiden Blödsinn macht. Vermutlich werden mir die Laufställe, die in der Wohnung verteilt stehen die nächsten Monate die eine oder andere Pinkelpause verschaffen müssen. ;-)
Vorsorgeuntersuchung
Ich muss einfach schon wieder feststellen: Es ist erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht! Ich weiß, ich wiederhole mich. Unsere Mädchen haben nun bereits die Vorsorgeuntersuchung U5, die im sechsten bis siebten Lebensmonat ansteht mit Bravur gemeistert. Wir hätten zwar hierfür noch bis Anfang Mai Zeit gehabt, wollten den Termin jedoch wahrnehmen, solange unser Papa noch zur Unterstützung mitkommen kann.Es ist wirklich sehr empfehlenswert, bei Kinderarztbesuchen mit kleinen Zwillingen eine zweite Person einzuspannen. Papa, Oma, Freundin, egal wer, Hauptsache es gibt jemanden der die Babys mit an- und auszieht oder das eine Kind beschäftigt, während das andere untersucht wird.
Unsere Diven haben sich natürlich gleich wieder von ihrer allerbesten Seite gezeigt und zunächst einmal parallel auf die Wickelkommode der Ärztin gepieselt. Im Anschluss wurde im Doppel auf die Selbige gespuckt. Wir haben also mal wieder einen bleibenden Eindruck hinterlassen. ;-) Bei der Untersuchung selbst haben die Mädchen sehr schön mitgemacht. Brav haben die beiden ihre Reflexe demonstriert. Auch beim anschließenden „Turnen“ mit der Kinderärztin bekamen die Kleinen beste Haltungsnoten. Greifen, Drehen, Abstützen, und nach Geräuschen zu schauen bereitet Theresa und Mathilda keinerlei Schwierigkeiten mehr. Die Zwillinge entwickeln sich bisher somit blendend.
Auch die körperliche Untersuchung bestätigte, dass die beiden zum Glück kerngesund und quietschfidel sind. Mit den Körperlängen von 62cm bzw. 64 cm und je etwas über 6 kg Körpergewicht liegen die Babys auch absolut im Normalbereich und haben ihre Einlings-Altersgenossen somit fast eingeholt. Wenn man bedenkt, dass die beiden bei der Geburt mit 45/46 cm nicht zu den größten Neugeborenen zählten, finde ich das schon beachtlich.
Ein neues Zipperlein quält meine Mäuschen allerdings seit Kurzem. Mittlerweile ärgern die einschießenden Zähnchen vor allem Tilli (ach ja Mathilda hat inzwischen diesen Kosenamen bekommen) ganz gewaltig. Sie sabbert wie ein Wasserfall und schiebt sich eine komplette Faust in den Mund um ihr kribbelndes, feuerrotes Zahnfleisch zu massieren. Ganz nebenbei- keines meiner Kinder hat es bisher geschafft eine ganze Hand in den Mund zu stecken. Ich bin soooo gespannt, wann sich der erste Zahn tatsächlich blicken lässt. Vermutlich aber werden uns die insgesamt 40 Zähnchen, die unsere Zwillinge zusammen bekommen werden ordentlich auf Trab halten.
Die Mädchen haben nämlich jetzt schon einen neuen Rekord in der Rubrik "nächtliche Ruhestörung" aufgestellt. In einer sehr unruhigen Nacht haben mich die „Minimonster“ stolze 25 Mal an ihr Bett beordert, um die Nuckel wieder
einzustöpseln. Dummerweise hatte ich in dieser Nacht „Zwilli-Schicht“ und durfte somit ca. alle 20 Minuten antanzen.
Seit die Mädchen in ihr eigenes Zimmer umgezogen sind, haben Hans und ich eingeführt, dass jedes Elternteil einmal pro Woche allein Nachtschicht bei den Mädchen schiebt, während der andere Partner ungestört eine Nacht durchschlafen darf. Für Härtefall-Nächte liegt ein Matratzenlager im Babyzimmer bereit, damit man nicht zu oft zwischen den Zimmern hin und her rennen muss.
Diesmal hat es mich erwischt. In den restlichen Nächten der Woche schliefen die Babys jeweils mehrere Stunden am Stück durch. Sehr nett, oder? Mit der Mama kann man es ja machen!!! Aber dafür durfte ich, zum ersten Mal seit
Anfang Oktober auch eine ganze Nacht durchschlafen. Von halb zehn Uhr abends bis fünf Uhr morgens SCHLAFEN. Es war sooooooooooooooooooooo schön!!!
Platzprobleme
Obwohl wir schon ganz schön erschrocken waren, als wir vor einem Jahr von der Zwillingschwangerschaft erfahren hatten, folgte dem ersten Schock doch relativ schnell das Gefühl, WIR SCHAFFEN DAS! Erst nach und nach wurde uns auch bewusst, dass wir mit insgesamt vier Kindern nicht der deutschen Norm entsprechen würden. Zusätzlich würden wir somit neben den Herausforderungen, die man mit zwei Babys zu bewerkstelligen hat, allein durch die Tatsache eine Großfamilie zu sein, nicht immer den einfachsten Stand haben. Organisatorisch waren wir für eine Großfamilie bereits gut gerüstet. (Naja so gut gerüstet, wie man eben sein kann)
Wir hatten noch ein weiteres, freies Kinderzimmer in einem insgesamt 360 qm Haus zur Verfügung, also mussten wir nicht umbauen, anbauen oder gar umziehen.
Wir wohnen auf dem Land und haben selbst einen sehr großen Garten zum Spielen. Auch einen Siebensitzer als Familienkutsche hatten wir bereits in der Garage, daher stand keine Rieseninvestition in ein neues Auto zur Debatte. Alles in allem fühlten wir uns somit zumindest platztechnisch der Großfamilie gewachsen.
Der Rest der Welt ist allerdings nicht immer derart gut ausgerüstet für eine Familie mit vier Kindern, wie wir in den letzten Monaten erfahren durften. Ich muss voranschicken, dass wir noch nirgendwo negative Resonanz bekamen, wenn wir zu sechst irgendwo auftauchten. Man hört immer, dass die Deutschen so unfreundlich auf (viele) kleine Kindern reagieren würden. Das kann ich ganz und gar nicht bestätigen. Wo immer wir bisher im Rudel auftauchten, wurden wir zwar mit Interesse aber immer sehr freundlich beäugt.
Klar, wir fallen auf! Aber dem Feedback nach zu urteilen, dass wir in den letzten Monaten bekamen, fallen wir nicht negativ auf, sondern eher positiv. Das freut mich sehr, denn es ist mir ein besonders Anliegen den Vorurteilen, die man eventuell einer kinderreichen Familie entgegen bringen könnte, von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Aber dennoch, allein der Zwillingskinderwagen ist ein Eye-Catcher. Auch wenn man allein mit zwei Babys auf dem Arm einen Raum betritt entlockt man den dort Anwesenden neugierige Blicke.
Aber wir sehen nicht ein, warum wir nicht trotz vier kleiner Kinder ins Restaurant, in Boutiquen, in die Kirche, zu öffentlichen Veranstaltungen oder sogar ins Museum gehen sollten. Wir haben schon zu hören bekommen, dass Leute es „mutig“ finden, dass wir Sechs gemeinsam alle möglichen Unternehmungen machen. Ich sehe das anders. Für mich ist es mittlerweile normal. Ich denke, wie man in einer Gesellschaft aufgenommen wird liegt oft (nicht immer) auch daran, wie offen man selbst auf die „Anderen“ zugeht und wie gut man sich auch ein Stück weit integrieren kann. Trotz aller Bemühungen unserer Umwelt ist es dennoch manchmal etwas komplizierter mit vielen Kindern in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein.
Da fängt es bei den Parkplätzen an, die häufig so eng sind, dass es zu einem Geduldsspiel wird vier Kinder samt Babyschalen aus dem oder in das Auto zu bekommen. Das nächste Problemchen folgt oft an den Aufzügen, die einfach immer eine Nummer zu schmal sind. Im Deutschen Museum in München mussten wir sogar den Lastenaufzug nutzen und das lag nicht an mir ;-). Auch Familientickets sind in der Regel nur für zwei Erwachsene und drei Kinder ausgelegt.
Die meisten Restaurants haben nur einen einzigen Babyhochstuhl und wenn überhaupt einen winzigen Wickelplatz, der Tandemwickeln unmöglich macht. In Eisdielen, Bistros oder Cafés ist es manchmal unmöglich mit Kinderwägen oder schweren Babyschalen durch die Stuhlreihen zu kommen. Wenn man es schafft, dort einen Tisch am Rand zu ergattern, ist dieser eigentlich immer zu klein und man muss einen zweiten Tisch heranziehen. Dann beginnt das muntere Stühlerücken à la „Die Reise nach Jerusalem“.
Im Supermarkt sind wir grundsätzlich mit zwei Einkaufswägen unterwegs und das nicht, weil wir übermäßig verfressen wären - na gut, das schon auch - sondern in erster Linie, weil ein Wagen schon von den Babyschalen in Beschlag genommen wird. Tja und so zieht sich unser Platzproblem durch unseren Alltag.
Inzwischen haben wir während unseren vielen Ausflügen, etliche nützliche Erfahrungen gesammelt, die die Unternehmungen vereinfachen. Anstatt eines klobigen Zwillingswagens nutzen wir für kleinere Unternehmungen zwei Einzelbuggys. Auch die Tragehilfen für die Babys sind unglaublich platzsparende Helferlein. Natürlich spannen wir auch Jonas und Emmi mit ein. Auch eine Fünfjährige kann einen kleinen Rücksack mit zwei Windeln und ein paar Feuchttüchern tragen und fühlt sich dadurch gebraucht. Die große Wickeltasche kann dann auch mal im Auto bleiben.
Ein Siebenjähriger bricht sich keinen Zacken aus der Krone, wenn er die Tür aufhält für die nachfolgende Kinderwagenkarawane.
Alles in allem haben wir gelernt, einfach ein bisschen näher zusammen zu rutschen. Sei es zu sechst in einem Ehebett kuschelnd oder die vier Kids gemeinsam in der Badewanne.
UND ich will den Eltern da draußen Mut machen, die sich lediglich auf Grund gesellschaftlich bedingter Ängste nicht trauen ein weiteres Kind zu bekommen und damit dem demographischen Wandel den Kampf anzusagen ;-): ES MACHT SOOOO VIEL SPASS!
Papas Elternzeit
Langsam zieht der Frühling bei uns ein. In den letzten Jahren habe ich mich immer ganz besonders auf die neue Jahreszeit gefreut. Dieses Jahr hingegen bringt der Frühling auch einen Wehmutstropfen mit sich, denn die Elternzeit unseres Papis endet bald. Nach Ostern beginnt für ihn und somit auch für die ganze Familie wieder der (Arbeits-) Alltag. Von da an bin ich endgültig auf mich allein gestellt! Kein Papa, keine Oma, NIEMAND ist dann da, der mir tagsüber mal ein zweites Paar Hände zur Verfügung stellen kann! Diese Vorstellung macht mir jetzt, wo es langsam ernst wird, doch etwas Angst.Als wir vor gut einem Jahr vom doppelten Zuwachs erfahren hatten und darauf hin die ersten zehn Erfahrungsberichte anderer Zwillingseltern voller Entsetzen und Ehrfurcht verschlungen hatten, war uns bald klar: FÜR EINEN ALLEIN SIND ZWILLIS EINFACH ZUVIEL! Daher beschlossen wir, dass Hans und ich uns im ersten Lebenshalbjahr unserer Babys gemeinsam um unseren Nachwuchs kümmern würden. Danach würde es sicher einfacher werden! Nach sechs Monaten, dachten wir, hätten wir bereits einen Rhythmus. Wir hofften, die Babys würden bereits (seit Langem) durchschlafen und sich öfter schon mal mit sich allein beschäftigen. Ich sag nur: ILLUSIONEN! ;-)
(Liebe künftige Zwillingseltern, keine Angst, bei euch klappt es bestimmt besser als bei uns! :)
Nein, unsere Mädchen sind noch weit davon entfernt wirklich durchzuschlafen. Zwar gibt es in aller Regel keinen Mitternachtssnack mehr für die Babys, allerdings heißt das noch lange nicht, dass die beiden auch tatsächlich schlafen. Nachdem sie die erste Etappe der Nacht relativ friedlich verbringen, werden Sie in den frühen Morgenstunden zunehmend unruhiger. Alle 30 bis 60 Minuten machen sich Hans und ich dann auf die Suche nach den „Dutzeln“ um die Quälgeister zuzustöpseln. Seit kurzem müssen wir hierzu ins Nachbarzimmer pilgern, denn Hans und ich haben uns das Elternschlafzimmer zurück erobert und die Zwillinge ins eigene Zimmer umquartiert. Am Schlafverhalten unserer Kleinen hat der Umzug nichts geändert. Wie auch in den vergangenen Wochen legen wir die beiden wach in ihr (immer noch) gemeinsames Bett. Die Mädchen schlafen mit ihren Nuckeln innerhalb weniger Minuten, (meist) ohne Schreien und ohne weitere Einschlafhilfen friedlich ein. Lediglich für uns Eltern ist es etwas unbequemer geworden, da wir für jeden verlorenen Nuckel das warme Bett verlassen müssen.
Jetzt, da Hans und ich uns mit den Nuckelsuchaktionen abwechseln können, kommen wir mit der nächtlichen Ruhestörung einigermaßen zurecht. Später, wenn mein Mann wieder arbeiten geht, fällt die nächtliche Bespaßung der Krümel wohl überwiegend in meinen Aufgabenbereich und wird mich vermutlich gelegentlich an meine Grenzen bringen.
Nachdem ich bereits in den letzten Wochen der Schwangerschaft von der Krankenkasse meinen Göttergatten als Haushaltshilfe zur Seite gestellt bekam, ist er bereits seit Ende August mit Urlaub, Überstunden und Elternzeit ununterbrochen bei uns daheim. Wo ist nur die Zeit geblieben? Sieben Monate sind regelrecht verflogen! Jetzt wird es allerhöchste Zeit, in den verbleibenden vier Wochen gemeinsamer Elternzeit noch ein paar der vorgenommenen Projekte in Angriff zu nehmen.
Die Wohnung soll einen frischen Anstrich bekommen. Ich denke, dass ich es an manchen Tagen allein mit vier Kindern nicht schaffen werde große Unternehmungen zu machen und dann soll es wenigstens „schön“ sein daheim.
Im Garten soll ein Zaun das Grundstück abschließen, damit unsere beiden Hexchen nicht ausbüxen können, wenn sie das Laufen lernen.
Ich muss lernen! Im Juni geht mein, seit der Schwangerschaft vernachlässigtes BWL Studium wieder weiter. Es gibt also -ganz nebenbei- noch ganz schön viel zu tun... mal gucken, was unsere Mäuschen davon halten und wie viele unserer guten Vorsätze tatsächlich in die Tat umgesetzt werden. Denn neben all dem Aktionismus wollen wir die wenigen gemeinsamen Tage noch ganz besonders genießen und dabei dürfen ausgedehnte Kuschelstunden natürlich nicht zu kurz kommen.
Mittlerweile haben wir uns so sehr aneinander gewöhnt, dass wir uns schon ganz schön fehlen werden. Insbesondere für unseren Papa wird es, neben all den Freuden, die die Arbeit mit sich bringt, ganz schön schwer werden auf uns zu verzichten. ;-)
Für ihn war es eine ganz besondere Erfahrung, eine derart enge Bindung zu seinen neugeborenen Kindern aufbauen zu können und sie wenigstens ein halbes Jahr lang so intensiv begleiten zu können. Von unserer Seite aus ist das Modell der gleichzeitigen Elternzeit, trotz finanzieller Einbußen auf alle Fälle zur Nachahmung empfohlen. Denn der Luxus gemeinsamer Zeit war für uns unbezahlbar!
Kinderkrippe
es mir noch unvorstellbar, meine Mäuse in die Obhut völlig Fremder zu geben. Aber wenn die Mädchen 12- 15 Monate alt sind, sollen die beiden zwei Vormittage pro Woche für wenige Stunden in die Krippe gehen.
Hätten wir einen "Einling" bekommen, wäre ich nach einem oder eineinhalb Jahren Elternzeit wieder in die Arbeit gegangen. Jetzt aber, mit insgesamt vier Kindern, erscheint mir das Projekt doppelte Berufstätigkeit zunächst nicht
erfüllbar. Nicht die Betreuungsplätze für alle Kinder stellen hierbei das Hauptproblem dar, denn obwohl wir in einer Gemeinde leben, in der sich Hase und Fuchs gute Nacht wünschen, sind wir mit Kinderbetreuungsplätzen gut
ausgestattet.
Auch vor der Schwangerschaft waren Jonas und Emmi in Kindergarten, Schule, Hort und mit Hilfe von insgesamt drei Tagesmüttern gut betreut und dieses Betreuungskonzept würde theoretisch auch jetzt funktionieren. Vielmehr befürchte ich, dann nicht mehr allen mit meinen qualitativ hochwertigen Ansprüchen gerecht zu werden und immer irgendwo ein schlechtes Gewissen zu haben. Den Kindern gegenüber, da sie sich die wenigen Stunden am Wochenende und an den Abenden zu viert und zusätzlich mit der Hausarbeit eines Sechs-Personen-Haushaltes und einem Abend Studium teilen müssten.
Dem Arbeitgeber gegenüber, der bei vier Kindern unweigerlich mit dem Begriff KINDERKRANKENTAGE konfrontiert werden würde. Den Kollegen gegenüber, die sich bei der Urlaubsplanung und den Überstunden sicher übergangen fühlen und mich übervorteilt sehen würden. Und nicht zuletzt den eigenen Bedürfnissen und denen des Partners gegenüber, die man auf ein Minimum zurückschrauben müsste.
Finanziell wäre es bald eine Milchmädchenrechnung, denn die Betreuungs-kosten für vier Kinder beliefen sich auf knapp 700 € im Monat (ohne zusätzlichen Ferienprogramme oder Krankenbetreuung). Daher haben wir uns dafür entschieden, meine Elternzeit für die Zwillinge auf drei Jahre auszudehnen. Dann ist Hans 50 Jahre alt und vermutlich wird er dann langsam aber sicher körperlich nicht mehr in der Lage sein, seinen Beruf auszuüben und irgendwo halbtags arbeiten gehen. Bis dahin bleibe ich daheim, kümmere mich überwiegend selbst um meine Süßen und hole mir meinen geistigen Ausgleich über mein BWL Abendstudium. Um auch hierfür mal ein paar ruhige Minuten zu haben und um den gesamten Haushalt stressfreier zu organisieren gehen
die beiden Kleinen nur für wenige Stunden in die Krippe. Hier werden sie in der Zeit, in der ich Erledigungen mache, lerne, den Haushalt schmeiße oder mir einfach mal eine Auszeit gönne, sinnvoll beschäftigt. Außerdem kommt Emmi im
September in die Schule und wird mich anfangs noch viel zur Unterstützung brauchen.
Theresa und Mathilda sind somit in der Kindertagesstätte angemeldet und haben ab Oktober 2012 einen Krippenplatz. Bereits beim Abgeben des Anmeldeformulars überkam mich ein komisches, wehmütiges Gefühl. Hans machte sich sofort wieder über mich lustig: "Du heulst ja schon fast beim Anmelden der Mädchen in der Krippe? was machst du denn dann, wenn du die beiden zum ersten Mal abgibst?"
Ich weiß es! Wie noch bei jedem ersten Kindergartentag oder Schultag meiner Kinder werde ich heulen wie ein Schlosshund :-( Vermutlich werde ich wieder einen ganzen Tag lang vor dem Telefon sitzen und hoffen, man würde mich
bitten, meine Kinder wieder zu holen, weil deren Heimweh einfach zu stark sei!
Sicherlich wird mich auch diesmal niemand anrufen, weil bestimmt auch meine Zwillis, wie auch ihre großen Geschwister, die erste Trennung mutig und selbstbewusst meistern werden. Vermutlich werde auch ich mich wieder daran
gewöhnen und es irgendwann genießen können, ein paar Stunden allein zu sein und sowohl ich, als auch die Kinder werden die positiven Seiten der KiTa bald zu schätzen wissen.
Bis dahin genießen wir noch das Babyjahr unserer Zwillinge und die Babys sicherlich die liebevolle Zuwendung durch uns und ihre großen Geschwister.
Theresa dreht sich
Jetzt kommt Bewegung ins Spiel. Bereits seit ein paar Wochen drehen sich beide Mädchen vom Bauch auf den Rücken. Seit kurzem schafft Theresa nun auch die Drehung vom Rücken auf den Bauch. Innerhalb weniger Tage hat die Kleine diese Praktik soweit perfektioniert, dass sie durch mehrmalige Drehung um die eigene Achse richtig von der Stelle kommt.Anfangs waren die beiden noch überrascht vom eigenen Können und die Drehungen „passierten“ aus Versehen. Inzwischen wenden die Zwillis ihre Mobilität gezielt an, um ein entferntes Spielzeug auf der Krabbeldecke zu erreichen.
Mathilda übt zwar fleißig, hat den „Dreh“, im wahrsten Sinne des Wortes, aber einfach noch nicht so gut heraus, wie ihre „große“ Schwester. Dafür kann man bei Mathilda inzwischen eine viel umfangreichere Lautbildung beobachten. Während sich Theresa noch immer auf die Laute „ERRE“, „Öööööö“, „Aaaaa“ beschränkt, kann man bei Mathilda mit viel Mutterliebe und Fantasie
„richtige Wörter“ aus dem Gebrabbel heraushören. Natürlich ohne jeden Sinn ... aber „Mamamamama“ in der Stimmlage von Donald Duck lässt mein Mutterherz einfach höher schlagen! ;-)
Es ist einfach soo interessant, wie unterschiedlich zwei Kinder mit ganz ähnlichem Erbgut sich doch entwickeln. Obwohl beide ja überwiegend gleich behandelt werden, entwickelt jede für sich schon jetzt ganz klar ihre eigenen
Stärken. Aber ich denke, die Mädchen könnten mal ein richtig gutes Team werden. Mathilda sagt, wo es lang gehen soll und Theresa setzt es in die Tat um. Ich bin ja mal gespannt! :)
Lecker, lecker
Der Virus ist überstanden und langsam kehrt wieder Normalität bei uns ein. Das Matratzenlager im Wohnzimmer wurde wieder abgebaut und die beiden Waschmaschinen haben den Kampf gegen die Schmutzwäscheberge aufgenommen.Ausgehungert wie wir sind, rückt jetzt auch das Thema ESSEN wieder in den Fokus.Auch unsere Mädels sollen dabei nicht außen vor bleiben und bekommen endlich was „Gscheids“, wie die Oberpfälzer zu sagen pflegen. Die ersten Karotten bereicherten den bisher doch sehr monotonen Speiseplan unserer Zwillis.
Ich glaube, über kaum ein Thema im ersten Lebensjahr gibt es mehr Diskussionen als zum Thema Beikost! Befragt man 100 verschiedene Ärzte, Kinderkrankenschwestern, Hebammen und Co. zum Thema Beikost, erhält man sicherlich auch mindestens ebenso viele Meinungen. Mit der Lektüre, die man im Buchhandel und Internet dazu bekommen kann, könnte man sich wohl deutlich über das erste Lebensjahr hinaus beschäftigen. UND auch die Werbung suggeriert jungen Müttern, dass das einzige und wichtigste Thema im zweiten Lebenshalbjahr die Ernährung unseres Babys ist und wirbt mit Superlativen um die Gunst unserer Geldbeutel.
