Schwangerschaft (Diana)
Abschied: Feuerwehr und Früchtemaus
Das alte Jahr endete spannend: Zu Weihnachten gab es tolle Geschenke wie einen Kaufmannsladen, in dem Papa, Mama und Oma nun täglich mehrfach einkaufen dürfen/müssen und einen ferngesteuerten Gabelstabler. Und an Silvester traute Mama ihren Augen nicht, als sie aus ihrem Bürofenster schaute: Da lag ein riesiger Tannenzweig, der mehr als die Hälfte des nicht gerade kleinen Anbaus bedeckte. Vom Frost geborsten und unter der Last
des Eises ist er in ca. 15 m Höhe abgebrochen und auf das Anbaudach gestürzt. Da die dazugehörige Riesentanne auf dem Nachbargrundstück ganz dicht an der Grenze zu unserem Grundstück steht und zu befürchten war, dass noch weitere Äste größeren Schaden am Haus anrichten, musste die Feuerwehr anrücken und die gefährlichsten per Leiterwagen aus dem Rettungskorb heraus entfernen. Das war ein Spektakel: Die Straße wurde gesperrt, zehn oder sogar noch mehr Feuerwehrleute waren im Einsatz und zum Schluss durfte Felix sogar in eines der Feuerwehrautos klettern!
Am Abend erlebte er dann sein erstes, wenn auch zeitlich etwas vorgezogenes Feuerwerk, denn die Kinder unserer Freunde, mit denen wir gemeinsam feierten, sind schon größer und hatten eine tolle Auswahl an Knallkörpern und
Lichtvulkanen mitgebracht.
Sarah ist mit ihren fast sechs Monaten eine richtige Früchtemaus geworden: Mittlerweile braucht sie Gr. 92 und konsequenterweise weit kräftigere Nahrung als ihre bisherigen Fläschchen. Am liebsten isst sie Reisbrei mit Früchten und ganz neu auch Karotten mit Kartoffeln und püriertem Rindfleisch – lecker! Ihre Mitbewohner im Laufstall werden täglich fleißig bespielt und liegen ist absolut langweilig. Wahrscheinlich fängt sie bald an zu krabbeln, denn herumrollen, aufrichten und die ersten Ansätze des „robbens“ sind neuerdings ihre liebsten Bewegungsabläufe. Offenbar hat sie es nicht nur mit dem Wachsen eilig, sondern auch mit allem anderen, was zum Großwerden dazugehört.
Auch 2011 wird sicher wieder ein spannendes Jahr – wir sind neugierig, was wir mit unseren Kindern alles erleben werden und wie sie sich entwickeln.
Wir verabschieden uns nun und wünschen allen Lesern ein glückliches neues Jahr und viel Freude mit und an ihren Kindern – sie sind das schönste und größte Geschenk und Abenteuer, was das Leben bereithalten kann!
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Weihnachtswünsche
Das Weihnachtsfest im letzten Jahr war geprägt von einer Mischung aus Vorfreude, gespannter Erwartung aber auch Unsicherheit. Würde die Schwangerschaft gut gehen? Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Wie würde unser Leben mit zwei Kindern aussehen? Wir stellten uns vor, wie es sein würde, im nächsten Jahr mit Felix und dem Baby unter dem Tannenbaum zu sitzen und mit Oma zusammen dann zu fünft Weihnachtslieder zu singen.Und nun ist es soweit und wir können – auch wenn es abgedroschen klingen mag - nur feststellen: Das Jahr verging wie im Fluge. Die Schwangerschaft ist trotz einiger kritischer Phasen gut gegangen, die Geburt war rekordverdächtig schnell und nach den schönen, aber auch anstrengenden ersten Monaten hat der Alltag bei uns Einzug gehalten. Alles in allem haben wir fünf unseren neuen Rhythmus gefunden, der aber immer mal wieder leicht modifiziert wird. So holen wir Felix in den dunklen Wintermonaten schon gegen 15 statt um 17 Uhr aus dem Kindergarten ab, weil es sonst einfach zu anstrengend für ihn ist. Und Mama hat in der Arbeit neue Aufgaben vor sich, die auch mit gelegentlichen Dienstreisen verbunden sind.
Wie wir Weihnachten verbringen werden? Relativ ruhig – keine weiten Besuchstouren, keine großen Festessen, sondern ein gemütlicher Heiligabend und vorgebratene Ente am ersten Weihnachtstag bei uns. Unsere Wünsche? Zufriedenheit und Gesundheit für alle, die uns etwas bedeuten. Vor allem, dass Mamas Freundin Kathrin ihren Krebs besiegt, Opa Gerhardt seine Chemotherapie besser verträgt und besonders Felix und Sarah gesund bleiben.
Ebenso wünschen wir allen Lesern und der gesamten Paidi-Belegschaft ein wunderschönes und besinnliches Weihnachtsfest mit begeistert strahlenden Kinderaugen.
Anerkennung
Ich klärte ihn über meine Vollzeittätigkeit auf und nachdem ich auf weitere Fragen kurz unseren familiären Tagesablauf geschildert hatte, bemerkte ich abschließend, dass mir bei aller abwesenheitsbedingten Sehnsucht nach und Liebe zu meinen Kindern schlichtweg das Geld und auch die berufliche Anerkennung fehlen würden, wenn ich weniger oder gar nicht arbeiten würde. Woraufhin er irritiert fragte, ob denn das Lächeln meiner Kinder nicht Anerkennung genug sei. Nun ja – ich verriet ihm daraufhin, dass die beiden keinesfalls den ganzen Tag lächeln und mein von zu Hause aus arbeitender Ehemann mich phasenweise stark um meinen überwiegend aushäusigen Job beneidet. Ergänzend erwähnte ich noch, dass ich zum Ausgleich die Abende und Wochenenden mit meinen Kindern intensiv genieße und es für uns alle etwas Besonderes ist, wenn wir z. B. am Samstag gemeinsam ein Pfefferkuchenhaus und am Sonntag einen Schneemann bauen. Bei solchen Unternehmungen bleibt bei einer Mischung aus Neugierde, Begeisterung, kindlicher Ungeduld und Staunen im Ergebnis immer ein mehr oder weniger großes Lächeln und oft auch herzhaftes lautes Kinderlachen in meiner Erinnerung hängen. Womit sich zum Thema Anerkennung der Kreis für mich schließt.
