Am Sonntag vor zwei Wochen war Muttertag ... kaum zu fassen, dass ich beim nächsten Muttertag auch zum „Club der Mamis“ gehören werde. Vor einem Jahr war ich gerade eine frischgebackene Ehefrau und im September werden wir schon zu dritt sein. Wir, das bin ich, Marion (Lehrerin, gerade 34 geworden) und Andi (Redakteur, 37). Inzwischen zählen wir schon die 24. Woche. Alles begann am Heiligabend mit zwei rosaroten Strichen auf zwei verschiedenen Schwangerschaftstests (Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser), die Andi unter dem Weihnachtsbaum in einer Schachtel von mir überreicht bekam. Wir saßen beide da und freuten uns wie die Schneekönige (ich hatte mich aufgrund meiner weiblichen Intuition aber schon ein bisschen „vorausfreuen“ können). Die allgemein bekannte „Morgenübelkeit“ mutierte in den nächsten Monaten bei mir dann leider zur „Gibt-es-eigentlich-auch-einmal-eine-Minute-am–Tag-in-der-mir-nicht-schlecht-ist?- Übelkeit“... Diese Minuten gab es zwar schon, aber leider immer nur während und kurz nach der Aufnahme von „bösen“ Kohlenhydraten. In Kombination mit einem Dauerschnupfen verwandelte ich mich immer mehr zum couch-potatoe und legte erst mal ordentlich an Gewicht zu. Natürlich waren da aber diese ganz einzigartigen, wunderbaren Momente: Das erste Bildchen mit einem kleinen „Kringel“, dann das erste Bildchen mit einem „Gummibärchen“ und Kringel, der Herzschlag ... Und dann konnten wir in der 14. Woche dieses kleine Wunder zum ersten Mal gemeinsam live sehen und hören. Die erste „Hürde“ im Leben unseres Kindes war überwunden und wir wollten endlich unsere Freude mit aller Welt teilen. Heute, wenn ich meinen inzwischen ordentlich gewachsenen Bauch streichle und die ersten Bewegungen in mir spüre, kommt mir das alles schon wieder ganz weit weg vor. Wir freuen uns wahnsinnig auf alles, was vor uns liegt – zu erleben, wie unser Kind sich hoffentlich weiterhin gesund entwickelt und wir es schließlich selbst im Arm halten können. Es ist und bleibt aufregend und spannend ...