Klar ist, jede Mutter (davon gehe ich aus) will nur das allerbeste für ihr Kind! ABER manchmal ist weniger einfach mehr. UND den ultimativen Königsweg zur Beikost Einführung gibt es nicht. So individuell wie die kleinen Persönchen sind, die wir füttern, so individuell muss wohl auch die Ernährung auf die Bedürfnisse der Minis abgestimmt werden.
Ich kann nur sagen WIR machen es so: In Abstimmung mit den Meinungen unserer Ärzte und der Hebamme, unseren zig Ratgebern und in erster Linie unserer Erfahrung und unserem Bauchgefühl fangen wir jetzt, um die 19./20. Lebenswoche, mit Karotten bzw. einem Gemüse- Fleischbrei zum Mittagessen an. UND ich koche diesen nicht selbst!
Nicht (nur) aus purer Faulheit, sondern auch aus Erfahrung und Überzeugung!
Ich erinnere mich noch zu gut daran, wie ich bei Jonas in der Küche stand, Biomöhrchen schälte, dünstete, und mit Elan pürierte mit einem Schuss Rapsöl verfeinerte (etwas Öl muss zu den Karotten, da die Vitamine nur fettlöslich sind) um mir die Pampe dann wochenlang Tag für Tag um die Ohren spucken zu lassen. Außerdem bin ich der Überzeugung, dass ICH nicht so schonend zubereiten kann, wie ein Unternehmen, das sich unter strengsten Qualitätsauflagen seit Jahrzehnten mit nichts anderem beschäftigt, als für Babys zu kochen. Ich vermute, dass die drei Vitamine, die ich nicht verkocht habe, spätestens beim ach wie praktischen Einfrieren und Aufwärmen auf der Strecke blieben. Aber auch hier muss jede Mama ihren eigenen Weg finden und sich damit wohlfühlen. Meine bekommen erst Selbstgekochtes, wenn sie vom Familientisch mitessen können.
Karotten sind offensichtlich nach wie vor das Einsteiger Gemüse schlecht hin. Sie schmecken süßlich, sind allergiearm und bekömmlich. Mittlerweile weiß man aber, dass sie leider auch einen großen Nachteil haben: Sie stopfen! (Na gut, bei uns im Augenblick eher ein Vorteil!) Daher empfiehlt man inzwischen neben Möhren eine Reihe anderer Gemüsesorten zum Einstieg. Kürbis und Pastinaken an die Macht!
Wir hingegen sind in dieser Hinsicht altmodisch und bleiben bei der Karotte. Was wäre das Löffelessen ohne all die herrlich orangen Flecken! ;-) Auf dem Latz und der Kleidung, auf der Mama und dem Papa auf dem Boden und der Wand ... ach wie hab ich es vermisst! ;-)
Theresa und Mathilda stehen beim Schmutzmachen ihren großen Geschwistern in nichts nach! Ich habe ja schon davon berichtet, wie unterschiedlich die beiden in ihrer Art oft sind. Gerade beim ersten Essen wurde dies wieder einmal mehr überdeutlich. Nachdem Mathilda die ersten Löffelchen des orangen Breis etwas zögerlich probierte, konnte sie danach gar nicht mehr genug bekommen. Theresa, unsere Drama-Queen hingegen, bevorzugte es zunächst den Brei anzuschreien, die Lippen fest aufeinander zu pressen um dann erst auf Mamas Schoß festzustellen, dass dieses Zeug vielleicht doch schmecken könnte. Die Schnuten, die die Mädchen dabei zogen, sind einfach herrlich! Ich will den Lesern dieses Bild natürlich auf gar keinem Fall vorenthalten.
Außerdem wünsche ich allen künftigen Gourmets einen Guten Appetit und den Eltern, dass sie über all die Ernährungswissenschaft hinweg nicht den Spaß an dieser neuen Erfahrung verlieren!
Magen-Darm-Infekt
Nun ist es doch passiert: Ein Magen-Darm Infekt hat meine vier Kinder und mich erwischt. Der einzige, der wieder einmal ungeschoren davon kommt, ist mein Mann, der offensichtlich Deutschlands bestes Immunsystem besitzt.
Während solch eine Infektion bei Erwachsenen und etwas größeren Kindern zwar unangenehm, aber in der Regel nicht bedrohlich ist, kann so eine Erkrankung für einen Säugling äußerst ernst werden. Dehydrierung, also sprich Flüssigkeitsmangel kann bei kleinen Babys in Windeseile auch lebensbe-drohliche Ausmaße annehmen, daher habe ich nach einer durchwachten Nacht über Spuckeimern nicht lange gefackelt und bin in den frühen Morgenstunden mit Mathilda in die Kinderklinik gefahren. Hans hat zuhause in der Zwischenzeit mit Emma (Krankheitstag 3: auf dem Weg der Besserung), Jonas (Krankheitstag 1: behält nichts in sich) und Theresa (zu diesem Zeitpunkt noch gesund) die Stellung gehalten.
Ich hatte mich darauf eingestellt, dass die Ärzte entscheiden würden, Mathilda stationär aufzunehmen, aber nach einer kurzen Untersuchung und einer Aufklärung über Dehydrierungsanzeichen und Ernährung eines Säuglings mit Magen-Darm-Grippe wurde ich wieder nach Hause geschickt. Einerseits erleichtert, mich auch um die anderen Kinder zuhause kümmern zu können, andererseits fürchterlich besorgt um Mathildas Gesundheit, richteten wir uns im Wohnzimmer eine Kinderkrankenstation ein.
Es ist so schon schwer sich um inzwischen zwei kranke Babys und zwei kranke Kinder gleichzeitig zu kümmern, aber wenn man selbst auch noch fiebrig krank ist und zwischen spuckenden Kindern und dem Badezimmer pendelt, verlangt einem dies übermenschliche Kräfte ab.
UND JA! JETZT IST AUCH BEI UNS DAS CHAOS EINGEZOGEN! Berge schmutziger Wäsche müffeln mit vollen Windeleimern um die Wette! Hans gibt sein bestes, aber fast allein kommt er einfach nicht an gegen fünf permanent Schmutz machende Mitbewohner. Jetzt ein Königreich für eine hauseigene Oma!
Wir haben schon überlegt, ein Stellenangebot aufzugeben und nun, da es allen schon wieder etwas besser geht, habe ich es tatsächlich geschafft, dieses zu verfassen:
________________________________________________________________________________
Gesucht wird ...
äußerst belastbare Kinderkrankenschwester (vorzugsweise mit Erfahrungen in der geschlossenen Abteilung ;-) zur Unterstützung unserer privat geleiteten Kinderstation als ehrenamtliche Helferin.
Ihre Aufgaben:
Neben der Pflege und Versorgung der überwiegend jungen Patienten gehört das mehrmalige Überziehen der Betten, das Waschen und Trocknen der Wäsche, das Zubereiten von Schonkost, das Putzen der Badezimmer, das Reinigen der Teppiche und natürlich alle, üblicherweise in einem 6-Personen-Haushalt anfallenden Hausarbeiten zu Ihren Aufgaben. Ferner sollten Sie Einkäufe und Apothekengänge übernehmen und ein offenes Ohr haben für sämtliche Extrawünsche Ihrer kleinen Patienten und diese abwechslungsreich und pädagogisch sinnvoll beschäftigen.
Somit sind neben Ihrer Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und Erzieherin, sowie Ihren fundierten hauswirtschaftlichen Kenntnisse auch Erfahrungen im Bereich Lagerlogistik von Vorteil.
Wir bieten:
Eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem traditionsbewussten Familienbetrieb in 24 Stunden Schicht. Sie erhalten statt Vergütung ausschließlich, die von Ihnen selbst gekochte Verpflegung und zusätzlich keinerlei Sozialleistungen. Sie sind nicht gegen Haushaltsunfälle versichert und dürfen, da das Familienauto bei den winterlichen Temperaturen streikt, alle Erledigungen im eigenen PKW unternehmen.
Fühlen Sie sich angesprochen?
Dann leiden Sie vermutlich unter einem extremen Helfersyndrom und sollten sich dringend fachärztlich untersuchen lassen, sind aber dennoch jederzeit herzlichst bei uns willkommen!
____________________________________________________________________________
Mal gucken, ob wir jemanden finden?!? Ich werde natürlich davon berichten ! :)
Während solch eine Infektion bei Erwachsenen und etwas größeren Kindern zwar unangenehm, aber in der Regel nicht bedrohlich ist, kann so eine Erkrankung für einen Säugling äußerst ernst werden. Dehydrierung, also sprich Flüssigkeitsmangel kann bei kleinen Babys in Windeseile auch lebensbe-drohliche Ausmaße annehmen, daher habe ich nach einer durchwachten Nacht über Spuckeimern nicht lange gefackelt und bin in den frühen Morgenstunden mit Mathilda in die Kinderklinik gefahren. Hans hat zuhause in der Zwischenzeit mit Emma (Krankheitstag 3: auf dem Weg der Besserung), Jonas (Krankheitstag 1: behält nichts in sich) und Theresa (zu diesem Zeitpunkt noch gesund) die Stellung gehalten.
Ich hatte mich darauf eingestellt, dass die Ärzte entscheiden würden, Mathilda stationär aufzunehmen, aber nach einer kurzen Untersuchung und einer Aufklärung über Dehydrierungsanzeichen und Ernährung eines Säuglings mit Magen-Darm-Grippe wurde ich wieder nach Hause geschickt. Einerseits erleichtert, mich auch um die anderen Kinder zuhause kümmern zu können, andererseits fürchterlich besorgt um Mathildas Gesundheit, richteten wir uns im Wohnzimmer eine Kinderkrankenstation ein.
Es ist so schon schwer sich um inzwischen zwei kranke Babys und zwei kranke Kinder gleichzeitig zu kümmern, aber wenn man selbst auch noch fiebrig krank ist und zwischen spuckenden Kindern und dem Badezimmer pendelt, verlangt einem dies übermenschliche Kräfte ab.
UND JA! JETZT IST AUCH BEI UNS DAS CHAOS EINGEZOGEN! Berge schmutziger Wäsche müffeln mit vollen Windeleimern um die Wette! Hans gibt sein bestes, aber fast allein kommt er einfach nicht an gegen fünf permanent Schmutz machende Mitbewohner. Jetzt ein Königreich für eine hauseigene Oma!
Wir haben schon überlegt, ein Stellenangebot aufzugeben und nun, da es allen schon wieder etwas besser geht, habe ich es tatsächlich geschafft, dieses zu verfassen:
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Gesucht wird ...
äußerst belastbare Kinderkrankenschwester (vorzugsweise mit Erfahrungen in der geschlossenen Abteilung ;-) zur Unterstützung unserer privat geleiteten Kinderstation als ehrenamtliche Helferin.
Ihre Aufgaben:
Neben der Pflege und Versorgung der überwiegend jungen Patienten gehört das mehrmalige Überziehen der Betten, das Waschen und Trocknen der Wäsche, das Zubereiten von Schonkost, das Putzen der Badezimmer, das Reinigen der Teppiche und natürlich alle, üblicherweise in einem 6-Personen-Haushalt anfallenden Hausarbeiten zu Ihren Aufgaben. Ferner sollten Sie Einkäufe und Apothekengänge übernehmen und ein offenes Ohr haben für sämtliche Extrawünsche Ihrer kleinen Patienten und diese abwechslungsreich und pädagogisch sinnvoll beschäftigen.
Somit sind neben Ihrer Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und Erzieherin, sowie Ihren fundierten hauswirtschaftlichen Kenntnisse auch Erfahrungen im Bereich Lagerlogistik von Vorteil.
Wir bieten:
Eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem traditionsbewussten Familienbetrieb in 24 Stunden Schicht. Sie erhalten statt Vergütung ausschließlich, die von Ihnen selbst gekochte Verpflegung und zusätzlich keinerlei Sozialleistungen. Sie sind nicht gegen Haushaltsunfälle versichert und dürfen, da das Familienauto bei den winterlichen Temperaturen streikt, alle Erledigungen im eigenen PKW unternehmen.
Fühlen Sie sich angesprochen?
Dann leiden Sie vermutlich unter einem extremen Helfersyndrom und sollten sich dringend fachärztlich untersuchen lassen, sind aber dennoch jederzeit herzlichst bei uns willkommen!
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Mal gucken, ob wir jemanden finden?!? Ich werde natürlich davon berichten ! :)
Lachen mit Geräusch
Ich habe mich so darauf gefreut! Theresa ist ja so unglaublich kitzlig. Als ich ihr neulich den Body auszog, streifte ich unabsichtlich ihre Achsel und da kam es: DAS ERSTE LACHEN MIT GERÄUSCH! Ein Gluckern, von ganz tief unten - unverfälscht, ursprünglich, herzerwärmend - ein Jauchzen, das einen ansteckt. Sie krümmte sich dabei wie ein Marienkäfer, zog die Schultern hoch und hatte den Schalk in den Augen. So etwas Schönes kann man nicht beschreiben, man muss es erleben.Regelmäßige Leser wissen inzwischen, dass ich ein sentimentaler, nah am Wasser gebauter Mensch bin und natürlich hatte ich auch in diesem magischen Moment Tränen der Rührung in den Augen. Ich rief meinen Mann „Komm schnell, das musst du erleben!“ Aber als dieser ins Zimmer gestürmt kam, weil er dachte, es sei etwas passiert, war der Zauber auch schon vorbei! Sie hat es mir geschenkt, ihr erstes lautes Lachen!
Solche Sekunden entschädigen für alle Anstrengungen, die einem ein Baby abverlangt. Man fühlt sich nur glücklich und ist verliebt in diesen kleinen, nackigen Wurm der voller Freude beide Fäustchen gleichzeitig in den Mund schiebt und vor Lachen sabbert! Ich hoffe ich kann dieses Erlebnis ganz fest in meiner Erinnerung speichern. Ich will diesen Augenblick in meinem Leben nicht vergessen!
Seither konnte weder ich noch sonst irgendwer ihr ein derartiges Lachen entlocken. Manchmal quiekt sie vor Freude oder sie hört sich an wie Bert aus der Sesamstraße („Krrrrr- Krrrr“), aber so ein richtiges Lachen gab es seither für
niemanden mehr. Ich freu mich schon so aufs Nächste und auf hoffentlich noch ganz viele mehr!
UND, wenn ich Glück habe, schenkt auch Mathilda mir bald einen solch unvergesslichen, wundervollen Augenblick! Ich warte schon jeden Tag darauf, denn bisher grinst die Kleine nur schweigsam vor sich hin.
Tja, Zwillinge - doppelte Arbeit - ABER auch mindestens DOPPELTES GLÜCK, DOPPELTE VORFREUDE und DOPPELT so viele „erste Male- Augenblicke“ (erstes Lachen, erstes Zähnchen, erste Schritte ... uvm.) Doppelte Liebe!!
Veränderungen
Neues Jahr- neues Glück! Die ersten Wochen im neuen Jahr haben schleichend Veränderungen in unserem Alltag gebracht. Ohne es verschreien zu wollen, aber unsere Mädels sind richtig brav geworden! Die Beiden beschäftigen sich sogar schon mal eine halbe Stunde mit sich selbst: Entweder sie betrachten ihre Hände und trainieren das Greifen oder sie bestaunen ihre „Freunde“ am Mobile.
Total lustig finden sie ihre elektronische Schaukel, die wir von Freunden zur Taufe geschenkt bekamen. Aber am häufigsten „erzählen“ sie uns oder ihren großen Geschwistern ganze Romane: „Grrrrr“, „Hmmm“ , „Öööhhh“, sind dabei
ihre Lieblingslaute, die sie in den unterschiedlichsten Stimmlagen, mal laut, mal leise, mal liebevoll, mal wütend von sich geben. Sie brabbeln und brabbeln als hätte sie uns unglaublich Wichtiges mitzuteilen.
Faszinierend finden die Zwillis auch die Gesichter von vertrauten Personen und können sich Minuten lang damit beschäftigen das Gesicht von Mama oder Papa, zu erkunden. Besonders von ihrer großen Schwester Emma sind die Babys total angetan. Sobald Emmi die Kleinen anspricht, grinsen diese von einem Ohr zum anderen. Sooooooo süüüüüß!!!
Sie erkennen jetzt schon ganz genau ihre Familienmitglieder und fremdeln bei unbekannten Besuchern. Als seien sie verlegen verstecken sie sich dann unter der Achsel von Mama und Papa und riskieren nur vorsichtige Blicke in Richtung
des „Eindringlings“. Ihr Blick sagt dann: "Fass mich ja nicht an und wehe du willst mich halten!"
Auch das Schlafen hat sich deutlich gebessert! Bereits seit über einer Woche schlafen die beiden im gleichen Rhythmus 6 Stunden am Stück. Meist bekommen sie den Schlummertrunk gegen 20.00 Uhr und halten dann durch bis ca. 2 Uhr Nachts. Im Anschluss an die Nachtflasche schlafen sie sofort wieder ein und stehen dann mit uns gemeinsam um 6.15 Uhr auf. Sie bekommen dann ihre Morgenflasche am Frühstückstisch, während Jonas und Emmi auch frühstücken.
Während in ihren ersten Lebenswochen häufig die Säuglinge den kompletten Tagesablauf vorgaben, fügen sich die beiden mittlerweile immer besser in unsere Tagesstruktur ein. Es scheint, als seien die beiden endlich angekommen.
Tja und einen Abschied hat das neue Jahr auch mit sich gebracht: MILCHPUMPE ADE! Nachdem die beiden nun immerhin drei komplette Monate lang voll mit abgepumpter Muttermilch ernährt wurden, habe ich abgestillt. Die Beschaffung der Milch wurde einfach immer beschwerlicher und manchmal musste ich 40 Minuten lang pumpen um zwei Flaschen Milch zu bekommen. Auch nachts wurde die Pumperei immer mehr zur Qual. Es reicht ja schon, wenn man nachts zwei Babys füttern muss. Sich aber dann, wenn die Kleinen wieder schlafen, an die Milchpumpe hängen zu müssen, erfordert schon Überwindung!
Jetzt trinken die beiden PRE Milch, die ihnen offensichtlich genauso gut bekommt wie die Muttermilch. Insgeheim hatte ich die Hoffnung, dass mit der Umstellung auf die PRE Milch doch die Spuckerei der beiden etwas besser werden würde, aber dieser Wunsch hat sich leider nicht erfüllt. Unverändert spucken die beiden weiter! Naja, man darf ja auch nicht zu viel auf einmal erwarten!
Ich traue mich noch gar nicht so richtig, mich über meine braven Kinder zu freuen. Denn ich weiß aus Erfahrung, der nächste Wachstumsschub, der erste Zahn oder ein neues Zipperlein kommen bestimmt und dann ist ganz schnell auch wieder Schluss mit lustig!!! Die Frage ist nicht OB? Sondern nur WANN? Hoffentlich hält die Ruhe zumindest solange an, um genug Kraft zu tanken für die nächste Herausforderung! DAUMEN DRÜCKEN!!!
Multi-Task-Fähigkeit
um zwei Babys gleichzeitig zu versorgen sind inzwischen routiniert und perfektioniert. Wickeln, Füttern und Tragen im Doppelpack sind schon längst keine Herausforderung mehr. Lediglich hat es sich beim Baden bewährt, jedes Kind einzeln komplett fertig zu machen, oder den Papa mit einzuspannen.
Obwohl unsere Mäuse inzwischen sehr viel ruhiger geworden sind, stellt das Ins-Bett-Bringen von zwei Säuglingen und zwei Großen einen doch ganz besonders auf eine nervliche Belastungsprobe.
Hierbei ist es schon eine große Entlastung, wenn einem ein zweites Paar Hände und Ohren, sowie ein zusätzlicher Nervenstrang zur Verfügung stehen. Mein Mann traut sich dieses Spektakel im Moment noch nicht alleine zu.
Ich hingegen hatte schon das eine oder andere Mal das Vergnügen mit vier Kindern allein ins Bett zu gehen und freue mich jedes Mal schon im Voraus ganz besonders darauf. ;-)
Nach dem Essen werden die beiden Großen durch das Bad geschleust und allein nach oben geschickt, um ihre Schlafanzüge anzuziehen und noch ein Buch anzuschauen. In der Zwischenzeit ziehe ich den beiden Kleinen die Schlafanzüge an und
stelle die Fläschchen mit Muttermilch im Wärmer bereit. Je nachdem, wie gut die Stimmung meiner vier Süßen ist,
schaffe ich es manchmal noch die Küche halbwegs in Ordnung zu bringen.
Meistens jedoch, hat mindestens eins meiner Kinder ein ganz dringendes Bedürfnis und so verschiebe ich die Küche dann
häufig in die "Nachtschicht".
Während ich meine beiden Großen zum gefühlten zehnten Mal ermahne nicht so laut zu "lesen", stecke ich Theresa und Mathilda x- mal den Schnuller in den Mund. Ein Baby (das Ruhigere) kommt dann mit dem Babyfon in die Federwiege, die sich als besonders gute Investition bewährt hat und schaukelt dort zwischenzeitlich vor sich hin und döst dabei häufig relativ schnell noch mal ein.
Das zweite Baby schnalle ich mir in die Tragehilfe, um den beiden Großen noch eine kurze Geschichte vorzulesen und oben die Schmutzwäsche zusammen zu raffen, die Rollos zu schließen und Jonas und Emmi noch mal zu zudecken.
Meist hat das Baby in der Federwiege inzwischen genug vom Schaukeln und fordert lautstark das Abendfläschchen ein, das wir dann im Familienbett (bei bereits gedämpften Licht und ganz viel "Schschschsch- schschschsch") zu dritt
genießen.
Jetzt beginnt der eigentliche Spagat: Denn während eins der Babys kurz vor dem Einschlafen ist, legt das zweite häufig noch mal richtig los.Entweder es drückt noch ein Pups oder Bäuerchen oder meine Kleine kann und will sich
einfach noch nicht in den Schlaf verabschieden und teilt mir das aus Leibeskräften unmissverständlich mit. Während ich den Schreihals durch Wiege, Tragen und noch mehr "Schschsch- schschsch" beruhige fängt das einschlafende Baby (gestört von seiner Schwester) an zu schimpfen.
So wechseln sich meine beiden Kleinen gerne ein paar Mal ab, bis tatsächlich beide ruhig einschlafen können. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Schlacht gewonnen ist. Eigentlich müsste ich dann bereits wieder an die
Milchpumpe, aber wenn ich versuche, aus dem Zimmer zu schleichen, ist sofort mindestens ein Säugling sofort wieder wach und das "Schschsch" beginnt von vorne!
Wir haben auch schon versucht die beiden Kinder in getrennte Zimmer zu legen, aber da unsere Mädels über Nacht noch jede 3 Mal gefüttert werden und das meist versetzt voneinander und dazwischen x-Mal ihren Schnuller einfordern oder vom Nachtschreck geplagt werden haben wir uns fürs Familenbett entschieden und werden dieses wohl auch noch eine Weile zelebrieren.
Die Vorbereitungen zur Taufe
ein willkommener Anlass ausgiebig zu feiern.
Die Vorbereitungen hierfür liefen schon seit Wochen auf Hochtouren. Da ich doch etwas perfektionistisch veranlagt bin, sollte die Feier für unsere knapp 40 Gäste natürlich wunderschön und unvergesslich werden.
So haben die Patentanten mit mir zusammen bereits zwei Taufkissen selbst designt und genäht. Die Tischdecken, sowie die gesamte Tischdeko habe ich bereits in der Schwangerschaft genäht und gebastelt. Die Taufkerzen wurden natürlich auch selbst gestaltet. Die Liederauswahl für die Kirche wurde getroffen, eine Sängerin gebucht und die Gaststätte mit einem warmen Abendbuffet beauftragt. Zwei Tauftorten ließ ich in der Konditorei backen. Den Rest (also weitere vier Torten und vier Kuchen) habe ich selbst gebacken. Einen Großteil der Kuchen und Tortenböden habe ich bereits vorgebacken und eingefroren.