Weihnachtsmann und Krümelmilch
Am Wochenende fand in unserem Dorf ein Weihnachtsmarkt statt. Das Highlight dieser Veranstaltung war natürlich die Bescherung am Sonntagnachmittag – da kam nämlich der Weihnachtsmann höchstpersönlich auf einem großen Pferd mitten auf den Marktplatz geritten und verteilte Süßigkeiten an die Kinder. Besonders reich beschenkt wurden diese, wenn sie zuvor ein Gedicht aufsagten oder sangen. Felix war da ganz vorneweg, denn er hatte fleißig sein Sprüchlein „lieber, guter Weihnachtsmann …“ geübt und sagte das laut und deutlich auf, ohne ein einziges Mal zu stocken. Dafür wurde er vom Weihnachtsmann mit einer ganzen Kapuze voller Süßigkeiten reichlich belohnt und Mama und Oma waren mächtig stolz auf ihn!Papa und Sarah konnten leider nicht mitkommen, weil beide heftig erkältet waren. Mama brachte aber eine Tüte lecker duftender und noch angenehm warmer gebrannter Mandeln für Papa mit. Sarah bekam eine Flasche frische warme Pre-Milch, lugte aber trotzdem neugierig und irgendwie auch hungrig in die Tüte mit den gebrannten Mandeln. Damit wird sie allerdings noch eine ganze Weile warten müssen, denn vorerst ist weiter „Krümelmilch“, wie Felix das Milchpulver nennt, angesagt.
Laternenumzug einmal anders
Der Laternenumzug am Martinstag musste dieses Jahr ohne Felix stattfinden. Er hatte nämlich zum zweiten Mal - diesmal richtig heftig – die Windpocken. Im August waren sie offenbar nicht stark genug, um einen ausreichenden Immunschutz aufbauen zu können. Ganz die Mama, denn mir ging es als Kind ebenso.
Glücklicherweise fand er das aber gar nicht schlimm, weil das Wetter an diesem Abend bei uns so ungemütlich war wie es an einem Novemberabend nur sein kann. Sturm, Regen und Kälte sorgten dafür, dass nur sehr wenige Hartgesottene mit ihren Laternen unterwegs waren, die oft recht schnell vom Sturm weggeweht, mindestens aber zerknittert wurden.
Felix war um ein Alternativprogramm nicht verlegen: Er verlegte den Laternenumzug kurzerhand einfach nach drinnen! Als es dann auch noch immer wieder an der Tür klingelte und Martinssänger - oft in Begleitung ihrer Eltern -
Süßigkeiten erbaten und natürlich auch bekamen, war er mit den Umständen vollständig versöhnt. Denn jeder, der sich von unserem an der Tür angebrachten Hinweisschild „Achtung Windpocken“ nicht vom Klingeln abhalten ließ, äußerte sich zitternd und frierend über das üble Wetter, was bei Felix nur ein leicht bedauerndes, aber irgendwie auch triumphierendes Grinsen hervorrief.
Den Abend schlossen wir mit von Mama mundgerecht zugeschnittenen Äpfeln und einer neuen Folge „Yakari“ (Felix’ Lieblingssendung über einen kleinen Indianerjungen und sein Pferd) auf DVD gemeinsam auf dem Sofa ab.
Glücklicherweise fand er das aber gar nicht schlimm, weil das Wetter an diesem Abend bei uns so ungemütlich war wie es an einem Novemberabend nur sein kann. Sturm, Regen und Kälte sorgten dafür, dass nur sehr wenige Hartgesottene mit ihren Laternen unterwegs waren, die oft recht schnell vom Sturm weggeweht, mindestens aber zerknittert wurden.
Felix war um ein Alternativprogramm nicht verlegen: Er verlegte den Laternenumzug kurzerhand einfach nach drinnen! Als es dann auch noch immer wieder an der Tür klingelte und Martinssänger - oft in Begleitung ihrer Eltern -
Süßigkeiten erbaten und natürlich auch bekamen, war er mit den Umständen vollständig versöhnt. Denn jeder, der sich von unserem an der Tür angebrachten Hinweisschild „Achtung Windpocken“ nicht vom Klingeln abhalten ließ, äußerte sich zitternd und frierend über das üble Wetter, was bei Felix nur ein leicht bedauerndes, aber irgendwie auch triumphierendes Grinsen hervorrief.
Den Abend schlossen wir mit von Mama mundgerecht zugeschnittenen Äpfeln und einer neuen Folge „Yakari“ (Felix’ Lieblingssendung über einen kleinen Indianerjungen und sein Pferd) auf DVD gemeinsam auf dem Sofa ab.
Einfach riesig die Kleine!
Letzte Woche waren wir mit Sarah zur U4. Zwar wussten wir bereits aufgrund ihrer Kleidergröße, dass sie nicht nur ein bisschen größer ist als es für vier Monate alte Babys üblich ist, aber wenn man dann die Vergleichswerte bei den Wachstumskurven im Untersuchungsheft grafisch vor sich sieht, ist es schon beeindruckend! Größentechnisch würde sie nämlich locker für acht bis neun Monate durchgehen. Was jetzt vielleicht ganz lustig klingt, ist aber gar nicht so
harmlos. Zwar haben Papa und Mama auch Gardemaße, weswegen eine etwas überdurchschnittliche Größe nicht ungewöhnlich ist, aber Sarah liegt nicht nur weit über dem Durchschnitt, sondern vor allem bei der Länge auch noch deutlich über den für ihre Altersgruppe geltenden Höchstmaßen. Sie ist pro Lebenswoche nämlich fast 1 cm gewachsen! Grundsätzlich ist es ja durchaus erfreulich, wenn ein Baby schnell wächst und damit kräftiger wird, aber ein gar zu schnelles Wachstum kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Muss es aber nicht, beruhigte uns die Ärztin.
