Co-Schwanger

Es sind schon genügend schlaue Abhandlungen über die Frage geschrieben worden, wieso der Mann in der Evolutionsgeschichte offenkundig nicht die erste Wahl war, die Nachkommenschaft auf die Welt zu bringen. Die Gründe lassen sich auf eine simple, wenn auch für das männliche Ego nicht gerade schmeichelhafte These bringen: Wir, die so genannten Herren der Schöpfung, wären zumindest in dieser Angelegenheit totale Weicheier und Jammerlappen. Man stelle sich nur vor: schwangere Männer. Vermutlich würde das Gesundheitswesen unter der Last dauerüberfüllter Krankenhäuser und Arztpraxen zusammenbrechen. Das hat die Natur schon gut so eingerichtet, diesen verantwortungsvollen Job den Frauen zu überlassen.
Und die Schwangerschaft hat ja auch Vorteile: Dies ist die einzige Zeit, in der frau ohne schlechtes Gewissen so ziemlich alles, was schmeckt, wegputzen, kugelrund werden und auch noch darauf stolz sein darf. Der einzige Haken: Man(n) fühlt sich solidarisch und lässt es sich ebenfalls mit Nutella, Duplo, Milka & Co. richtig gut gehen. Ich muss es leider bestätigen: Mein Hüftgold ist deutlich mehr geworden, seit meine Frau schwanger ist. Als erste Gegenmaßnahme habe ich die Waage verbannt, als zweite verstärkt mit dem Joggen begonnen.  Ich hoffe, dass Letzteres wenigstens hilft, die Körperfülle unter Kontrolle zu halten. Und dann bleibt immer noch die Gewissheit, dass man(n) beim Kinderwagen schieben Kalorien verbrennt und hoffentlich wieder zum Normalgewicht zurückkehrt – nach dieser aufregenden Zeit.


Kommentare

Keine Einträge

  • Change language
  • Deutsch
  • English
  • Français
  • Русский