Die Kleider der Babys waren gekauft und hingen samt Stirnbändchen und kleinen Schühchen frisch gewaschen und aufgebügelt bereit.
Natürlich habe ich auch Kirchenheftchen geschrieben, in dem der Ablauf des Gottesdienstes und die Lieder stehen und zum Drucken und Heften in Auftrag gegeben. Die Fürbitten habe ich selbst kreiert und übte diese mit meinen beiden Großen, die die Fürbitten in der Kirche vortrugen, fleißig ein.
Vor lauter Vorbereitungen für die Taufe rückten die Vorbereitungen fürs Weihnachtsfest direkt etwas in den Hintergrund.
Aber nach und nach konnte ich immer mehr Posten auf meiner langen To-do-Liste abhaken. Das Wichtigste (für meine beiden Großen) war geschafft: Der Baum wurde gekauft und die Geschenke verpackt.Der Rest, also ob das Haus in jeder Ecke blitzt und blinkt, oder ob ein besonderes Essen auf den Tisch kommt, war meinen Kindern vermutlich ziemlich egal sein. Denn schließlich geht es bei Weihnachten auch darum, etwas zur Ruhe zu kommen und die Zeit mit der Familie zu genießen.
Krank
Nun hat es mich tatsächlich erwischt und ich liege flach. Also das heißt, eigentlich müsste ich flach liegen. Leider habe ich zum Liegen so überhaupt gar keine Zeit. Mit triefender, roter Nase und dröhnendem Kopf schleppe ich mich von einem vorweihnachtlichen Event zum Nächsten.Da ich noch voll stille, möchte ich keine Medikamente nehmen und muss in Kauf nehmen, dass ich mich mit Schnupfen, Halsweh und etwas Fieber durch ausgebuchte Tage quälen muss. Sehr besinnlich renne ich von einer Weihnachtsfeier zur nächsten ...Fußballverein, Schule, Kindergarten, Flötenunterricht, ... . Hastig wird zwischen den Fütterungszeiten der Babys ein Kinderpunsch runtergekippt, die Aufführung der der beiden Großen bestaunt, das Christkindl abgewartet und dann „schnell“ mit sechs Personen wieder heim um rechtzeitig vor der nächsten Hungerattacke unseres Doppels wieder fertig zu sein.
Natürlich immer mit mindesten einem Baby in der Tragehilfe um den Bauch geschnallt. Da Theresa immer noch sehr stark auf mich fixiert ist, kann ich sie nahezu nicht ablegen ohne mit vorwurfsvollem Schimpfen bestraft zu werden. Solange ich mein Mäuschen mit mir rumschleppe ist sie einfach zufrieden und döst vor sich hin, lächelt und ist ein ausgesprochener Sonnenschein. Aber allein bleiben mag sie gar nicht!
Für mich ist es o.k.! Schließlich wird auch bei ihr irgendwann die Neugierde auf die Welt außerhalb meiner Armlänge siegen und wenn es soweit ist, wird auch sie sich von mir und der Tragehilfe abnabeln. Ich kann warten! ;-) Schließlich habe ich noch keine Dreijährige gesehen, die lieber auf Mamas Schoß sitzt, als mit den anderen Kindern zu spielen.
Bis dahin strapaziere ich jedoch meine Rücken- und Armmuskeln, denn unsere „Doppel- Moppel“ haben bereits jede die 4,5 kg Marke geknackt und sind somit zusammen fast 10 kg schwer. Wenn man die beiden gleichzeitig trägt ... also
links und rechts eine im Fliegergriff... hat man nach einer halben Stunde das Gefühl, dass einem die Arme taub werden! Da hilft nur Krafttraining. Denn jeden Tag legen unsere Mädels ein wenig an Gewicht zu und wollen sicher noch länger getragen werden. Mal gucken, was ich in ein paar Monaten für kräftige Oberarme haben werde ... Schwabbelarme ade!!!
Natürlich immer mit mindesten einem Baby in der Tragehilfe um den Bauch geschnallt. Da Theresa immer noch sehr stark auf mich fixiert ist, kann ich sie nahezu nicht ablegen ohne mit vorwurfsvollem Schimpfen bestraft zu werden. Solange ich mein Mäuschen mit mir rumschleppe ist sie einfach zufrieden und döst vor sich hin, lächelt und ist ein ausgesprochener Sonnenschein. Aber allein bleiben mag sie gar nicht!
Für mich ist es o.k.! Schließlich wird auch bei ihr irgendwann die Neugierde auf die Welt außerhalb meiner Armlänge siegen und wenn es soweit ist, wird auch sie sich von mir und der Tragehilfe abnabeln. Ich kann warten! ;-) Schließlich habe ich noch keine Dreijährige gesehen, die lieber auf Mamas Schoß sitzt, als mit den anderen Kindern zu spielen.
Bis dahin strapaziere ich jedoch meine Rücken- und Armmuskeln, denn unsere „Doppel- Moppel“ haben bereits jede die 4,5 kg Marke geknackt und sind somit zusammen fast 10 kg schwer. Wenn man die beiden gleichzeitig trägt ... also
links und rechts eine im Fliegergriff... hat man nach einer halben Stunde das Gefühl, dass einem die Arme taub werden! Da hilft nur Krafttraining. Denn jeden Tag legen unsere Mädels ein wenig an Gewicht zu und wollen sicher noch länger getragen werden. Mal gucken, was ich in ein paar Monaten für kräftige Oberarme haben werde ... Schwabbelarme ade!!!
Das allabendliche Programm
Unsere Mädels sind nun unterm Tag häufiger wach als sie schlafen. Sie machen tagsüber meist nur noch ein paar 20 Minuten Nickerchen. Sie kommen einfach nicht in den Tiefschlaf. Egal was wir machen ...! Wir tragen die Mädchen stundenlang in der Tragehilfe, sobald wir sie ablegen sind die Äuglein offen! Kilometer für Kilometer schieben wir sie im Kinderwagen ... sobald wir stehen bleiben sind die Äuglein offen! Wir lassen Sie im Arm oder auf unserem Bauch einschlafen ... sobald wir uns davonschleichen (nun raten Sie mal) sind die Äuglein offen.
Am Abend sind die Kleinen dann regelmäßig derart reizüberflutet, dass das Einschlafen erst nach stundenlangem Procedere klappt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass unsere beiden Großen, Jonas und Emma, jemals „Schreistunden“ oder Probleme mit dem Einschlafen hatten. Es heißt zwar immer, dass man so etwas gerne vergisst oder verdrängt, aber ich habe es ja schwarz auf weiß.
Da ich damals bereits für Jonas ein Tagebuch geschrieben habe, konnte ich jetzt nachlesen, ob das Zu Bett-Geh-Procedere „normal“ ist und ich es nur vergessen habe, oder ob uns dieses „Problem“ wirklich neu ist.
UND – es stimmt wirklich! Wir haben so etwas (in dieser Ausprägung) bisher noch nicht erlebt! Dafür jetzt gleich im Doppelpack!
Nun hilft es ja nichts zu jammern, sondern eine Lösung muss gefunden werden! Zunächst probierten wir es mit Globoli: Nux Vomika, Chamomilla und Co. halfen leider nicht! Zweiter Schritt waren die üblichen Tropfen aus der Apotheke gegen Blähungen, die leider auch erfolglos blieben. Ebenso wie Schüssler Salze, Kümmelzäpfchen, Bauchmassagen, Entspannungsbäder, Babyfußreflexzonenmassage, blieben all unsere Versuche unseren beiden Mäusen zu helfen bisher leider erfolglos. Einzig und allein der Körperkontakt zu Mama und Papa lässt unsere Babys entspannen.
Zum Glück hat der Kinderarzt auch körperliche Ursachen für die Unruhe unserer Kleinen ausgeschlossen. Aber um ganz sicher zu gehen, werde ich mich auf die Suche nach einem Kinderosteopathen machen, um auch ausdrücklich Blockaden oder KiSS ausschließen zu können. Als letzte Rettung haben wir uns eine (sündhaftteure) Federwiege gekauft, diese bringt unseren Kleinen wenigstens ab und zu etwas Ruhe.
Ach ja und der ultimative Tipp für etwas Entspannung: DER FÖN! Ohne Witz ... die Kleien lieben das monotone Brummen des Föns. Ich habe gelesen, dass sie das Geräusch an das Rauschen im Mutterleib erinnern soll. Mir egal, Hauptsache es wirkt! Und erstaunlich wie bedingungslos man seine Kinder liebt.
Egal wie lange die Kleinen jammern, wie sehr der Rücken vom vielen Tragen schmerzt, wie müde man selbst ist ... die Babys lächeln einen an und man könnte dahin schmelzen!
UND mal sehen, vielleicht ist es nur viel Wind um nichts und es handelt sich nur um Dreimonatskoliken, die in ein paar Wochen überstanden sind. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
„Speikinder sind Gedeihkinder!“
Unsere Babys sind „undicht“! Sie spucken den ganzen Tag, unabhängig davon, wie lange die letzte Mahlzeit zurück liegt. Man könnte meinen, Sie behalten manchmal kaum etwas im Magen. Aber offensichtlich reicht den beiden, was Sie verdauen, denn beide haben schon ordentlich zugelegt.
Mittlerweile haben die Babys schon rund 4 kg Körpergewicht und die Strampler in Größe 50/56 sitzen schon ganz schön stramm. Langsam kann man sogar schon etwas Babyspeck an den kleinen Beinchen erahnen und die beiden bekommen ein süßes kleines Doppelkinn. Einfach zu goldig, wie gut die beiden gedeihen.
Wenn man bedenkt dass wir vor vier Wochen mit einem Entlassungsgewicht von je 2.200 g und der Stramplergröße 46 nach Hause kamen, kann man es kaum glauben, dass die Mädchen jetzt schon so „groß“ sind.
Tja somit scheint die Spuckerei der Kleinen weniger gefährlich als lästig zu sein. Unsere Schmutzwäscheberge steigen schneller an, als ich waschen kann, denn wir müssen jedes Baby mehrmals täglich komplett umziehen. Zusätzlich bespucken die beiden mit Vorliebe Bettwäsche, Jacken, Mamas Kleidung, Papas Kleidung, Zierkissen Teppiche ... zum Verzweifeln!
Alle Versuche, die Spuckerei etwas zu lindern, blieben bisher erfolglos!
An der Milch kann es ja schon mal nicht liegen, denn die beiden bekommen immer noch ausschließlich Muttermilch, die ich abpumpe und per Flasche fütter. Mamamilch soll ja angeblich das Beste für Säuglinge sein.
Wir haben es also mit unterschiedlichen Trinktemperaturen (zwischen eher lauwarm und sehr warm), unterschiedlichen Flaschensaugern, diversen Fütterungstechniken usw. probiert. Leider alles ohne Erfolg! Sie spucken und spucken!!! Tja, vermutlich wird uns der Geruch von saurer Milch auf der Schulter noch etliche Wochen begleiten.
Mittlerweile haben die Babys schon rund 4 kg Körpergewicht und die Strampler in Größe 50/56 sitzen schon ganz schön stramm. Langsam kann man sogar schon etwas Babyspeck an den kleinen Beinchen erahnen und die beiden bekommen ein süßes kleines Doppelkinn. Einfach zu goldig, wie gut die beiden gedeihen.
Wenn man bedenkt dass wir vor vier Wochen mit einem Entlassungsgewicht von je 2.200 g und der Stramplergröße 46 nach Hause kamen, kann man es kaum glauben, dass die Mädchen jetzt schon so „groß“ sind.
Tja somit scheint die Spuckerei der Kleinen weniger gefährlich als lästig zu sein. Unsere Schmutzwäscheberge steigen schneller an, als ich waschen kann, denn wir müssen jedes Baby mehrmals täglich komplett umziehen. Zusätzlich bespucken die beiden mit Vorliebe Bettwäsche, Jacken, Mamas Kleidung, Papas Kleidung, Zierkissen Teppiche ... zum Verzweifeln!
Alle Versuche, die Spuckerei etwas zu lindern, blieben bisher erfolglos!
An der Milch kann es ja schon mal nicht liegen, denn die beiden bekommen immer noch ausschließlich Muttermilch, die ich abpumpe und per Flasche fütter. Mamamilch soll ja angeblich das Beste für Säuglinge sein.
Wir haben es also mit unterschiedlichen Trinktemperaturen (zwischen eher lauwarm und sehr warm), unterschiedlichen Flaschensaugern, diversen Fütterungstechniken usw. probiert. Leider alles ohne Erfolg! Sie spucken und spucken!!! Tja, vermutlich wird uns der Geruch von saurer Milch auf der Schulter noch etliche Wochen begleiten.
Besucherflut
Die ersten beiden Wochen mit den Zwillingen zuhause kann man im Nachhinein betrachtet als tiefen entspannt bezeichnen. Füttern und Kuscheln bestimmten unseren Tagesablauf. Hin und wieder besuchte uns einer unser nahen Familienmitglieder oder Freunde. Diese Besuche und das damit verbundene Interesse an unserem Zuwachs freuten uns sehr und unsere Gäste waren ausgesprochen unkompliziert.Die Stimmung im Wochenbett war sehr ruhig und fast schon meditativ. Keiner traute sich laut zu sprechen, geschweige denn, eine Tür ins Schloss fallen zu lassen. Den halben Tag lang klimperten Spieluhrmelodien aus dem CD Player, das Feuer im Kachelofen knisterte und der Stilltee dampfte in der Kanne. Alles war richtig gemütlich und trotz permanenten Schlafmangels fühlten wir uns eigentlich relativ gut.
Jetzt, da die Babys bereits 5 Wochen alt sind, ist wohl offensichtlich für die Weltbevölkerung das Wochenbett abgeschlossen und die damit verbundene Schonfrist für uns vorbei. Die Besucher rennen uns die Tür ein! Ständig
klingelt das Telefon! Nicht falsch verstehen, natürlich mögen wir all unsere Gäste, also unser Freunde, Bekannten, Nachbarn, Arbeitskollegen, Eltern von Spielfreunden unserer Kinder ... UND: Wir freuen uns riesig über alle
Glückwünsche und Besuche. ABER: Im Augenblick kommen diese schon sehr geballt auf uns zu.
Wir sind bereits eine ganze Woche im Voraus komplett „ausgebucht“ und vergeben pro Tag bis zu drei Babybesuchstermine. Bereits zum Frühstück kommen die ersten Gäste ... Am Nachmittag, nach der Schule und dem
Kindergarten kommt dann der zweite Schwung Besucher. Dies ist in der Regel der anstrengendste Tagesabschnitt, da die Nachmittagsgäste meist selbst ihre 1- 5 Kinder mitbringen. Diese wollen dann auch mit Kuchen bewirtet werden und natürlich muss man all den klebrigen, kleinen Patschehändchen auch ordentlich mit dem Putzlappen hinterher wirbeln. Abends kommen dann die Berufstätigen auf einen „Sprung“ vorbei. Die „ Sprünge“ können sich durchaus auch mal bis Mitternacht hinziehen.
Während Hans und ich bereits mit starren, roten Augen nur noch davon träumen, die wenigen Stunden, in denen unsere Mädels gleichzeitig schlafen auch zum Schlafen zu nutzen, servieren wir brav Knabbereien und rechnen in Gedanken durch, wie viele Stunden Schlaf jetzt noch bleiben.
Es ist unglaublich, welches Interesse und welche Anteilnahme die Geburt unserer Zwillinge bei allen hervorruft. Noch immer kommen fast täglich Glückwunschkarten und Geschenke für die Babys per Post. Wo immer wir hinkommen ziehen wir mit unseren zwei Süßen alle Blicke auf uns. Nie hätten wir mit einer solchen Flut an Gratulationen gerechnet.
Oft werden wir gefragt, was wir noch für unsere Zwillinge gebrauchen können. Ich kann nur antworten: "Was wir am allerdringendsten bräuchten, wäre einfach etwas mehr Zeit." Bitte schenkt uns noch ein wenig Zeit!
Denn sicherlich sind die Babys mit 8,10, oder 16 Wochen noch genauso goldig und „ sehenswert“ wie heute. UND: Wir können eure Besuche dann auch wieder genießen und uns richtig darüber freuen!
Sooo müde
Zum einen wechseln sich unsere beiden Grazien gerne mal mit ihren Wachphasen ab, sodass wir den ganzen Tag durchgehend ein Baby zum Kuscheln haben. Des Weiteren wohnen hier ja auch noch zwei große Kids, die versorgt und bespaßt werden wollen. Dies führt dazu, dass es in manchen Tagen/Nächten nicht zu einer einzigen Tiefschlafphase kommt, sondern lediglich zu 2-3 Schlummerstündchen.
Die Natur hat es schon geschickt eingerichtet, dass man als frischgebackene Mama derart mit Hormonen vollgepumpt ist, dass man sich auch nach einer Nacht mit 2 x 2 Stunden Schlaf schon fast ausgeruht fühlt.
Leider reicht der wenige Schlaf jedoch offensichtlich nicht, um alle Körperfunktionen inkl. Hirn am Laufen zu halten. Immer häufiger vergesse ich, was ich gerade machen wollte oder ertappe mich beim Sekundenschlaf unter der Dusche, beim Kochen, oder sogar beim Kinderarzt im Wartezimmer.
Der ungewöhnlichste Ort für ein Sekundenschläfchen war neulich vor einem Aufzug. Nachdem ich den Knopf gedrückt hatte, um den Aufzug anzufordern musste ich kurz warten. In dieser kurzen Zeit bin ich offensichtlich im Stehen
weggedöst. Denn erst als sich die Aufzugtür wieder vor mir schloss, kam ich auf die Idee einzusteigen. Leider zu spät - der Aufzug fuhr ohne mich weiter und ich musste erneut warten.
Aber wenigstens hatte mein Mann was zu lachen, als ich ihm von meinem Aussetzer erzählte. UND - man verzichtet als Mama ja gern auf ein bisschen Ausruhen, wenn man dafür mit zwei zuckersüßen Engelslächeln dafür belohnt wird.
Nur halb so schlimm
Wenn man als werdende Zwillingsmama vom bevor stehenden doppelten Zuwachs erzählt, erntet man nicht selten mitleidige Blicke. Sätze wie, „Na, dann wird’s ja rund gehen bei euch!“ oder „Na, da kommt ja jede Menge Arbeit auf euch zu!“ habe ich nicht nur einmal gehört.Ich muss sagen, ich hatte schon eine gehörige Portion Respekt vor dem "Projekt Zwillinge". Durch gut organisierte Haushaltsführung und strukturierte Tages- und Arbeitsabläufe hoffte ich allerdings die „Sache“ in den Griff zu bekommen. UND - Was soll ich sagen?!? Bisher ist es einfach nur wunderschön! DOPPELTE FREUDE!
Ich fühle mich einfach nur pudelwohl als Großfamilienmama und vom befürchteten Chaos bisher keine Spur! Wir müssen weder Hunger leiden noch ersticken wir im Dreck!
Klar nehmen die Babys unglaublich viel Zeit in Anspruch, aber dadurch, dass auch Hans im Moment daheim ist, hilft mir ein zweites Paar Hände durch die Tage.
Aber nichts desto trotz bin ich von einer 40 Stunden Woche im Moment weit entfernt, aber das ist einem bei 4 Kleinen ja bewusst. Zum Spaß habe ich mir mal notiert, wie sich meine 24 Stunden am Tag verteilen:
4 Stunden hänge ich an der Milchpumpe, um Muttermilch zu beschaffen
2 Stunden füttere ich den Babys die Muttermilch per Flasche (Hans füttert auch nochmal 2 Std.)
1 Stunde wickel ich die Kleinen (Hans investiert noch mal die gleiche Zeit ins wickeln)
1 Stunde 3 Waschmaschinen am Tag waschen, in den Trockner packen und falten
1,5 Stunden Spülen und Vaporisieren von ca. 16 Babyfläschchen und 16 Milchpumpensets
0,5 Stunde Mittagsessen kochen
0,5 Stunde Frühstück, Pausenbrote, Abendessen vorbereiten
0,5 Stunden Kinder baden
2,5 Stunden restlicher Haushalt (Bad, Böden, Fenster, Staubwischen, Keller, Garten, Autos, …)
0,5 Stunden Hausaufgabenbetreuung Jonas
1 Stunde raus an die frische Luft mit allen (Drachensteigen, Spielplatz etc.)
1 Stunde Besucher empfangen
2 Stunden Spielen, Kuscheln, Liebhaben
3x 2 Stunden SCHLAFEN!!!
UND SCHWUPP ist ein Tag vorbei!!!!
Die Zeit mit den Kleinen ist so wertvoll und unbeschreiblich schön. Leider geht sie viel zu schnell vorbei und rinnt mir unter den Händen davon! Am liebsten würde ich die Zeit anhalten und „Pause“ drücken, um noch gaaaaaaaaanz lange diese besondere Kuschelzeit mit meinen fünf Liebsten genießen zu können.
Endlich zuhause!
Hans und ich saßen mit unseren beiden Mäusen bereits auf gepackten Koffern und warteten auf die Kinderärztin, die uns zur Untersuchung unserer Babys abholen sollte. Jonas war extra mit ins Krankenhaus gekommen, um seine beiden Schwestern abzuholen. Wir waren voller Vorfreude, dass in wenigen Stunden unser „neues Familienleben“ zuhause beginnen sollte. Bis zu dem Augenblick, in dem die Ärztin den Raum betrat und uns mitteilte, dass Mathilda einen viel zu hohen Bilirubin Wert hat und deshalb sofort auf die Früh- und Neugeborenen Station verlegt werden muss.
Sofort brach ich in Tränen aus. Ich wusste bereits was mein Mädchen erwarten würde, denn auch Jonas war vor sieben Jahren bereits ein „Billi- Baby“ und lag tagelang mit Infusionen unter der Phototherapie. In Gedanken sah ich sofort die Infusionsnadel, mit der man mein kleines, zierliches Baby quälen würde.
Tagelang würde ich nicht mit meinem Baby kuscheln können, da jede Unterbrechung der Phototherapie die Heilung nur unnötig in die Länge ziehen würde. Ich war am Boden zerstört und heulte ungeniert als die Schwester aus der Babystation kam und meine Mathilda aus dem Raum schob.
Die zweite Schreckensnachricht folgte wenige Stunden darauf, als auch bei Theresa die Neugeborenen Gelbsucht diagnostiziert wurde, sodass auch sie verlegt werden musste.
Ich hatte meine beiden Mädchen dank Rooming in zuvor ununterbrochen bei mir und fühlte mich plötzlich so einsam- ganz ohne Bauch und ohne meine Zwillis. Die folgenden Tage waren unglaublich anstrengend.
Da ich meine Babys stille und mir die Muttermilch zum Glück für beide reicht hatte ich nun die Aufgabe die Muttermilch abzupumpen, damit wir sie den Mädchen per Flasche füttern konnten. Ein erhöhter Bilirubin Wert macht die Kleinen nämlich so müde, dass sie zu schwach sind um an der Brust zu trinken.
Ich war schon froh, dass die beiden überhaupt noch Kraft zum Trinken hatten und nicht sondiert werden mussten. Somit pendelte ich tagelang zwischen beiden Babys und der Milchpumpe hin und her und meine Tage und Nächte bestanden aus Füttern, Windeln, Füttern, Pumpen ... und wieder von vorne! Ich schlief keine Nacht länger als zwei Stunden. Denn da die Babys ausschließlich zum Füttern unter der Phototherapie hervor geholt wurden, wollte ich keine Mahlzeit verpassen, um zumindest diese wenigen aber wertvollen Minuten mit ihnen zu schmusen und die beiden unbedingt selbst füttern.