Die Ernährung mit erst Mutter- und jetzt Pre-Milch ist – auch mengenmäßig - absolut ok, und wir sollen bei der Pre-Nahrung bleiben, was wir ohnehin vorhatten. Anfang Dezember werden wir mit dem Zufüttern beginnen und im Januar gehen wir mit ihr zur U5. Abgesehen von der ungewöhnlichen Größe ist aber alles in Ordnung und unsere süße Maus ist sehr munter und gesund. Sie hat erstmal mit kräftigem Griff die halbe Untersuchungsliege von den Papiertüchern befreit und wollte zwischendurch Mamas Haare und einen Finger der Ärztin gar nicht wieder loslassen. Mama hat jetzt ein paar Haare weniger auf dem Kopf. Naja, selbst schuld, wenn man mit so einem munteren Baby zur U4 geht ohne sich vorher die Haare zurückzubinden ;-).
Sarahs Größe wirft im Alltag gelegentlich Probleme auf – sie passt nämlich kaum noch in ihren Autositz. Dabei haben wir bereits eine extra große Ausführung. Eigentlich bräuchten wir bereits die nächste Größe, aber das geht nicht, weil sie dann schon sitzen müsste, was sie natürlich in ihrem zarten Alter noch gar nicht darf. Also fahren wir sowenig wie möglich Auto – in den Kinderwagen passt sie zum Glück ja noch ;-).
Felix freut sich derweil schon auf den Laternenumzug zum Martinstag – davon berichten wir dann beim nächsten Mal.
Muntere Maus und coole Sprüche
Sarah ist mittlerweile eine recht muntere „Maus“ geworden – kein Tag ohne eine neue Entdeckung, scheint ihr Motto zu lauten. Bisher hat sie fast ausschließlich begeistert mit ihrer süßen Knistermaus – ein Geschenk von einer lieben Freundin – gespielt. Nun kommen immer mehr „Laufstallbewohner“ hinzu. Erst ein schmusiger kleiner Hund mit extrem langen Beinen, den auch Babys schon prima greifen können, dann ein lustiges Drachenmädchen im grünen Ei, das ebenfalls schön knistert und neuerdings hat sie die beiden Rasselringe entdeckt. Die bewegt sie am liebsten mit Oma im Duett – das klingt manchmal sogar richtig rhythmisch! Wenn Felix dann noch seine Gitarre dazu holt, ist die Jam-Session perfekt ;-). Aber das allein reicht natürlich noch lange nicht, um ihren Entdeckerdrang zu befriedigen: Sie will jetzt keinen wachen Augenblick mehr allein sein, sondern ist überall dabei, wo „Alltagsaction“ angesagt ist. Mit wachen kugelrunden Augen wird jede unserer Bewegungen beim Essen verfolgt und auch bei Felix’ Autorennen auf dem Spielteppich ist sie begeisterte Zuschauerin. Er kann es jedenfalls kaum erwarten, dass Sarah Breimahlzeiten bekommt, weil ich ihm versprochen habe, dass er sie dann auch mal füttern darf. Das wird garantiert für beide sehr spannend!
Felix entwickelt sich langsam zum coolen Sprücheklopfer – seine nicht gerade auf den Mund gefallenen Eltern geben da natürlich eher zweifelhafte „Vorbilder“ ab, die er nur zu gern kopiert und gelegentlich dabei auch noch toppt. So massierte ich ihn auf seine Bitte hin neulich mit einem Igel-Massageball an den Beinen. Irgendwann bat ich ihn dann, stattdessen Mamas (kitzeligen) Bauch damit zu massieren. Woraufhin der kleine Kerl sich selbigen kritisch anschaute und dann prompt antwortete: „Nee Mama, soviel Zeit habe ich nicht – ich habe auch noch was anderes zu tun!“
Herbst
Im Sommer fand Felix es unter seinem Planwagendach in dem tollen Hochbett sehr gemütlich und zog sich gern mal mit seiner Taschenlampe zum Bilderbuch anschauen dahin zurück. Jetzt im Herbst – oder wie Felix sagt: „bunte-Blätter-Zeit“- lässt er abends lieber die Gardine offen und schaut von seinem erhöhten Beobachtungsposten in die Dunkelheit hinaus. Da wird jedes vorbeifahrende Auto zum Erlebnis und die Straßenbeleuchtung sorgt für Fantasie anregende
Schattenfiguren. Folglich hat Mama das Planwagendach entfernt und Papa stattdessen die erhöhten Absturzsicherungen angebracht.
Diese Woche hatte Tante Biggi Urlaub und war endlich mal wieder ein paar Tage zu Besuch – das war das Highlight schlechthin. Mama hat schon den Umbausatz zum Etagenbett bestellt, damit Tante Biggi bei künftigen Besuchen in einem
richtigen Bett unter Felix’ Hochbett schlafen kann. Auch Sarah hat einen Schlafplatzwechsel vorgenommen und schläft mittlerweile in Felix’ früherem Kinderbett, da sie aus ihrem Stillbettchen viel schneller als erwartet
herausgewachsen ist. Mama muss also mal wieder einiges an Babyausstattung verkaufen und Platz für neues schaffen – das wird wohl bei dem rasanten Wachstum der beiden eine Daueraufgabe bleiben.
Felix kann kaum die bald kommende Zeit der Laternenumzüge erwarten. Letztes Jahr haben wir ihn dabei im Buggy geschoben, weil er noch nicht die ganze Strecke allein laufen konnte. Dieses Jahr werden wir auch zu denen gehören, die mit der ganzen Familie einschließlich Baby im Kinderwagen dabei sind. Das hätte damals keiner von uns gedacht, obwohl Sarah bereits als wenige Millimeter kleiner Winzling in meinem Bauch war. Ich habe jetzt erstmal einen zweiten Lampion zur Befestigung am Kinderwagen besorgt ;-).
