Schwangerschaft (Marion)
Wir verabschieden uns heute – mit Lenas erstem Zahn
Endlich ist er da – der erste Zahn. Er hatte sich ja schon seit einigen Wochen mit roten Bäckchen, viel Spucke und leicht erhöhter Temperatur angekündigt. Seit drei Tagen kann man ihn nicht nur spüren (wenn sie einem kräftig auf den Finger beißt), sondern auch herausspitzen sehen. Lena ist mitunter etwas quengelig, aber ansonsten recht tapfer. Für uns wird es jetzt Zeit, uns an dieser Stelle aus dem „Schwangerschafts-Blog“ zu verabschieden und das Feld anderen zu überlassen, die ihre eigenen Geschichten aus dieser aufregenden Zeit erzählen. Es war wirklich eine schöne Zeit und hat viel Spaß gemacht, Euch an unseren Erlebnissen teilhaben zu lasen. Als wir angefangen haben den Blog zu schreiben, war unsere Lena noch ein kleines Wesen auf einem Ultraschallbild ... Heute ist sie ein quicklebendiges, kleines Persönchen von sechs Monaten, das unser Leben so viel reicher, schöner, aufregender, glücklicher und bunter (vor allem „oranger“ ;-) gemacht hat. Wir schauen voller Hoffnung und Vorfreude in die Zukunft und sind mächtig gespannt, wie sich unser „Lenchen“ entwickeln wird. Wann wird sie sitzen, wann krabbeln, wann laufen können? Wann wird sie ihr erstes Wort sagen? Und welches Wort wird das sein? Wann wird sie endlich nicht mehr spucken müssen? Wird es vielleicht auch irgendwann ein Geschwisterchen für sie geben? Vielleicht können wir uns ja dann wieder an dieser Stelle „zurückmelden“ ... In diesem Sinne sagen wir „Auf Wiedersehen“ und wünschen allen, die hier unsere erste Zeit mit Lena verfolgt haben, alles Liebe und Gute! Keine Kommentare
Alles orange!
Gestern haben wir mit der Beikost begonnen, da Lena jetzt ein halbes Jahr alt ist - kaum zu glauben, aber wahr! Man beginnt langsam mit einer Zutat vor der Mittagsmahlzeit und steigert die Menge Tag für Tag. Verträgt das Baby dies gut, dann kommt in der nächsten Woche die nächste Zutat usw ... soweit die Theorie. Man soll mit Karotte, Kürbis oder Pastinaken (von denen ich bisher nicht einmal wusste, dass es sie gibt, geschweige denn, was das überhaupt ist) beginnen. Die Entscheidung fiel mir leicht - nach eigenem Geschmacksempfinden ganz klar für die Karotten. Also ging es gestern Mittag mit der Praxis los. Ich habe mich mit einem Handtuch bewaffnet und mich vor meiner Maus positioniert, die ich vorsorglich in die Wippe gesetzt hatte. Von den paar zuvor in der Mikrowelle erwärmten Löffeln Karottenbrei landete dann sogar ein Teil in ihrem Mund und das schmeckte offensichtlich auch recht lecker. Was ich daraus schließe, dass sie nicht ständig nach ihrem Fläschchen schielte, wie bei meinen „Löffelvorübungen“ in den Tagen zuvor. Der andere Teil landete in Lenas Gesicht, auf dem Latz und auf meiner Hose. Ein Handtuch wurde beim Füttern (und ständigen Abwischen von Lenchen und der Umgebung) komplett orange gemustert, ein weiteres - geschickterweise weißes - und mein
Pullover beim und nach dem Bäuerchen. Die Kleider, zwei Lätze, die Decke und der Teppich bekamen später auch noch schöne orange Flecken, weil sie natürlich (leider) wieder spucken musste. Heute habe ich ihr zusätzlich ein Ärmellätzchen angezogen, mir eine Haushaltsrolle griffbereit hingestellt, die auch sehr intensiv zum Einsatz kam, obwohl diesmal sogar schon mehr in ihrem Mund gelandet ist, und nur dunkle Handtücher verwendet ... man lernt ja nie aus!
Das erste Lachen
Erfahrene Eltern werden denken, dass das mit viereinhalb Monaten ja eigentlich schon zum „normalen“ Tagesgeschehen gehört ... Verzückt, erfreut oder einfach frech lächelt uns unsere Lena natürlich auch täglich auf ihre unnachahmlich goldige Art an. Aber so ein richtig herzliches gurgelndes Lachen kam neulich das erste Mal auf dem Wickeltisch zum Vorschein. Ich hatte ein bisschen Quatsch mit ihr gemacht und sie am Hals gekitzelt ... ein wirklich putziges Geräusch. Insgesamt ist unsere Maus ein sehr fröhliches Kind. Vor Kurzem war das aber irgendwie anders. Wahrscheinlich hatte sie wieder einen dieser berühmten „Wachstumsschübe“. Außerdem hatten wir angefangen, ihr nach Absprache mit dem Kinderarzt eine Spezialnahrung (sogenannte AR-Nahrung, also „Anti-Reflux“) zu füttern, da sie immer noch sehr stark und viel spuckt. In dieser Zeit - bis die Dose leer war - wirkte sie aber deutlich gedämpfter als zuvor. Schon das Füttern wurde, trotz der eilig besorgten Sauger mit größeren Löchern, richtig anstrengend und aufwendig, obwohl Lena eigentlich bereits gut und zügig aus der Flasche trinken kann. Auch verursachte diese doch deutlich angedickte Milch ihr offensichtlich zunächst Verdauungsbeschwerden und auch nach einigen Tagen noch Bauchweh. Sie spuckte zwar deutlich weniger (und weniger flüssig), war aber ansonsten nicht wirklich „gut drauf“. Dies änderte sich dann beim Genuss unserer bisherigen HA-Milch - inzwischen die „1er“ - wieder und unser Töchterlein ist seither wie gewohnt fröhlich (sogar bei der Anprobe einer Plüschmütze Modell „Schäfchen“) und die Kleider sind eben öfter mal nass ... wir haben ja zum Glück eine neue Waschmaschine!Mit Lenchen ins neue Jahr
Ein gutes und glückliches neues Jahr 2010! 2009 ging mit unserem ersten Weihnachtsfest zu dritt richtig schön zu Ende. Unsere Maus konnte zwar das leckere Zitronenhühnchen, das Andi gekocht hatte, noch nicht probieren, aber sie war natürlich sehr angetan vom ersten Christbaum in ihrem Leben. Schon als ich ihn noch ungeschmückt im Wohnzimmer platziert hatte, war sie sichtlich fasziniert. Geschmückt mit Lichtern, bunten Anhängern und glänzenden Kugeln hatte sie dann richtig viel zum Schauen und Staunen. Das tut sie stets mit weit aufgerissenen Augen und Mund ... zum Anbeißen goldig! Was schenkt man so einem kleinen Zwerglein? Ihr nichts zu schenken, weil sie es ja ohnehin „nicht mitbekommt“ fanden wir doof, deshalb bekam sie einen neuen Schlafsack (da war ein größerer fällig), ihre erste „richtige“ Jacke (in kirschrot mit Bindegürtel und Kapuze zum Abknöpfen) und einen Greifling aus Holz. Letzterer kam bei ihr recht gut an, weil er schön handlich ist, klappert, knistert und auch als „Beißling“ zu benutzen ist.
Nach den Feiertagen mit einem leckeren Essen bei Andis Eltern machten wir uns „zwischen den Jahren“ auf den Weg nach Franken zu meiner Familie. An Sylvester waren wir wieder zu Hause und feierten mit unserer Tochter den Jahreswechsel ... zum „Prost Neujahr“ hatte allerdings nur sie etwas zum Trinken, wir mussten mit dem Anstoßen warten, bis Lena ihr Fläschchen ausgetrunken hatte. Weil sie jetzt schon ganz alleine einschläft und ja bereits vier Monate alt ist, haben wir an Neujahr den Schritt „gewagt“ sie in ihr eigenes Zimmer „umzuquartieren“. Für unsere Maus war das überhaupt kein Problem, sie schlief wie ein Engel ... im Gegensatz zu uns! Auf jeden Fall freuen wir uns auf ein tolles Jahr mit unserem kleinen Sonnenschein! Langweilig wird uns auf keinen Fall werden!
Nach den Feiertagen mit einem leckeren Essen bei Andis Eltern machten wir uns „zwischen den Jahren“ auf den Weg nach Franken zu meiner Familie. An Sylvester waren wir wieder zu Hause und feierten mit unserer Tochter den Jahreswechsel ... zum „Prost Neujahr“ hatte allerdings nur sie etwas zum Trinken, wir mussten mit dem Anstoßen warten, bis Lena ihr Fläschchen ausgetrunken hatte. Weil sie jetzt schon ganz alleine einschläft und ja bereits vier Monate alt ist, haben wir an Neujahr den Schritt „gewagt“ sie in ihr eigenes Zimmer „umzuquartieren“. Für unsere Maus war das überhaupt kein Problem, sie schlief wie ein Engel ... im Gegensatz zu uns! Auf jeden Fall freuen wir uns auf ein tolles Jahr mit unserem kleinen Sonnenschein! Langweilig wird uns auf keinen Fall werden!