Aber auch diese Tage hatten endlich ein Ende! Und so durften wir am Donnerstag Nachmittag - mit vier Tagen Verspätung - aber unglaublich erleichtert das Krankenhaus verlassen.
Die Bilder, von anderen (richtig kranken) Babys und deren Eltern, die wir auf der Früh- und Neugeborenen Station zu sehen bekamen, haben uns noch mehr als zuvor bewusst gemacht, welch großes Glück wir mit vier gesunden Kindern haben.
Wir sind einfach unglaublich dankbar und wünschen allen Eltern, die noch um die Gesundheit ihrer Kinder bangen müssen ,viel Kraft.
Die Geburt
Nach der Eröffnung der Fruchtblase um 14.45Uhr bei 4cm Muttermund durch die Ärztin, setzten bei mir binnen Sekunden heftige Wehen ein. Eine regelrechte Flut an Kontraktionen überrollte mich. Ohne Wehenpausen hatte ich kaum eine Chance die Schmerzen zu veratmen.
Mein Mann, sichtlich geschockt vom plötzlichen Geburtsfortschritt, ermahnte mich unermüdlich:„Durch die Nase einatmen und laaaaaangsaaaaam durch den Mund aus! Laaaaaangsaaaaam aaaaaaaaaaaaaaatmen!!!“
So blöd es klingen mag, aber seine Anleitung zum Atmen hat mir ungemein geholfen. Alleine hätte ich es nicht mehr geschafft im Rhythmus weiter zu atmen, sondern wäre in Panik verfallen. Ich konzentrierte mich ausschließlich auf seine Stimme, die mich etwas beruhigte und veratmete Wehe um Wehe.
Keine 10 Minuten nach der Blasensprengung und ca. 10 Wehen später rannte Hans in den Flur um die Hebamme zu suchen und zurück zu holen.
Noch nie hatten mich die Geburtsschmerzen derart überrollt und ich machte die Nachwirkungen von 2 Tagen Wehentropf für die Intensität meiner Krämpfe verantwortlich. Ich hatte Angst davor, diese Situation noch mehrere Stunden
durchstehen zu müssen. Meinen Vorsatz, wieder ohne Schmerzmittel zu entbinden, hatte ich bereits nach wenigen Minuten, die mir wie Stunden vorkamen, über Bord geworfen.
Die Hebamme, die Hans aus der Kaffepause zurückpfiff, trudelte gemütlich im Kreissaal ein und untersuchte mich erneut. Wohl selbst überrascht vom Untersuchungsbefund verkündete sie: „Muttermund vollständig! Ich verspreche Ihnen, dass sie in 10 Minuten ihr erstes Baby im Arm halten!“
Diesem Versprechen meiner Hebamme, die bereits Jonas entbunden und Emmis Geburt begleitet hatte, vertraute ich blind. Die Aussicht, in wenigen Augenblicken mein Baby zu bekommen, setzte ungeahnte Kräfte in mir frei. Während die Hebamme, die nun doch etwas hektischer wurde, noch durch Rufen in den Flur das Ärzteteam zusammentrommelte, gab ich dem natürlichen Pressdrang nach und schob mit aller Kraft. Eine weitere Presswehe weiter um 15.04 Uhr war sie geboren: THERESA!
Sie schrie gleich los! Sofort bekam ich sie auf die Brust- warm und weich und unglaublich perfekt- einfach wunderschön und winzig!
Beim Einsetzen der nächsten Wehe nahm die Ärztin sie mir kurz ab und ich presste erneut. Nach der ersten Wehe war der Kopf geboren, bei der zweiten Wehe folgte um 15.08 Uhr der Rest. MATHILDA!
Auch sie durfte ich sofort nehmen. So viel Glück auf einmal kann man nicht in Worte fassen. Ich konnte nur noch weinen vor Erleichterung! Die Sorgen und Ängste der Schwangerschaft waren vorbei. Die Anspannung ließ nach. Endlich
sind sie da! Beide sind gesund, einfach perfekt und wunderschön!
Diese Geburt war einfach ein Traum! Innerhalb von 20 Minuten von der ersten richtigen Wehe an waren beide ohne Schmerzmittel, ohne Geburtsverletzungen, ohne Komplikationen mit 2760 g, 46 cm und 2460g, 45 cm auf der Welt.
Bereits eine halbe Stunde danach war ich wieder auf den Beinen und wickelte eine meiner Mäuse selbst, während Hans sich um die zweite kümmerte. Nun sind wir endlich komplett!
Einleitung
37+0!
Unsere Babys sind nun offiziell keine Frühchen mehr und somit ist der Termin zur Beginn der Geburtseinleitung erreicht. Aus medizinischer Sicht sollen unsere Zwillis nicht länger in mir bleiben als bis zur Schwangerschaftswoche 38+0 und aus diesem Grund wird bereits ab jetzt damit begonnen die Geburt „sanft“ einzuleiten.
Vor noch wenigen Wochen hätten wir nie gedacht, dass wir den Geburtstermin überhaupt erreichen würden. Aber offensichtlich fühlen sich meine beiden Mäuse rundum wohl in ihrer und meiner Haut und müssen nun sogar dazu überredet werden, heraus zu kommen.
Bei der Aufnahme im Kreissaal zittern mir die Knie. Ich werde dieses Krankenhaus wohl erst wieder mit meinen beiden Babys verlassen. Nach dem üblichen Prozedere wie CTG und Untersuchung wird entschieden, dass ich noch am selben Vormittag die erste Hormontablette bekomme, da die Vorwehen der letzten Tage schon ihren Dienst getan haben und mein Muttermund mit 3 cm geburtsbereit ist.
Na dann- wenn mein Muttermund geburtsbereit ist, dann bin ichs wohl auch :) Die Spannung steigt, denn keiner kann voraussagen, ob und wie schnell meine Gebärmutter auf diese Reizung reagieren wird. Es kann auch mehrere zermürbende Tage dauern, eh eine Einleitung „anspringt“. Jetzt heißt es abwarten und spazieren gehen ;-)
Nach kurzer Zeit spüre ich zwar bereits einige regelmäßige Kontraktionen, aber durch die Erfahrungen der letzten beiden Geburten weiß ich, dass man mit leichten- mittelmäßigem Schmerzen keine Kinder zur Welt bringt. Das muss sich noch steigern und somit pilgern Hans und ich weiterhin brav durch die Flure der Klinik.
Die Kontrolluntersuchung bestätigt meine Vermutung, dass sich die letzten Stunden nicht viel getan hat, aber immerhin ist der Untersuchungsbefund bereits so gut, dass noch am selben Abend mit dem Wehentropf begonnen werden kann. Jetzt werden also härtere Geschütze aufgefahren. Und so verrückt es klingen mag, irgendwie freue ich mich auf „richtige Wehen“ und das Gefühl, dass es unaufhaltsam losgeht.
Was mir nicht bewusst war ist, dass ich ab dem Anlegen des Wehentropfs am CTG im Kreisbett liegen bleiben muss, um sicherzugehen, dass es den Babys weiterhin gut geht. Wir verbringen so den ganzen Abend, die ganze Nacht, und einen ganzen Vormittag im Kreissaal am CTG, während ich die immer häufigeren Kontraktionen für meine Atemübungen nutze.
Bisher komme ich mit den Wehen im 3 Minuten Abstand sehr gut zurecht. Ich könnte nicht sagen, dass es sich um richtige Schmerzen handelt, sondern eher um ein sehr unangenehmes Ziehen. Daher befürchte ich, dass sich immer noch nicht besonders viel am Geburtsfortschritt geändert hat. Leider bestätigt die Hebamme diese Vermutung erneut und selbstverständlich bin ich enttäuscht. Denn auch wenn ich gut mit dem „Wehenschmerz“ klarkomme, ist die tagelange Liegerei ohne Schlaf im Kreisbett sehr belastend und zermürbend.
Nach Rücksprache mit den Ärzten wurde die Eröffnung der Fruchtblase entschieden. Das bedeutet, von nun an gibt es wirklich kein Zurück. Ich werde innerhalb der nächsten 48 Stunden stolze Zwillimama!!! Natürlich werde ich hiervon nächste Woche berichten.
Unsere Babys sind nun offiziell keine Frühchen mehr und somit ist der Termin zur Beginn der Geburtseinleitung erreicht. Aus medizinischer Sicht sollen unsere Zwillis nicht länger in mir bleiben als bis zur Schwangerschaftswoche 38+0 und aus diesem Grund wird bereits ab jetzt damit begonnen die Geburt „sanft“ einzuleiten.
Vor noch wenigen Wochen hätten wir nie gedacht, dass wir den Geburtstermin überhaupt erreichen würden. Aber offensichtlich fühlen sich meine beiden Mäuse rundum wohl in ihrer und meiner Haut und müssen nun sogar dazu überredet werden, heraus zu kommen.
Bei der Aufnahme im Kreissaal zittern mir die Knie. Ich werde dieses Krankenhaus wohl erst wieder mit meinen beiden Babys verlassen. Nach dem üblichen Prozedere wie CTG und Untersuchung wird entschieden, dass ich noch am selben Vormittag die erste Hormontablette bekomme, da die Vorwehen der letzten Tage schon ihren Dienst getan haben und mein Muttermund mit 3 cm geburtsbereit ist.
Na dann- wenn mein Muttermund geburtsbereit ist, dann bin ichs wohl auch :) Die Spannung steigt, denn keiner kann voraussagen, ob und wie schnell meine Gebärmutter auf diese Reizung reagieren wird. Es kann auch mehrere zermürbende Tage dauern, eh eine Einleitung „anspringt“. Jetzt heißt es abwarten und spazieren gehen ;-)
Nach kurzer Zeit spüre ich zwar bereits einige regelmäßige Kontraktionen, aber durch die Erfahrungen der letzten beiden Geburten weiß ich, dass man mit leichten- mittelmäßigem Schmerzen keine Kinder zur Welt bringt. Das muss sich noch steigern und somit pilgern Hans und ich weiterhin brav durch die Flure der Klinik.
Die Kontrolluntersuchung bestätigt meine Vermutung, dass sich die letzten Stunden nicht viel getan hat, aber immerhin ist der Untersuchungsbefund bereits so gut, dass noch am selben Abend mit dem Wehentropf begonnen werden kann. Jetzt werden also härtere Geschütze aufgefahren. Und so verrückt es klingen mag, irgendwie freue ich mich auf „richtige Wehen“ und das Gefühl, dass es unaufhaltsam losgeht.
Was mir nicht bewusst war ist, dass ich ab dem Anlegen des Wehentropfs am CTG im Kreisbett liegen bleiben muss, um sicherzugehen, dass es den Babys weiterhin gut geht. Wir verbringen so den ganzen Abend, die ganze Nacht, und einen ganzen Vormittag im Kreissaal am CTG, während ich die immer häufigeren Kontraktionen für meine Atemübungen nutze.
Bisher komme ich mit den Wehen im 3 Minuten Abstand sehr gut zurecht. Ich könnte nicht sagen, dass es sich um richtige Schmerzen handelt, sondern eher um ein sehr unangenehmes Ziehen. Daher befürchte ich, dass sich immer noch nicht besonders viel am Geburtsfortschritt geändert hat. Leider bestätigt die Hebamme diese Vermutung erneut und selbstverständlich bin ich enttäuscht. Denn auch wenn ich gut mit dem „Wehenschmerz“ klarkomme, ist die tagelange Liegerei ohne Schlaf im Kreisbett sehr belastend und zermürbend.
Nach Rücksprache mit den Ärzten wurde die Eröffnung der Fruchtblase entschieden. Das bedeutet, von nun an gibt es wirklich kein Zurück. Ich werde innerhalb der nächsten 48 Stunden stolze Zwillimama!!! Natürlich werde ich hiervon nächste Woche berichten.
Mees ist da!
Natürlich konnten Hans und ich uns nicht beherrschen und haben die halbe Nacht damit verbracht, die Möbel zusammen zu schrauben. Ich muss sagen, das hat wirklich Spaß gemacht! Auch nachts um 1! ;-)
So unkompliziert und schnell haben wir noch nie ein ganzes Zimmer aufgestellt. Die Schubläden waren bereits vormontiert und die Montageanleitung für den Rest ist wirklich „idiotensicher“, sodass wir es tatsächlich ganz ohne Streit und Unfälle geschafft haben alles in wenigen Stunden aufzubauen.
Jetzt beginnt mein Part in Sachen Babyzimmer: Schränke auswischen und einräumen und alles dekorieren ... ich bin in meinem Element!
Wir haben uns in diesem Zimmer doch für ein geschlechtsneutrales gelb an den Wänden entschieden. Nachdem das erste Babyzimmer schon sehr „geschlechtslastig“ gestaltet wurde, wollten wir nicht das Risiko eingehen evtl. zwei Zimmer umstreichen zu müssen.
Jetzt ist aber definitiv wirklich alles fertig! Es gibt nichts mehr, was für die Ankunft der Zwillinge vorbereitet werden muss! Es ist wirklich beruhigend zu wissen, dass jetzt einfach alles perfekt ist und die Kleinen bei uns einziehen können! Ich bin schon so gespannt, wann unsere Engelchen zum ersten Mal im neuen Bettchen schlafen werden!
132 cm!
Mein Bauchumfang nimmt ungeahnte Ausmaße an. Nachdem er laut Maßband etliche Wochen stagnierte, legt er jetzt zum Ende noch mal erheblich zu. Wir haben 1,3 m geknackt! Unvorstellbar! Damit ist es offiziell: Ich bin runder als mein Siebenjähriger hoch ist! Ehrlich gesagt, fühle ich mich auch so.
Allein Socken anziehen oder Beine rasieren ist zum Kraftakt geworden, aber das ist vermutlich normal. Mein Mann belächelt nun gerne mal meine Unbeweglichkeit und macht sich einen Spaß aus meiner Hilflosigkeit. Aber abwarten ... Rache ist süß!
Schließlich bin ich knapp 18 Jahre jünger als er und wenn er sich mit runzeligen 80 Jahren nicht mehr bewegen kann, bin ich immer noch eine hoffentlich rüstige Mit-Sechzigerin- und dann wird der Spieß umgedreht und ich darf spotten!
Im Großen und Ganzen ist er ja ganz lieb und vermutlich sieht es einfach wirklich drollig aus, wenn ich versuch mir die Fußnägel zu lackieren, sodass er sich ein Grinsen einfach nicht verkneifen kann.
Um ihm zu verdeutlichen wie viel mehr Bauch ich mit mir rumtrage, haben wir ein 132 cm langes Maßband um seinen Bauch gehalten. Da hat er noch ganz schön was aufzuholen! Vermutlich dürfte er sich fast verdoppeln um meinen Umfang zu
erreichen.
Tja und das Problem mit dem Schuhe anziehen hat sich eh von selbst erledigt. Bei den sommerlichen Temperaturen der letzten Tage habe ich so viel Wasser eingelagert, dass ich eh nur noch die Jesuslatschen tragen kann, weil mir kein
anderer Schuh mehr passt.
Und nach der Geburt der Babys fühle ich mich bestimmt so gut wie lange davor nicht mehr, denn ich habe immer noch nichts zugenommen! Juhuuu, dann habe ich nach der Entbindung bestimmt ein paar Kilo weniger wie vor der Schwangerschaft und fühle mich hoffentlich fit wie ein Turnschuh!
Gewicht zulegen
Unsere Befürchtung, dass eines unserer Würmchen nicht mehr so schnell weiterwächst wie sein Geschwisterchen, wurde bei einer Routineuntersuchung leider bestätigt.Während unser "großer Schatz" bereits auf stolze 2 kg geschätzt wurde, brachte das zweite Baby gerade mal knapp 1,5 kg auf die Waage.
Die Ärzte beruhigten uns zwar damit, dass diese Abweichung gerade noch im Toleranzbereich liegen würde, warnten uns aber gleichzeitig, dass es zu einer vorzeitigen Einleitung kommen wird, wenn unser "Kleines" sein Geschwisterchen
nicht wieder einholt.
Jetzt wird's also ernst! Noch 10 Tage Schonfrist bekommt unser Baby zum Wachsen. Die letzte Chance also um ordentlich zuzulegen!
Vielleicht halten wir in wenigen Tagen schon unsere Zwillinge in den Armen. Ich bin gefühlstechnisch wirklich hin und her gerissen. Eine emotionale Achterbahnfahrt beginnt. Einerseits steigert sich die Vorfreude durch diesen Zehn-Tage-Countdown ins Unermessliche. Andererseits könnten die Babys wirklich noch ein paar Wochen in meinem Bach gebrauchen und eine Geburt als Fliegengewicht unter 2 kg ist bestimmt kein Spaß für die beiden.
Die Sorge, dass ich meine Babys wochenlang nur im Inkubator "besuchen" kann macht mich schon sehr unruhig und traurig.
Den Tag vor der Kontrolluntersuchung verbringe ich mit "Extrem- Putzen", um mich von einer evtl. Einleitung abzulenken. So sauber war es hier schon lange nicht mehr. ;-)
Am Tag der Untersuchung entscheide ich mich trotzig dazu, meine Kliniktasche nicht mit zu nehmen. Ich will heute nicht stationär im Krankenhaus bleiben und auf gar keinen Fall will ich, dass heute die Geburt eingeleitet wird. UND- tatsächlich! Unser Baby ist wieder gewachsen und hat sein Geschwisterchen eingeholt. Braves Kind!!! Wir sind unglaublich erleichtert, noch ein unbestimmtes Weilchen schwanger bleiben zu dürfen.
Selbstverständlich wird eine neue Frist zur Kontrolle gesetzt. Wieder zehn Tage warten, hoffen, bangen. Aber mal sehen, ob wir den nächsten Kontrolltermin überhaupt noch wahrnehmen, denn auf dem CTG waren auch bereits wieder Wehen in regelmäßigen Abständen zu sehen und die Hebamme verabschiedete uns mit den Worten "bis bald im Kreissaal!"
Die Ärzte beruhigten uns zwar damit, dass diese Abweichung gerade noch im Toleranzbereich liegen würde, warnten uns aber gleichzeitig, dass es zu einer vorzeitigen Einleitung kommen wird, wenn unser "Kleines" sein Geschwisterchen
nicht wieder einholt.
Jetzt wird's also ernst! Noch 10 Tage Schonfrist bekommt unser Baby zum Wachsen. Die letzte Chance also um ordentlich zuzulegen!
Vielleicht halten wir in wenigen Tagen schon unsere Zwillinge in den Armen. Ich bin gefühlstechnisch wirklich hin und her gerissen. Eine emotionale Achterbahnfahrt beginnt. Einerseits steigert sich die Vorfreude durch diesen Zehn-Tage-Countdown ins Unermessliche. Andererseits könnten die Babys wirklich noch ein paar Wochen in meinem Bach gebrauchen und eine Geburt als Fliegengewicht unter 2 kg ist bestimmt kein Spaß für die beiden.
Die Sorge, dass ich meine Babys wochenlang nur im Inkubator "besuchen" kann macht mich schon sehr unruhig und traurig.
Den Tag vor der Kontrolluntersuchung verbringe ich mit "Extrem- Putzen", um mich von einer evtl. Einleitung abzulenken. So sauber war es hier schon lange nicht mehr. ;-)
Am Tag der Untersuchung entscheide ich mich trotzig dazu, meine Kliniktasche nicht mit zu nehmen. Ich will heute nicht stationär im Krankenhaus bleiben und auf gar keinen Fall will ich, dass heute die Geburt eingeleitet wird. UND- tatsächlich! Unser Baby ist wieder gewachsen und hat sein Geschwisterchen eingeholt. Braves Kind!!! Wir sind unglaublich erleichtert, noch ein unbestimmtes Weilchen schwanger bleiben zu dürfen.
Selbstverständlich wird eine neue Frist zur Kontrolle gesetzt. Wieder zehn Tage warten, hoffen, bangen. Aber mal sehen, ob wir den nächsten Kontrolltermin überhaupt noch wahrnehmen, denn auf dem CTG waren auch bereits wieder Wehen in regelmäßigen Abständen zu sehen und die Hebamme verabschiedete uns mit den Worten "bis bald im Kreissaal!"
Nächtliche ABM
Wie schon erwähnt, habe ich mir abgewöhnt zu schlafen. Ich komme einfach nicht zur Ruhe und wälze mich stundenlang im Bett hin und her. Mittlerweile habe ich den Kampf gegen die innere Unruhe aufgegeben und stehe lieber wieder auf, als
mich die halbe Nacht im Bett zu quälen. Wenn ich mich halbwegs sinnvoll beschäftige, vergehen die Stunden wenigstens etwas schneller, als wenn ich neben meinem schnarchenden Gäöttergatten liege und erfolglos versuche weg zu d?sen.
Nachdem ich mich nachts für die übliche Hausarbeit nicht aufraffen kann, habe ich mir schöne, sinnvolle Aufgaben für die durchwachten Nächte gesucht.
Zunächst wurden die Bastelläden in der Region unsicher gemacht und ich hab mich mit allerhand Utensilien eingedeckt.
Als erstes wurden Geburtsanzeigen bzw. Dankeskarten gebastelt. Nach stundenlanger Recherche im Internet habe ich endlich folgenden Spruch fär die Karten gefunden: "Wunder verlieren auch bei Wiederholung nichts von ihrem Zauber!" Ich finde diesen Satz sehr schön und passend. In liebevoller Kleinarbeit habe ich dann Nächte damit zugebracht, die Karten zu bedrucken, zu falten, zu bekleben, Transparentpapier auszuschneiden und alles mühevoll zu verzieren. Sogar die Kuverts zum versenden der Karten sind bereits beschriftet.
Als nächstes machte ich mich an die Vorbereitungen für die Taufe. Ich habe als Tischdeko für die Feier ganz einfache Glasvasen und Teelichthalter besorgt und diese mit Jute, Bast und Schleifchen verziert. Außerdem habe ich bereits die
Einladungskarten für die Taufe fertig gebastelt. Es muss nur noch ein Einlegeblatt bedruckt werden, sobald Datum und Uhrzeit der Feier feststehen. Ach ja selbst die Liederauswahl für die Kirche ist bereits getroffen und die Fürbitten habe ich auch selbst geschrieben.
Momentan bin ich dabei die Taufkerzen zu basteln. Ich finde das gar nicht so einfach, wie es aussieht. Obwohl vermutlich noch mehrere schlaflose Wochen zu überbrücken sind, fallen mir langsam aber sicher keine neuen Projekte für die Nächte mehr ein. Vielleicht nähe ich noch ein paar farblich auf die Teelichthalter und Vasen abgestimmte Mitteldeckchen für die Taufe.
Aber nach all diesen kreativen Ergüssen ist meine Fantasie dann wirklich ausgeschöpft. Da die Farbauswahl der Deko und der Dankeskarten Rückschklüsse auf das Geschlecht unserer Babys zulassen würde, kann ich mir leider bei niemandem (außer meinem Mann) Komplimente für meine Schöpfungen erhaschen. Wie Männer so sind, kann mein Gatte nicht besonders viel Euphorie für mein Gebasteltes heucheln. Solange das Essen an der Tauffeier nur schmeckt und reicht könnten wir, wenn es nach ihm ginge, vermutlich auch von Papptellern essen.