Erntedanktag
Im Kindergarten wurde zum Erntedanktag nicht nur schön gebastelt, sondern auch die Eltern waren angehalten, etwas thematisch Passendes zur Dekoration mitzubringen. Die Kinder nahmen diese Gaben dann mit zum Erntedan-kgottesdienst, und so entstand ein vielseitiger herbstlicher Altarschmuck. Mitten in der Kirche war zu Felix’ Begeisterung ein „Teich“ aus einem aufblasbaren Miniswimmingpool aufgebaut. Dort hinein konnte jeder eine Papier-Seerose mit seinem ganz persönlichen Dankesgrund hineinlegen, nachdem er diesen genannt hatte. Da Felix sehr gern singt, fand er die ganze Veranstaltung klasse – es wurde nämlich zu jedem Grund ein Vers des „Danke-Liedes“ gesungen. Wir waren sehr gespannt, welchen Dankesgrund Felix von den Betreuern hatte aufschreiben lassen. Es wurde für Sonne, Bäume, Haustiere, Geschenke und Co. gedankt und dann war endlich Felix mit seiner Seerose an der Reihe. Während er sie in den „Teich“ legte, sagte er: „Danke für meine kleine Schwester“ und das wurde dann umgehend in den nächsten Vers aufgenommen. Am schönsten findet er es übrigens, wenn Oma oder Mama ihn nachmittags zusammen mit Sarah abholen kommen. Dann schiebt er – ganz stolzer großer Bruder – den Kinderwagen nach Hause, was sehr dicht am Zaun des Kindergartengeländes passiert, damit das auch möglichst viele der anderen Kinder mitbekommen. Heute hatte er schon „Erfolg“ – prompt kam ein Mädchen aus seiner Gruppe an den Zaun und sagte zu ihm: „Ich habe übrigens einen kleinen Bruder. Kommst Du morgen auch wieder zum Spielen?“ „Na also, funktioniert doch“, schien sein Blick zu sagen.
Und auch Sarah macht riesige Entwicklungsschritte: ihre Munter-Phasen werden immer häufiger und länger. Mittlerweile ist sogar schon eine ganz kleine Spitze des ersten Zähnchens – der rechte obere Schneidezahn – zu sehen. Wenn sie vor Zahnweh schreit und Dentinox und Osanit nicht mehr helfen, ist Felix tröstend zur Stelle. Schließlich ist es noch nicht lange her, dass er selbst gezahnt hat, auch wenn er sich natürlich nicht daran erinnern kann …
Im neuen Kindergarten
Am 01. Oktober war es endlich soweit – Felix’ erster Tag im neuen Kindergarten! Am Donnerstag gab es eine sehr schöne Verabschiedungszeremonie in der Krippe, in der er inzwischen der Älteste und Größte war. Felix hat eine kleine Holzpfeife mit einem Kasperle daran als Abschiedsgeschenk erhalten, seine Bildermappe, die die Erzieherinnen rührend liebevoll gestaltet hatten und ein großes Poster mit einer Felix-Foto-Lerngeschichte, die eindrucksvoll belegt, dass und wie er sich bereits allein anziehen kann. Dieses Poster musste ich gleich in seinem Zimmer aufhängen.
Am Freitagmorgen gab es dann statt der bisher üblichen Autofahrt in den Nachbarort einen kleinen Spaziergang, da der neue Kindergarten gut zu Fuß zu erreichen ist. Nach dem Empfang wurde Felix erstmal zum stillen Beobachter, der er immer dann ist, wenn etwas neu für ihn ist. Mama war ehrlich gesagt weit aufgeregter als Felix – der hatte in der Nacht zuvor nämlich prima geschlafen und war auch am Morgen recht entspannt. Im Gegensatz zu Mama, die am liebsten im Kindergarten Mäuschen gespielt hätte ... Am Abend gab es dann viel zu erzählen, und offenbar musste Felix auch in der Nacht die vielen neuen Eindrücke verarbeiten, denn er schlief ungewohnt unruhig.
Ein bisschen beunruhigt waren wir, als er auf die Frage, ob ihm denn sein neuer Kindergarten gefiele, nach einigem Überlegen „nein“ sagte – als ich dann nach dem Grund fragte, ließ die Antwort allerdings Entwarnung zu, denn sie lautete: „Da ist kein Holzauto." Das war sein Lieblingsspielzeug in der Krippe, für das er allerdings mittlerweile etwas zu groß war, was aber der Affinität dazu keinen Abbruch tat. Glücklicherweise hat ihm abgesehen vom „fehlenden“ Holzauto alles andere aber gut gefallen, wie wir uns natürlich vergewisserten. Pfiffig wie er ist, hat er unsere Sorge zum Thema Nichtgefallen aber gleich ausgenutzt und uns daran erinnert, dass er sich ja schon lange einen Trecker wünscht. Den gibt es laut Felix zwar dort, aber er ist wohl defekt. Nun ja, wir überlegen, ob wir vielleicht einen guten gebrauchten erstehen können und dem Kindergarten spenden – auf unserem Winzig-Grundstück ist nämlich nicht mal zum wetterfesten Unterstellen solch eines Spielgefährts genügend Platz, geschweige denn zum Fahren. Und gleich vor dem Haus ist eine große Straße. Da wäre es praktisch, wenn er im Kindergarten Trecker fahren könnte. Außerdem lernt er dann gleich, dieses Gefährt mit den anderen Kindern zu teilen, denn es würde ja Eigentum des Kindergartens und nicht Felix’ Trecker sein.