Es weihnachtet sehr
Letzte Woche hat Lena die U4 und auch die zweite Impfung gut überstanden. Sie hatte sich allerdings, nur mit einer Windel bekleidet, beim Warten auf den Kinderarzt körperlich bereits so bei einer „Babyparty“ (das heißt wildes Strampeln und Zappeln) verausgabt, dass sie ihm bei der anschließenden Untersuchung gar nicht richtig zeigen konnte, was sie inzwischen schon für eine tolle Körperspannung hat („Lässt sie den Kopf öfter so hängen?“ – Eigentlich nie, sie hält ihren Kopf in allen Lagen schon richtig stabil aufrecht) ... Auch beim Frauenarzt war sie mit dabei und sorgte in der Praxis für viel Freude und Erheiterung: „Wir kennen dich ja schon ganz lange!“ Jetzt kann das Fest kommen.Dieses Jahr verschicken wir Weihnachtskarten mit unserer Lena drauf ... so können wir unseren Lieben auch gleichzeitig zeigen, wie sie jetzt aussieht. Deshalb brauchten wir natürlich ein entsprechendes Foto. Mit roter Mütze und einem roten Latz, auf dem „Frohes Fest“ steht (Nikolausgeschenk von Lenas Tante) wurde unser „Fotomodell“ dieser Aufgabe entsprechend hergerichtet und in ihre Wippe gesetzt. Die Ergebnisse sahen leider zunächst etwas „hölzern“ aus, aber auf meinem Arm konnte Andi einige richtig goldige Fotos von unserer „Weihnachtsmaus“ schießen. Inzwischen sind die Karten verschickt (dank der modernen Technik kann man Fotokarten ja gleich ausdrucken) und die letzten Vorbereitungen für unser erstes Weihnachten als kleine Familie laufen. Ich bin sehr gespannt, wie Lena unser Christbaum gefallen wird ... sie kann so herrlich lachen und sich freuen, wenn ihr etwas gefällt oder auch staunend die Augen und den Mund aufreißen. Das wird für uns wirklich ein ganz besonderes Fest werden. In diesem Sinne wünschen wir frohe und gesegnete Weihnachen!
Lena im Schnee
„Es ist doch viel zu kalt, gehen wir lieber wieder rein!“, Andi wollte gar nicht glauben, dass Lena gut genug eingepackt war, um ihren ersten „richtigen“ Wintertag draußen zu überstehen. Bei uns liegen seit dem Wochenende einige Zentimeter Schnee, die Welt hat sich in ein vorweihnachtliches „Winterwunderland“ verwandelt. Also haben wir heute Mittag mit dem Kinderwagen einen längeren Spaziergang gemacht. Unser Ziel war zunächst der Adventsmarkt in unserem Ort. Lena hatte es sicher in ihrem Wagen mit einem Lammfell als Unterlage, einer dicken Decke und eingepackt in einen warmen Schneeanzug wärmer als wir beide, denn der Wind hat auf der Höhe ganz schön scharf und eisig um unsere Nasen geweht. Man ist die Kälte nach den milden Temperaturen noch nicht recht gewohnt. Auch unsere Maus ist erst einmal richtig erschrocken, als wir mit ihr vor die Tür gegangen sind und sie diese kalte Luft draußen gespürt hat (und als ich sie zum ersten Mal in ihrem Gesichtchen eingecremt habe ... das erschien mir bei der Kälte sinnvoll). Dann war sie aber in ihrem warmen Gefährt recht zufrieden und hat die meiste Zeit geschlafen, sodass wir uns sogar noch in ein Cafe auf einen Cappuccino „gewagt“ haben ... die „Zeitfenster“ zwischen den Fütterzeiten sind doch immer recht begrenzt. Nach der Kälte draußen war es dann zuhause umso gemütlicher, bei Kerzenschein (Lena liebt ja Lichter in allen Variationen) und Weihnachtsplätzchen (die haben wir ihr dann für nächstes Jahr versprochen).Nikolaus bei Oma und Opa
Am Donnerstag sind wir mit unserer Lena nach Franken zu Oma und Opa gestartet. Ich war sehr gespannt, wie sie die doch recht lange Autofahrt überstehen würde. Wie immer war sie erst einmal nicht davon begeistert, in die Babyschale gesetzt zu werden und beschwerte sich dementsprechend lautstark. Sobald sich jedoch das Auto in Bewegung setzt, ist sie meistens sehr schnell ruhig und so entspannt, dass sie einschläft. Sie war dann auch wirklich total lieb und schlief die meiste Zeit, aber leider mussten wir sie doch ein paar mal aus dem Sitz herausholen, weil die Babys in diesem Alter ja noch nicht so lange in der sitzenden Haltung bleiben sollen. Das Füttern und Wickeln am Autohof klappte auch problemlos. Trotzdem waren wir froh und erleichtert, als wir endlich angekommen waren. Es ist sehr angenehm, wenn noch andere liebe Menschen da sind, die unsere Lena „bespaßen“...und sie ist doch meistens ein echtes „Sonnenscheinchen“ und erobert alle Herzen im Sturm. Selbst der Hund meiner Eltern hat sich ihrer angenommen und sie auf Hundeart „gepflegt“ (d.h. abgeschleckt...) und gut auf sie aufgepasst (sie reagiert bei jedem Babylaut...auch Hunde haben Muttergefühle!). Besonders schön war unser „Nikolauskaffee“ mit meiner Schwester und ihrer Familie. Auch wenn unsere Maus natürlich noch nicht weiß, wer der Nikolaus ist, hat sie einige kleine Geschenke bekommen. Besonders fasziniert war sie von einem knallroten Latz mit einem Weihnachtsmanngesicht und einem Weihnachtsmann als Hampelmann...nächstes Jahr wird sie da dann schon etwas mehr mitbekommen. Wir freuen uns jedenfalls sehr auf unser erstes Weihnachten zu „dritt“.
Speikinder sind Gedeihkinder
... heißt es im Volksmund. Ich hoffe ja sehr, dass dieser Spruch stimmt. Unsere Lena spuckt wirklich häufig. Das passiert leider nicht nur nach (oder beim) obligatorischen „Bäuerchen“, sondern auch aus heiterem Himmel in allen möglichen Zeitintervallen zwischen zwei Mahlzeiten. Während man sich beim Bäuerchen noch mit einem Handtuch auf der Schulter bewaffnen kann (wobei sie es selbst beim größten Handtuch noch schafft, daneben, mir auf den Arm, auf die Schuhe, die Couch oder den Boden zu treffen!), ist man gegen „Überraschungsangriffe“ leider nicht gefeit. So passiert es also nicht selten, dass ich die ganze Chose dann auf meinen Kleidern habe und mich umziehen muss. Die Maus ist dann natürlich auch - trotz des stets umgehängten Lätzchen aus unserer inzwischen umfangreichen Kollektion - völlig durchnässt und muss umgezogen werden, oft mehrmals täglich. Da hilft dann oft auch der von unserer Tochter heißgeliebte Föhn nichts mehr ... Das riecht ja auch gar nicht so toll, was da rauskommt. Ich hatte den Eindruck, dass es bei ihr besser geworden ist, seit wir das Bettchen, den Wickeltisch und den Kinderwagen mit Keilkissen ausgestattet haben, um den Oberkörper hochzulagern. Letzte Woche war es aber wieder ganz extrem, vielleicht war das wieder eine Wachs-tumsphase oder etwas Ähnliches ... die Waschmaschine war dementsprechend im Dauerbetrieb. Das Problem ist nur, dass unsere Waschmaschine offen-sichtlich ein Steuerungsproblem hat, ein Waschgang dauert stundenlang, weil Teile des Programms wiederholt werden, und eine Reparatur sich nicht lohnt. Also haben wir uns am Samstag eine neue bestellt ... hoffentlich wird sie geliefert, bevor die nächste extreme „Speiphase“ kommt!
Babygymnastik
Lena wird immer aktiver. Auf dem Wickeltisch strampelt sie jetzt immer kräftig mit den Beinchen, am liebsten „tritt“ sie dann gegen meinen Bauch ... der scheint ihr als Widerstand mächtig Spaß zu machen. Außerdem drückt sie sich hoch und befördert ihren Po nach oben. Auch sonst macht sie schon mächtig viel Gymnastik. Man hat mitunter sogar den Eindruck, dass sie sich schon aufsetzen möchte. Zum ersten Mal passierte es neulich auf dem Schoß meiner Schwester und seither immer wieder ... mit einem Seufzer drückt sie sich nach vorne und wenn man sie an den Händchen festhält, bringt sie sich in eine aufrechte Position. Dabei und auch beim Liegen auf dem Bauch (am besten auf Mamas oder Papas Bauch als Unterlage) hält sie ihren Kopf schon selbst, stützt sie sich mit ihren Ärmchen ab und drückt den Oberkörper nach oben. Auf diese Weise kann sie die Welt um sie herum besser mit weit aufgerissenen, neugierigen Augen mustern. Aus der entsprechenden Ausgangsposition schafft sie es auch, sich vom Rücken auf die Seite und anschließend auf den Bauch zu drehen, dabei rudert sie wie wild mit allen Gliedmaßen (splitterfasernackt auf dem Wickeltisch, einen Socken in der Hand, ein Bild für die Götter!). Es ist toll zu sehen, wie unser kleiner Sonnenschein von Tag zu Tag Fortschritte macht und immer mobiler wird. Auch die Ärmchen sind ständig in Bewegung und ziehen an allem, was die kleinen Händchen erwischen: Schnuller, Lätzchen, Spucktuch, Wickelunterlage, Kleider, Schnüre an Pullovern oder Nachthemden. Gerade liegt sie wieder neben mir und macht eine kleine „Babyparty“. Sie strampelt wie wild mit Armen und Beinen und macht glucksende und juchzende Geräusche.
Friseurbesuch und Impfung
Letzte Woche habe ich es „gewagt“, mir einmal einen Friseurbesuch zu gönnen und Lena mitzunehmen. Anfangs lag sie auch noch ganz friedlich in ihrem Wagen, sodass die Friseurin mir die Haare waschen konnte. Auch mit dem Schneiden hatte sie bereits angefangen („Möglichst pflegeleicht, das heißt schnell zu fönen und zu stylen, also babytauglich!“). Plötzlich wurde mein Töchterlein ganz rot im Gesicht, sichtlich um die Füllung ihrer Windel bemüht ... anschließend schrie sie ein bisschen, denn volle Windeln mag sie gar nicht. Vielleicht ist sie erschrocken oder hat ein bisschen Milch in die Nase bekommen. Die Folge war ein panisches „Heulbojeninferno“, sie war gar nicht mehr zu beruhigen. Also bin ich mit nassen hochgesteckten Haaren zu meinem Auto geflitzt (vielleicht hat sie mich so auch nicht erkannt und sich deshalb erschrocken?), um die Wickeltasche zu holen. In diesem Zustand befreite ich dann mein Kind, welches inzwischen völlig außer sich war (die freundlichen, aber fremden Gesichter an ihrem Wagen hatten ihr wahrscheinlich noch „den Rest“ gegeben) von seinen randvollen und sehr penetrant riechenden Windeln. Völlig erschöpft schlief sie dann auf meinem Arm, während die Friseurin ihr „Werk“ vollendete.