Momentan stellt das Thema Essen in unserem Leben eh einen wunden Punkt dar. Dadurch, dass ich mir die Nächte mit Basteln um die Ohren schlage, bin ich tagsüber entsprechend müde und unmotiviert. Meine Müdigkeit wirkt sich neben
den Einschränkungen durch meine Schwangerschaftsdiabetes nicht gerade förderlich auf meine Lust zu kochen aus, was zur Folge hat, dass wir die letzten Wochen immer häufiger kalt essen. Mein Mann ist zwar keiner dieser typischen
Machos, bei dem jeden Abend das Essen auf dem Tisch zu stehen hat und ich kein dazu passendes Weibchen, aber langsam aber sicher macht sich bei ihm doch eine gewisse Unzufriedenheit über unsere Ernährungsgewohnheiten bemerkbar. Nachdem er den ganzen Tag schwer auf dem Bau schuftet, bringt er abends schon etwas Hunger mit nach Hause und lässt sich auf Dauer nicht mit Wurstbrot befriedigen. Aber wenigstens hat er eine charmante Art, mich darauf aufmerksam zu machen, dass er "mehr" braucht. Auf meinen erneuten Versuch, ihm ein wenig Begeisterung für mein Gebasteltes zu entlocken, entgegnete er grinsend: "Ja Schatz, ist wirklich schön! Aber wenn dir heute Nacht wieder langweilig wird
könntest du ja für morgen vorkoche!? ;-)"
Da kann ich ihm ja noch nicht mal böse sein! Ich glaub, da wird mal wieder eine Schweinshaxn fällig und damit sind ja auch zwei Fliegen mit einer Klappe getroffen. Ich bin nachts beschäftigt und er satt!
mich die halbe Nacht im Bett zu quälen. Wenn ich mich halbwegs sinnvoll beschäftige, vergehen die Stunden wenigstens etwas schneller, als wenn ich neben meinem schnarchenden Gäöttergatten liege und erfolglos versuche weg zu d?sen.
Nachdem ich mich nachts für die übliche Hausarbeit nicht aufraffen kann, habe ich mir schöne, sinnvolle Aufgaben für die durchwachten Nächte gesucht.
Zunächst wurden die Bastelläden in der Region unsicher gemacht und ich hab mich mit allerhand Utensilien eingedeckt.
Als erstes wurden Geburtsanzeigen bzw. Dankeskarten gebastelt. Nach stundenlanger Recherche im Internet habe ich endlich folgenden Spruch fär die Karten gefunden: "Wunder verlieren auch bei Wiederholung nichts von ihrem Zauber!" Ich finde diesen Satz sehr schön und passend. In liebevoller Kleinarbeit habe ich dann Nächte damit zugebracht, die Karten zu bedrucken, zu falten, zu bekleben, Transparentpapier auszuschneiden und alles mühevoll zu verzieren. Sogar die Kuverts zum versenden der Karten sind bereits beschriftet.
Als nächstes machte ich mich an die Vorbereitungen für die Taufe. Ich habe als Tischdeko für die Feier ganz einfache Glasvasen und Teelichthalter besorgt und diese mit Jute, Bast und Schleifchen verziert. Außerdem habe ich bereits die
Einladungskarten für die Taufe fertig gebastelt. Es muss nur noch ein Einlegeblatt bedruckt werden, sobald Datum und Uhrzeit der Feier feststehen. Ach ja selbst die Liederauswahl für die Kirche ist bereits getroffen und die Fürbitten habe ich auch selbst geschrieben.
Momentan bin ich dabei die Taufkerzen zu basteln. Ich finde das gar nicht so einfach, wie es aussieht. Obwohl vermutlich noch mehrere schlaflose Wochen zu überbrücken sind, fallen mir langsam aber sicher keine neuen Projekte für die Nächte mehr ein. Vielleicht nähe ich noch ein paar farblich auf die Teelichthalter und Vasen abgestimmte Mitteldeckchen für die Taufe.
Aber nach all diesen kreativen Ergüssen ist meine Fantasie dann wirklich ausgeschöpft. Da die Farbauswahl der Deko und der Dankeskarten Rückschklüsse auf das Geschlecht unserer Babys zulassen würde, kann ich mir leider bei niemandem (außer meinem Mann) Komplimente für meine Schöpfungen erhaschen. Wie Männer so sind, kann mein Gatte nicht besonders viel Euphorie für mein Gebasteltes heucheln. Solange das Essen an der Tauffeier nur schmeckt und reicht könnten wir, wenn es nach ihm ginge, vermutlich auch von Papptellern essen.
Momentan stellt das Thema Essen in unserem Leben eh einen wunden Punkt dar. Dadurch, dass ich mir die Nächte mit Basteln um die Ohren schlage, bin ich tagsüber entsprechend müde und unmotiviert. Meine Müdigkeit wirkt sich neben
den Einschränkungen durch meine Schwangerschaftsdiabetes nicht gerade förderlich auf meine Lust zu kochen aus, was zur Folge hat, dass wir die letzten Wochen immer häufiger kalt essen. Mein Mann ist zwar keiner dieser typischen
Machos, bei dem jeden Abend das Essen auf dem Tisch zu stehen hat und ich kein dazu passendes Weibchen, aber langsam aber sicher macht sich bei ihm doch eine gewisse Unzufriedenheit über unsere Ernährungsgewohnheiten bemerkbar. Nachdem er den ganzen Tag schwer auf dem Bau schuftet, bringt er abends schon etwas Hunger mit nach Hause und lässt sich auf Dauer nicht mit Wurstbrot befriedigen. Aber wenigstens hat er eine charmante Art, mich darauf aufmerksam zu machen, dass er "mehr" braucht. Auf meinen erneuten Versuch, ihm ein wenig Begeisterung für mein Gebasteltes zu entlocken, entgegnete er grinsend: "Ja Schatz, ist wirklich schön! Aber wenn dir heute Nacht wieder langweilig wird
könntest du ja für morgen vorkoche!? ;-)"
Da kann ich ihm ja noch nicht mal böse sein! Ich glaub, da wird mal wieder eine Schweinshaxn fällig und damit sind ja auch zwei Fliegen mit einer Klappe getroffen. Ich bin nachts beschäftigt und er satt!
Schneckentempo
Ich werde immer langsamer. Ja gut, dass man in der 32. Schwangerschaftswoche mit Zwillingen nicht mehr im Sauseschritt unterwegs ist, kann man ja noch nachvollziehen. Aber ich werde langsamer in jeder Hinsicht. die man sich nur vorstellen kann.
Beim Essen, Putzen, Autofahren, beim Spielen mit den Kinder ... überall ist Schneckentempo angesagt und alles dauert ewig. Ein kompletter Hausputz, den ich früher an einem Samstag erledigt habe, kann sich jetzt über eine ganze Woche
erstrecken und wenn ich sonntags im letzten Zimmer fertig bin, kann ich montags im ersten Zimmer wieder anfangen.
Meine Bewegungen kommen mir vor wie Zeitlupe und meine Reaktionszeit hat sich sicherlich verdoppelt. Aber am schlimmsten finde ich die Tatsache, dass ich auch in Zeitlupe denke. Ich habe eine derart lange Leitung, dass es mir manchmal schon richtig peinlich ist. Eigentlich wollte ich die nächsten Wochen nutzen, um mich auf meine Betriebswirt Prüfungen im November vorzubereiten. Aber mit meiner Auffassungsgabe ist derzeit nicht an Lernen zu denken und ich brauche ja eh schon den halben Vormittag, um überhaupt einmal die Bücher auf den Tisch zu legen.
Ich bewundere wirklich Schwangere, die bis zum Tag der Geburt strebsam in die Uni fahren oder ohne Mutterschutz bis zum Schluss arbeiten gehen.
Leider hat bei mir die Bequemlichkeit gesiegt und ich schwänze schon seit langem meine Vorlesungen. Um mein Gewissen zu beruhigen, rede ich mir ein, dass die einfache Fahrtzeit von einer knappen Stunde in meinem Zustand zu riskant und
unverhältnismäßig ist. Aber selbst wenn ich wollen würde, hätte ich vermutlich Probleme damit, ohne Autoschlüssel überhaupt aus dem Haus zu kommen. Ständig bin ich auf der Suche nach meinem Schlüssel, oder dem Geldbeutel, oder
meinen Schuhen ... einfach auf der Suche nach allem und es ist wirklich witzig an welch ungewöhnlichen Orten die verloren geglaubte Dinge letztendlich wieder auftauchen.
Zum Beispiel liegt der Geldbeutel dann schon mal im Wasserkasten oder die Schuhe verstecken sich im Wäschekorb. Eigentlich erstaunlich, dass ich meine beiden Großen, Jonas und Emma, noch nicht „verlegt“ oder vergessen habe. ;-)
Wenn stimmt, was ich gelesen habe, dass sich Schwangere kurz vor der Niederkunft noch einmal richtig energiegeladen fühlen sollen, dauert es bei mir bis zum Geburtsbeginn vermutlich noch Jahre! Nichts mehr von wegen Aktionismus und Nestbautrieb!
Am liebsten würde ich den ganzen Tag im Schaukelstuhl sitzen und meinem Bauch vorsingen. Es gibt auch nur noch sehr wenige Gesprächsthemen, die mich wirklich interessieren- außer BABY! Den halben Tag über versinke ich in Tagträume über das Leben mit den Zwillingen und die Geburt. Oft genieße ich es, einfach nur auf die Bewegungen der Kleinen zu warten und muss lachen, wenn eins der beiden wieder mal mit Schluckauf den ganzen Bauch erschüttern lässt. Ich erzähle den beiden Geschichten von ihren großen Geschwistern und wie sehr wir uns alle schon auf die Zeit mit ihnen freuen.
Dabei überkommt mich neben aller Vorfreude aber immer häufiger die Wehmut darüber, dass ich diese innigen Momente mit meinen Babys in spätestens fünf Wochen nie wieder erleben werde. Nach den Geburten von Jonas und Emmi war es schon ein sehr merkwürdiges Gefühl, plötzlich einen leeren Bauch zu haben und so allein in seiner eigenen Haut zu sein. Nachdem dies unsere letzte Schwangerschaft sein wird, werde ich das Gefühl der Verbundenheit mit den Ungeborenen bestimmt ab und an vermissen.
Beim Essen, Putzen, Autofahren, beim Spielen mit den Kinder ... überall ist Schneckentempo angesagt und alles dauert ewig. Ein kompletter Hausputz, den ich früher an einem Samstag erledigt habe, kann sich jetzt über eine ganze Woche
erstrecken und wenn ich sonntags im letzten Zimmer fertig bin, kann ich montags im ersten Zimmer wieder anfangen.
Meine Bewegungen kommen mir vor wie Zeitlupe und meine Reaktionszeit hat sich sicherlich verdoppelt. Aber am schlimmsten finde ich die Tatsache, dass ich auch in Zeitlupe denke. Ich habe eine derart lange Leitung, dass es mir manchmal schon richtig peinlich ist. Eigentlich wollte ich die nächsten Wochen nutzen, um mich auf meine Betriebswirt Prüfungen im November vorzubereiten. Aber mit meiner Auffassungsgabe ist derzeit nicht an Lernen zu denken und ich brauche ja eh schon den halben Vormittag, um überhaupt einmal die Bücher auf den Tisch zu legen.
Ich bewundere wirklich Schwangere, die bis zum Tag der Geburt strebsam in die Uni fahren oder ohne Mutterschutz bis zum Schluss arbeiten gehen.
Leider hat bei mir die Bequemlichkeit gesiegt und ich schwänze schon seit langem meine Vorlesungen. Um mein Gewissen zu beruhigen, rede ich mir ein, dass die einfache Fahrtzeit von einer knappen Stunde in meinem Zustand zu riskant und
unverhältnismäßig ist. Aber selbst wenn ich wollen würde, hätte ich vermutlich Probleme damit, ohne Autoschlüssel überhaupt aus dem Haus zu kommen. Ständig bin ich auf der Suche nach meinem Schlüssel, oder dem Geldbeutel, oder
meinen Schuhen ... einfach auf der Suche nach allem und es ist wirklich witzig an welch ungewöhnlichen Orten die verloren geglaubte Dinge letztendlich wieder auftauchen.
Zum Beispiel liegt der Geldbeutel dann schon mal im Wasserkasten oder die Schuhe verstecken sich im Wäschekorb. Eigentlich erstaunlich, dass ich meine beiden Großen, Jonas und Emma, noch nicht „verlegt“ oder vergessen habe. ;-)
Wenn stimmt, was ich gelesen habe, dass sich Schwangere kurz vor der Niederkunft noch einmal richtig energiegeladen fühlen sollen, dauert es bei mir bis zum Geburtsbeginn vermutlich noch Jahre! Nichts mehr von wegen Aktionismus und Nestbautrieb!
Am liebsten würde ich den ganzen Tag im Schaukelstuhl sitzen und meinem Bauch vorsingen. Es gibt auch nur noch sehr wenige Gesprächsthemen, die mich wirklich interessieren- außer BABY! Den halben Tag über versinke ich in Tagträume über das Leben mit den Zwillingen und die Geburt. Oft genieße ich es, einfach nur auf die Bewegungen der Kleinen zu warten und muss lachen, wenn eins der beiden wieder mal mit Schluckauf den ganzen Bauch erschüttern lässt. Ich erzähle den beiden Geschichten von ihren großen Geschwistern und wie sehr wir uns alle schon auf die Zeit mit ihnen freuen.
Dabei überkommt mich neben aller Vorfreude aber immer häufiger die Wehmut darüber, dass ich diese innigen Momente mit meinen Babys in spätestens fünf Wochen nie wieder erleben werde. Nach den Geburten von Jonas und Emmi war es schon ein sehr merkwürdiges Gefühl, plötzlich einen leeren Bauch zu haben und so allein in seiner eigenen Haut zu sein. Nachdem dies unsere letzte Schwangerschaft sein wird, werde ich das Gefühl der Verbundenheit mit den Ungeborenen bestimmt ab und an vermissen.
Ferienkoller
Wer hat nur sechs Wochen Sommerferien am Stück erfunden?!? Hiiiiiilfeeeeee!!! Meine beiden Großen sind bereits noch der Hälfte der Ferien derart unausgelastet und unzufrieden, dass sie ihre überschüssige Energie immer öfter in Geschwisterstreits investieren. „Maaaamaaaa, der Jonas ärgert mich - heul!“ „Aber die Emma hat angefangen!“ So, oder so ähnlich klingt es immer häufiger aus dem Spielzimmer.
Unsere Kinder haben neben ihren einzelnen Schlafzimmern im Obergeschoss noch zusätzlich ein gemeinsames Spielzimmer im Erdgeschoss, welches ihr überwiegender Aufenthaltsraum ist. Oben wird nur geschlafen und nicht gespielt. Obwohl dieses gemeinsame Zimmer mit rund 30 qm wirklich geräumig ist, sorgt es in verregneten Sommerferien schon für ein gewisses Konfliktpotential. Die Kinder müssen und sollen dadurch lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen, gemeinsam zu spielen und Konflikte friedlich zu lösen. Leider läuft dieser Lernprozess derzeit nicht besonders geräuscharm ab. ;-)
Die Kinder sitzen sich einfach gegenseitig auf der Haut. Den Garten und das Planschbecken konnten wir in diesem verregneten Sommer bisher leider nur recht wenig nutzen und einen „richtigen Urlaub“ wird es dieses Jahr auf Grund der bevorstehenden Zwillingsgeburt nicht geben. Also versuche ich, den Kindern die Ferien zumindest mit Tagesausflügen zu versüßen.
Somit erkunden wir Indoorspielplätze und Erlebnisbäder, besuchen Freunde, gehen Eis essen, ... ich komme mir vor wie ein Kinderanimateur. Normalerweise machen auch mir solche Unternehmungen großen Spaß, aber mit einem Zwillingsbauch im achten Schwangerschaftsmonat ist es schon außerordentlich beschwerlich geworden die beiden Großen zu bespaßen. Erst das Einpacken der Rücksäcke und Picknicktasche, dann die langen Autofahrten und dann noch ein ganzer Tag auf den geschwollenen Wasserfüßen.
In Schwimmbädern sitze ich im schnittigen Schwangerschaftsbadeanzug am Beckenrand und komme mir vor, wie ein gestrandeter Wal der begafft wird. Auf Spielplätzen bleibe ich in der Schaukel stecken und in der Eisdiele läuft mir beim Anblick der leckeren Eisbecher, die ich auf Grund meiner Schwangerschaftdiabetes nicht essen darf, das Wasser im Mund zusammen. Abends bin ich regelmäßig derart erledigt, dass mir jeder einzelne Knochen im Körper schmerzt.
Mit Wehmut denke ich an meine erste Schwangerschaft und meinen ersten Mutterschutz zurück. Damals verdiente der Begriff „ Mutterschutz“ noch seinen Namen. In spätesten 6 Wochen sollen meine Babys kommen und ich fühle mich alles andere als „geschützt“! Tja das ist wohl das Los der Mehrgebärenden.
Aber zumindest habe ich nicht diese Langeweile, mit der sich Erstgebärende kurz vor der Geburt herumplagen müssen. ;-) An alle Erstgebärenden: Genießt eure Langeweile und das Ausschlafen am Morgen und macht Mittags ein Nickerchen für mich mit!
Unsere Kinder haben neben ihren einzelnen Schlafzimmern im Obergeschoss noch zusätzlich ein gemeinsames Spielzimmer im Erdgeschoss, welches ihr überwiegender Aufenthaltsraum ist. Oben wird nur geschlafen und nicht gespielt. Obwohl dieses gemeinsame Zimmer mit rund 30 qm wirklich geräumig ist, sorgt es in verregneten Sommerferien schon für ein gewisses Konfliktpotential. Die Kinder müssen und sollen dadurch lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen, gemeinsam zu spielen und Konflikte friedlich zu lösen. Leider läuft dieser Lernprozess derzeit nicht besonders geräuscharm ab. ;-)
Die Kinder sitzen sich einfach gegenseitig auf der Haut. Den Garten und das Planschbecken konnten wir in diesem verregneten Sommer bisher leider nur recht wenig nutzen und einen „richtigen Urlaub“ wird es dieses Jahr auf Grund der bevorstehenden Zwillingsgeburt nicht geben. Also versuche ich, den Kindern die Ferien zumindest mit Tagesausflügen zu versüßen.
Somit erkunden wir Indoorspielplätze und Erlebnisbäder, besuchen Freunde, gehen Eis essen, ... ich komme mir vor wie ein Kinderanimateur. Normalerweise machen auch mir solche Unternehmungen großen Spaß, aber mit einem Zwillingsbauch im achten Schwangerschaftsmonat ist es schon außerordentlich beschwerlich geworden die beiden Großen zu bespaßen. Erst das Einpacken der Rücksäcke und Picknicktasche, dann die langen Autofahrten und dann noch ein ganzer Tag auf den geschwollenen Wasserfüßen.
In Schwimmbädern sitze ich im schnittigen Schwangerschaftsbadeanzug am Beckenrand und komme mir vor, wie ein gestrandeter Wal der begafft wird. Auf Spielplätzen bleibe ich in der Schaukel stecken und in der Eisdiele läuft mir beim Anblick der leckeren Eisbecher, die ich auf Grund meiner Schwangerschaftdiabetes nicht essen darf, das Wasser im Mund zusammen. Abends bin ich regelmäßig derart erledigt, dass mir jeder einzelne Knochen im Körper schmerzt.
Mit Wehmut denke ich an meine erste Schwangerschaft und meinen ersten Mutterschutz zurück. Damals verdiente der Begriff „ Mutterschutz“ noch seinen Namen. In spätesten 6 Wochen sollen meine Babys kommen und ich fühle mich alles andere als „geschützt“! Tja das ist wohl das Los der Mehrgebärenden.
Aber zumindest habe ich nicht diese Langeweile, mit der sich Erstgebärende kurz vor der Geburt herumplagen müssen. ;-) An alle Erstgebärenden: Genießt eure Langeweile und das Ausschlafen am Morgen und macht Mittags ein Nickerchen für mich mit!
Geschwisterliebe oder Eifersuchtsdrama
Seit neuesten nehmen auch meine beiden Großen von sich aus Kontakt zu ihren ungeborenen Geschwisterchen auf. Laufend werden die Babys in den Alltag mit einbezogen. Sie werden morgens mit dem Waschlappen gewaschen, eingecremt, geküsst, gestreichelt und natürlich gekitzelt.Mittags ist es besonders wichtig, dass auch die Babys vernünftig essen und nachmittags beim Mittagsschläfchen wird ausgiebig mit den Kleinen gekuschelt. Ich finde es rührend, wie Jonas und Emmi sich auf den Familienzuwachs freuen und wie rücksichtsvoll die beiden mit mir umgehen, seit der Bauch immer größer wird.
Mein Erstgeborener übernimmt immer häufiger die Sätze, mit denen mein Mann mich regelmäßig zu mehr Ruhe ermahnt und schimpft mich: „Mama, du hast dich heute den ganzen Tag noch gar nicht hingelegt - das ist nicht gut für die Babys!“
Ganz nebenbei gibt es in unserer Familie einen ausgewachsenen Interessenkonflikt, was das Geschlecht der neuen Familienmitglieder angeht.
Wie man sich denken kann, wünscht sich Emmi zwei Schwestern zum Spielen. Jonas hingegen hätte natürlich viel lieber zwei coole Jungs zum Fußballspielen. Auch unsere Erklärungen, dass die Babys im ersten Lebensjahr so oder so keine
guten Spielgefährten sein werden und dass es doch somit ganz egal ist, was wir bekommen, lässt Jonas und Emmi nicht von ihren Wunschvorstellungen abrücken. Zumindest hätten sich die beiden schon auf den Kompromiss geeinigt, dass ein
Junge und ein Mädchen wohl das einfachste für alle wäre. Sicher ist sicher ;-) Unsere Erläuterungen, dass die Babys als eineiige Zwillinge ganz gleich sein werden und entweder zwei Jungs oder zwei Mädels sein werden, ignorieren Jonas
und Emmi trotzig. Ich befürchte, wir werden nach der Geburt einen unserer Großen enttäuschen müssen.
Im Moment sind Jonas und Emmi der Schwangerschaft gegenüber sehr aufgeschlossen und scheinen sich auf die Kleinen zu freuen. Allerdings können sich die beiden mit fünf und sieben Jahren die Konsequenzen von doppeltem Familienzuwachs logischerweise nicht ausmalen. Selbst wenn man sich auch nach der Geburt alle Mühe gibt, die älteren Geschwister in die Babypflege einzubeziehen und versucht, ihnen nach wie vor individuelle Qualitätszeit einzuräumen, werden sie dennoch etwas zurückstecken müssen. Zwei Babys brauchen nun einmal einfach viel Zeit für sich!
Um die Großen nach der Ankunft der Kleinen schon einmal etwas versöhnlich zu stimmen, werden die Babys natürlich ein kleines Geschenk für ihren großen Bruder und ihre große Schwester mitbringen. Für Emmi haben wir schon etwas Passendes gefunden. Wir haben ein Puppenbettchen besorgt, das sie neben ihrem eigenen aufstellen darf. Dann kann auch die kleine Puppenmami sich um ihre Babys kümmern, während ich die „richtigen Babys“ versorge. Auch Jonas hatte damals, als Emma auf die Welt kam, ein Puppenbaby. Heute mit sieben Jahren würde er natürlich niemals zugeben, dass auch er als 2-Zweijähriger mit Inbrunst ein Püppchen gestillt hat. ;-)
Für meinen Großen fällt mir im Moment noch kein gutes Mitbringsel ein. Langsam aber sicher hoffe ich auf einen Gedankenblitz, denn allmählich wird die Zeit knapp.
Endlich können Joans und Emmi auch die Tritte der Babys richtig spüren und freuen sich riesig über die Lebenszeichen aus meinem Bauch. Aber den absoluten Brüller lieferte meine Tochter, die meinte, dass mein Bauch (der übersät ist mit
Schwangerschaftsstreifen) aussieht wie der Bauch eines Zebras :-)
Ich bin mir sicher, dass wir mit unseren vier Rabauken auch künftig viel zu lachen haben werden und bin schon so gespannt, wie Jonas und Emma die „Neuen“ aufnehmen werden. Wenn ich mich daran erinnere, wie Jonas damals seine kleine Schwester nach einer ambulanten Geburt daheim im großen Familienbett begrüßt hat, könnte ich vor Rührung schon wieder losheulen!