Rabenmütter
Neulich empfahl mir ein Orthopäde eine Operation, die ich nicht nur wegen der zweifelhaften Erfolgsaussichten ablehnte. Sein Argument, dass ein zweimonatiger damit verbundener Arbeitsausfall unproblematisch wäre, da ich Baby und Kleinkind hätte (ah ja, die versorgen sich natürlich von selbst …) und deshalb ja nicht arbeiten würde, rief bei mir ein irritiertes Stirnrunzeln hervor. Als ich erwähnte, dass ich Vollzeit arbeite, schaute er mich mit einer Mischung aus Mitleid und Unverständnis an und fragte, ob mein Mann denn so wenig verdienen würde, dass ich arbeiten gehen müsse. Auf meine Gegenfrage: „Kennen Sie eigentlich keine Frauen, die gern arbeiten?“ erwiderte er ein
überzeugtes: „Aber man geht doch als MUTTER nicht freiwillig arbeiten!“ Hm, demzufolge wären also Ursula von der Leyen (Bundesarbeitsministerin und Mutter von sieben Kindern) und Juliane Kokott (Generalanwältin beim Europäischen Gerichtshof und Mutter von sechs Kindern) mit Gewalt zum Arbeiten gezwungen worden – ist mir irgendwie entgangen …
Neulich erwähnte ich meiner Mutter gegenüber, dass ich über das Ende des Mutterschutzes recht froh sei. Nicht, dass ich Langeweile hätte – es gibt mit Kleinkind, Baby, Haus und Garten mehr als genug zu tun – aber mir fehlt
schlichtweg die Anerkennung für diese Tätigkeiten und das soziale Umfeld in der Bank. Darauf erwiderte sie prompt: „Das verstehe ich, du bist ja auch keine typische Mama“. Das „typische Mama“ bezog sie dabei vor allem auf die
scheinbar untrennbar mit der Mutterrolle verbundenen Hausarbeiten. Das gab mir zu denken. Warum verbinden eigentlich so viele Leute - nicht nur in der Alterskategorie meiner Mutter - die Mutterrolle selbstverständlich und untrennbar mit Haushaltstätigkeiten? Papa kann schließlich genauso gut einkaufen und waschen wie Mama, und mancher Vater kocht weit besser als seine Frau. Wenn beide voll berufstätig sind, gibt es keinen Grund, warum nicht auch die familienbedingten Aufgaben und Hausarbeiten fair aufgeteilt werden sollten. Auch eine Haushaltshilfe ist nicht unbedingt Luxus, sondern manchmal schon rein wirtschaftlich schlichtweg sinnvoll.
Mama kann ihre Kinder übrigens auch lieben, ohne begeisterte Vollzeithausfrau zu sein. Von Papa verlangt ja auch niemand, dass er perfekt einen Haushalt schmeißt, nur weil er Papa ist. Und die elterlichen Pflichten, allen voran der Erziehungsauftrag sind nicht als mütterliche Dauerpräsenz definiert.
Warum wird bei Flohmärkten in Kita, Schule und Hort als Standgebühr eigentlich so häufig ein Minibeitrag plus ein SELBSTGEBACKENER Kuchen verlangt? Ich kann prima qualitativ hochwertigen Kuchen SELBER KAUFEN und in der dadurch
eingesparten Zeit etwas Tolles mit der ganzen Familie unternehmen!
Natürlich ist es schön, wenn Mama ein Jahr oder auch länger Elternzeit nehmen kann, wenn sie das so möchte. Nur sollte das nicht absolut selbstverständlich sein und als Maßstab aller Dinge betrachtet werden. Und Mütter, die trotz und/oder - unter finanziellen Gesichtspunkten betrachtet - wegen der Kinder arbeiten gehen, sind deswegen noch lange keine „Rabenmütter“.
Ein ganz herzliches Danke bei dieser Gelegenheit an meine liebe Schwieger-mutter, die den größten Teil ihres Erwachsenenlebens Vollzeit – und zwar gern und freiwillig - gearbeitet hat. Ohne sie würde bei uns vieles nicht gehen. Ihre beiden Kinder sind übrigens trotz – oder vielleicht auch wegen?! – ihrer Berufstätigkeit prima gelungen ;-).
überzeugtes: „Aber man geht doch als MUTTER nicht freiwillig arbeiten!“ Hm, demzufolge wären also Ursula von der Leyen (Bundesarbeitsministerin und Mutter von sieben Kindern) und Juliane Kokott (Generalanwältin beim Europäischen Gerichtshof und Mutter von sechs Kindern) mit Gewalt zum Arbeiten gezwungen worden – ist mir irgendwie entgangen …
Neulich erwähnte ich meiner Mutter gegenüber, dass ich über das Ende des Mutterschutzes recht froh sei. Nicht, dass ich Langeweile hätte – es gibt mit Kleinkind, Baby, Haus und Garten mehr als genug zu tun – aber mir fehlt
schlichtweg die Anerkennung für diese Tätigkeiten und das soziale Umfeld in der Bank. Darauf erwiderte sie prompt: „Das verstehe ich, du bist ja auch keine typische Mama“. Das „typische Mama“ bezog sie dabei vor allem auf die
scheinbar untrennbar mit der Mutterrolle verbundenen Hausarbeiten. Das gab mir zu denken. Warum verbinden eigentlich so viele Leute - nicht nur in der Alterskategorie meiner Mutter - die Mutterrolle selbstverständlich und untrennbar mit Haushaltstätigkeiten? Papa kann schließlich genauso gut einkaufen und waschen wie Mama, und mancher Vater kocht weit besser als seine Frau. Wenn beide voll berufstätig sind, gibt es keinen Grund, warum nicht auch die familienbedingten Aufgaben und Hausarbeiten fair aufgeteilt werden sollten. Auch eine Haushaltshilfe ist nicht unbedingt Luxus, sondern manchmal schon rein wirtschaftlich schlichtweg sinnvoll.
Mama kann ihre Kinder übrigens auch lieben, ohne begeisterte Vollzeithausfrau zu sein. Von Papa verlangt ja auch niemand, dass er perfekt einen Haushalt schmeißt, nur weil er Papa ist. Und die elterlichen Pflichten, allen voran der Erziehungsauftrag sind nicht als mütterliche Dauerpräsenz definiert.
Warum wird bei Flohmärkten in Kita, Schule und Hort als Standgebühr eigentlich so häufig ein Minibeitrag plus ein SELBSTGEBACKENER Kuchen verlangt? Ich kann prima qualitativ hochwertigen Kuchen SELBER KAUFEN und in der dadurch
eingesparten Zeit etwas Tolles mit der ganzen Familie unternehmen!
Natürlich ist es schön, wenn Mama ein Jahr oder auch länger Elternzeit nehmen kann, wenn sie das so möchte. Nur sollte das nicht absolut selbstverständlich sein und als Maßstab aller Dinge betrachtet werden. Und Mütter, die trotz und/oder - unter finanziellen Gesichtspunkten betrachtet - wegen der Kinder arbeiten gehen, sind deswegen noch lange keine „Rabenmütter“.
Ein ganz herzliches Danke bei dieser Gelegenheit an meine liebe Schwieger-mutter, die den größten Teil ihres Erwachsenenlebens Vollzeit – und zwar gern und freiwillig - gearbeitet hat. Ohne sie würde bei uns vieles nicht gehen. Ihre beiden Kinder sind übrigens trotz – oder vielleicht auch wegen?! – ihrer Berufstätigkeit prima gelungen ;-).
