
Als Felix am Tag von Sarahs Geburt ins Krankenhauszimmer kam und „hallo Baby“ sagte, ging ihr Kopf sofort in seine Richtung. Das mag Zufall oder auch Absicht gewesen sein, aber fest steht, dass Sarah höchst positiv auf ihren großen Bruder reagiert. Oder anders ausgedrückt: Er hat bei ihr ziemlich viel Narrenfreiheit; darf in unmittelbarer Nähe Krach machen, schreien, sie knuddeln (was nicht immer so wirklich zärtlich, sondern manchmal noch leicht
grobmotorisch abläuft und daher von Papa und Mama mit Argusaugen beobachtet wird) und sogar während sie trinkt auf Stirn oder Ärmchen küssen. Das sollten Papa oder Mama mal wagen …
Sobald einer von uns lauter wird, knörrt sie, schmusen ist zwar willkommen, aber bitte nur an Stellen, an denen sie auf keinen Fall kitzelig ist und wenn sie trinkt, will sie verständlicherweise ihre Ruhe haben. Natürlich alles mit Ausnahme von Felix – für den gelten diese „Restriktionen“ nicht …
Umgekehrt ist es aber nicht anders: Felix geht abends nur ins Bett, wenn Mama und Baby neben ihm liegen – vorher ist an Schlaf nicht mal ansatzweise zu denken. Wenn Sarah nachts schreit, stört ihn das – im Gegensatz zu den meisten anderen Geräuschen – überhaupt nicht.
Morgens wird als erstes das Schwesterchen beschmatzt, und wehe Mama eröffnet nicht umgehend die Milchbar, wenn Sarah hungrig schmatzt. Letzteres wird dann mit einem höchst nachdrücklichen „Mama komm’ bitte, Baby hat Hunger!“ verkündet.
Leider musste Mama letzte Woche wegen eines Milchstaus viel liegen. Deshalb konnten wir noch nicht so oft mit Sarah im Kinderwagen zusammen rausgehen, aber einmal hat es mittlerweile doch geklappt. Felix durfte den Kinderwagen ein großes Stück des Weges selbst schieben und tat das mit sichtlich stolzgeschwellter Brust!