Nachteulen
Das zu Bettbringen meiner beiden Mäuse stellt schon jetzt, obwohl die Babys noch in meinem Bauch sind, an manchen Abenden eine Herausforderung dar. Naturgemäß fällt für uns die Bauchlage (die von mir bevorzugte Schlafposition) mit einem kugelrunden Zwillingsbauch schon lange flach. Somit bleiben ja theoretisch nur noch drei Lagerungsvarianten für meinen Astralkörper übrig und es sollte eigentlich nicht so schwer sein, sich hierbei für eine zu entscheiden. Aber es kann schon mal eine ganze Weile dauern, bis es uns allen dreien gemütlich erscheint.Liege ich auf dem Rücken, so schlafen mir gerne mal diverse Extremitäten ein oder ich bekomme keine Luft. Meine Recherchen zu diesem Thema ergaben, dass sich dieses Phänomen Vena Carva Syndrom nennt und daher kommt, dass das Gewicht der Kinder und des Fruchtwassers etc. auf die großen Blutgefäße in meinem Bauch drückt. Die Rückenlage sollte somit in der Schwangerschaft weitestgehend vermieden werden.
Somit bleiben nur noch zwei Seiten übrig, um es mir und den Babys so gemütlich wie möglich zu machen. Aber wer die Wahl hat, hat die Qual! Was mit einem Baby im Bauch oft schon schwierig erscheint, multipliziert sich mit Zwillingen um ein Vielfaches. Liege ich auf der einen Seite, fühlt sich offensichtlich das untere Baby gequetscht und revanchiert sich mit kräftigen Tritten in Richtung des Geschwisterchens. Drehe ich mich auf die andere Seite, beschwert sich das zweite Kind mit kräftigen Stößen. Es ist jetzt schon nahezu unmöglich beiden Kindern gleichermaßen gerecht zu werden. Na das kann ja heiter werden !
Nach einer gefühlten Ewigkeit des Hin- und Herdrehens herrscht dann meist doch irgendwann Ruhe in meinem Bauch. Ich weiß nicht, ob es dann tatsächlich beiden Babys gemütlich ist, oder ob eines der beiden einfach nur kapituliert und sich mit seiner Situation abfindet.
Aber ehrlich gesagt, es gibt ja auch keinen Plan B., einer der beiden zieht nun mal den Kürzeren und muss „unten“ schlafen.
Nachdem nun endlich Ruhe herrscht, könnte ich eigentlich ins Traumland verschwinden, wäre da nur nicht dieses fiese Sodbrennen! So flach zu liegen macht es echt immer noch viel schlimmer und da die üblichen Präparate aus der Apotheke kaum Wirkung zeigen, probiere ich mich gerade durch sämtlich Hausmittelchen. Meine Favoriten derzeit sind Mandeln kauen und kalte Milch trinken - beides zwar mit mäßigem Erfolg aber immerhin besser als gar nichts. Dies bedeutet jedoch im schlimmsten Fall, dass ich noch mal aufstehen muss, um in die Küche zu gehen.
Im besten Fall (wenn ich meinen Göttergatten zum Aufstehen überreden kann) muss ich mich aber zu mindestens aufsetzen, da es sich im Liegen nicht gut kaut und trinkt.
Mit etwas erhöhtem Oberkörper geht danach die Zeremonie des Hin- und Herdrehens meist wieder von vorn los. Und man bedenke, dass dieses Drehen keine geschmeidige, sanfte Bewegung darstellt, sondern es sich hierbei um einen Kraftakt des Wälzens handelt. Zusätzlich sind bei jeder Drehung neben dem Bauch noch mindestens zwei Kissen mitzunehmen.
Ein Seitenschläferkissen zur Stützung der Arme und Beine und ein kleines Kissen zum Abpolstern des Bauches.
Nach einer weiteren Ewigkeit tut meine Erschöpfung dann doch ihren Dienst und lässt mich trotz Geboxe in meinem Unterleib weg dösen.
Bis mich kurz darauf ein gemeines, bösartiges Summen aufschrecken lässt. „sssssssssssssssssssssssssssssss“ eine Mücke! Ich kann so einfach nicht schlafen! Mein Liebster, dessen Wecker ganz nebenbei um 5 Uhr morgens klingelt, lässt sich dann meistens (in der Hoffnung, dass dann endlich Ruhe ist) zur Jagd schicken. Ich würde es ja selber tun, aber wenn ich mich jetzt aus meiner halbwegs gemütlichen Situation bewege, fängt die Wälzerei wieder von vorne an. Also verharre ich in meiner Stellung, bis mein Mann auch das letzte blutsaugende Monster erschlagen hat - nur um wenige Minuten darauf den ersten von 3-4 Toilettengängen pro Nacht zu absolvieren. Tja das hat sich ja wieder mal gelohnt! Aber wer oben einen halben Liter kalte Milch rein kippt, braucht sich nicht zu wundern, dass diese auch wieder raus muss ;-)
Der Supergau in diesen Nächten entsteht, wenn zusätzlich noch eines der beiden großen Kinder ein Anliegen hat (Durst, schlecht geträumt, Nasenbluten, Pipi etc.) und ich noch einmal mehr aufstehen muss. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich tatsächlich einmal fest schlafen sollte, gibt es ja immer noch meine eigenen Alpträume, in denen ich Babys mit zwei Köpfen bekomme oder Frühchen gebäre, die so klein sind, dass sie in eine Streichholzschachtel passen.
Morgens fühle ich mich regelmäßig wie ein Zombie und vermutlich sehe ich auch nicht besser aus.
Aber ich glaube, Mutter Natur weiß schon, was sie mit einer Schwangeren macht. Wahrscheinlich sollen wir uns schon langsam auf die Zeit nach der Geburt einstellen. Na bravo!
Bei werdenden Papis ist es offensichtlich nicht nötig, sich auf etwaige Schlafdefizite vorzubereiten, da Männer scheinbar in jeder Lebenslage die Ruhe weg haben und schlafen wie ein Baby.
Zumindest haben meine beiden Jungs, Hans und Jonas, kein Problem damit immer und überall zu schlafen. ;-)
Zipperlein
Bis vor kurzem konnte ich auf die Frage, wie es uns dreien geht meist antworten, dass ich mir eine Zwillingsschwangerschaft schlimmer vorgestellt hätte. Ich betone: „bis vor kurzem“.Ich hätte es nicht verschreien sollen, denn von einem Tag auf den anderen änderte sich mein Wohlbefinden schlagartig. Plötzlich ist sie wieder da, die Übelkeit der ersten Monate. Wie aus dem Nichts überfallen mich diese Attacken. Zusätzlich machen mir die immer häufiger auftretenden Kontraktionen ganz schön zu schaffen. Abhängig davon welche Stellung meine Babys in mir einnehmen, drückt es abwechselnd zusätzlich auf den Magen, was zu unmöglichen Sodbrennen
führt oder auf die Blase (das Resultat eines gepflegten Trittes in die Blase kann man sich sicher ausmalen). Welche Richtung weniger unangenehm ist, kann ich nicht wirklich sagen. Beide Seiten haben ihre Reize! ;-)
Unabhängig davon, in welche Richtung sich die Mäuse in mir ausstrecken, zwicken Symphyse und Ischias derart, dass meine Füße in unerreichbare Ferne gerückt sind. Ich werde wohl meinen Mann (den Grobmotoriker) dazu verdonnern
müssen, meine Fußpflege einschließlich Lackieren zu übernehmen. Das wird bestimmt hübsch!
Mein Bauchumfang von 126 cm hat mich nahezu bewegungsunfähig gemacht und nach einer Stunde auf den Beinen habe ich das Gefühl, mich keinen Millimeter mehr rühren zu können. Die Babys sind mittlerweile so groß, dass sie vermutlich die Hälfte meines Lungenvolumens verdrängt haben, was dazu führt, dass ich nach einer Etage Treppensteigen ein Sauerstoffzelt brauchen könnte. UND zu allem Überfluss darf ich ab heute auch noch Insulin spritzen, da ich meinen Nüchtern-Blutzuckerwert mit Ernährung allein nicht in den Griff bekommen kann. Ach was solls: Kleiner Pieks … große Wirkung.
Na heute strotze ich ja vor Selbstmitleid! Ich hoffe, es handelt sich nur um einen dieser Hormonschübe, der sich bald wieder legt und ich dann meinen Zustand wieder mit mehr Begeisterung wahrnehmen kann. Schließlich gibt es ja auch viel Schönes in einer Schwangerschaft und ich möchte auch die letzten acht Wochen davon zumindest phasenweise genießen können. Jetzt, wo mein Körper mir ganz klare Grenzen aufzeigt, sehe ich wenigstens ein, dass ich ohne fremde Hilfe nicht um die Runden komme. Schließlich wollen schon zwei Kinder, ein 360 qm Haushalt und ein 1200 qm großes Grundstück versorgt werden.
Nun genieße ich den Luxus einer Bügelfrau, die einmal pro Woche kommt, und meinen Wäscheberg ordnet. Ein weiteres Must Have für Schwangere ist ein Mädchen, das alle zwei Wochen das Auto putzt. Diese Hilfen sind wirklich unbezahlbar und wie ich langsam einsehe, für mich auch unverzichtbar geworden.
Außerdem haben mein Mann und ich uns nochmal ein kinderfreies Wochenende gegönnt, um in der Therme noch einmal etwas abspannen und Kraft tanken zu können. Vermutlich wird es in naher Zukunft nicht mehr sooft vorkommen, dass wir mal ein paar Stunden für uns haben werden. Vier Kinder zeitgleich bei Tanten unterzubringen grenzt schon an ein logistisches Meisterwerk! Aber dieses Wochenende konnten wir nochmal so richtig genießen! Quasi die Ruhe vor dem
Sturm!
Alles in allem muss ich sagen, dass es mir jetzt eigentlichen langsam reichen würde mit dem schwanger sein. Ich bin auch nahezu fertig mit den wichtigsten Vorbereitungen und wenn es nach mir ginge, dürfte es jetzt schon Ende
September sein. Aber die Babys brauchen die nächsten Wochen noch dringend um groß und stark werden zu können und jeder Tag mehr in mir verbessert ihren Start ins Leben. Das bedeutet wohl, dass wir drei uns noch eine Weile mit unserer Situation arrangieren und lernen müssen, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Der Countdown läuft und schließlich beginnt in diesen Tagen ja schon der 8. Monat!
Endspurt
Mein Nestbautrieb nimmt ungeahnte Dimensionen an. Ich bin mir sicher, dass es dieses Mal doppelt so „schlimm“ ist, wie bei einer Einlingsschwangerschaft und, dass ich es innerhalb der letzten Schwangerschaftswochen schaffen werde, meinen Göttergatten mit meinem Perfektionismus in den Wahnsinn zu treiben.
Die Vorbereitungen gehen jetzt in die letzte Runde und zum Glück ist vieles bereits erledigt und das Haus ist bereits auf Baby getrimmt. Eine zweite Babyschale wurde angeschafft, beide abgezogen, gewaschen und mit identischen Fußsäckchen ausgerüstet. Der Zwillingskinderwagen steht bereit und wartet auf seinen ersten Einsatz. Ein Vaporisator samt Fläschchen wurde in der Küche positioniert und im Badezimmer wurde der Wickelplatz mit niedlichen, winzigen Newborn Windeln ausgestattet. Im Wohnzimmer haben wir bereits ein Zwillingsreisebettchen (als Stubenwagenersatz) aufgebaut und auch in unserem Schlafzimmer wartet schon das, mit zwei Spieluhren und Schlafsäckchen ausgerüstete Bettchen, dass sich die Babys anfangs teilen werden. Ich habe gelesen, dass Zwillis die ersten Wochen besser schlafen, wenn sie einander spüren können und wir wollen für ein paar Stunden mehr Schlaf nichts unversucht lassen. ;-)
Das „alte“ Babyzimmer, das wir noch von unseren größeren Kindern haben, ist bereits vollständig aufgebaut und eingeräumt und die Möbel fürs zweite Zimmer sind schon ausgewählt. Wir haben uns für das Zimmer MEES entschieden und
freuen uns schon riesig darauf, es in ein paar Wochen endlich aufbauen zu können.
Alle Babysachen sind gewaschen und sortiert, alle Anträge ausgefüllt, die Gefriertruhe füllt sich Woche für Woche mit „Vorgekochtem“ und „Vorgebackenem“ und es ist fast alles gekauft, was man für zwei Babys braucht.
Die Speisekammer ist mit Vorräten und Konserven vollgestopft, so dass wir nicht nur die Wochenbettzeit gut überstehen könnten, sondern vermutlich bis zur Einschulung der Zwillinge nicht verhungern müssten.
Den ersten Windelvorrat haben wir im Angebot erstanden und uns mit ca. 15 Päckchen eingedeckt. Erst dachte ich, dieser riesen Stapel Windeln würde ewig reichen, aber eine genauerer Kalkulation ergab, dass dem wohl nicht so sein
wird. Man füttert und wickelt ein Neugeborenes ca. alle 4 Stunden, d.h. ungefähr sechsmal am Tag. Bei uns verdoppelt sich der Verbrauch natürlich, so dass wir in der Anfangszeit pro Tag mindestens zwölf Windeln verbrauchen werden … d.h. ca. 84 Windeln pro Woche!
Grob geschätzt werden wir unsere Zwillinge bis sie mit drei Jahren sauber werden insgesamt rund 10.000 mal wickeln (365 Tage x 3 Jahre x 4 bis 5 Windeln pro Tag x 2 Kinder)! Hiiilfeeeee! Gerade bekomme ich eine Panikattacke! Auch hier helfen die Atemübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs … einatmen und langsam durch dem Mund ausatmen ;-)
Ich rate dringend von derartigen Hochrechnungen ab und verzichte zum Wohl meines Blutdrucks auf die Umrechnung der 10.000 Windeln in Euro und Stunden, obwohl es mich als Banker und angehender Betriebswirt schon brennend
interessieren würde. Man kann halt nicht aus seiner Haut schlüpfen! Aber als werdende Zwillingsmami will ich nicht an die tausend vollen Windeln und leeren Fläschchen denken, sondern mich auf die unzähligen, wunderschönen Augenblicke mit meinen beiden Zwergen freuen. Auf die vielen Male, wenn ich morgens von zwei zahnlosen Lächeln begrüßt werde, auf die zig tausend „Warum?“,die mich
löchern werden, auf hoffentlich viele tausend Spucke- nasse Gutenachtküsschen und auf all die unkalkulierbaren Freuden im Doppelpack! Ich kann es kaum noch erwarten und werde schon fast verrückt vor Sehnsucht nach den Babys! Nur noch ungefähr zehn Wochen und alles soll einfach perfekt sein, wenn die beiden bei uns einziehen!
Schwangerschaftsdiabetes
Nachdem ich ja bereits mit dem einen oder anderen Kilo zu viel in die Schwangerschaft gestartet bin, hab ich mir diesmal wirklich richtig Mühe gegeben, mir nicht noch mehr unnötigen Ballast anzufuttern.
Offensichtlich war ich mit der Umsetzung dieses Plans auch erfolgreich, denn bis zur 23. Schwangerschaftswoche konnte ich mein Anfangsgewicht ( +/- 500g) halten und war darüber natürlich mächtig stolz.
Seit Beginn der Schwangerschaft habe ich mich (einmal abgesehen von ein paar Heißhungeranfällen) wirklich wesentlich bewusster ernährt und konnte damit auch gut leben.
Naturgemäß muss man seine Ernährung in der Schwangerschaft schon etwas umstellen und auf manches verzichten, was man ja zum Wohl des Kindes auch mehr oder weniger gern macht.Jedoch ist somit eine beachtliche Liste an Lebensmitteln auf Grund verschiedener Risiken wie Listeriose, Salmonellen und Toxoplasmose von vornherein tabu. Salami, weiche Eier, Geräuchertes, Rohes und natürlich übermäßig Koffein etc. sind seither vom Speiseplan gestrichen.
Erschwerend kam dieses Jahr noch die EHEC Epidemie dazu, was die Liste der „verbotenen Lebensmittel“ nochmal erweiterte um Gurken, Tomaten, Blattsalate, Sprossen und somit natürlich auch meinen heißgeliebten Asia Lieferservice. :(
Aber hätte ich geahnt, was jetzt auf mich zukommt, hätte ich mich bestimmt keine Minute lang über die bisherigen Ernährungseinschränkungen beschwert. Die Ergebnisse im Zuckerbelastungstest haben mir eine Überweisung mit V.a. Schwangerschaftsdiabetes zum Diabetologen eingehandelt und dass das kein Vergnügen ist, kann man sich denken.
Nach der Erstberatung verließ ich die Praxis mit einem Blutzuckermessgerät, einem Ernährungstagebuch, ganz viel Lesestoff, einer meterlangen Liste weiterer Tabus und dem ernüchternden Gefühl, bisher wohl alles falsch gemacht zu haben.
Jetzt heißt es morgens und eine Stunde nach jedem Essen den Blutzuckerwert zu messen. Zusätzlich muss ich alles was ich esse (wobei ich gar nicht mehr weiß, was ich noch essen soll) abwiegen und aufschreiben. Das heißt, außer Haus zu essen, fällt somit genauso flach wie eine Reihe anderer gesellschaftlicher Aktivitäten, wie eine Einladung zum Geburtstagsbrunch, Grillen mit Freunden oder der Sonntagsnachmittagskaffee mit der Familie.
Man kann ja schlecht im Restaurant die Küchenwage auspacken und anfangen die Kartoffeln abzuwiegen. Außerdem hat das momentan mit Genuss und Lebensqualität nicht sonderlich viel gemein, sondern stellt für mich lediglich Nahrungsaufnahme dar.
Aber natürlich werde ich mich zum Wohl meiner beiden Babies an alle Verbote halten und hoffe, dass ich es auch ohne Insulin schaffen werde, meine Werte in den Griff zu bekommen.
Naja, und einen positiven Nebeneffekt hat das Ganze ja auch: In der ersten Woche habe ich bereits 2,5 kg abgenommen.
Wenn dass noch zehn Wochen so weiter geht, bin ich nach der Schwangerschaft wieder rank und schlank. :)
Offensichtlich war ich mit der Umsetzung dieses Plans auch erfolgreich, denn bis zur 23. Schwangerschaftswoche konnte ich mein Anfangsgewicht ( +/- 500g) halten und war darüber natürlich mächtig stolz.
Seit Beginn der Schwangerschaft habe ich mich (einmal abgesehen von ein paar Heißhungeranfällen) wirklich wesentlich bewusster ernährt und konnte damit auch gut leben.
Naturgemäß muss man seine Ernährung in der Schwangerschaft schon etwas umstellen und auf manches verzichten, was man ja zum Wohl des Kindes auch mehr oder weniger gern macht.Jedoch ist somit eine beachtliche Liste an Lebensmitteln auf Grund verschiedener Risiken wie Listeriose, Salmonellen und Toxoplasmose von vornherein tabu. Salami, weiche Eier, Geräuchertes, Rohes und natürlich übermäßig Koffein etc. sind seither vom Speiseplan gestrichen.
Erschwerend kam dieses Jahr noch die EHEC Epidemie dazu, was die Liste der „verbotenen Lebensmittel“ nochmal erweiterte um Gurken, Tomaten, Blattsalate, Sprossen und somit natürlich auch meinen heißgeliebten Asia Lieferservice. :(
Aber hätte ich geahnt, was jetzt auf mich zukommt, hätte ich mich bestimmt keine Minute lang über die bisherigen Ernährungseinschränkungen beschwert. Die Ergebnisse im Zuckerbelastungstest haben mir eine Überweisung mit V.a. Schwangerschaftsdiabetes zum Diabetologen eingehandelt und dass das kein Vergnügen ist, kann man sich denken.
Nach der Erstberatung verließ ich die Praxis mit einem Blutzuckermessgerät, einem Ernährungstagebuch, ganz viel Lesestoff, einer meterlangen Liste weiterer Tabus und dem ernüchternden Gefühl, bisher wohl alles falsch gemacht zu haben.
Jetzt heißt es morgens und eine Stunde nach jedem Essen den Blutzuckerwert zu messen. Zusätzlich muss ich alles was ich esse (wobei ich gar nicht mehr weiß, was ich noch essen soll) abwiegen und aufschreiben. Das heißt, außer Haus zu essen, fällt somit genauso flach wie eine Reihe anderer gesellschaftlicher Aktivitäten, wie eine Einladung zum Geburtstagsbrunch, Grillen mit Freunden oder der Sonntagsnachmittagskaffee mit der Familie.
Man kann ja schlecht im Restaurant die Küchenwage auspacken und anfangen die Kartoffeln abzuwiegen. Außerdem hat das momentan mit Genuss und Lebensqualität nicht sonderlich viel gemein, sondern stellt für mich lediglich Nahrungsaufnahme dar.
Aber natürlich werde ich mich zum Wohl meiner beiden Babies an alle Verbote halten und hoffe, dass ich es auch ohne Insulin schaffen werde, meine Werte in den Griff zu bekommen.
Naja, und einen positiven Nebeneffekt hat das Ganze ja auch: In der ersten Woche habe ich bereits 2,5 kg abgenommen.
Wenn dass noch zehn Wochen so weiter geht, bin ich nach der Schwangerschaft wieder rank und schlank. :)
Süßes Geheimnis
Bereits vor zwei Wochen äußerte mein Arzt, auf mein penetrantes Nachfragen hin, eine vage Vermutung zum Geschlecht unserer Babys. Er betonte jedoch ausdrücklich, dass er sich nicht 100%ig sicher sei und wir deshalb mit geschlechtsspezifischen Anschaffungen besser noch etwas warten sollen.
Bei unseren beieden ersten Kindern posaunten Hans und ich das Geschlecht unserer Ungeborenen samt Namen sofort im Bekanntenkreis heraus. Wobei ich gestehen muss, Hans hätte es wohl durchaus auch für sich behalten können. Ich hingegen wäre vermutlich geplatzt, hätte ich es nicht verraten dürfen.
Obwohl ich es beruflich gewohnt bin, auf Grund des Bankgeheimnisses Verschwiegenheit zu garantieren, fällt es mir in privaten Belangen oft umso schwerer, meine Freude nicht mit der ganzen Welt teilen zu können. Zu wissen, ob man einen Sohn oder eine Tochter bekommt, macht die Schwangerschaft sofort viel realer. Plötzlich bekommen die Zukunftsträume mehr Gestalt. Wir und unsere Freunde sprachen ab diesem Augenblick nicht mehr von „meinem Bauch“ oder „dem Kind“, sondern von Jonas und Emma.
Auch dieses Mal war uns klar, dass wir kein Staatsgeheimnis aus dem Geschlecht unserer Zwillinge machen werden, aber wir wollten mit der Verkündung zumindest warten, bis wir vom Arzt eine definitive Aussage und nicht nur eine Vermutung bekommen. Somit trug ich nun untypischerweise dieses kleine Geheimnis seit zwei Wochen mit mir herum und musste mir manches Mal schon auf die Zunge beißen, um mich nicht zu verplappern. Andererseits genoss ich es, entgegen aller Vorstellungen, die Tagträume über die Zukunft mit den Babys nur mit meinem Mann zu teilen.
Der Feinultraschall brachte diese Woche endlich die Gewissheit. Sowohl die Assistenzärztin, als auch der Oberarzt im Krankenhaus bestätigten unabhängig voneinander die Vermutung meines Arztes. Ich behaupte jetzt mal, das bedeutet, es ist amtlich!