Am nächsten Tag stand schon die nächste Aufregung an: Die erste Impfung. Bereits im Wartezimmer litt ich bei dem Jammern und Wehklagen mit, das von den anderen Kindern in der Praxis zu hören war. Mein armes Kind! Und als meine Maus dann mit zwei Spritzen in beide Beinchen traktiert wurde, tat mir das genauso weh. Sie war aber recht tapfer und weinte nur ein bisschen. Bis zum nächsten Tag hatte sie leicht erhöhte Temperatur, aber sonst keine weiteren Beschwerden. Auf meine Frage hin riet der Kinderarzt eine Impfung gegen die Schweinegrippe an (für die Eltern natürlich), um die Kleine vor einer Infektion zu schützen, die nach seiner Erfahrung bis zu zehn Tage hohes Fieber bedeuten kann. Das ist wirklich ein schwieriges Thema, aber ich denke, dass ich es dann doch tun werde, Andi hatte es ohnehin vor ...
Am nächsten Tag stand schon die nächste Aufregung an: Die erste Impfung. Bereits im Wartezimmer litt ich bei dem Jammern und Wehklagen mit, das von den anderen Kindern in der Praxis zu hören war. Mein armes Kind! Und als meine Maus dann mit zwei Spritzen in beide Beinchen traktiert wurde, tat mir das genauso weh. Sie war aber recht tapfer und weinte nur ein bisschen. Bis zum nächsten Tag hatte sie leicht erhöhte Temperatur, aber sonst keine weiteren Beschwerden. Auf meine Frage hin riet der Kinderarzt eine Impfung gegen die Schweinegrippe an (für die Eltern natürlich), um die Kleine vor einer Infektion zu schützen, die nach seiner Erfahrung bis zu zehn Tage hohes Fieber bedeuten kann. Das ist wirklich ein schwieriges Thema, aber ich denke, dass ich es dann doch tun werde, Andi hatte es ohnehin vor ...
Die Taufe
Am Samstag wurde unsere Lena in der Pfarrkirche getauft. Zu diesem großen Ereignis reisten ihre Tante und ihr Onkel sowie ihre beiden Cousinen und natürlich Oma und Opa aus Franken an. Zusammen mit meinen Schwiegereltern war das dann die Festgesell-schaft. Die Tauffeier, musikalisch gestaltet von meiner Schwester mit der Gitarre und meiner Nichte mit der Querflöte, war aber wirklich wunderschön. Unser Täufling schlief die meiste Zeit, wurde aber vom Taufwasser über ihrem Köpfchen geweckt. Einen bangen Moment lang dachte ich, sie würde auf dem Arm ihrer Taufpatin (ihrer Tante Petra) anfangen zu weinen. Aber sie ließ sich wie ein kleines Engelchen ganz brav taufen und salben ... Bestimmt hat sie gespürt, dass dies ein ganz wichtiger Augenblick in ihrem (und unserem) Leben war. Besonders andächtig und interessiert blickte sie anschließend auf die Flamme ihrer von ihrer Patin liebevoll gestalteten Taufkerze. Wir feierten dann noch bei uns zuhause und es war wirklich ein sehr schönes Familienfest, wenn auch nur ein kleiner Teil der Familie dabei war. Das ist bei uns leider immer ein bisschen schwierig wegen der räumlichen Distanz Oberbayern/Franken. „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein“(1,Mose 12,2) haben wir für unsere Lena als Taufspruch ausgesucht ... er soll sie jetzt in ihrem weiteren Leben begleiten.
Die Kleiderfrage
Gestern haben wir beim Kaffeetrinken junge Eltern mit einem drei Wochen und einem vier Wochen alten Baby getroffen (letztere war auch eine Lena Marie), da erschien uns unsere Lena schon richtig groß. Es kommt uns wirklich so vor, als ob unsere inzwischen neun Wochen alte Maus schon mindestens 10cm gewachsen wäre, dabei sind es jetzt allerhöchstens fünf oder sechs. Ich habe jetzt auch schon die ersten Kleider weggeräumt, weil sie nicht mehr passen.
Kleine Babys kleiden süße Strampler ja noch ungemein ... und sie sind auch sehr praktisch, weil nichts verrutscht, also alles gut „drinsteckt“. In der Größe 56 sehen sie ja wirklich noch total knuffig aus. Jetzt sind wir aber aus der Größe 56 bereits so gut wie herausgewachsen, doch ab der 62 sehen Strampelanzüge irgendwie nicht mehr so goldig aus. In den 70er Jahren, als wir selber Babys waren, wurde darauf ja keine Rücksicht genommen ... Wir wurden wahrscheinlich mit einem halben Jahr immer noch in überdimensionierte Einteiler gesteckt, wie diverse Fotos oder „Relikte“ aus Omas Kleiderschrank beweisen. Glücklicherweise gibt es ja inzwischen für die Babys total nette Anziehsachen, die aus ihnen schon so richtig kleine Persönchen machen. Allerdings kommt mir vieles dann doch wieder zu unbequem oder steif vor, wie beispielsweise kleine Jeanshosen oder Kleidchen. Aber es gibt ja auch bequemere zweiteilige Babymode, in der Lena einfach zum Anbeißen aussieht. Die sind ihren „Speitagen“ auch praktischer, weil man nur (!) die Oberteile auswechseln muss, wenn sie vollgespuckt sind ... und davon brauchen wir eine Menge! Heute war auch wieder so ein Tag. In der Nacht ziehe ich Lena aber dann doch noch Strampler an ... da soll sie es ja vor allem bequem und kuschelig haben.
Kleine Babys kleiden süße Strampler ja noch ungemein ... und sie sind auch sehr praktisch, weil nichts verrutscht, also alles gut „drinsteckt“. In der Größe 56 sehen sie ja wirklich noch total knuffig aus. Jetzt sind wir aber aus der Größe 56 bereits so gut wie herausgewachsen, doch ab der 62 sehen Strampelanzüge irgendwie nicht mehr so goldig aus. In den 70er Jahren, als wir selber Babys waren, wurde darauf ja keine Rücksicht genommen ... Wir wurden wahrscheinlich mit einem halben Jahr immer noch in überdimensionierte Einteiler gesteckt, wie diverse Fotos oder „Relikte“ aus Omas Kleiderschrank beweisen. Glücklicherweise gibt es ja inzwischen für die Babys total nette Anziehsachen, die aus ihnen schon so richtig kleine Persönchen machen. Allerdings kommt mir vieles dann doch wieder zu unbequem oder steif vor, wie beispielsweise kleine Jeanshosen oder Kleidchen. Aber es gibt ja auch bequemere zweiteilige Babymode, in der Lena einfach zum Anbeißen aussieht. Die sind ihren „Speitagen“ auch praktischer, weil man nur (!) die Oberteile auswechseln muss, wenn sie vollgespuckt sind ... und davon brauchen wir eine Menge! Heute war auch wieder so ein Tag. In der Nacht ziehe ich Lena aber dann doch noch Strampler an ... da soll sie es ja vor allem bequem und kuschelig haben.
Winterzeit
Eine der ersten Fragen ist, die man als Mutter eines kleinen Babys von anderen gestellt bekommt: „Wie sind die Nächte?“ Die Nächte in den ersten Wochen waren natürlich wirklich anstrengend. Wir mussten uns ja alle erst noch aneinander gewöhnen. Da meine Lena aber von Anfang einen vierstündigen Fütterrhythmus gewohnt war, gab es nicht allzu viele nächtlichen Störungen. Voraussetzung war selbstverständlich, dass sie erst einmal eingeschlafen war (und das konnte manchmal richtig lange dauern!). In den letzten Wochen vollbrachte meine Maus aber das „Wunder“, dass sie eine Mahlzeit in der Nacht „ausließ“ und sich nach dem letzten Füttern um zehn Uhr abends erst wieder gegen fünf Uhr „meldete“. Das Einschlafen dauerte mit der Zeit auch nicht mehr ganz so lange, sodass ich doch jede Nacht mindestens vier bis fünf Stunden Schlaf bekam. Oft wachte sie auch erst um sechs Uhr oder (absoluter Spitzenwert) um 6.45 Uhr auf. Das ist für ein acht Wochen altes Baby wirklich phänomenal. Unsere Fütterzeiten hatten sich auch einigermaßen planbar eingependelt (bis auf Ausnahmen natürlich ...). Heute war jedoch alles anders. Die Umstellung auf die Winterzeit hatte zur Folge, dass ich um vier Uhr füttern musste, dann wieder um acht, um elf, um zwei, um vier und dann wieder um halb sieben ... Ich bin gespannt, wie das heute und die nächsten Tage noch weitergeht, vielleicht haben wir es ja neben der „Zeitverwirrung“ auch mit einem so genannten „Entwicklungsschub“ zu tun ... wir werden sehen.Der ganz „normale“ Wahnsinn
Zu den praktischen Dingen im Alltag mit einem Baby gehört beispielsweise eine Babyschale fürs Auto, die man dank dem genialen „Iso-Fix“ einfach in eine zugehörige Base einrasten kann. So spart man sich den lästigen „Kampf“ mit dem Sicherheitsgurt. Man kann es ja dann auch einfach in der Schale belassen und herumtragen ... Allerdings ist diese dann in Kombination mit dem Zwerg richtig schwer und unhandlich, also nur für kurze Wege zu gebrauchen. Deshalb packt man also auch noch den Kinderwagen ein, um einigermaßen „mobil“ zu sein. Dann ist man bestens ausgerüstet. Das dachte ich mir auch, als ich vor einigen Tagen zur Apotheke und zur Post fahren wollte. Ich hatte mir alles schön überlegt, wollte noch einige andere Besorgungen machen und Lena dabei ein bisschen frische Luft im Kinderwagen gönnen. Nach dem Wickeln, Füttern und eine Weile aufrecht halten - damit sie nicht spuckt - wollte ich los, musste aber natürlich erst einmal erneut wickeln und mein Kind anschließend umziehen. Das Liegen beim Wickeln hatte wieder einmal einen kräftigen „Reflux“ ausgelöst. Schließlich waren wir beide angezogen (bei diesen Temperaturen brauchte meine Maus ja auch eine Jacke, ein Halstuch und eine Mütze), das Kind saß in der Babyschale und wir waren eigentlich startklar. Ehe ich es mich versah, hatte Lena aber so geschickt in ihren Halsausschnitt gespieen, dass quasi alle Schichten nass waren ... Also musste ich mein Kind wieder trockenlegen, das heißt umziehen und einige Teile trockenfönen. Dann fuhren wir schließlich los. Vor der Apotheke angekommen, begann es genau zeitgleich zu stürmen und zu (schnee)regnen. Aso wurde es doch nichts mit der Fahrt im Kinderwagen. Das war aber dann auch schon egal, da der Kragen meiner Maus schon wieder vollgespuckt und somit nass war. Damit sie sich nicht erkältete, flitzte ich nur in die Apotheke und in die Post und fuhr wieder heim mit ihr. Ein tolles „Equipment“ alleine reicht eben nicht ...
