Geburtsvorbereitung – langsam wird es mühsam

Letzte Woche war der zweite Termin meines Geburtsvorbereitungskurses. In der 1. Schwangerschaft hatte ich einen Kurs der örtlichen Volkshochschule an 10 Abenden belegt. Das meiste davon habe ich erfolgreich verdrängt; ich erinnere mich nur noch an unkoordinierte Gruppenzappelei und Geburts-Schilderungen seitens der Kursleitung, auf die ich – Erfahrungswert bei Felix’ Geburt – getrost hätte verzichten können. Diesmal habe ich mich daher für einen Kompaktkurs bei meiner Hebamme entschieden. Dieser Kurs setzt den Schwerpunkt auf Entspannung und findet effizienterweise nur viermal in Doppelstunden statt. Dort läuft es völlig anders ab: kleiner Teilnehmerkreis, hübsch eingerichteter Raum mit unzähligen Kissen, Decken und weichen Bodenmatten, dazu fundierte und anschauliche Erklärungen und natürlich die klassischen Atemübungen. Das war sehr entspannend, was die „Karate-Maus“ in meinem Bauch wohl genauso empfunden hat, denn sie strampelte dabei weit rhythmischer als sie es sonst macht und gönnte mir danach vergleichsweise ruhige Nächte.
   
Obwohl ich mittlerweile am Ende der 31. Schwangerschaftswoche bin, habe ich noch dasselbe Gewicht wie vor der Schwangerschaft. Zwar sind Babybauch und Oberweite recht umfangreich, dafür aber der „Rest“ spürbar weniger geworden. Das habe ich drei heftigen Magen-Darm-Infekten, bei denen ich jedes Mal für einige Tage ins Krankenhaus musste und Infusionen bekam, zu verdanken. Grund zur Besorgnis besteht deswegen aber nicht, da ich vor der Schwangerschaft leichtes Übergewicht hatte und die Kleine völlig normal entwickelt ist.

Mühsam wird es aber langsam doch: ich bin ziemlich kurzatmig geworden, Treppensteigen fällt mir schwer, die Auf- und Umräumarbeiten sorgen für Muskelkater, und auch die Fahrten zur Arbeit mit vorherigem "Felix-in-die-Krippe-bringen" und den nervigen Zugverspätungen wegen Gleisbauarbeiten strengen mich zunehmend an. Daher freue ich mich schon auf meinen mittlerweile bewilligten und hoffentlich in ca. 3 Wochen funktionsfähigen Heimarbeitsplatz.

Felix schmatzt jetzt übrigens immer öfter auf meinen dicken Babybauch - neuerdings wartet er sogar auf Antwort von drinnen. Erst wenn sein Schwesterchen seiner Meinung nach angemessen, d. h. mindestens mit zwei deutlich spürbaren Strampelbewegungen auf seine Schmatzer reagiert hat, gibt er sich zufrieden, sagt "Baby blubb blubb" oder verabschiedet sich mit "Baby jetzt heia" von ihr.


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