Große und kleine Schätze
„Ich bin Mamas Schatz?!“, lautet Felix’ neuester Standardsatz, den er mal als Frage, mal als Aussage formuliert. Manchmal nenne ich ihn nämlich meinen großen Schatz, zur Unterscheidung zum Baby, das von mir mal „kleiner Schatz“ und manchmal auch „kleine Maus“ genannt wird. Bei letzterem schaut unsere Katze allerdings immer auf eine leicht beunruhigende Art interessiert ;-) In der Tat trifft die Bezeichnung „Schatz“ auf eine ganz spezielle Art auf unseren Nachwuchs zu. Aufgrund einer viele Jahre recht heftig und inzwischen zum Glück stark abgemildert verlaufenden chronischen Erkrankung war es aus medizinischer Sicht lange Zeit unwahrscheinlich, dass ich jemals ein gesundes Kind zur Welt bringen würde - geschweige denn zwei! Wenn ich nun abends mit meinen beiden „Schätzen“ im Bett liege, Felix noch von seinem Tag im Kindergarten erzählt und Sarah entweder friedlich vor sich hin nuckelt oder lauthals nach einem Nachtmahl verlangt, dann muss ich immer wieder denken, welches Wunder es ist, dass die beiden auf der Welt sind und bin einfach nur dankbar, dass es so gekommen ist, wie es jetzt ist.
Ein bisschen ist es wie mit unseren Sonnenblumen im Garten – lange Zeit war außer ein paar eher spärlichen Blättern nichts zu sehen, während rundum überall bereits welche in voller Blüte standen. Jetzt, im Spätsommer und bei uns in der Gegend bereits sehr herbstlichem Einschlag, blühen sie groß und prächtig und wir genießen die leuchtend bunten Farbtupfer in unserem Garten umso mehr.
Wo ist eigentlich …?
Alle Kinder lieben bekanntlich Versteckspiele. Felix ist neuerdings regelrecht süchtig danach – und zwar in allen denkbaren Varianten. Sie denken, da gäbe es keine? Dann kennen Sie Felix nicht! Seine Lieblingsfrage lautet nämlich: „wo ist eigentlich …?“ Hier kann man so ziemlich alles einsetzen, was einem Dreijährigen gerade durch den Kopf gehen
kann – und das ist viel!
Wo ist eigentlich mein Kuscheltier? Wo ist mein Gummibärchen? Wo ist mein Nachtlicht? Und so weiter … Und wehe, man weiß nicht sofort, wo sich das jeweils gesuchte Objekt befindet! Dass er seit kurzem „eigentlich“ in dieser Frage ergänzt, hat offenbar damit zu tun, dass die gesuchten Dinge keinen
halbwegs nachvollziehbaren Bezug zur aktuellen Beschäftigung mehr haben, wie das anfangs noch der Fall war.
Mama nimmt Felix’ Suchaktionen jetzt zum Anlass, mal wieder ordentlich aufzuräumen. Aber gerade das Suchen bereitet Felix offenbar den meisten Spaß – er versteckt zu gern Dinge (bisher zum Glück nur seine eigenen; als er neulich
einen höchst interessierten Blick auf meinen Autoschlüssel warf, war ich allerdings in höchster Alarmbereitschaft) und lässt uns alle danach suchen. Im Gegenzug besteht er darauf, dass wir etwas für ihn verstecken, was er dann
natürlich unter häufiger Verwendung der Wo-Frage sucht.
Am liebsten versteckt er übrigens sich selbst – und fordert aus seinem Versteck lautstark Papa, Oma oder Mama auf: „Suuuuuuuch mich!“ Vor ein paar Tagen, als ich gerade in der Küche stand und das Abendessen zubereitete, zog er mit der Frage: „Wo ist eigentlich das Baby?“ meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich antwortete wahrheitsgemäß: „Im Laufstall im Wohnzimmer“, worauf er mit ernstem Gesicht konterte: „Da ist es nicht!“ Daraufhin stürmte ich sofort ins Wohnzimmer, wo Sarah friedlich vor sich hin glucksend und munter strampelnd im Laufstall lag. Hinter mir stand ein nunmehr frech grinsender Felix, der prompt seinen nächsten aktuellen Lieblingsspruch anbrachte, der da lautet: „Ich habe Mama nur veräppelt!"
Löwenbart und Kuschelthron
Dass man bei Kindern nach durchgemachten Kinderkrankheiten regelrechte Entwicklungsschübe feststellen kann, haben wir schon oft gehört. Jetzt haben wir Gelegenheit, das selbst festzustellen. Felix hatte nämlich gerade die Windpocken. Nicht sehr ausgeprägt, aber deutlich genug, um lästig zu sein – die Juckerei nervte ihn ziemlich, und er fand es überhaupt nicht lustig, dass er eine Woche lang nicht in die Kita durfte. Ansonsten war er aber sozusagen „gut drauf“, futterte wie ein Scheunendrescher und machte auch sonst nicht gerade einen kranken Eindruck.
Jetzt ist sein Wortschatz wesentlich umfangreicher geworden, und er ist ein gutes Stück in die Höhe geschossen. War er vor den Windpocken knapp 104 cm lang, misst er jetzt stolze 106 mit Tendenz zu 107 cm. Jeden Tag muss ich ihn nun an seine Holzmesslatte stellen und ihm immer wieder zeigen, wie groß er geworden ist. Auf der Messlatte sind verschiedene geschnitzte Holztiere angebracht und bei 106 cm ist der Bart des Löwen, weshalb ich Felix jetzt „löwenbartgroß“ nenne.
