Heute ist der Papa dran

Da Diana krank ist, schreibe heute mal ich den Beitrag. Die letzten Tage waren – wie soll ich sagen – eine bunte Mischung aus Freude, Sorge und Schlafmangel.
Freude darüber, dass trotz mancher kritischen Phase in der Schwangerschaft wir nun eine gesunde kleine Tochter in den Armen halten dürfen. Ich persönlich bin ganz ehrlich gesagt auch ein bisschen froh, dass Diana unsere Kleine ohne mein Beisein auf die Welt gebracht hat. Obwohl ich bei Felix’ Geburt dabei war und das auch keinesfalls missen möchte, war ich doch irgendwie sehr erleichtert, dass Sarah bereits auf der Welt war, als Diana aus dem Kreißsaal anrief. Ich bin natürlich mit Felix und meiner Mutter sofort, nachdem wir ihn aus der Krippe abgeholt haben, in die Klinik gefahren.
Wie Sarah dort so winzig klein in ihrem Bettchen lag, war schon beeindruckend!
Die ersten Tage zu Hause hatte ich immer Angst, ihr versehentlich weh zu tun. Schließlich sind wir von Felix mittlerweile deutlich größere Proportionen
gewohnt. Inzwischen sind mir die babytypischen Griffe beim Windeln, Schlafen legen etc. aber wieder vertraut und es spielt sich langsam so etwas wie ein
Alltagsablauf ein.
Zu schaffen macht uns allerdings der Schlafmangel. Zwar teile ich mir meine Arbeitszeit weitestgehend selbst ein, aber ein Minimum an Arbeit ist immer zu
erledigen. Bei allem Verständnis, dass meine Geschäftspartner und Kunden für mich als frischgebackenen Doppelpapa haben, kann ich nun mal nicht einfach
Urlaub nehmen und die Firma für zwei Wochen schließen.
Diana stillt Sarah alle drei bis vier Stunden, aber manchmal reicht das nicht ganz aus. Dann mache ich ihr zusätzlich ein Fläschchen. Sie liegt dann friedlich saugend in meinem Arm und schläft dort meist ein. Besonders gern liegt sie auch auf meinem oder Dianas Bauch – da „hängt“ sie dann ganz entspannt ab.
Diesmal ist vieles anders als bei Felix. Einerseits sind wir als Eltern etwas entspannter und nicht mehr ganz so unsicher wie damals, andererseits gibt es
jede Menge neue Herausforderungen wie z. B. Felix das Gefühl zu geben, dass er nicht „hinten runter fällt“. Zum Glück liebt er seine kleine Schwester
offenbar sehr.
Und ich muss oft an meinen Vater denken, der wenige Monate nach Felix’ Geburt gestorben ist. Wie sehr hätte er sich über ein weiteres Enkelkind –
insbesondere ein so süßes Mädel - gefreut!
Kommentare
| Anja Nothmann | |
| Tuesday, 20-07-10 10:58 Was für ein süßes Mäuschen! Herzlichen Glückwunsch euch allen! Und bestimmt schaut der Opa aus dem Himmel lächelnd auf seine kleine Enkeltochter herunter und freut sich darüber, dass die gesamte Familie so glücklich ist. Euch allen weiterhin viel Freude und hoffentlich auch bald wieder mehr Schlaf :-) | |
