Wenn man wie ich mit einer sehr „weiblichen Figur“ ausgestattet ist, fällt es anscheinend erst einmal gar nicht auf, wenn man über mehrere Wochen und Monate ganz ordentlich zulegt. Umso genauer wird man dann unter die Lupe genommen, wenn die „Katze“ endlich „aus dem Sack ist“, d.h. die große Neuigkeit sich (zumindest schon einmal gerüchteweise) verbreitet hat. „Ist da ein Baby drin“, fragte mich neulich eine Bekannte ...(Wie hätte sie wohl ihre peinliche Berührung kaschiert, wenn ich verneint hätte...?) Etwa gleichzeitig begann das große Kleiderproblem. Zunächst reichte die nächste Größe bei den Hosen noch aus. (Im Notfall konnte man ja auch noch den Knopf offen lassen oder ein Gummiband als Hilfsmittel verwenden). Oder ich zog die eher „großzügigen“ Kleider aus dem Schrank ... Inzwischen bin ich jedoch in einem Stadium, in dem nur noch Umstandshosen oder Jogginghosen wirklich bequem erscheinen und nur erstere ein wirklich vorzeigbares Äußeres ermöglichen. Das Problem beim Tragen „normaler“ Kleidung ist nämlich, dass man einfach nur fett statt schwanger aussieht und die jetzt schon ordentlich angeschwollene Babykugel durch den Hosenbund in zwei schöne große „Rettungsringe“ unterteilt wird. (Kommentar meiner Nachbarin zu meiner in unserem Garten zur Schau getragenen ultraschicken Schlabberhosen- und Andis Poloshirt-Kombi: „Du siehst immer noch nicht schwanger aus, nur dicker!“... Meine Tochter wird mich hoffentlich bald mit lautem „Babygeplärre“ rächen!!!) Für die Arbeit und zur sonstigen Teilnahme am öffentlichen Leben habe ich mich jetzt also mit einigen Umstandshosen ausgestattet. Röcke, Kleider und Oberteile lassen sich in meinem Kleiderschrank zum Glück noch einige passende aufspüren. In der Freizeit oder beim Sport müssen es jetzt Männershorts aus der Kollektion eines namhaften Discounters tun, wo ich neulich sogar eine Treckinghose (Bauchgröße für Männer) erstand. Diese konnte ich am Wochenende prompt bei einer kleinen Bergwanderung einweihen. Doch auch hier wird die beschriebene Problematik deutlich sichtbar: Der Babybauch sieht eher aus wie „Hüftgold“ in Form von Rettungsringen ...Aber auch diesen optischen Supergau nimmt man auf sich, wenn der Grund dafür etwas so Wunderbares ist ...