Sarah wird es langsam in ihrem Beistellbettchen zu langweilig – nachts zwischen Mitternacht und drei Uhr morgens, wenn Felix und Mama längst schlafen und Papa noch arbeiten muss, macht sie gelegentlich einen auf „ich bin ein munteres Baby“. Neulich hörte ich im Halbschlaf Micha ins Schlafzimmer kommen und das immer munterer werdende Baby neben mir mit den Worten: „na Prinzessin, ich muss dir wohl erst einen Thron bauen“ aus dem Stillbettchen nehmen. Als ich sie dann gegen drei Uhr stillen musste, traute ich zuerst meinen Augen nicht. Da grinste sie mich zwar mittlerweile hungrig, aber sonst offenbar hochzufrieden aus ihrem „Thron“ an – Papa hatte das Stillkissen zusammengelegt und mitten dort hinein Sarah auf seinem Schreibtisch platziert – so hatte er sie im Blick und sie lag sicher und eingekuschelt auf ihrem „Thron“. Sie konnte von dort prima den Papa anschauen und sich schon mal die ersten Programmiertricks abgucken ;-). Dumm nur, dass ihr das so gut gefallen hat, dass sie das jetzt öfter so haben möchte …
Entscheidungsfindung bei Dreijährigen
In einem der so genannten Elternbriefe steht (Elternbriefe sind Info-Briefe zum jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes, die man abonnieren kann; wir haben sie für die Zeit bis zum 3. Geburtstag in einer sog. Babybegrüßungsmappe der örtlichen Verwaltung erhalten), dass Zwei- bis Dreijährige mit dem Treffen von
Entscheidungen hoffnungslos überfordert seien und deshalb in solchen Situationen besonders trotzig werden könnten. Das mag ja auf manche Entscheidungen zutreffen, aber das mit dem Trotz hatte bei Felix bisher noch nie etwas mit Entscheidungen zu tun. Vielmehr ist er neuerdings ein begeisterter „Entscheider“ – sein Standardspruch, wenn er z. B. die Wahl zwischen einem orangen (Orange-Maracuja) und einem roten (Waldbeere) Eis hat lautet: „Ich erstmal überlegen."
Kurz danach ist diese Überlegung allerdings abgeschlossen und er greift sich zielsicher eines der zur Auswahl stehenden Eise.
Sein Lieblingsausspruch wird aber auch bei Kleidung, Essen und Freizeit-aktivitäten angewendet. Er liebt es, vor dem Kühlschrank zu stehen und sich sein Essen selbst zusammenzustellen, mit Wasserfarben zu malen, deren Farbwahl uns gelegentlich zu denken gibt (seine Lieblingsfarbe ist schwarz!) oder sich spontan für ein bestimmtes Spielzeug und damit natürlich gegen ein anderes zu entscheiden.
Das mit der Lieblingsfarbe war u. a. - von uns leicht besorgt - angesprochenes Gesprächsthema beim letzten Elterngespräch in der Krippe. Die Erzieherin
beruhigte uns allerdings und meinte, zum einen sei das auch ihre Lieblingsfarbe und zum anderen sei vermutlich der starke Kontrast zum weißen Blatt
ausschlaggebend für diese Vorliebe. Hm, und ich hatte schon befürchtet, der mütterliche Musikgeschmack (gothic metal) einschließlich gelegentlich
entsprechender Kleidung wäre die Ursache ;-).
Umso erstaunter waren wir neulich, als Felix stolz mit einem weiteren selbstgemalten Bild aus der Krippe kam – da dominierte ein schönes kräftiges Rot. Auf unsere erfreute Nachfrage bei der Erzieherin wie denn das käme, wurden wir allerdings ernüchtert, denn die Antwort lautete: „schwarz war alle“ ... Nun ja, solange er so gern lacht und ein so lustiges munteres Kerlchen bleibt wie er es jetzt ist, sollte uns seine Farbvorliebe wohl nicht zu sehr beunruhigen.
Arztbesuche und Co.
Mittlerweile ist zumindest ansatzweise wieder so etwas wie ein Alltagsrhythmus bei uns erkennbar. Da mit Ende des Mutterschutzes in einem Monat aber ein völlig anderer Tagesablauf vorherrschen wird, genieße ich die Zeit momentan und betrachte sie ein bisschen als Urlaub. Eins ist allerdings auch klar: Auch ohne Vollzeit-Berufstätigkeit hat man zumindest als Mutter wirklich NIE Langeweile. Irgendetwas ist im Haushalt immer zu tun, aber gelegentlich schaffe ich es, Einkauf, Wäsche und Co. zumindest kurzzeitig zu ignorieren und mich stattdessen auszuruhen.
Letzteres ist auch dringend nötig, da ich nach der Geburt einen akuten Schub meiner lange Zeit glücklicherweise weitgehend symptomlosen Morbus Crohn-Erkrankung, das ist eine chronische Darmentzündung, die auch mit Gelenkentzündungen einhergehen kann (und es in meinem Fall leider auch tut) bekommen habe. Dabei war das Schlimmste, dass ich mich fast zwei Wochen lang kaum richtig bewegen und vor allem Sarah nicht allein aus ihrem Bettchen
hochheben konnte, weil diesmal ganz massiv die so genannte Kreuzdarm-beingelenke betroffen waren. Mittlerweile wirbele ich aber wieder fast normal durchs Haus und genieße es, meine kleine Maus auf dem Bauch liegen zu haben oder mit ihr auf dem Stillkissen zu schmusen. Und Sarah genießt es auch sehr, eine Runde auf Papa oder Mama liegend zu entspannen.
Auch Sarah hat mittlerweile ihre ersten Arztbesuche hinter sich – die U3 und das Hüftscreening (Originalton Kinderorthopäde: 1a-Hüftgelenke sind das) liegen hinter uns und letzte Woche wurde sie wegen ihres KISS-Syndroms behandelt. KISS steht für Kopfgelenk-induzierte-Symmetrie-Störung. Das kommt gar nicht so selten vor und wir kannten die Symptome bereits von Felix, der ebenfalls als Baby erfolgreich dagegen behandelt wurde. Durch die Geburt (erst recht, wenn die Kinder wie unsere beiden in vorderer Hinterhauptslage zur Welt gekommen sind) kann es zu Verschiebungen und damit verbunden Fehlhaltungen der oberen Halswirbelsäule kommen. Diese lassen sich im Babyalter noch relativ einfach beheben. In unserer Nähe ist praktischerweise einer von nur fünf Kinderorthopäden in ganz Deutschland, die sich auf diese Behandlung spezialisiert haben. Das ganze lief recht undramatisch mit einer Röntgenaufnahme und wenigen Minuten Behandlung ab und Sarah kann
seitdem ihren Kopf viel besser nach links drehen und trinkt noch kräftiger an der Brust als sie das ohnehin schon getan hat.