Wellness für Mutter und Kind
Wellness ist ja in aller Munde ...auch ich gönne mir jeden zweiten Tag etwas für Körper und Seele. Schaumbad, Massage, Fußpflege, Sauna, Dampfbad - schön wär’s! Das war in der Zeit vor Lena meine Vorstellung von Wellness und diese konnte ich mir auch von Zeit zu Zeit gönnen. Nun ist aber die Zeitrechnung nach Lena angebrochen, was bedeutet, dass meine Maßnahme zur Wellness eine mehr oder weniger ausgiebige Dusche ist. Besonders entspannend ist diese dann, wenn ein anderer „Babysitter“ als das Babyphone mein Töchterlein währenddessen überwacht. Nie hätte ich gedacht, dass mich Duschen, Eincremen und Haare fönen ohne Zeitdruck einmal so glücklich machen könnte! Meine Freundin – selbst Mutter einer halbjährigen Tochter – hat mir wohlwissend zur Geburt ein fein duftendes Duschgel geschenkt ... für die „Muttiwellness“. Bei meiner Tochter gestaltet sich das Wohlfühlprogramm jedoch etwas ausgiebiger: Neben ständigem Herumtragen, Kuscheln und auf dem Bauch Schaukeln wird meine Maus natürlich auch auf dem Wickeltisch massiert und gestreichelt. Für weitere Entspannung sorgt ein Fön ... wirklich! Beim Fönen eines vollgespuckten Stramplers bemerkten wir, dass sie auf den warmen Luftstrom total „abfährt“, sie schaut dann ganz glücklich und räkelt sich wohlig. Selbst wenn sie vorher noch so geschrieen hat, der Fön wirkt (fast) immer. Das wöchentliche Bad ist natürlich wellnesstechnisch ein echtes Highlight, was man ihr immer anmerkt, wenn sie es sich in der Wanne behaglich macht. Für dieses Bild nimmt man gerne in Kauf, dass sie anschließend dann meistens eher unleidlich ist ...
Beim Kinderarzt
Die Woche hatte ja bereits aufregend begonnen, nämlich mit unserer Reise nach Franken. Mitte der Woche fuhren wir dann mit dem Zug wieder gen Süden. Ich hatte mir für die zweistündige Fahrt eine Zeitschrift gekauft, die ich dann aber ungelesen mit nach Hause brachte. Dort blieb sie dann auch noch einige Tage in diesem Zustand ... mit einem Säugling kommt man eher selten dazu gemütlich in einer Zeitung zu blättern. Die Zeit verging mit füttern, wickeln und herumtragen meiner Maus wie im Fluge. Endlich war die Familie dann am Münchner Hauptbahnhof wieder „vereint“ ... Andi konnte zwar endlich einmal wieder durchschlafen, hatte seine zwei „Mädels“ aber doch ganz schön vermisst. Am nächsten Tag mussten wir dann zum ersten Mal zum Kinderarzt, zur U3. Wir waren fast ein bisschen aufgeregt ... man hofft ja immer, dass alles in Ordnung ist. Da unsere Maus jedoch schon zwei Zentimeter sowie 640 Gramm zugelegt hat und mit ihren „Maßen“ total normal entwickelt ist, waren wir sehr erleichtert und froh. Er beruhigte uns auch hinsichtlich ihrer Blähungen und des Spuckens, war auch sonst sehr nett und beantwortete geduldig alle unsere Fragen. Lena ließ die Untersuchung geduldig über sich ergehen, drückte auf dem Untersuchungstisch auch einmal ordentlich die Windel voll und beschwerte sich nicht einmal über das (laut Aussage der Arzthelferin) übel schmeckende Vitamin K. Der nächste Termin ist dann in einigen Wochen, die erste Impfung - mal sehen, ob sie dann auch noch so geduldig ist ...
Lenas erste Reise
Dieses Wochenende haben wir unsere erste kleine „Reise“ angetreten. Zum 60. Geburtstag meiner Mama sind Lena und ich am Samstag in Richtung Franken aufgebrochen. Da Andi am Sonntag wahlbedingt arbeiten musste, sind wir kurzerhand mit dem Zug gefahren. Eine so lange Autofahrt erschien mir mit der Kleinen für alle Beteiligten (noch) zu anstrengend. Glücklicherweise konnte ich im Internet ein verbilligtes Ticket für den ICE buchen, dann dauert die Fahrt nur zwei Stunden. Ich habe vorsichtshalber Plätze reserviert und ein „Kleinkinderabteil“ gebucht - ohne zu wissen, was letzteres eigentlich bedeutet. Schon am Münchner Hauptbahnhof war alles „anders“ als sonst. Dort waren viele lustige „Wiesn“-Besucher unterwegs und es war ein komisches Gefühl, den Kinderwagen durch diese Menge zu manövrieren – als ob man sich jetzt in einer ganz anderen Welt befände! Das Abteil entpuppte sich als ein sehr geräumiges, gut durchdachtes, denn man kann bei sechs Sitzplätzen ohne Probleme mit Gepäck und zwei Kinderwagen Platz finden. Meine erste Sorge (Wohin mit dem Kinderwagen?) hatte sich also schon verflüchtigt. Die zweite Sorge (Was mache ich mit Lena, wenn ich mal auf die Toilette muss?), erübrigte sich auch, weil das Abteil sich gleich neben dem Behinderten-WC befindet ... Da könnte man dann theoretisch sogar den Kinderwagen reinfahren, so geräumig ist das. Das war dann aber gar nicht nötig, weil ich Gesellschaft von einer anderen Mama mit Baby bekam. So war auch für eine angeregte Unterhaltung gesorgt. Das ist auch wirklich praktisch – mit einem Kind hat man immer ein tolles Gesprächsthema! Meine Lena ersparte mir netterweise auch, sie im Zug füttern zu müssen, obwohl ich mich extra noch für den Notfall mit einer kleinen Thermosflasche für heißes Wasser ausgestattet hatte. Am Ziel angekommen, konnten uns meine Eltern in Empfang nehmen, nachdem helfende Hände uns beim Aussteigen unterstützt hatten. Bisher haben wir unsere „Reise“ sehr genossen und meine Lena war natürlich bei der Familienfeier der „heimliche Star“.
Die ersten Ausflüge
In den letzten fünf Tagen waren meine Eltern zu Besuch und ich hatte bis dahin schon meine ersten Tage „alleine“ mit Lena zu Hause hinter mir. Wir sind zwar jetzt schon ein recht eingespieltes Team, aber es war trotzdem recht angenehm, noch zwei potenzielle „Babybespaßer“ im Haus zu haben ... So konnte ich einfach mal ganz in Ruhe duschen, telefonieren oder eine halbe Stunde Mittagsschlaf halten – alles Dinge, die in der Zeit vor Lena selbstverständlich waren. Aber ich darf und möchte mich wirklich nicht beschweren, denn sie schläft mindestens einmal am Tag mehrere Stunden am Stück, sodass ich hier ein schönes „Zeitfenster“ habe. Solch ein Zeitfenster haben wir am Samstag genutzt und sind mit meinen Eltern und den Schwiegereltern (also sämtlichen Omas und Opas) zum Kaffeetrinken und anschließendem Spaziergang gefahren. Im Café gab es leider keinen Wickeltisch und so musste ich zum ersten Mal im Auto wickeln. Ich habe ein Stoßgebet zum Himmel geschickt, dass Lena nicht wieder im „hohen Bogen“ pieselt, wie sie das gerne tut, wenn sie ohne Windel auf dem Wickeltisch liegt. Ich dachte immer, das können nur die Buben ... Sie hat meine Sitze aber dann glücklicherweise doch verschont und anschließend, wie wir, den Spaziergang genossen. Am Sonntagabend waren wir dann noch alle zusammen beim Essen in einem Gasthaus. Das hat ihr leider weniger gefallen. Vielleicht lag es an der ungewohnten Umgebung oder sie hatte einfach mal wieder Bauchweh. Da ich aber inzwischen der Meister im Essen mit einer Hand bin, musste ich nicht verhungern. Schlucken statt spucken
Jetzt ist Lena schon zwei Wochen alt und wir sind seit über einer Woche zuhause. Die Hebamme kommt alle paar Tage vorbei und steht mit Rat und Tat zur Seite, das ist wirklich sehr hilfreich. Inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt, dass mein Tag nicht mehr einfach nur aus Tag und Nacht besteht, sondern aus sechs Phasen zwischen dem Stillen und Wickeln. Wir haben nämlich schon ganz „profimäßig“ einen Rhythmus von etwa vier Stunden zwischen den Mahlzeiten. Ich muss aber schon ein bisschen „zufüttern“, damit mein Mäuschen wachsen und gedeihen kann ... und das tut sie! Heute hat sie allerdings wahnsinnig viel Milch wieder ausgespuckt. Hoffentlich ist das wirklich so „normal“, wie alle sagen.
