Plötzlich zu Hause

Vier Wochen früher als geplant muss ich nun zu Hause bleiben – letzte Woche bekam ich mitten in einer Besprechung heftige Unterleibsschmerzen. Zwar war ich ziemlich sicher, dass es sich nicht um vorzeitige Wehen handelte (die fühlten sich in der ersten Schwangerschaft anders an), aber da die Schmerzen knapp über fünf Stunden anhielten und prompt am frühen Morgen des nächsten Tages ebenso intensiv wiederkehrten und diesmal gut drei Stunden dauerten, ging ich sicherheitshalber statt zur Arbeit zur Frauenärztin. Laut CTG waren es auch keine Wehen, aber es gab natürlich den „Vorführeffekt“, denn während der Messung hatte ich kaum Beschwerden. Da es im Liegen grundsätzlich deutlich besser wurde und es aufgrund meines starken Gewichtsverlusts in Verbindung mit dem mittlerweile recht großen Baby verstärkt zu heftigen Dehnungsschmerzen kommen kann, schrieb die Ärztin mich bis zum Mutterschutzbeginn in zwei Wochen krank und riet mir, mich unbedingt schnellstmöglich hinzulegen, sobald die Schmerzen wiederkämen. Daran halte ich mich auch brav, denn eine Geburt vor Ende Juni wäre aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Lungenreifung zwar nicht mehr lebensbedrohlich, aber unsere Kleine müsste noch für einige Wochen in den Brutkasten.
Eigentlich wollte ich noch die ersten beiden Wochen im Mutterschutz weiterarbeiten, um mich schon mal an mein künftiges HomeOffice zu gewöhnen, aber das wird jetzt leider auch nichts. Momentan bin ich schon froh, wenn die Kleine nicht vor dem Mutterschutzbeginn Mitte Juni zur Welt kommt. Die nächsten ca. drei Wochen sind halt noch eine kritische Phase, auch wenn es beruhigend zu wissen ist, dass sie im Brutkasten bereits jetzt überleben würde.  
Montag gab es noch einen weiteren Schrecken, weil ich laut Lackmuspapiertest, den ich aus gegebenem Anlass durchgeführt habe, Fruchtwasser verloren habe. Also ab ins Krankenhaus. Zum Glück ist mittlerweile diesbezüglich Entwarnung angesagt, aber nach wie vor muss ich mich häufig hinlegen, weil die heftigen Schmerzen weiterhin mein ständiger Begleiter sind. Hatte mir die letzten Schwangerschaftswochen ehrlich gesagt etwas anders vorgestellt, aber die Hauptsache ist zurzeit, dass die Kleine gesund auf die Welt kommt.  


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