Die Wunder der Medizin

Hoffentlich geht alles gut ... diese Hoffnung begleitete mich neben der ständigen Übelkeit im ersten Drittel der Schwangerschaft. Ganz deutlich bekam ich zu spüren, DASS ich schwanger war, aber der Verstand riet natürlich zu Zurückhaltung. Als die erste „kritische Phase“ endlich überstanden war, sahen wir uns auch schon mit dem Thema „Pränataldiagnostik“ konfrontiert: Ist unser Kind „gesund“? Was  heißt das überhaupt? Kann man alle Eventualitäten des Lebens mithilfe der modernen Medizin vorhersagen? Wer darf bestimmen, welches Leben lebenswert ist und welches nicht? Das sind wichtige, schwierige und nahezu nicht zu beantwortende Fragen, die sich plötzlich in die Freude über dieses ungeborene Leben mischen. Nach einigen Tagen sehr intensiver Recherche (die ich meinem Mann überließ, denn das ist ja schließlich sein tägliches Brot als Redakteur) und noch intensiverer Gespräche über das Leben im Allgemeinen und unser Leben im Speziellen hatten wir uns schließlich doch  noch für die berühmte „Nackenfaltenuntersuchung“ entschieden. Wir hatten uns (auch auf den Rat meiner Frauenärztin hin) entschlossen, diese als (positive) Bestätigung einer normalen Entwicklung „mitzunehmen“. Gott sei Dank wurde es diese dann auch und endlich, endlich überwiegte die grenzenlose Freude ... Selbst mein Mann konnte diese, nach der Anspannung mit der er bei der ersten richtigen „Babyschau“ seines Kindes kämpfen musste (er hatte ja die Fakten und Schicksale noch sehr plastisch vor Augen), endlich genießen. Bis zum nächsten Ultraschall befand ich mich dann ja schon mitten im „Wohlfühldrittel“... mir war nicht mehr schlecht, ich konnte wieder ein bisschen Sport machen und fühlte mich nicht mehr wie ein gestrandetes Walross mit Seekrankheit. Dieser Termin brachte außer tollen Bildern von unserem inzwischen ordentlich gewachsenen Würmchen (mich faszinierten vor allem die witzigen Verrenkungen ...) auch noch DIE große Nachricht: Es wird ein Mädchen!!! Das hatte ich natürlich aufgrund untrüglicher weiblicher Intuition bereits gewusst, geahnt (oder auch nur gehofft???) und auch der Papa freut sich riesig auf ein Töchterlein. Kurz darauf verblüffte ich meine Mitmenschen  mit einem breiten (und wahrscheinlich äußerst dümmlichen) Grinsen, als ich beim Einkaufen einen ersten ROSA Body ganz oben auf meinen Einkaufswagen legte ...Glück steckt manchmal in den einfachsten Dingen!


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