Jetzt ist Lena schon zwei Wochen alt und wir sind seit über einer Woche zuhause. Die Hebamme kommt alle paar Tage vorbei und steht mit Rat und Tat zur Seite, das ist wirklich sehr hilfreich. Inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt, dass mein Tag nicht mehr einfach nur aus Tag und Nacht besteht, sondern aus sechs Phasen zwischen dem Stillen und Wickeln. Wir haben nämlich schon ganz „profimäßig“ einen Rhythmus von etwa vier Stunden zwischen den Mahlzeiten. Ich muss aber schon ein bisschen „zufüttern“, damit mein Mäuschen wachsen und gedeihen kann ... und das tut sie! Heute hat sie allerdings wahnsinnig viel Milch wieder ausgespuckt. Hoffentlich ist das wirklich so „normal“, wie alle sagen.
Es ist schon erstaunlich, wie so ein kleines Wesen unsere Welt zunächst einmal total auf den Kopf gestellt hat. Alles dreht sich um die Kleine, nicht nur der Tagesablauf, sondern auch die Gedanken und Gefühle „kreisen“ um dieses kleine Wunder ... Ich bin noch gar nicht richtig fähig, über die „normalen“ Dinge des Alltags nachzudenken. Wahrscheinlich wird es auch noch eine Weile dauern, bis ich die Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Wochen verarbeitet habe. Inzwischen schaut Lena oft schon richtig wach in die Welt und ist einfach zum Anbeißen goldig. Wir haben deshalb schon die Babywippe eingeweiht, die sie von ihrer Tante bekommen hat, denn da kann sie etwas mehr sehen als im Laufstall, in dem sie sonst tagsüber schläft.