Mama muss ins Krankenhaus

Es fing ganz harmlos am Freitagabend mit Durchfall an. Nach einigen weiteren unfreiwilligen Badezimmerbesuchen ging ich gegen Mitternacht erschöpft ins Bett. Nur um gegen 3.30 Uhr mit übelsten Unterleibskrämpfen in bisher unbekannter Heftigkeit aufzuwachen. Da diese hartnäckig blieben und sich sogar noch steigerten, entschieden wir gegen 4.15 Uhr sicherheitshalber ins Krankenhaus zu fahren. Gar nicht so einfach mit einem zweieinhalbjährigen Kleinkind. Felix aus dem Tiefschlaf ins Auto verfrachten, um dann in der Ambulanz des Krankenhauses zu warten erschien uns höchst unglücklich. Also Oma wecken, die zum Glück nur zwei Straßen weiter wohnt. Leider hörte sie das Telefon nicht und so fuhr Michael um 4.20 Uhr zu ihr nach Hause. Ohne Oma wären wir „aufgeschmissen“ gewesen, denn sie kam sofort mit, beruhigte den mittlerweile aufgewachten Felix, und wir machten uns auf den Weg ins Krankenhaus. 31 Kilometer bei heftigem Regen über die Autobahn – es gibt wirklich schönere Dinge morgens um 4.30 Uhr. Schlafen zum Beispiel. Nachdem nach einigen Untersuchungen (CTG, Ultraschall) feststand, dass es unserer Kleinen den Umständen entsprechend gut ging, beruhigte ich mich langsam wieder. Dann bekam ich eine ganze Tagesdosis Perenterol und musste an den Tropf, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und Medikamente gegen Krämpfe und Übelkeit zu erhalten. Die wirkten glücklicherweise relativ schnell, sodass Michael, Felix und Oma mich nach einem weiteren CTG bereits am Sonntagmittag wieder abholen konnten. Unsere Kleine wäre zu diesem Zeitpunkt (22. Schwangerschaftswoche) noch nicht lebensfähig gewesen, und wir sind sehr froh, dass die üblen Schmerzen nur vom Durchfall kamen. Nun hoffen wir, dass die restlichen siebzehn Schwangerschaftswochen ohne Komplikationen verlaufen.


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