Auf dem Heimweg vom Krankenhaus einigten sich Hans und ich darauf, dieses Mal behalten wir es für uns … es bleibt noch eine Weile unser süßes Geheimnis!
Bei unseren beieden ersten Kindern posaunten Hans und ich das Geschlecht unserer Ungeborenen samt Namen sofort im Bekanntenkreis heraus. Wobei ich gestehen muss, Hans hätte es wohl durchaus auch für sich behalten können. Ich hingegen wäre vermutlich geplatzt, hätte ich es nicht verraten dürfen.
Obwohl ich es beruflich gewohnt bin, auf Grund des Bankgeheimnisses Verschwiegenheit zu garantieren, fällt es mir in privaten Belangen oft umso schwerer, meine Freude nicht mit der ganzen Welt teilen zu können. Zu wissen, ob man einen Sohn oder eine Tochter bekommt, macht die Schwangerschaft sofort viel realer. Plötzlich bekommen die Zukunftsträume mehr Gestalt. Wir und unsere Freunde sprachen ab diesem Augenblick nicht mehr von „meinem Bauch“ oder „dem Kind“, sondern von Jonas und Emma.
Auch dieses Mal war uns klar, dass wir kein Staatsgeheimnis aus dem Geschlecht unserer Zwillinge machen werden, aber wir wollten mit der Verkündung zumindest warten, bis wir vom Arzt eine definitive Aussage und nicht nur eine Vermutung bekommen. Somit trug ich nun untypischerweise dieses kleine Geheimnis seit zwei Wochen mit mir herum und musste mir manches Mal schon auf die Zunge beißen, um mich nicht zu verplappern. Andererseits genoss ich es, entgegen aller Vorstellungen, die Tagträume über die Zukunft mit den Babys nur mit meinem Mann zu teilen.
Der Feinultraschall brachte diese Woche endlich die Gewissheit. Sowohl die Assistenzärztin, als auch der Oberarzt im Krankenhaus bestätigten unabhängig voneinander die Vermutung meines Arztes. Ich behaupte jetzt mal, das bedeutet, es ist amtlich!
Auf dem Heimweg vom Krankenhaus einigten sich Hans und ich darauf, dieses Mal behalten wir es für uns … es bleibt noch eine Weile unser süßes Geheimnis!
Kindsbewegungen
Ich habe ja schon so sehnsüchtig darauf gewartet, meine beiden Zwerge richtig zu spüren. Leider habe ich in dieser Schwangerschaft eine Vorderwandplazenta, was zur Folge hat, dass die Tritte der Babys gedämpft werden und somit nicht so gut spürbar sind.So musste ich mich diesmal wirklich bis zur 21. Schwangerschaftswoche gedulden, damit ich das Blubbern in meinem Bauch eindeutig meinen Bauchbewohnern zuordnen konnte.
Von meinen beiden ersten Schwangerschaften bin ich diesbezüglich sehr verwöhnt. Jonas konnte ich bereits in der 16. Woche und Emma sogar schon in der 14. Woche manchmal spüren.
Die Warterei auf ein Lebenszeichen meiner Zwillis hat mich auf eine unglaubliche Geduldsprobe gestellt. Um dieses Warten zu überbrücken und um es mir zu versüßen, habe ich mir im Internet einen dieser modernen Fetal Doppler bestellt. Mit diesem Gerät kann man schon ab dem 4. Monat Bewegungen und Herztöne der Babys hören, was ich als tolle Spielerei empfand. So konnte ich auch ohne spürbare Kindsbewegungen am Leben in meiner Gebärmutter teilhaben.
Oft haben mich die schnellen, kräftigen Herzschläge der Babys ungemein beruhigt und meine Ängste zerstreut.
Auch Hans hat das Lauschen in meinen Uterus sehr genossen und sich täglich erkundigt, ob ich die beiden Herzchen schon gefunden habe. Meine beiden Großen haben vor Entzücken gequietscht, wenn ihre kleinen Geschwisterchen in meinem Bauch gegen den Schallkopf getreten haben.
Als ich schon gar nicht mehr daran glaubte, bekam ich doch den ersten richtigen Tritt von Innen. Morgens im Halbschlaf, als ich in meinem Bett lag, machte es PLOPP! Es war ein eindeutiger, unverwechselbarer, kräftiger Tritt! Ich war sofort hellwach und hatte vor Rührung Tränen in den Augen. Seitdem spüre ich die beiden regelmäßig- zwar nur wenn ich zur Ruhe komme und eigentlich nie in Aktion bin – aber täglich!
Von außen sind die Bewegungen noch nicht spürbar, sodass der Rest meiner Familie wohl noch eine Weile abwarten muss, um die ersten Bewegungen des Familienzuwachses live miterleben zu können.
Bis dahin gehört dieses unbeschreibliche Gefühl mir ganz allein und ich genieße jeden Stupser von Innen. Es ist einfach nur wunderschön, atemberaubend und unverwechselbar dieses Leben in sich zu spüren und hat definitiv Suchtpotential. Obwohl unsere Familienplanung nach den Zwillingen definitiv abgeschlossen ist, stimmt es mich schon jetzt etwas wehmütig, zu wissen, dass ich dieses Wunder gerade zum letzten Mal erlebe.
Von meinen beiden ersten Schwangerschaften bin ich diesbezüglich sehr verwöhnt. Jonas konnte ich bereits in der 16. Woche und Emma sogar schon in der 14. Woche manchmal spüren.
Die Warterei auf ein Lebenszeichen meiner Zwillis hat mich auf eine unglaubliche Geduldsprobe gestellt. Um dieses Warten zu überbrücken und um es mir zu versüßen, habe ich mir im Internet einen dieser modernen Fetal Doppler bestellt. Mit diesem Gerät kann man schon ab dem 4. Monat Bewegungen und Herztöne der Babys hören, was ich als tolle Spielerei empfand. So konnte ich auch ohne spürbare Kindsbewegungen am Leben in meiner Gebärmutter teilhaben.
Oft haben mich die schnellen, kräftigen Herzschläge der Babys ungemein beruhigt und meine Ängste zerstreut.
Auch Hans hat das Lauschen in meinen Uterus sehr genossen und sich täglich erkundigt, ob ich die beiden Herzchen schon gefunden habe. Meine beiden Großen haben vor Entzücken gequietscht, wenn ihre kleinen Geschwisterchen in meinem Bauch gegen den Schallkopf getreten haben.
Als ich schon gar nicht mehr daran glaubte, bekam ich doch den ersten richtigen Tritt von Innen. Morgens im Halbschlaf, als ich in meinem Bett lag, machte es PLOPP! Es war ein eindeutiger, unverwechselbarer, kräftiger Tritt! Ich war sofort hellwach und hatte vor Rührung Tränen in den Augen. Seitdem spüre ich die beiden regelmäßig- zwar nur wenn ich zur Ruhe komme und eigentlich nie in Aktion bin – aber täglich!
Von außen sind die Bewegungen noch nicht spürbar, sodass der Rest meiner Familie wohl noch eine Weile abwarten muss, um die ersten Bewegungen des Familienzuwachses live miterleben zu können.
Bis dahin gehört dieses unbeschreibliche Gefühl mir ganz allein und ich genieße jeden Stupser von Innen. Es ist einfach nur wunderschön, atemberaubend und unverwechselbar dieses Leben in sich zu spüren und hat definitiv Suchtpotential. Obwohl unsere Familienplanung nach den Zwillingen definitiv abgeschlossen ist, stimmt es mich schon jetzt etwas wehmütig, zu wissen, dass ich dieses Wunder gerade zum letzten Mal erlebe.
Papierkram
Langsam werde ich unruhig! Also ich meine diese Art von hormongesteuerter Unruhe, die einen zwingt, vor der Geburt alles Erdenkliche vorzubereiten, weil man mit einem bzw. zwei Neugeborenen vermutlich nicht mehr dazu kommen wird.
Einen großen Posten auf meiner akribischen To- do-Liste habe ich abgearbeitet: den Papierkram!
Aus Erfahrung weiß ich, dass man kurz nach der Geburt eines neuen Erdenbürgers mit Post und Anträgen überflutet wird und dass man gut beraten ist, so viel wie möglich schon in der noch verhältnismäßig ruhigen Schwangerschaft vorzubereiten.
Nachdem wir ja bekanntermaßen gleich zwei neue Familienmitglieder bekommen werden, wird die Papierflut bestimmt nicht geringer ausfallen als bei meinen beiden Großen, worauf ich mich schon heute tierisch freue ;-).
Besonders wichtig sind natürlich die folgenden Anträge:
- Aufnahme in die gesetzliche Krankenversicherung (Familienversicherung)
- Kindergeldantrag
- Antrag auf Elterngeld
- Antrag auf Elternzeit (Mama und Papa)
Diese Formulare kann man sich im Internet ausdrucken bzw. zuschicken lassen und bis auf Namen und Geburtsdaten vorbereiten, sodass man nach der Geburt nur noch die Geburtsurkunden dazu packt und alles wegschickt.
Obwohl ich als Bankerin und angehende Betriebswirtin wirklich mit Beamtendeutsch vertraut bin, bleibt es jedesmal bis zum Schluss spannend, ob ich tatsächlich alles richtig ausgefüllt habe, oder ob es noch wochenlangen Schriftwechsel mit den Behörden geben wird. Ich kann mir wirklich vorstellen, dass manche Leute mit diesen Formularen wirklich überfordert sind.
Außerdem gibt es ja noch den individuellen Schreibkram mit z.B. Versicherungen, Banken etc. der vorbereitet werden muss und natürlich will man nichts vergessen. Tja und so wächst der Papierstapel auf meinem Schreibtisch fast so rasant wie mein Bauch.
Aber ich bin schon eine bisschen (sehr) stolz auf mich, dass ich das alles schon vorbereitet habe. Als nächstes werde ich mich daran machen, vorzukochen und einzufrieren. D.h. wann immer ich etwas Aufwendiges zubereite, wie Sauerbraten oder Rouladen, koche ich gleich die doppelte Menge und friere einen Teil ein.
Im Wochenbett ist es eine Wohltat, wenn man etwas Vernünftiges zu essen bekommt, ohne sich selbst großartig in die Küche stellen zu müssen oder einem kochenden Ehemann hinterher putzen zu müssen. Ach es gibt noch soooooooo viel zu tun! Also packen wir es an!
Einen großen Posten auf meiner akribischen To- do-Liste habe ich abgearbeitet: den Papierkram!
Aus Erfahrung weiß ich, dass man kurz nach der Geburt eines neuen Erdenbürgers mit Post und Anträgen überflutet wird und dass man gut beraten ist, so viel wie möglich schon in der noch verhältnismäßig ruhigen Schwangerschaft vorzubereiten.
Nachdem wir ja bekanntermaßen gleich zwei neue Familienmitglieder bekommen werden, wird die Papierflut bestimmt nicht geringer ausfallen als bei meinen beiden Großen, worauf ich mich schon heute tierisch freue ;-).
Besonders wichtig sind natürlich die folgenden Anträge:
- Aufnahme in die gesetzliche Krankenversicherung (Familienversicherung)
- Kindergeldantrag
- Antrag auf Elterngeld
- Antrag auf Elternzeit (Mama und Papa)
Diese Formulare kann man sich im Internet ausdrucken bzw. zuschicken lassen und bis auf Namen und Geburtsdaten vorbereiten, sodass man nach der Geburt nur noch die Geburtsurkunden dazu packt und alles wegschickt.
Obwohl ich als Bankerin und angehende Betriebswirtin wirklich mit Beamtendeutsch vertraut bin, bleibt es jedesmal bis zum Schluss spannend, ob ich tatsächlich alles richtig ausgefüllt habe, oder ob es noch wochenlangen Schriftwechsel mit den Behörden geben wird. Ich kann mir wirklich vorstellen, dass manche Leute mit diesen Formularen wirklich überfordert sind.
Außerdem gibt es ja noch den individuellen Schreibkram mit z.B. Versicherungen, Banken etc. der vorbereitet werden muss und natürlich will man nichts vergessen. Tja und so wächst der Papierstapel auf meinem Schreibtisch fast so rasant wie mein Bauch.
Aber ich bin schon eine bisschen (sehr) stolz auf mich, dass ich das alles schon vorbereitet habe. Als nächstes werde ich mich daran machen, vorzukochen und einzufrieren. D.h. wann immer ich etwas Aufwendiges zubereite, wie Sauerbraten oder Rouladen, koche ich gleich die doppelte Menge und friere einen Teil ein.
Im Wochenbett ist es eine Wohltat, wenn man etwas Vernünftiges zu essen bekommt, ohne sich selbst großartig in die Küche stellen zu müssen oder einem kochenden Ehemann hinterher putzen zu müssen. Ach es gibt noch soooooooo viel zu tun! Also packen wir es an!
Der Zwillingskinderwagen
Jipieh - Ich freu mich so! Den Vorsatz, vor der 28. Schwangerschaftswoche nichts Wesentliches zu kaufen, habe ich über Bord geworfen. Ein weiterer Meilenstein in Sachen Zwillingsvorbereitungen ist somit geschafft: Der Zwillingswagen ist gekauft!Ich will ja keine Schleichwerbung machen, aber es ist das Design Team Alu S 4 in beige eines namenhaften Herstellers mit „T“, dessen Schubstange in Regenbogenfarben strahlt. Meiner Meinung nach ist das der Ferrari unter den
Zwillingswägen und sooooooo schön!
Schon immer wollte ich so einen Markenkinderwagen. Aber als wir damals die Anschaffungen fürs erste Kind machten, überzeugte mich Hans davon, dass es eine Nummer günstiger auch geht und ich ließ mich zum Kauf eines No Name Wagens
überreden. Selbstverständlich haben wir diesen aus Vernunftgründen dann auch für unseren zweiten Spross weiter genutzt - es wäre ja auch Verschwendung für jedes Kind einen neuen Wagen anzuschaffen. Und auch unser drittes und letztes geplante Kind hätte, wenn es ein „Einling“ geworden wäre, den alten Wagen bekommen und hätte diesen „auftragen“ müssen, da der Wagen ja schließlich noch „gut“ ist. :-) Tja, das ist das Pech der Kleinsten, dass sie immer die alten Sachen der Großen übernehmen müssen.
Aber das Schicksal wollte es ja eh anders mit uns und ich bekomme noch mal die Chance auf ein neues Gefährt für die Babys. Zu zweit passen sie nun wirklich nicht in unser, in die Jahre gekommenes, sperriges Ungetüm. Das hat nun endgültig ausgedient. Diesmal gibt es keine Kompromisse mehr! Ein Markenwagen kommt ins Haus! Schließlich wird dies mein definitiv letzter Kinderwagenkauf bevor ich meine Enkelkinder ausrüste, was hoffentlich noch mindestens 20 Jahre dauern wird.
Noch zu gut erinnere ich mich daran, wie oft ich auf Spielplätzen neidisch zu den „guten Wägen“ geschmult habe und wie oft ich auch gerne einen Prestigewagen gefahren hätte. Was für den Mann der Mercedes und der Boss Anzug ist, ist
für eine frisch gebackene Mami der Markenkinderwagen und das Paidi Zimmer. :-)
Jipieh - ich bekomme beides! Und ich freu mich schon riesig auf die ersten Runden durchs Dorf, bei hoffentlich herrlichem Spätsommerwetter, mit meinen beiden Mäusen im Ferrari, die vermutlich in jedem x-beliebigen Wagen die süßesten Babys der Welt wären.
Nur noch drei bis vier Monate, dann ist es soweit! Ich kann es kaum noch erwarten!
Ultraschalluntersuchung
Dieses Mal bin ich wieder besonders aufgeregt, als ich das Regensburger Krankenhaus betrete. Eigentlich habe ich nur einen Termin zur Feindiagnostik, also reine Routine und absolut kein Grund zur Aufregung, aber trotzdem zappel ich nervös herum.Unweigerlich kommen mir in diesem Gebäude die Erinnerungen an die Geburten meiner beiden Großen vor sieben und fünf Jahren. Mir kommt es vor, als war es gestern, dass ich mit Wehen über dem Geländer im ersten Stock hing und ich muss bei diesem Gedanken unwillkürlich lächeln. Auch mein Mann macht einen aufgeregten Eindruck, als er den Fahrstuhlknopf in Richtung Kreissaal und Schwangerenambulanz drückt und seine Finger streicheln hastig über meinen Handrücken. Er hat sich heute extra frei genommen, um mich begleiten zu können, wofür ich ihm unendlich dankbar bin, aber im Moment schafft es auch er nicht, mich zu beruhigen.
Obwohl es im bisherigen Schwangerschaftsverlauf keine Anzeichen auf ernste Komplikationen gab, schwebt das Risiko auf FFTS wie ein Damoklesschwert über uns.FFTS ist die Abkürzung für Feto Fetales Transfusionssyndrom und stellt ein spezielles Risiko für Zwillinge mit einer Planzenta dar. Hierbei sind die beiden Babys durch Gefäße im Mutterkuchen miteinander verbunden, wobei ein Zwilling über- und der andere unterversorgt werden könnte, was dann im allerschlimmsten Fall zum Tod beider führen würde.
Oh, welch fürchterliche Vorstellung! Eigentlich will ich gar nicht darüber nachdenken, aber das statistische Risiko auf FFTS beträgt bei uns ca. 15 % und gerade in diesem Schwangerschaftsstadium wäre es besonders dramatisch, da unsere Babys außerhalb meiner Gebärmutter noch lange keine Überlebenschance hätten.
„Bei euch beiden ist bestimmt alles gut“, spricht Hans meinem Bauch Mut zu. Das ist seine neueste Masche - er redet mehr mit meinem Bauch als mit mir! „Guten Morgen, Zwillis - habt ihr die Mami brav schlafen lassen?“ oder „Gebt der Mami nachher ruhig mal `nen Tritt, damit sie nicht vergisst, euch die Vitamine runter zu werfen!“ solche und ähnliche Monologe mit meinem Bauchnabel gehören täglich zum Programm. Irgendwie süß, welch starke Bindung er schon heute zu seinen Kindern aufbauen kann, obwohl er sie bisher nicht sieht und spürt.
Nach einer Wartezeit, die mir dieses Mal ewig vorkommt, werden wir endlich zum Ultraschall gerufen. Zuerst schallt eine junge, sehr sympathische Assistenzärztin und gibt uns sofort Entwarnung. Beide Babys bewegen sich schön, sind etwa gleich und zeitgerecht entwickelt und haben etwa die gleiche Fruchtwassermenge.
Die Steine, die Hans und mir vom Herzen fallen, kann man regelrecht plumpsen hören.
Im Anschluss untersucht noch der Chefarzt persönlich und kommt schon bald zu der Entscheidung, dass auf den ersten Blick alles gut aussieht, aber eine detaillierte Organdiagnostik aufgrund der - ich zitiere „Einschränkung der Untersuchungsbedingungen durch die mütterliche Bauchdecke“ (schäm) nur schwer möglich ist und wir in vier Wochen wieder zur Feindiagnostik kommen sollen.
Auch über das Geschlecht unserer Zwerge wollten sich weder die junge Ärztin, noch der Boss äußern. Sehr schade - ich bin doch schon sooooooo neugierig!
Aber das Wichtigste ist: Im Moment geht es den Kleinen richtig gut und wie das neueste Ultraschallbild zeigt, bekommen wir eindeutig die aller-, aller-, allersüßesten Babys der Welt! Aber das sagt bestimmt jede Mami ;-)
Namenswahl - die Erste
19. Schwangerschaftswoche - fast Halbzeit!
Zum einen finde ich es erstaunlich, wie schnell die Zeit bisher vergangen ist. Zum anderen aber machen mir die ersten Kontraktionen der letzen Tage bewusst, dass unsere beiden Mäuse es noch mindestens weitere zehn lange Wochen in meinem Bauch aushalten müssen, um halbwegs gute Startvoraussetzungen zu haben.
Nachdem es mir die letzten Wochen so richtig gut ging, habe ich fast vergessen, dass wir mit unseren besonderen Zwillis ein deutlich erhöhtes Komplikationspotential haben und das Sofa immer öfter gegen den Putzeimer oder den Staubwedel ausgetauscht.
Fast täglich bekam ich dafür Schimpfe von meinem Mann, der meinte, ich würde mich mit meinen Putzaktionen übernehmen.
Tatsächlich muss ich mir seit ein paar Tagen eingestehen, dass zur Zeit wohl auch die kleinste Anstrengung zu viel zu sein scheint und bin zum Wohl der Babys brav zurück aufs Sofa gekrabbelt und nehme Magnesium ein, um den Kontraktionen entgegen zu wirken.
Die Zwangspause lässt mir natürlich jede Menge Zeit, mich nochmal intensiv mit der Namensauswahl zu beschäftigen.
Die Tatsache, dass wir immer noch nicht wissen, ob wir Buben oder Mädels bekommen, macht es nicht gerade leichter, das Passende zu finden.
Unsere Ansprüche an die vier richtigen Namen haben wir aber schon einmal festgelegt: Sie müssen logischerweise gut zusammen klingen, sollen aber nicht so sein wie Max und Moritz oder Hanni und Nanni. Außerdem müssen sie vom Stil her zu den Namen unserer beiden Großen passen, also deutsche, unkomplizierte Namen, deren Aussprache keiner Erklärung bedarf. Die Namen sollten im Freundes- und Bekanntenkreis noch nicht vorkommen und dürfen natürlich auch keine negativen Assoziationen bei uns wecken, wie z.B. „Niklas“, der mir grundsätzlich sehr gut gefällt, aber dummerweise an den etwas arroganten Juniorchef meines Mannes erinnert.
Tja, und dann noch die Rücksicht auf den Familiennamen (dreisilbig, mit „B“ beginnend), d.h. kein Anfang oder Endung auf „P“ oder „B“.
Na da wird doch mit Hilfe der zig Namenseiten im Internet und zwei Namensbüchern was Hübsches zu finden sein.
Zumindest stand ein Mädchenname ziemlich schnell fest. Nachdem Hans Mutter vor ein paar Jahren verstarb, finden wir den Gedanken sehr schön, ihren Namen, der uns nebenbei auch noch gut gefällt, an eines unserer Kinder weiterzugeben.
Wir sind uns einig! Das erste Etappenziel in Sachen Namensgebung haben wir geschafft!
Das erste Mädchen heißt somit - Trommelwirbel, Tadaaaaaa : THERESA!
Hach wie schön!!! Unsere Theresa! Hoffentlich wird sich nächste Woche beim Ultraschall herausstellen, ob wir überhaupt Verwendung für einen Mädchennamen haben.
Zum einen finde ich es erstaunlich, wie schnell die Zeit bisher vergangen ist. Zum anderen aber machen mir die ersten Kontraktionen der letzen Tage bewusst, dass unsere beiden Mäuse es noch mindestens weitere zehn lange Wochen in meinem Bauch aushalten müssen, um halbwegs gute Startvoraussetzungen zu haben.
Nachdem es mir die letzten Wochen so richtig gut ging, habe ich fast vergessen, dass wir mit unseren besonderen Zwillis ein deutlich erhöhtes Komplikationspotential haben und das Sofa immer öfter gegen den Putzeimer oder den Staubwedel ausgetauscht.
Fast täglich bekam ich dafür Schimpfe von meinem Mann, der meinte, ich würde mich mit meinen Putzaktionen übernehmen.
Tatsächlich muss ich mir seit ein paar Tagen eingestehen, dass zur Zeit wohl auch die kleinste Anstrengung zu viel zu sein scheint und bin zum Wohl der Babys brav zurück aufs Sofa gekrabbelt und nehme Magnesium ein, um den Kontraktionen entgegen zu wirken.
