
„Ich bin Mamas Schatz?!“, lautet Felix’ neuester Standardsatz, den er mal als Frage, mal als Aussage formuliert. Manchmal nenne ich ihn nämlich meinen großen Schatz, zur Unterscheidung zum Baby, das von mir mal „kleiner Schatz“ und manchmal auch „kleine Maus“ genannt wird. Bei letzterem schaut unsere Katze allerdings immer auf eine leicht beunruhigende Art interessiert ;-)
In der Tat trifft die Bezeichnung „Schatz“ auf eine ganz spezielle Art auf unseren Nachwuchs zu. Aufgrund einer viele Jahre recht heftig und inzwischen zum Glück stark abgemildert verlaufenden chronischen Erkrankung war es aus medizinischer Sicht lange Zeit unwahrscheinlich, dass ich jemals ein gesundes Kind zur Welt bringen würde - geschweige denn zwei! Wenn ich nun abends mit meinen beiden „Schätzen“ im Bett liege, Felix noch von seinem Tag im Kindergarten erzählt und Sarah entweder friedlich vor sich hin nuckelt oder lauthals nach einem Nachtmahl verlangt, dann muss ich immer wieder denken, welches Wunder es ist, dass die beiden auf der Welt sind und bin einfach nur dankbar, dass es so gekommen ist, wie es jetzt ist.
Ein bisschen ist es wie mit unseren Sonnenblumen im Garten – lange Zeit war außer ein paar eher spärlichen Blättern nichts zu sehen, während rundum überall bereits welche in voller Blüte standen. Jetzt, im Spätsommer und bei uns in der Gegend bereits sehr herbstlichem Einschlag, blühen sie groß und prächtig und wir genießen die leuchtend bunten Farbtupfer in unserem Garten umso mehr.