Es ist schon erstaunlich, wie so ein kleines Wesen unsere Welt zunächst einmal total auf den Kopf gestellt hat. Alles dreht sich um die Kleine, nicht nur der Tagesablauf, sondern auch die Gedanken und Gefühle „kreisen“ um dieses kleine Wunder ... Ich bin noch gar nicht richtig fähig, über die „normalen“ Dinge des Alltags nachzudenken. Wahrscheinlich wird es auch noch eine Weile dauern, bis ich die Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Wochen verarbeitet habe. Inzwischen schaut Lena oft schon richtig wach in die Welt und ist einfach zum Anbeißen goldig. Wir haben deshalb schon die Babywippe eingeweiht, die sie von ihrer Tante bekommen hat, denn da kann sie etwas mehr sehen als im Laufstall, in dem sie sonst tagsüber schläft.
Es ist schon erstaunlich, wie so ein kleines Wesen unsere Welt zunächst einmal total auf den Kopf gestellt hat. Alles dreht sich um die Kleine, nicht nur der Tagesablauf, sondern auch die Gedanken und Gefühle „kreisen“ um dieses kleine Wunder ... Ich bin noch gar nicht richtig fähig, über die „normalen“ Dinge des Alltags nachzudenken. Wahrscheinlich wird es auch noch eine Weile dauern, bis ich die Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Wochen verarbeitet habe. Inzwischen schaut Lena oft schon richtig wach in die Welt und ist einfach zum Anbeißen goldig. Wir haben deshalb schon die Babywippe eingeweiht, die sie von ihrer Tante bekommen hat, denn da kann sie etwas mehr sehen als im Laufstall, in dem sie sonst tagsüber schläft.
Eine kleine Familie
Das ging ja schnell: Eine knappe Woche nach der Geburt konnten wir unsere Lena Marie aus dem Kranken-haus schon mit nach Hause nehmen. Jetzt sind wir eine richtige kleine Familie. Natür-
lich änderte sich für uns der Tagesablauf grundlegend. Alles dreht sich um das Wohl unserer Tochter - und das kann ganz schön anstrengend werden. Schließlich hat die Kleine alle paar Stunden Hunger und muss gewickelt werden.
Lena Marie schläft tagsüber wie ein Engel – nur nachts macht sie sich von Blähungen geplagt lautstark bemerkbar. Aber mit Kümmelöl zum Einreiben und anderen Hausmittelchen haben wird dieses Problemchen inzwischen halbwegs in den Griff bekommen. Ich als Papa bin dabei, das Thema Baby-Pflege im Schnelldurchlauf zu lernen. Schließlich ist das Ganze Neuland für mich. Die Premiere beim Windeln wechseln klappte eigentlich ganz gut. Jeden Tag wird man um eine Erfahrung reicher. In den nächsten Tagen wollen wir unseren ersten kurzen Ausflug mit dem Kinderwagen unternehmen. Darauf freue ich mich besonders.
Endlich zu dritt!
Lena Marie hatte es eilig und ist einige Tage früher als gedacht zur Weltgekommen. Wir sind überglücklich - und übermüdet. Eigentlich war der berechnete Geburtstermin erst Mitte dieser Woche. Die Frauenärztin meinte noch, dass zuvor garantiert nichts passiere. Von wegen. Mitten in der Nacht auf Sonntag ging's mit Wehen los, die immer heftiger und regelmäßiger wurden. Um 3.30 Uhr waren wir im Krankenhaus; um 9.59 Uhr war Lena Marie auf der Welt. Sie ist ein süßes und putzmunteres Mädchen, wiegt 3300 Gramm und ist 54 Zentimeter groß. Die Geburt verlief, soweit ich das als Nichtmediziner beurteilen kann, normal und natürlich. Das Allerwichtigste: Mutter und Kind sind gesund. Für uns beginnt ein neuer Lebensabschnitt - für mich eine neue Rolle. Ich bin Papa. Wahnsinn.
Endspurt ... hoffentlich!?
Ein bisschen mehr als eine Woche bis zum errechneten Geburtstermin - jetzt wird es langsam richtig „ernst“. Mir geht es soweit gut, ich habe mir die letzten Wochen wirklich schlimmer und anstrengender vorgestellt. Aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben. Inzwischen hat Andi Urlaub, sodass wir jetzt eigentlich ganz entspannt warten können, was passiert und vor allem WANN es passiert. Das ist ja das eigentlich Spannende: Anders als bei vielen anderen Dingen im Leben ist ja klar, DASS es irgendwann demnächst unweigerlich so weit sein wird. Meine Mama sagt: „Dringeblieben ist noch keines“ - da hat sie ja auch wirklich recht. Es ist eigentlich alles bereit, inklusive sämtlicher Anträge, die wir nach der Geburt brauchen werden: Kindergeld, Elterngeld, Elternzeit, Krankenkasse ... Die sind im Übrigen auch eine Wissenschaft für sich. Es ist nicht etwa so, dass man ein Kind bekommt und dann ist es gut. Da steht schon einiges an Papier- und Organisationskram ins Haus. Aber auch den haben wir inzwischen (mit Hilfe meines Dads und anderer junger Eltern) einigermaßen im Griff (und auch griffbereit auf dem Schreibtisch liegen). Meine Frauenärztin ging ja letzte Woche noch davon aus, dass sich vor dem Termin wahrscheinlich noch nichts „tun“ wird. Da bin ich jetzt mal wirklich gespannt. Die Kleine liegt glücklicherweise immer noch richtig (toi toi toi), was die Chance auf eine natürliche Geburt wieder deutlich erhöht hat. Wahrscheinlich wird da aber ein ganz schöner „Brocken“ (O-Ton Ärztin) das Licht der Welt erblicken. Da wäre ich doch recht dankbar, wenn sie sich nicht mehr sooo viel Zeit lassen würde. Und wir sind wirklich gespannt wie die Flitzebögen, wie dieser „Brocken“ aussehen wird ...
Kugelfisch
Endlich ist es mal wieder so richtig heiß, ein tolles Sommerwochenende. Gestern haben wir es uns richtig gut gehen lassen und waren im See baden. Wie das letzte Mal war ich natürlich mit meinem „Kugelbauch“ für manche anderen Sonnenanbeter ein echter „Hingucker“. Dank einer extra breiten Bikinihose (vor Kurzem erstanden ... da mir vor allem die Form und ein kleiner Preis wichtig war, besticht sie optisch durch ein Streifendesign inklusive kleiner Silberglitzerfäden) musste ich auch nicht mehr die ganze Zeit an mir herumzupfen, um das Unterteil davor zu bewahren, sich von meinem Bauch herunterzurollen. Aber an der Hose lag es bestimmt nicht, dass ich mich als Schwangere immer etwas mehr „beobachtet“ fühle als sonst ... Vielleicht sollte ich es einfach als Kompliment auffassen? Wie sagt meine Freundin immer? „So einen straffen Bauch hat man doch sonst nicht ...!“ Das Schwimmen im kühlen Nass war dann auch wirklich äußerst erfrischend. Und ich bekam für kurze Zeit wieder eine ungefähre Ahnung davon, wie sich mein Körper einst mit 10 kg und einem „Passagier“ weniger angefühlt hatte. Das erscheint mir ewig lange her! Bei aller (Vor)Freude: Ich freue mich, dass es jetzt nur noch ein paar (hoffentlich wenige) Wochen dauert. Auch können einen diese kleinen Ärmchen und Beinchen mitunter ganz schön traktieren. Glücklicherweise hat der Zwerg sich aber inzwischen gedreht (was jetzt Beintritte unterm Rippenbogen statt Köpfchenbewegungen bedeutet) und wir hoffen, dass sie sich in dieser Lage jetzt ganz bequem einrichtet, bis es endlich so weit ist.
Baby und Mieze
Man könnte fast meinen, unsere Mieze Kira merkt, dass da etwas „im Busch“ oder besser „im Bauch“ ist. Schon vor einem halben Jahr haben wir sie aus dem künftigen Babyzimmer „verbannt“, d.h. die Fensterbretter zugestellt (somit die Aussichtsplattformen „gesperrt“) und ihre Katzenhöhle in ein anderes Zimmer gestellt. Da auch mein altes Bett aus diesem Zimmer inzwischen zuhause bei meinen Eltern steht, hat sie quasi keinen „Grund“ mehr sich in diesem Zimmer zu entspannen oder aufzuhalten. Das hat auch wirklich gut geklappt. In den letzten Tagen stapeln sich hier jedoch schon einige Dinge, die zur Erstausstattung gehören und ich sehe sie immer wieder mal verwundert zwischen diesen Sachen sitzen ... Vielleicht hat sie auch einfach Angst, wir könnten wieder umziehen ... das war ein traumatisches Erlebnis für sie. Ansonsten legt sie sich zum Kuscheln seit ich schwanger bin immer neben meinen Bauch, nicht wie sonst oben drauf - inzwischen wäre „oben drauf“ ja auch ein zirkusreifes Kunststück. Sie ist zwar wirklich sehr auf mich bezogen, aber ich glaube nicht, dass wir uns Sorgen machen müssen, wenn das Baby da ist. Der größte Fehler wäre wahrscheinlich, sie in irgend einer Weise „abzuschieben“, sodass sie erst recht Grund zur Eifersucht bekäme. Ein Baldachin/Fliegengitter über dem Bettchen wird nächtliche Kuschel- und Neugierattacken ganz sicher verhindern. Außerdem ist sie stets sehr vorsichtig und extrem schreckhaft ... lautes Geplärr wird sie sicher eine gute Zeit lang von diesem unbekannten kleinen Wesen abhalten. Eine gewisse Aufmerksamkeit braucht sie aber schon: Wegen einer harmlosen Wunde am Fuß humpelt sie jetzt schon seit über einer Woche auf drei Beinen herum und wir haben natürlich gaaanz viel Mitleid und viele Streicheleinheiten für sie ... Dreht sie sich?