Die Zwangspause lässt mir natürlich jede Menge Zeit, mich nochmal intensiv mit der Namensauswahl zu beschäftigen.
Die Tatsache, dass wir immer noch nicht wissen, ob wir Buben oder Mädels bekommen, macht es nicht gerade leichter, das Passende zu finden.
Unsere Ansprüche an die vier richtigen Namen haben wir aber schon einmal festgelegt: Sie müssen logischerweise gut zusammen klingen, sollen aber nicht so sein wie Max und Moritz oder Hanni und Nanni. Außerdem müssen sie vom Stil her zu den Namen unserer beiden Großen passen, also deutsche, unkomplizierte Namen, deren Aussprache keiner Erklärung bedarf. Die Namen sollten im Freundes- und Bekanntenkreis noch nicht vorkommen und dürfen natürlich auch keine negativen Assoziationen bei uns wecken, wie z.B. „Niklas“, der mir grundsätzlich sehr gut gefällt, aber dummerweise an den etwas arroganten Juniorchef meines Mannes erinnert.
Tja, und dann noch die Rücksicht auf den Familiennamen (dreisilbig, mit „B“ beginnend), d.h. kein Anfang oder Endung auf „P“ oder „B“.
Na da wird doch mit Hilfe der zig Namenseiten im Internet und zwei Namensbüchern was Hübsches zu finden sein.
Zumindest stand ein Mädchenname ziemlich schnell fest. Nachdem Hans Mutter vor ein paar Jahren verstarb, finden wir den Gedanken sehr schön, ihren Namen, der uns nebenbei auch noch gut gefällt, an eines unserer Kinder weiterzugeben.
Wir sind uns einig! Das erste Etappenziel in Sachen Namensgebung haben wir geschafft!
Das erste Mädchen heißt somit - Trommelwirbel, Tadaaaaaa : THERESA!
Hach wie schön!!! Unsere Theresa! Hoffentlich wird sich nächste Woche beim Ultraschall herausstellen, ob wir überhaupt Verwendung für einen Mädchennamen haben.
Heißhunger
Die letzte Vorsorgeuntersuchung brachte die gnadenlose Wahrheit ans Licht: Ich habe zugenommen - die ersten 500 g!Na gut, für eine Zwillingsschwangerschaft in der 18. Schwangerschaftswoche habe ich mich bisher ganz gut gehalten. Dies ist aber eindeutig nicht mein eigener Verdienst.
Zum einen hatte ich die ersten Wochen mit meinem extremen Erbrechen zu kämpfen. Zum zweiten ist mein Ausgangsgewicht alles andere als rühmlich, so dass mein Körper natürlich schon einen höheren Grundbedarf hat, als der von schlanken Frauen.
Obwohl ich somit sicherlich genug Reserven hätte, um die Schwangerschaft auch ohne ein einziges Gramm mehr auf den Hüften gut durchstehen zu können, haben mich seit kurzem die berühmten Heißhungerattacken gepackt.Sobald man schwanger ist, wird von einem erwartet, dass man sich durchgehend Nougatcreme mit sauren Gurken einverleibt. Dieses Vorurteil kann ich leider nicht bedienen. Vielmehr wird in unserer Familie solidarisch auf Arbeitsteilung gesetzt. Mein Göttergatte, der bisher zur Bratwurstfraktion gehörte und Nougatcreme weitestgehend verschmähte, löffelt eben diese neuerdings gläserweise.
Er ist definitiv ein werdender Papa mit Fleisch und Blut und man kann ihm mangelndes Einfühlungsvermögen in dieser Hinsicht wirklich nichts vorwerfen. ;-) Ich selbst habe kein favorisiertes Leibgericht, sondern wechselnde Gelüste, die aber bei ihrem Erscheinen keinerlei Aufschub dulden. So als wäre ich von einem Dämon besessen, kann ich bis zur Erfüllung meines Bedürfnisses an nichts anderes mehr denken. Auch die Unverhältnismäßigkeit der Beschaffungskosten kann mich nicht davon abbringen.
Gestern zum Beispiel waren wir in einem Erlebnisbad, als ich vormittags einen kleinen Jungen mit einer Tüte Kaubonbons sah. Mein Verhängnis! Den ganzen Tag über konnte ich an nichts anderes mehr denken als an diese Bonbons, die es hier im Bad nicht zu kaufen gab. Auch der Versuch von Ersatzbefriedigung durch Pizza, Salat, Eis und Spezi schlug erwartungsgemäß fehl und nachdem wir abends endlich das Bad verlassen hatten, steuerte mein Mann direkt die nächste Tankstelle an, wo wir uns zu Wucherpreisen mit Süßigkeiten eindeckten.
Besonders die Kinder freuen sich darüber, dass es seit neuestem solche leckeren Sachen gibt! Auch mit meinen regelmäßigen Kuchenbackaktionen stoße ich hier auf rege Begeisterung und natürlich auf jede Menge Helfer- sowohl beim Backen, als beim Essen! Ich muss sagen, wir machen diese Schwangerschaftsgelüste wirklich zur Familiensache und ich finde es einfach nur süß! Also dann, guten Appetitit!!!
Nestbautrieb
Mir geht’s wieder richtig gut! Endlich bin ich nicht mehr permanent müde wie die letzten Wochen. Ich denke, in letzter Zeit habe ich all den Schlaf nachgeholt, der mir die letzten Jahre aufgrund der Mehrfachbelastung mit Familie, Arbeit und Studium gefehlt hat. Ich muss sagen, ich wusste gar nicht mehr, wie gut man sich ausgeschlafen fühlt! Auch nicht, wie gut man ohne tiefschwarze Augenringe aussehen kann! ;-)
Selbst die Übelkeit hat mich nicht mehr im Griff, und obwohl mein Bauch für die 17. Schwangerschaftswoche durchaus beachtlich ist, behindert er mich im Alltag nicht besonders. Dank eines Beschäftigungsverbotes bin ich vormittags allein zuhause, während meine beiden Großen in der Schule und im Kindergarten sind. Diesen Luxus, täglich ein paar Stunden für mich ganz allein zu haben, hatte ich seit Jahren nicht mehr. Entweder arbeitete ich oder meine Kinder forderten meine Aufmerksamkeit. Nachdem ich nun so unliebsame Aufgaben, wie die Steuererklärung und die Ablage im Büro in Ordnung gebracht habe, kann ich mich tatsächlich mit Dingen beschäftigen, die mir Spaß machen.
Was macht man mit soviel Freizeit? Ich muss erst wieder lernen mich zu beschäftigen! Lesen, Freunde treffen, Musik hören, Spazieren gehen … UND natürlich fange ich jetzt schon, entgegen aller guten Vorsätze, mit den Vorbereitungen für die Babys an.Ach, ist das spannend!
Als erstes bekam mein Mann letztes Wochenende die Aufgabe, die Kisten mit den Babysachen aus dem Keller zu holen und ich habe den Inhalt voller Euphorie im noch leeren Babyzimmer verteilt. Ich möchte mir zunächst einen Überblick verschaffen, was wir noch alles von den beiden Großen haben. Vieles haben wir in den letzten Jahren verschenkt, verkauft, verliehen und nicht zurück bekommen, weil wir zwischenzeitlich ja schon mit der Familienplanung abschließen wollten.
Jonas erster Strampler in Größe 50, den er vor sieben Jahren auf der Fahrt aus dem Krankenhaus nachhause trug, rührt mich erwartungsgemäß zu Tränen und laut schluchzend lege ich mir den niedlichen Einteiler auf meinen Bauch.
Wie winzig der ist! Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir bald noch einmal zwei so kleine Würmchen haben werden!
Auch viele der anderen Kleidungsstücke wecken romantische Erinnerungen: Das Kleidchen trug Emmi an Opas 70.Geburtstag, und diesen Anzug hatte Jonas an seinem ersten Weihnachtsfest an. Ich staple die Sachen zunächst nach
Junge, Mädchen und unisex, später nach Größe. Noch wissen wir ja leider nicht, ob wir zwei Jungs oder zwei Mädels bekommen.
Auch die ersten Neuanschaffungen sind bereits getätigt: Mit einer neuen Flaschenbürste, zwei Milchpulverportionierern und zwei kleinen Mützchen habe ich mich regelrecht in Unkosten gestürzt.
Aber ich befürchte, diese Investition war erst der Anfang! Mein Mann hat mich aber dennoch, netterweise nochmal auf unsere Abmachung erinnert, erst ab der 28. Schwangerschaftswoche richtig einzukaufen. Ja, eigentlich hat er ja recht und wie sagt man so schön: Vorfreude ist die schönste Freude!!
Selbst die Übelkeit hat mich nicht mehr im Griff, und obwohl mein Bauch für die 17. Schwangerschaftswoche durchaus beachtlich ist, behindert er mich im Alltag nicht besonders. Dank eines Beschäftigungsverbotes bin ich vormittags allein zuhause, während meine beiden Großen in der Schule und im Kindergarten sind. Diesen Luxus, täglich ein paar Stunden für mich ganz allein zu haben, hatte ich seit Jahren nicht mehr. Entweder arbeitete ich oder meine Kinder forderten meine Aufmerksamkeit. Nachdem ich nun so unliebsame Aufgaben, wie die Steuererklärung und die Ablage im Büro in Ordnung gebracht habe, kann ich mich tatsächlich mit Dingen beschäftigen, die mir Spaß machen.
Was macht man mit soviel Freizeit? Ich muss erst wieder lernen mich zu beschäftigen! Lesen, Freunde treffen, Musik hören, Spazieren gehen … UND natürlich fange ich jetzt schon, entgegen aller guten Vorsätze, mit den Vorbereitungen für die Babys an.Ach, ist das spannend!
Als erstes bekam mein Mann letztes Wochenende die Aufgabe, die Kisten mit den Babysachen aus dem Keller zu holen und ich habe den Inhalt voller Euphorie im noch leeren Babyzimmer verteilt. Ich möchte mir zunächst einen Überblick verschaffen, was wir noch alles von den beiden Großen haben. Vieles haben wir in den letzten Jahren verschenkt, verkauft, verliehen und nicht zurück bekommen, weil wir zwischenzeitlich ja schon mit der Familienplanung abschließen wollten.
Jonas erster Strampler in Größe 50, den er vor sieben Jahren auf der Fahrt aus dem Krankenhaus nachhause trug, rührt mich erwartungsgemäß zu Tränen und laut schluchzend lege ich mir den niedlichen Einteiler auf meinen Bauch.
Wie winzig der ist! Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir bald noch einmal zwei so kleine Würmchen haben werden!
Auch viele der anderen Kleidungsstücke wecken romantische Erinnerungen: Das Kleidchen trug Emmi an Opas 70.Geburtstag, und diesen Anzug hatte Jonas an seinem ersten Weihnachtsfest an. Ich staple die Sachen zunächst nach
Junge, Mädchen und unisex, später nach Größe. Noch wissen wir ja leider nicht, ob wir zwei Jungs oder zwei Mädels bekommen.
Auch die ersten Neuanschaffungen sind bereits getätigt: Mit einer neuen Flaschenbürste, zwei Milchpulverportionierern und zwei kleinen Mützchen habe ich mich regelrecht in Unkosten gestürzt.
Aber ich befürchte, diese Investition war erst der Anfang! Mein Mann hat mich aber dennoch, netterweise nochmal auf unsere Abmachung erinnert, erst ab der 28. Schwangerschaftswoche richtig einzukaufen. Ja, eigentlich hat er ja recht und wie sagt man so schön: Vorfreude ist die schönste Freude!!
Der Bauch wächst
Mittlerweile bin ich bereits in der 16. Schwangerschaftswoche. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Bald schon habe ich meinen ersten Termin im Regensburger Krankenhaus, das auf Grund unserer besonderen Situation den Großteil der Schwangerschaftsvorsorge übernehmen wird.
Diesem Termin fiebere ich seit Tagen entgegen, weil ich mich darauf freue, endlich die Einschätzung von „richtigen Fachleuten“ zur Entwicklung unserer beiden Babys zu bekommen.Die riskantesten Wochen sind ja nun überstanden und ich beginne mich langsam bedingungslos auf unseren doppelten Zuwachs zu freuen. Jetzt fühle ich mich auch endlich etwas schwangerer.
Bisher haben mich nur die permanente Übelkeit und die lähmende Müdigkeit an meine Bauchbewohner erinnert. Aber jetzt ist der runde Babybauch auch für Außenstehende deutlich erkennbar, wie mir eine gute Freundin charmant mit den Worten unterbreitete: „Sieht nicht mehr aus, wie zu viel gegessen!“ Reizend!!!
Auch dieser innere Druck, den ich noch aus meinen ersten beiden Schwangerschaften kenne, zwingt mich von Zeit zu Zeit schon zum Hinsetzen. Allerdings kam dieses Gefühl bei meinen beiden Großen erst deutlich später.
Das Tragen von Umstandskleidung ist nun unumgänglich geworden und gibt mir auch das Gefühl schon viel weiter zu sein.
Obwohl ich bisher zum Glück nichts zugenommen habe, passen mir meine normalen Hosen schon länger nicht mehr und ich schummle schon seit der 8. Woche mit einem Gummiband zwischen Knopf und Knopfloch. Heute ist dieses Gummiband bereits beachtliche 15 cm lang!!! Ich befürchte, das gibt eine überdimensionale Kugel zum Schluss der Schwangerschaft!!!
Aber noch freue ich mich über jedes Zipperlein, jeden Zentimeter und kaum zu glauben aber wahr, sogar über den ersten neuen Schwangerschaftsstreifen, der seit ein paar Tagen rot und blau auf meiner Plauze schimmert!
Ich weiß ja, es sind „nur noch“ 24 Wochen bis zum Geburtstermin!!! ;-)
Risikoschwangerschaft oder etwas ganz Besonderes
„Monochorial- diamniotisch gemini“ schreibt der Arzt in den Mutterpass und umrahmt die Zeile mit leuchtend gelben Textmarker.
Nach dieser alles verändernden Diagnose, eineiige Zwillinge mit nur einer Fruchtblase zu bekommen, und somit eine Risikoschwangerschaft zu haben, verlasse ich mit gummiartigen Beinen und immer noch etwas zitternd die Arztpraxis.
Als ich die Tür hinter mir ins Schloss fallen höre, muss ich mich erst einmal auf die kalten Treppenstufen setzen.
Nach der anfänglichen Erleichterung, dass es den beiden Babies allem Anschein nach gut geht, übermannt mich nun die Sorge über den weiteren Schwangerschaftsverlauf.
Im Moment fühle ich mich dieser Schwangerschaft nicht gewachsen. Was wird auf uns zukommen? Muss ich viel liegen? Werden die Babies viel zu früh kommen und werden sich die beiden zeitgerecht entwickeln?
Mein Kopf hämmert voll mit zig Fragen und wieder übermannen mich die Gefühle.
„Mami, lachst du oder weinst du?“ Besorgt schaut mein Sohn Jonas auf mich herab. Ich erschrecke: „Oh, Liebling entschuldige bitte. Mach dir keine Sorgen! Mami weint vor Freude! Alles ist gut; komm her, lass dich knuddeln!“
Geduldig lässt mein Junge das lästige Geknuddel von Mama über sich ergehen.
Natürlich ist er sorgsam darauf bedacht, dass niemand um die Kurve kommt und ihn somit in dieser fürchterlich peinlichen Umarmung mit Mama ertappen könnte. Ich muss über meinen Sohn lachen und reibe mir die Tränen aus den Augen. „Komm Jonas, jetzt haben wir uns erst mal eine Kugel Eis verdient“, muntere ich uns beide mit euphorischer Stimme auf. „Juhuuuhhh“ jauchzt er mir entgegen.
Erstaunlich schnell verbessert die erste Kugel Eis des Jahres meine Laune und ich genieße die warmen Sonnenstrahlen auf meiner kleinen Zwillingskugel.
Ich beschließe, positiv zu denken!!! Meine Zwillis sind eben etwas ganz besonderes!!! Sorgen kann ich mir immer noch machen, wenn etwas nicht stimmt!
Nach dieser alles verändernden Diagnose, eineiige Zwillinge mit nur einer Fruchtblase zu bekommen, und somit eine Risikoschwangerschaft zu haben, verlasse ich mit gummiartigen Beinen und immer noch etwas zitternd die Arztpraxis.
Als ich die Tür hinter mir ins Schloss fallen höre, muss ich mich erst einmal auf die kalten Treppenstufen setzen.
Nach der anfänglichen Erleichterung, dass es den beiden Babies allem Anschein nach gut geht, übermannt mich nun die Sorge über den weiteren Schwangerschaftsverlauf.
Im Moment fühle ich mich dieser Schwangerschaft nicht gewachsen. Was wird auf uns zukommen? Muss ich viel liegen? Werden die Babies viel zu früh kommen und werden sich die beiden zeitgerecht entwickeln?
Mein Kopf hämmert voll mit zig Fragen und wieder übermannen mich die Gefühle.
„Mami, lachst du oder weinst du?“ Besorgt schaut mein Sohn Jonas auf mich herab. Ich erschrecke: „Oh, Liebling entschuldige bitte. Mach dir keine Sorgen! Mami weint vor Freude! Alles ist gut; komm her, lass dich knuddeln!“
Geduldig lässt mein Junge das lästige Geknuddel von Mama über sich ergehen.
Natürlich ist er sorgsam darauf bedacht, dass niemand um die Kurve kommt und ihn somit in dieser fürchterlich peinlichen Umarmung mit Mama ertappen könnte. Ich muss über meinen Sohn lachen und reibe mir die Tränen aus den Augen. „Komm Jonas, jetzt haben wir uns erst mal eine Kugel Eis verdient“, muntere ich uns beide mit euphorischer Stimme auf. „Juhuuuhhh“ jauchzt er mir entgegen.
Erstaunlich schnell verbessert die erste Kugel Eis des Jahres meine Laune und ich genieße die warmen Sonnenstrahlen auf meiner kleinen Zwillingskugel.
Ich beschließe, positiv zu denken!!! Meine Zwillis sind eben etwas ganz besonderes!!! Sorgen kann ich mir immer noch machen, wenn etwas nicht stimmt!
Ich glaube, ich träume!
„Mama, wie lange müssen wir noch warten?“ Mit dieser Frage reißt mich mein Sohn Jonas aus meiner Gedankenwelt.„Wie -äh –was?“ stammle ich zurück „Jetzt geht’s bestimmt ganz schnell!“ tröste ich mehr mich selbst als ihn.
Wir beide sind ganz allein im Wartezimmer des Frauenarztes und hören Fahrstuhlmusik während ich mir die Fotos von Babies an den Wänden anschaue und davon träume, zum dritten- und letzten Mal selbst so süßen Nachwuchs zu bekommen.
Bei meiner letzten Ultraschalluntersuchung vor drei Wochen konnte man bereits das kleine Herz meines Bauchbewohners schlagen sehen.
Die letzten Jahre hatten wir- also ich, Tanja (27) und mein Mann Hans (46) immer wieder das Gefühl, dass unsere Familie mit unseren beiden Kindern Jonas (fast 7) und Emma (beinahe 5) einfach noch nicht komplett ist.
Obwohl auf jeder Pro und Contra Liste, die ich in den letzten Jahren angelegt hatte, die Contras haushoch gewonnen haben, wünschen wir einen Nachzügler.
„Großer, du wartest brav hier ich bin gleich wieder da", verabschiede ich mein Kind und folge dem Arzt in den abgedunkelten kleinen Untersuchungsraum.
„Hmm 10. Woche- heute probieren wir den Ultraschall schon mal durch die Bauchdecke, legen Sie sich bitte auf die Liege“ begrüßt mich dieser im Gehen.
Während des Hinlegens spotte ich noch über meine kräftige Bauchdecke und dass ich bezweifle, dass man durch diesen Speck bis zur 40. Schwangerschaftswoche überhaupt etwas erkennen könne, worauf auch mein Arzt etwas lachen muss.
Das nimmt dieser Situation endlich ein wenig Spannung.
Mir fällt ein Stein vom Herzen als ich auf Anhieb den Herzschlag auf dem Bildschirm erkennen kann. Tiefe Demut und Dankbarkeit durchflutet mich, ich könnte heulen- nein ich heule - schonm wieder! HORMONE!!!
„Die Bilder sind noch etwas unscharf“ kommentiert der Arzt „wir machen zum Vermessen besser doch noch einen Ultraschall von unten“.
Während ich mich in Position begebe studiert mein Arzt die Eintragungen in meiner Patientenakte mit undurchdringbarer Miene. Langsam macht er mich doch nochmal nervös.
„Stimmt was nicht?“ höre ich mich besorgt fragen während ich gespannt auf den Monitor starre.
Was ich dann zu sehen bekomme, kann ich nicht realisieren. Mal liegt das Baby links, dann rechts.
Nein, da sind zwei Babys. Herzlichen Glückwunsch, sie bekommen Zwillinge!“
Von nun an brechen alle Dämme. Ich lache, ich weine, meine Gedanken überschlagen sich. „Zwei?!?“
Auf meinen Wunsch hin deckt der Arzt mich soweit zu, dass er Jonas hereinrufen kann.
Ich erkläre ihm, dass das Bild im Fernseher zeigt, wie es in Mamis Bauch gerade aussieht und frage ihn, ob er etwas erkennen kann!
Wie selbstverständlich deutet mein kleiner Schatz alles richtig und ruft laut „MAMA ZWILLINGE!!!“ – „Mama, ich glaube, ich träume!“
Wir sind die Neuen und bald zu sechst!
Ich heiße Tanja, bin fast 28 Jahre alt und wohne mit meiner besseren Hälfte Hans (46) seit 12 Jahren in unserem Einfamilienhaus in Bayern.
Unser Großer, Jonas, wird bald sieben und geht in die erste Klasse.
Er bekommt gerade seinen ersten Wackelzahn und ist natürlich ein richtiger Lausebengel, spielt Fußball, und tobt mit seinen Freunden durchs Dorf.
Emma (fast fünf) ist ein Kindergartenkind und eine richtige Wasserratte. Sie schwimmt und reitet gerne und ist durch und durch eine Prinzessin.
Mein Mann ist Maurer und bei uns fürs „Grobe“ zuständig. Er kann sich handwerklich in fast allen Bereichen selbst weiterhelfen und ist somit ein idealer Partner, wenn mich mal wieder der hormongesteuerte Nestbautrieb packt.
Ich bin Banker und studiere nebenbei BWL. Vor ein paar Wochen wurde ich aber mit einem Beschäftigungsverbot aus dem Verkehr gezogen. Jetzt bin ich daheim und stimme mich mental schon auf die Ankunft unserer Zwillinge ein, die im Oktober zur Welt kommen sollen.
Unser Großer, Jonas, wird bald sieben und geht in die erste Klasse.
Er bekommt gerade seinen ersten Wackelzahn und ist natürlich ein richtiger Lausebengel, spielt Fußball, und tobt mit seinen Freunden durchs Dorf.
Emma (fast fünf) ist ein Kindergartenkind und eine richtige Wasserratte. Sie schwimmt und reitet gerne und ist durch und durch eine Prinzessin.
Mein Mann ist Maurer und bei uns fürs „Grobe“ zuständig. Er kann sich handwerklich in fast allen Bereichen selbst weiterhelfen und ist somit ein idealer Partner, wenn mich mal wieder der hormongesteuerte Nestbautrieb packt.
Ich bin Banker und studiere nebenbei BWL. Vor ein paar Wochen wurde ich aber mit einem Beschäftigungsverbot aus dem Verkehr gezogen. Jetzt bin ich daheim und stimme mich mental schon auf die Ankunft unserer Zwillinge ein, die im Oktober zur Welt kommen sollen.
