
Am 01. Oktober war es endlich soweit – Felix’ erster Tag im neuen Kindergarten!
Am Donnerstag gab es eine sehr schöne Verabschiedungszeremonie in der Krippe, in der er inzwischen der Älteste und Größte war. Felix hat eine kleine Holzpfeife mit einem Kasperle daran als Abschiedsgeschenk erhalten, seine Bildermappe, die die Erzieherinnen rührend liebevoll gestaltet hatten und ein großes Poster mit einer Felix-Foto-Lerngeschichte, die eindrucksvoll belegt, dass und wie er sich bereits allein anziehen kann. Dieses Poster musste ich gleich in seinem Zimmer aufhängen.
Am Freitagmorgen gab es dann statt der bisher üblichen Autofahrt in den Nachbarort einen kleinen Spaziergang, da der neue Kindergarten gut zu Fuß zu erreichen ist. Nach dem Empfang wurde Felix erstmal zum stillen Beobachter, der er immer dann ist, wenn etwas neu für ihn ist. Mama war ehrlich gesagt weit aufgeregter als Felix – der hatte in der Nacht zuvor nämlich prima geschlafen und war auch am Morgen recht entspannt. Im Gegensatz zu Mama, die am liebsten im Kindergarten Mäuschen gespielt hätte ... Am Abend gab es dann viel zu erzählen, und offenbar musste Felix auch in der Nacht die vielen neuen Eindrücke verarbeiten, denn er schlief ungewohnt unruhig.
Ein bisschen beunruhigt waren wir, als er auf die Frage, ob ihm denn sein neuer Kindergarten gefiele, nach einigem Überlegen „nein“ sagte – als ich dann nach dem Grund fragte, ließ die Antwort allerdings Entwarnung zu, denn sie lautete: „Da ist kein Holzauto." Das war sein Lieblingsspielzeug in der Krippe, für das er allerdings mittlerweile etwas zu groß war, was aber der Affinität dazu keinen Abbruch tat. Glücklicherweise hat ihm abgesehen vom „fehlenden“ Holzauto alles andere aber gut gefallen, wie wir uns natürlich vergewisserten. Pfiffig wie er ist, hat er unsere Sorge zum Thema Nichtgefallen aber gleich ausgenutzt und uns daran erinnert, dass er sich ja schon lange einen Trecker wünscht. Den gibt es laut Felix zwar dort, aber er ist wohl defekt. Nun ja, wir überlegen, ob wir vielleicht einen guten gebrauchten erstehen können und dem Kindergarten spenden – auf unserem Winzig-Grundstück ist nämlich nicht mal zum wetterfesten Unterstellen solch eines Spielgefährts genügend Platz, geschweige denn zum Fahren. Und gleich vor dem Haus ist eine große Straße. Da wäre es praktisch, wenn er im Kindergarten Trecker fahren könnte. Außerdem lernt er dann gleich, dieses Gefährt mit den anderen Kindern zu teilen, denn es würde ja Eigentum des Kindergartens und nicht Felix’ Trecker sein.