Der Tag der verirrten Ente

Diverse Katzenbesuche sind wir ja mittlerweile gewohnt – sehr zum Leidwesen unserer Sally, die sich jedes Mal furchtbar aufregt, wenn fremde Artgenossen „ihr“ Grundstück betreten. Am Freitag aber gab es Besuch der anderen Art: Diesmal watschelte lustig und munter eine Ente vor unserer Haustür und durch den Garten – das war für Felix abgesehen von „Audi-Peters“ Besuch am Wochenende natürlich DAS Ereignis! Normalerweise müssen Oma, Mama oder Papa schließlich ca. 800 Meter bis zum nahegelegenen Schwimmteich, an dem es jede Menge Enten gibt, mit ihm spazieren gehen, aber diesmal kam so ein Tierchen direkt zu ihm – unglaublich aus Felix’ Sicht! Entsprechend begeistert wurde die Ente von ihm begrüßt, was sie erstaunlich zutraulich über sich ergehen ließ. Sie verweilte sogar relativ lange in unserem Garten und schien Felix’ Gesellschaft durchaus als interessant, zumindest aber nicht als störend zu empfinden. Irgendwann hatte sie dann allerdings wohl doch Heimweh und machte sich auf den Weg zum Teich, was ihr aber gar nicht so leicht fiel. Omas Versuche, ihr per Handzeichen den Weg in Richtung Teich zu weisen ernteten entenseitig nur fragende Blicke. Felix betätigte sich dann als „Entenflüsterer“, indem er einfach mit seinem Dreirad in Richtung Teich fuhr – das erste Stück in Begleitung der Ente, die dann allerdings kurze Zeit später offenbar ihre Orientierung wiederfand und ihren Weg allein in der Luft fortsetzte.
Felix war jedenfalls so beeindruckt, dass er bis in den Schlaf hinein immer wieder „heute nat nat Garten“ sagte, und vermutlich träumte er auch noch von seinem ungewohnten Spielgefährten. 


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