Mein kleines Mädchen hat es sich wohl in den Kopf gesetzt, diesen lieber erst einmal „oben“ zu behalten. Eigentlich wäre es jetzt nämlich höchste Zeit, ihn in Richtung „Geburtskanal“ zu bewegen, also sich „auf den Kopf zu stellen“. Bisher sitzt sie aber noch, werkelt mit ihrem Köpfchen meistens oberhalb meines Bauchnabels herum und strampelt mir beim Sitzen in meine „Speckfalte“ oder die Eingeweide. Ich kann es ja irgendwie verstehen ... wer will schon kopfüber hängen, wenn er auch sitzen kann? Leider würde diese momentane „Beckenendlage“ bedeuten, dass sie per Kaiserschnitt zur Welt kommen müsste. Es gäbe zwar auch die Möglichkeit einer natürlichen Geburt, aber die erscheint doch sehr riskant und es gibt hierzu sehr geteilte Meinungen (auch aus medizinischer Sicht). Letzte Woche habe ich mich in meiner Geburtsklinik angemeldet und mich ausführlich mit der Hebamme besprochen. Sie hat mir einige Möglichkeiten aufgezählt, was ich noch versuchen kann:
1. Ein Glöckchen um den Bauch hängen, denn die Kinder „gehen dem Geräusch nach“. (Deshalb laufe ich seit Tagen „bimmelnd“ durch die Gegend ... mein Mann findet’s gut, denn dann weiß er immer, wo ich bin.)
2. Eine „indische Brücke“ machen. (Mit Bauch schon ein bisschen „akrobatisch“, aber wenn es helfen soll ...)
3. Stimulierung meiner Füße mit einer „Moxa-Zigarre“. (Das ist mir ein bisschen suspekt, obwohl mir inzwischen schon einige Frauen glaubhaft bestätigt haben, dass es funktioniert.) Am Samstag auf einer Feier kamen dann von einigen erfahrenen Müttern noch einige Ratschläge dazu: Mit der Taschenlampe auf dem Bauch den „Weg weisen“, eine Spieluhr unten auf den Bauch legen, Fußreflexzonenmassage, usw. Da wird es mir ja in den nächsten Tagen nicht langweilig werden, denke ich.
1. Ein Glöckchen um den Bauch hängen, denn die Kinder „gehen dem Geräusch nach“. (Deshalb laufe ich seit Tagen „bimmelnd“ durch die Gegend ... mein Mann findet’s gut, denn dann weiß er immer, wo ich bin.)
2. Eine „indische Brücke“ machen. (Mit Bauch schon ein bisschen „akrobatisch“, aber wenn es helfen soll ...)
3. Stimulierung meiner Füße mit einer „Moxa-Zigarre“. (Das ist mir ein bisschen suspekt, obwohl mir inzwischen schon einige Frauen glaubhaft bestätigt haben, dass es funktioniert.) Am Samstag auf einer Feier kamen dann von einigen erfahrenen Müttern noch einige Ratschläge dazu: Mit der Taschenlampe auf dem Bauch den „Weg weisen“, eine Spieluhr unten auf den Bauch legen, Fußreflexzonenmassage, usw. Da wird es mir ja in den nächsten Tagen nicht langweilig werden, denke ich.
Mutterschutz
Endlich ist es soweit ... seit Mitte vergangener Woche bin ich im Mutterschutz. Ich habe bis zum „Schluss“ durchgehalten und mir als brave Beamtin nur eineinhalb Wochen des Schuljahres „gespart“. Allerdings bemerkte ich an mir auch schon seit einiger Zeit ein deutlich dünneres Nervenkostüm, ich bin einfach nicht mehr so belastbar und flexibel. Auch eine gewisse „Schwangerschaftsdemenz“ lässt sich nicht mehr von der Hand weisen. Diese zeigt sich an Waschmaschinendurchläufen mit Weichspüler, aber ohne Waschmittel, einen Topf mit Kartoffeln auf einem nicht angeschalteten Herd, usw.
Höchste Zeit also für sechs „ruhigere“ Wochen, in denen man sich endlich auf nichts anderes mehr konzentrieren muss/kann/soll als auf das Baby und das, was da so auf einen zukommt ... sollte man meinen. Irgendwie habe ich aber, glaube ich, in den letzten Tagen mehr „Action“ gehabt als zuvor. Es gibt ja noch sooo viel zu erledigen: Am Donnerstag war ich mit der Katze beim Impfen (auch die soll ja gut für den Nachwuchs vorbereitet sein), am Freitag beim Friseur (noch einmal ganz in Ruhe, mit Strähnchen und vollem Verwöhnprogramm). Am Montag habe ich einen Zahnarzttermin (man soll ja in der Schwangerschaft besonders gut auf seine Zähne achten), am Dienstag geht’s zum Frauenarzt (ab jetzt muss ich ja alle zwei Wochen hin), usw. Auch im Haushalt habe mir ich einiges für diese Zeit „aufgeschoben“. Auch wenn einige Leute behaupten, dass es „bald losgeht“, wenn man die Fenster putzt (das läge an einem starken „Nestbautrieb“ – den habe ich aber, behaupte ich jetzt mal, eigentlich immer), gibt es bei mir noch keinerlei Anzeichen. Dafür habe ich aber jetzt zumindest wieder saubere“ Wohnzimmerfenster und –vorhänge. Ich bin wirklich einmal gespannt, ob ich alle Punkte, die auf meiner Liste für die nächsten Wochen stehen, auch wirklich abarbeiten kann. Es handelt sich hierbei beispielsweise um essentiell wichtige Dinge wie Fotos einkleben oder Keller aufräumen. Man munkelt ja, nach der Geburt bleibt nieeee wieder einige ruhige Minute für solch lästigen Kram. Wer weiß???
Höchste Zeit also für sechs „ruhigere“ Wochen, in denen man sich endlich auf nichts anderes mehr konzentrieren muss/kann/soll als auf das Baby und das, was da so auf einen zukommt ... sollte man meinen. Irgendwie habe ich aber, glaube ich, in den letzten Tagen mehr „Action“ gehabt als zuvor. Es gibt ja noch sooo viel zu erledigen: Am Donnerstag war ich mit der Katze beim Impfen (auch die soll ja gut für den Nachwuchs vorbereitet sein), am Freitag beim Friseur (noch einmal ganz in Ruhe, mit Strähnchen und vollem Verwöhnprogramm). Am Montag habe ich einen Zahnarzttermin (man soll ja in der Schwangerschaft besonders gut auf seine Zähne achten), am Dienstag geht’s zum Frauenarzt (ab jetzt muss ich ja alle zwei Wochen hin), usw. Auch im Haushalt habe mir ich einiges für diese Zeit „aufgeschoben“. Auch wenn einige Leute behaupten, dass es „bald losgeht“, wenn man die Fenster putzt (das läge an einem starken „Nestbautrieb“ – den habe ich aber, behaupte ich jetzt mal, eigentlich immer), gibt es bei mir noch keinerlei Anzeichen. Dafür habe ich aber jetzt zumindest wieder saubere“ Wohnzimmerfenster und –vorhänge. Ich bin wirklich einmal gespannt, ob ich alle Punkte, die auf meiner Liste für die nächsten Wochen stehen, auch wirklich abarbeiten kann. Es handelt sich hierbei beispielsweise um essentiell wichtige Dinge wie Fotos einkleben oder Keller aufräumen. Man munkelt ja, nach der Geburt bleibt nieeee wieder einige ruhige Minute für solch lästigen Kram. Wer weiß???
Co-Schwanger
Es sind schon genügend schlaue Abhandlungen über die Frage geschrieben worden, wieso der Mann in der Evolutionsgeschichte offenkundig nicht die erste Wahl war, die Nachkommenschaft auf die Welt zu bringen. Die Gründe lassen sich auf eine simple, wenn auch für das männliche Ego nicht gerade schmeichelhafte These bringen: Wir, die so genannten Herren der Schöpfung, wären zumindest in dieser Angelegenheit totale Weicheier und Jammerlappen. Man stelle sich nur vor: schwangere Männer. Vermutlich würde das Gesundheitswesen unter der Last dauerüberfüllter Krankenhäuser und Arztpraxen zusammenbrechen. Das hat die Natur schon gut so eingerichtet, diesen verantwortungsvollen Job den Frauen zu überlassen.Und die Schwangerschaft hat ja auch Vorteile: Dies ist die einzige Zeit, in der frau ohne schlechtes Gewissen so ziemlich alles, was schmeckt, wegputzen, kugelrund werden und auch noch darauf stolz sein darf. Der einzige Haken: Man(n) fühlt sich solidarisch und lässt es sich ebenfalls mit Nutella, Duplo, Milka & Co. richtig gut gehen. Ich muss es leider bestätigen: Mein Hüftgold ist deutlich mehr geworden, seit meine Frau schwanger ist. Als erste Gegenmaßnahme habe ich die Waage verbannt, als zweite verstärkt mit dem Joggen begonnen. Ich hoffe, dass Letzteres wenigstens hilft, die Körperfülle unter Kontrolle zu halten. Und dann bleibt immer noch die Gewissheit, dass man(n) beim Kinderwagen schieben Kalorien verbrennt und hoffentlich wieder zum Normalgewicht zurückkehrt – nach dieser aufregenden Zeit.
