Dieses Wochenende haben wir unsere erste kleine „Reise“ angetreten. Zum 60. Geburtstag meiner Mama sind Lena und ich am Samstag in Richtung Franken aufgebrochen. Da Andi am Sonntag wahlbedingt arbeiten musste, sind wir kurzerhand mit dem Zug gefahren. Eine so lange Autofahrt erschien mir mit der Kleinen für alle Beteiligten (noch) zu anstrengend. Glücklicherweise konnte ich im Internet ein verbilligtes Ticket für den ICE buchen, dann dauert die Fahrt nur zwei Stunden. Ich habe vorsichtshalber Plätze reserviert und ein „Kleinkinderabteil“ gebucht - ohne zu wissen, was letzteres eigentlich bedeutet. Schon am Münchner Hauptbahnhof war alles „anders“ als sonst. Dort waren viele lustige „Wiesn“-Besucher unterwegs und es war ein komisches Gefühl, den Kinderwagen durch diese Menge zu manövrieren – als ob man sich jetzt in einer ganz anderen Welt befände! Das Abteil entpuppte sich als ein sehr geräumiges, gut durchdachtes, denn man kann bei sechs Sitzplätzen ohne Probleme mit Gepäck und zwei Kinderwagen Platz finden. Meine erste Sorge (Wohin mit dem Kinderwagen?) hatte sich also schon verflüchtigt. Die zweite Sorge (Was mache ich mit Lena, wenn ich mal auf die Toilette muss?), erübrigte sich auch, weil das Abteil sich gleich neben dem Behinderten-WC befindet ... Da könnte man dann theoretisch sogar den Kinderwagen reinfahren, so geräumig ist das. Das war dann aber gar nicht nötig, weil ich Gesellschaft von einer anderen Mama mit Baby bekam. So war auch für eine angeregte Unterhaltung gesorgt. Das ist auch wirklich praktisch – mit einem Kind hat man immer ein tolles Gesprächsthema! Meine Lena ersparte mir netterweise auch, sie im Zug füttern zu müssen, obwohl ich mich extra noch für den Notfall mit einer kleinen Thermosflasche für heißes Wasser ausgestattet hatte. Am Ziel angekommen, konnten uns meine Eltern in Empfang nehmen, nachdem helfende Hände uns beim Aussteigen unterstützt hatten. Bisher haben wir unsere „Reise“ sehr genossen und meine Lena war natürlich bei der Familienfeier der „heimliche Star“.