Ich bin ja eine große Anhängerin von Impfungen geworden. Frauke hat diese meist ohne größere Nebenwirkungen vertragen, sie stärken das Immunsystem der Kinder und man kann relativ sicher sein, dass man von schlimmen Krankheiten verschont bleibt - diese gar durch konsequentes Impfen immer weiter aussterben. Deshalb bin ich bisher mit typischen Kinderkrankheiten noch nicht direkt in Berührung gekommen. Letzte Woche jedoch war ich mit Frauke am Badesee und beobachtete kleine Pickelchen am Rücken meiner Tochter. Alle Mamas, die dabei waren, tippten auf Hitzepickel und ich machte mir keine weiteren Gedanken mehr. Am nächsten Morgen jedoch war der ganze Körper damit übersät und dazu kam 38,5°C Fieber. Ich ging zum Arzt und dieser diagnostizierte Scharlach, das mit der Gabe von Penicillin über 10 Tage hinweg behandelt werden kann. Vier Tage lang war meine Kleine so richtig krank, sie fühlte sich hundeelend und jammerte erbärmlich, denn aufgrund ihrer sehr stabilen Gesundheit, kennt sie diesen Zustand eigentlich gar nicht richtig. Eine Begleiterscheinung ihres Krankseins war, dass sie nicht von meiner Seite wich und mir praktisch eine knappe Woche lang auf dem Schoß saß. Der Papa konnte sich bemühen soviel er wollte, ausschließlich Mama war angesagt - und das war richtig anstrengend. Ich habe mindestens 25 Bücher vorgelesen, sämtliche Spiele durchgespielt und manchmal sogar aus Verzweiflung den Fernseher angemacht. Wie froh war ich als das Fieber langsam verschwand und meine Kleine wieder selbständig durch Haus und Garten flitzte. Ich werde mich demnächst erkundigen, ob schon wieder neue Impfungen gegen fiese Krankheiten auf dem Markt sind.