Motivationsstrampler
Jetzt muss ich noch eineinhalb Wochen arbeiten, dann bin ich „schon“ im Mutterschutz. So langsam wird es also wirklich „ernst“. Andi und ich waren uns eigentlich einig, uns mit dem Kauf der Babyausstattung so lange wie möglich zurückzuhalten (man weiß ja nie). Eine gewisse „Demut“ bleibt ja bei allen (bisher wirklich stets) hoffnungsvollen Untersuchungsergebnissen doch bestehen. Meine Mama „würde ja niemals irgendetwas im Voraus kaufen“. In zwei Monaten werden wir unsere kleine Tochter aber - so Gott will - hier bei uns haben (vielleicht sogar früher...?). Also wird es für einige Teile der Babyausstattung irgendwie doch schon Zeit... Den Kinderwagen haben wir inzwischen ausgesucht und bestellt. Glücklicherweise bot man uns im Fachgeschäft an, zunächst nur eine Anzahlung zu leisten und den Wagen dann bis zum „Bedarf“ lagern zu lassen. Auch die Möbel für das Babyzimmer konnten wir jetzt noch in aller Ruhe planen, auswählen und (unter Berücksichtigung von Lieferzeiten) bestellen. Das bietet mir dann doch auch für die nächsten Wochen ein höchst willkommenes neues Betätigungsfeld! Ich bin nämlich Weltmeister im Umräumen, -stellen und –dekorieren! Doch dann wären da noch die KLEIDER ... was gibt es für süße Babyklamotten!!! Unter Aufbietung allerhöchster Geduld und Vernunft - ersteres ist bei mir ansonsten bisweilen nicht ganz so ausgeprägt - halte ich mich aber bisher wirklich schwer zurück: Erstens habe ich viele freundliche Leihgaben von Freunden und Verwandten. Die Zwerge wachsen ja ohnehin so schnell! Zweitens weiß ich ja nicht, welche Größe wir wann brauchen werden ... es geht ja auf den Herbst und Winter zu. Auf süße Sommerkleidchen darf ich mich dann wohl erst nächstes Jahr stürzen. Aber ein „Motivationsstrampler“ hängt schon seit Längerem im künftigen Babyzimmer am Schrank. Er dient mir gaaanz psychologisch der „Visualisierung“. Dennoch ist die Vorstellung immer noch sehr abstrakt, auch wenn ich mindestens einmal täglich in meiner Vorstellung den Strampler „mit Leben“ fülle ... Musik im Bauch
Gestern waren wir auf einer Hochzeit eingeladen. Glücklicherweise hatte ich sogar ein Kleid in meinem Schrank gefunden, das (noch) passte und mich nicht wie eine wandelnde Tonne aussehen ließ. Es wurde dann auch ein wirklich schönes Fest, bei dem am Abend eine sechsköpfige Band den Gästen so richtig einheizte. Wir tanzten kräftig mit und ich bekam von einigen Seiten zu hören, dass ich ja noch „richtig fit“ sei. Da auch meine potenzielle Hebamme mit von der Partie war, konnte ich die Feier auch bedenkenlos genießen ... Es stellte sich allerdings heraus, dass der Bauch beim Standardtanzen den „Tanzabstand“ vergrößert und dass „Twisten“ wegen der Fliehkraft sehr erschwert ist. Auf jeden Fall amüsierte ich mich prächtig, was als Schwangere mitunter gar nicht so leicht ist. Ich möchte ja nichts tun, was dem Baby in irgendeiner Weise schaden könnte und habe also mein Leben meinem Zustand angepasst. Es gibt allerdings auch Situationen, in denen ich zwischen meinen eigenen Wünschen und der Vorsicht hin- und hergerissen bin: Vor drei Wochen waren wir auf einem Open-Air Konzert. Die Karten hatten wir schon seit letztem Oktober, wir wollten doch unbedingt einmal gemeinsam Depeche Mode live erleben ... Natürlich hatten wir im Vorfeld lange überlegt, ob das „noch“ geht. Aber meine Ärztin gab grünes Licht, sie sagte wir sollten es genießen und halt einfach ein bisschen aufpassen (das war ja ohnehin klar). Nachdem ich dann auf dem Konzert die ersten 15 Schwangeren gezählt hatte, war ich beruhigt und wir erlebten einen wirklich unvergesslichen Abend. Ich kaufte mir auch extra ein Tourshirt und zog es an. (Das kann ich meinem Töchterlein dann einmal zeigen: „Da warst du schon drunter und dabei.“) Beim Lied „Enjoy the silence“ und der Zeile „all I ever wanted, all I ever needed is here in my arms ...“ war ich im Arm meines Mannes mit der Hand auf dem Bauch richtig glücklich ...
Geburtsvorbereitung
Gestern waren wir bei einem Partner(kompakt)kurs bei einer sehr kompetenten und sympathischen Hebamme ... Wegen sintflutartiger Regenfälle auf der Autobahn kamen wir etwas zu spät an. In einem Seminarraum hatten sich bereits neun „schwangere“ Paare auf großen Gymnastikmatten niedergelassen, aber wir fanden auch noch ein Plätzchen bei diesem „sit in“. Am Vormittag übten wir dann beispielsweise das bewusste und gezielte Atmen (ich wartete ja schon mit großer Sorge auf das „Hecheln“ im Duett mit meinem Mann). Das war aber dann wider Erwarten sehr angenehm und machte deutlich, welche wichtige Rolle die Atmung bei Wehen und Geburt spielt ... keine Spur von „Hecheln“ - zum Glück! In der Mittagspause konnten wir uns den Kreißsaal und die Wehenräume anschauen. Auch hier waren wir positiv von einer recht heimeligen Atmosphäre ohne Krankenhausmief überrascht. Der Nachmittag brachte unter anderem noch eine „Demonstration“ der Geburt mit einem weiblichen Becken und einer Babypuppe (auch hier wieder eher Erleichterung meinerseits ... offensichtlich waren alle von mir bisher gesehenen Skelette männlich, denn es war mir schon immer schleierhaft, wo DA ein Baby durchpassen soll). Uns faszinierte besonders, dass durch „geschicktes“ Drehen des Köpfchens bei einer „normalen“ Geburt alles ja doch wunderbarerweise ineinander passt. Zum Abschluss stellten wir uns bei einer „Fantasiereise“ von der ersten Wehe bis zu dem Moment, in dem das Würmchen auf meinem Bauch liegt, alles noch einmal ganz genau vor. (Ich hatte meinen Mann ja im Verdacht, nach den „Strapazen“ der Geburt so erschöpft – oder entspannt - gewesen zu sein, dass er kurzzeitig wegdöste) Dieser Tag brachte für uns beide als werdende Eltern intensive und wichtige Erfahrungen, sowie ein ganz sicheres Gefühl von: Wir beide schaffen das schon, gemeinsam ... Stützstrümpfe
Sommeranfang ... der hält bei uns im Süden aber noch so gar nicht, was er verspricht. Was soll’s ... Meine Sommeraccessoires sind nämlich dieses Jahr hautfarbene, knielange Stütz-/ bzw. Kompressionsstrümpfe. Die muss ich zwar schon seit Beginn der Schwangerschaft tragen, aber logischerweise kann sie beim Tragen von (von mir sehr geliebten) kurzen Hosen, Röcken usw. dann auch alle Welt SEHEN! Deshalb haben alle schwangerschaftstauglichen Unterteile mindestens Überknielänge, damit sie nicht jedem sofort beim ersten Blick auffallen. Einen Sommer in langen Hosen kann ich mir aber so gar nicht vorstellen ... Da finde ich mich lieber mit immer wieder neuen - wenigstens in modischen Angelegenheiten - aufmerksamen Schülern verschiedenen Alters (ich bin ja Mobile Reserve) ab, die sich mit dementsprechenden Blicken oder im Flüsterton (ich habe sehr gute Ohren – sehr nützlich als Lehrerin) über meine „komischen Strümpfe“ amüsieren. Außerdem wird es ab einer gewissen Temperatur in diesen neckischen Teilen seeeehr heiß - noch ein Argument gegen lange Hosen. Dann kommt noch die Schuhproblematik hinzu: 1. Schmalere Exemplare passen nicht 2. Hohe Absätze sind schwanger eher ungünstig 3. Selbst angeblich „atmende“ (teuer erstandene) Schuhe halten diesen Schweiß-Belastungstest nicht aus und die Füße riechen dementsprechend streng. Auch vorne geschlossen und hinten offen - diese Saison übrigens äußerst schwierig zu finden - nützt da nicht viel. Mit Zehenpantoffeln oder Flip Flops (die Strümpfe hören ja kurz vor den Zehen auf) ist es auszuhalten - auch der Geruch- nur die Optik ist nicht ganz so optimal. Mein Mann kommentierte dieses modische Wagnis grinsend mit „das sieht aber schon echt grenzwertig aus“. Abgesehen von Schönheit und Bequemlichkeit sollen mich die Kompressionsstrümpfe, in Kombination mit einer Heparinspritze täglich, aber ganz ernsthaft vor einer Thrombose schützen, wie ich sie bereits vor dreieinhalb Jahren hatte. Man hatte bei mir daraufhin eine Gerinnungsstörung festgestellt. Also gibt es für mich dieses Jahr auch Positives bezüglich des sich verspätenden Sommers festzustellen: Über Venenprobleme musste ich (noch) nicht klagen ...
Urlaubsfreuden (noch) zu zweit
Unser letzter Urlaub „zu zweit“ ... Wir sind erst seit Anfang 2006 ein Paar, also hatten wir bisher leider noch nicht allzu viele Gelegenheiten, die Welt gemeinsam unsicher zu machen. Ideen und Träume gäbe es natürlich gar viele, aber Ende des siebten Monats wollten wir dann einfach gemeinsam eine stressfreie, erholsame und dennoch romantische Zeit verbringen. So entschieden wir uns für Italien, den Luganer See ... nicht zu heiß, nicht zu weit, Wohnung direkt am See, Krankenhäuser vorhanden (Andi hatte sich gewissenhaft mehrere entsprechende Adressen ausgedruckt) und wir zwei. Wir hatten dann auch eine wunderschöne Zeit, zumal wir anschließend noch meine Freundin mit ihrer Familie in der Traumstadt Verona besuchten (und hautnah erlebten, wie sehr zwei goldige kleine Kinder das Leben bereichern können). Tja, aber ANDERS war es irgendwie doch als sonst. Eigentlich bin ich ja ein richtiges Sonnenkind, mir macht Hitze gar nichts aus - im Gegenteil - ich werde beim kleinsten Sonnenstrahl knackebraun und lebe erst im Sommer richtig auf ... NORMALERWEISE!!! Seit Neuestem, genauer gesagt, seit ich schwanger bin, habe ich bei Hitze dieses dringende Bedürfnis, mir ein Handtuch über den Schädel zu ziehen - so wie die Leute, über die ich früher immer gelacht habe - werde nur noch ein kleines bisschen viel-Milch-mit-wenig-Kaffee-braun (auch mal rot, im Gesicht eher beige) und freue mich, wenn ich im Schatten sitzen kann, ohne zu frieren. (Das ist auch interessant, alle sagen immer, man schwitzt in der Schwangerschaft, ich friere dann eher.) Außerdem beliebt mein Töchterlein bisweilen meine ohnehin hormongeschwächte Blase zu belagern, was dann (oft stundenlang) einen ständigen Harndrang zur Folge hat. Da könnte ich dann schon wieder, sobald ich die Klinke der Klotür in der Hand habe. Zum Glück musste ich aber deswegen nicht die Flüssigkeitsaufnahme einstellen ... für Schwangere haben ja (fast) alle Verständnis und an manchen traumhaften Orten gibt es durchaus auch einmal mehrere (saubere) und schnell erreichbare Örtchen ... Viva Italia! Schwanger??? Oder einfach nur zugenommen?
Wenn man wie ich mit einer sehr „weiblichen Figur“ ausgestattet ist, fällt es anscheinend erst einmal gar nicht auf, wenn man über mehrere Wochen und Monate ganz ordentlich zulegt. Umso genauer wird man dann unter die Lupe genommen, wenn die „Katze“ endlich „aus dem Sack ist“, d.h. die große Neuigkeit sich (zumindest schon einmal gerüchteweise) verbreitet hat. „Ist da ein Baby drin“, fragte mich neulich eine Bekannte ...(Wie hätte sie wohl ihre peinliche Berührung kaschiert, wenn ich verneint hätte...?) Etwa gleichzeitig begann das große Kleiderproblem. Zunächst reichte die nächste Größe bei den Hosen noch aus. (Im Notfall konnte man ja auch noch den Knopf offen lassen oder ein Gummiband als Hilfsmittel verwenden). Oder ich zog die eher „großzügigen“ Kleider aus dem Schrank ... Inzwischen bin ich jedoch in einem Stadium, in dem nur noch Umstandshosen oder Jogginghosen wirklich bequem erscheinen und nur erstere ein wirklich vorzeigbares Äußeres ermöglichen. Das Problem beim Tragen „normaler“ Kleidung ist nämlich, dass man einfach nur fett statt schwanger aussieht und die jetzt schon ordentlich angeschwollene Babykugel durch den Hosenbund in zwei schöne große „Rettungsringe“ unterteilt wird. (Kommentar meiner Nachbarin zu meiner in unserem Garten zur Schau getragenen ultraschicken Schlabberhosen- und Andis Poloshirt-Kombi: „Du siehst immer noch nicht schwanger aus, nur dicker!“... Meine Tochter wird mich hoffentlich bald mit lautem „Babygeplärre“ rächen!!!) Für die Arbeit und zur sonstigen Teilnahme am öffentlichen Leben habe ich mich jetzt also mit einigen Umstandshosen ausgestattet. Röcke, Kleider und Oberteile lassen sich in meinem Kleiderschrank zum Glück noch einige passende aufspüren. In der Freizeit oder beim Sport müssen es jetzt Männershorts aus der Kollektion eines namhaften Discounters tun, wo ich neulich sogar eine Treckinghose (Bauchgröße für Männer) erstand. Diese konnte ich am Wochenende prompt bei einer kleinen Bergwanderung einweihen. Doch auch hier wird die beschriebene Problematik deutlich sichtbar: Der Babybauch sieht eher aus wie „Hüftgold“ in Form von Rettungsringen ...Aber auch diesen optischen Supergau nimmt man auf sich, wenn der Grund dafür etwas so Wunderbares ist ... Die Wunder der Medizin
Hoffentlich geht alles gut ... diese Hoffnung begleitete mich neben der ständigen Übelkeit im ersten Drittel der Schwangerschaft. Ganz deutlich bekam ich zu spüren, DASS ich schwanger war, aber der Verstand riet natürlich zu Zurückhaltung. Als die erste „kritische Phase“ endlich überstanden war, sahen wir uns auch schon mit dem Thema „Pränataldiagnostik“ konfrontiert: Ist unser Kind „gesund“? Was heißt das überhaupt? Kann man alle Eventualitäten des Lebens mithilfe der modernen Medizin vorhersagen? Wer darf bestimmen, welches Leben lebenswert ist und welches nicht? Das sind wichtige, schwierige und nahezu nicht zu beantwortende Fragen, die sich plötzlich in die Freude über dieses ungeborene Leben mischen. Nach einigen Tagen sehr intensiver Recherche (die ich meinem Mann überließ, denn das ist ja schließlich sein tägliches Brot als Redakteur) und noch intensiverer Gespräche über das Leben im Allgemeinen und unser Leben im Speziellen hatten wir uns schließlich doch noch für die berühmte „Nackenfaltenuntersuchung“ entschieden. Wir hatten uns (auch auf den Rat meiner Frauenärztin hin) entschlossen, diese als (positive) Bestätigung einer normalen Entwicklung „mitzunehmen“. Gott sei Dank wurde es diese dann auch und endlich, endlich überwiegte die grenzenlose Freude ... Selbst mein Mann konnte diese, nach der Anspannung mit der er bei der ersten richtigen „Babyschau“ seines Kindes kämpfen musste (er hatte ja die Fakten und Schicksale noch sehr plastisch vor Augen), endlich genießen. Bis zum nächsten Ultraschall befand ich mich dann ja schon mitten im „Wohlfühldrittel“... mir war nicht mehr schlecht, ich konnte wieder ein bisschen Sport machen und fühlte mich nicht mehr wie ein gestrandetes Walross mit Seekrankheit. Dieser Termin brachte außer tollen Bildern von unserem inzwischen ordentlich gewachsenen Würmchen (mich faszinierten vor allem die witzigen Verrenkungen ...) auch noch DIE große Nachricht: Es wird ein Mädchen!!! Das hatte ich natürlich aufgrund untrüglicher weiblicher Intuition bereits gewusst, geahnt (oder auch nur gehofft???) und auch der Papa freut sich riesig auf ein Töchterlein. Kurz darauf verblüffte ich meine Mitmenschen mit einem breiten (und wahrscheinlich äußerst dümmlichen) Grinsen, als ich beim Einkaufen einen ersten ROSA Body ganz oben auf meinen Einkaufswagen legte ...Glück steckt manchmal in den einfachsten Dingen!
Aus zwei mach drei
Am Sonntag vor zwei Wochen war Muttertag ... kaum zu fassen, dass ich beim nächsten Muttertag auch zum „Club der Mamis“ gehören werde. Vor einem Jahr war ich gerade eine frischgebackene Ehefrau und im September werden wir schon zu dritt sein. Wir, das bin ich, Marion (Lehrerin, gerade 34 geworden) und Andi (Redakteur, 37). Inzwischen zählen wir schon die 24. Woche. Alles begann am Heiligabend mit zwei rosaroten Strichen auf zwei verschiedenen Schwangerschaftstests (Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser), die Andi unter dem Weihnachtsbaum in einer Schachtel von mir überreicht bekam. Wir saßen beide da und freuten uns wie die Schneekönige (ich hatte mich aufgrund meiner weiblichen Intuition aber schon ein bisschen „vorausfreuen“ können). Die allgemein bekannte „Morgenübelkeit“ mutierte in den nächsten Monaten bei mir dann leider zur „Gibt-es-eigentlich-auch-einmal-eine-Minute-am–Tag-in-der-mir-nicht-schlecht-ist?- Übelkeit“... Diese Minuten gab es zwar schon, aber leider immer nur während und kurz nach der Aufnahme von „bösen“ Kohlenhydraten. In Kombination mit einem Dauerschnupfen verwandelte ich mich immer mehr zum couch-potatoe und legte erst mal ordentlich an Gewicht zu. Natürlich waren da aber diese ganz einzigartigen, wunderbaren Momente: Das erste Bildchen mit einem kleinen „Kringel“, dann das erste Bildchen mit einem „Gummibärchen“ und Kringel, der Herzschlag ... Und dann konnten wir in der 14. Woche dieses kleine Wunder zum ersten Mal gemeinsam live sehen und hören. Die erste „Hürde“ im Leben unseres Kindes war überwunden und wir wollten endlich unsere Freude mit aller Welt teilen. Heute, wenn ich meinen inzwischen ordentlich gewachsenen Bauch streichle und die ersten Bewegungen in mir spüre, kommt mir das alles schon wieder ganz weit weg vor. Wir freuen uns wahnsinnig auf alles, was vor uns liegt – zu erleben, wie unser Kind sich hoffentlich weiterhin gesund entwickelt und wir es schließlich selbst im Arm halten können. Es ist und bleibt aufregend und spannend ... 