Ab und zu gibt es auch schon Nächte, in denen sie tatsächlich drei Stunden am Stück ohne Hungergeschrei schläft – das macht Hoffnung. Wir sind gespannt, ob sie dem guten Beispiel ihres großen Bruders folgt und ebenfalls mit acht Wochen erfreulich-erholsame sechs bis sieben Stunden durchschlafen wird.
Denken Sie bitte nicht an einen rosa Elefanten … (Kopie 1)
Mittlerweile haben sich so einige hübsche Babygeschenke von Freunden, Verwandten und Kollegen bei uns angesammelt. Besonders gefreut hat sich Mama, als nicht nur Sarah tolle Geschenke bekam, sondern eine sehr gute Freundin ihr ein edles Duschgel mit passender Bodylotion schenkte. Als erfahrene Doppelmutter weiß sie nämlich aus eigener Erfahrung, dass alle sich aufs Baby konzentrieren und die erschöpfte Mama in der Regel hinten an steht.
Sogar Papa hat sich langsam an den Farbwechsel von blau zu rosa gewöhnt – die kleinen Mädchensachen sind aber auch zu niedlich. Und Sarah ist ganz offenbar bereits kräftig gewachsen. Die meisten der schönen geschenkten Anziehsachen in Gr. 62/68 passen ihr bereits! Zwar hat dazu auch der Wäschetrockner, indem die Sachen erfahrungsgemäß leicht einlaufen, etwas beigetragen, aber alles in Gr. 56 ist mittlerweile definitiv zu klein. Über die ersten Stücke freut sich schon eine andere Mama, deren kleines Mädchen viel zu früh auf die Welt gekommen und daher noch deutlich kleiner ist als Sarah.
Auch Felix ist nach wie vor begeistert von seiner kleinen Schwester – wenn er jetzt morgens wieder in den Kindergarten geht, ist vorher unbedingt eine Runde Baby schmatzen angesagt. Manchmal gibt er ihr sogar die Flasche, wenn Mamas Milch nicht ganz ausgereicht hat, um die kleine Maus mit ihrem lang anhaltenden Wachstumsschub und entsprechendem Hunger satt zu
bekommen. Das macht er richtig toll und Sarah genießt es offenbar auch, von ihrem großen Bruder gefüttert zu werden, denn sie bedankt sich regelmäßig mit einem zufriedenen Glucksen und häufigen kurzen Lächeln, das wiederum bei Felix für Freude und den Ausspruch: „Ich mag das Baby“ oder manchmal auch: „Ich Baby liebhaben“ sorgt.
Übrigens: wenn Sie auf dem Foto einen rosa Elefanten sehen, dann sind Sie nicht dem berühmten Test zum Opfer gefallen, sondern haben einfach nur sehr gute Augen und den niedlichen Eli auf Sarahs neuestem Geschenk entdeckt ;-) …
Ein Wochenende mit Tante Biggi
Zwischenzeitlich ist Felix hinsichtlich seiner Schlafgewohnheiten trotz des schönen Hochbettes leider etwas rückfällig geworden und hat wieder einige Nächte im elterlichen Bett verbracht. Das änderte sich aber mit dem Besuch von Tante Biggi, die zu Felix’ Begeisterung am Freitagnachmittag kam und endlich einmal - was wegen ihrer Arbeit leider sehr selten vorkommt - das ganze Wochenende bleiben konnte. Sie hat dann die erste Nacht mit Felix gemeinsam auf der Kuschelmatratze unter dem Hochbett verbracht, aber in der nächsten schlief er allein oben! Tante Biggi lag wieder auf der Matratze darunter, sodass er ganz beruhigt sein konnte.
Neuerdings hat er nämlich Angst, allein in seinem Zimmer zu sein. Nachts muss jetzt immer eine kleine Lampe auf seinem Schrank an bleiben, und manchmal kommt er trotzdem eine Weile später ganz verängstigt mit den Worten „hui buh kommt“ zu uns ins Schlafzimmer nebenan getapert und kuschelt sich an Papa oder Mama, ehe er wieder einschlafen kann.
Nun bleibt die berechtigte Hoffnung, dass Tante Biggis Besuch etwas nachwirkt und er von jetzt an wieder überwiegend in seinem eigenen Bett schläft.
Überhaupt war das Wochenende mit Tante Biggi der Hit – die beiden sind im Garten herumgetollt, haben eingekauft, am Waldsee Libellen, eine Wasserschildkröte, Blesshühner und Enten beobachtet und den Spielplatz neben Felix’ neuem Kindergarten getestet. Sarah kam natürlich auch nicht zu kurz, sondern wurde ausgiebig von allen beschmust und hat Felix auf einem Teil seiner Unternehmungen im Kinderwagen liegend begleitet. Die meiste Zeit hat sie allerdings geschlafen.
Viel zu schnell war das schöne Wochenende vorbei und der Abschied da. Einziger Trost ist da die Vorfreude auf den Kindergarten, der nun seine Schließzeit beendet hat und darauf, dass Tante Biggi hoffentlich bald wieder kommt!
Die erste Nacht im Hochbett
Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen des neuen Hochbetts: Am Freitag erfolgte pünktlich, wie von der Spedition angekündigt, die Lieferung, und am Samstag hat Papa dann das Bett aufgebaut. Felix hat natürlich fleißig dabei mitgeholfen, indem er mit seiner Spielzeugbohrmaschine alle Stellen, an denen Papa geschraubt hat nachbearbeitet hat – naja, und auch einige, an denen keine Schrauben sind …
Am Abend wurde es dann richtig spannend: Würde Felix seinen derzeitigen Schlafplatz im elterlichen Bett zugunsten des Hochbettes räumen? Schließlich schläft Sarah noch im Beistellbett direkt neben Mama, und Felix ist meist auch mit den größten Überredungskünsten nicht aus der Nähe seiner kleinen Schwester wegzulocken – schon gar nicht abends. Aber schließlich siegte tatsächlich das Hochbett! In Verbindung mit dem Planwagendach ist es aber auch viel zu spannend und gemütlich dort oben. Papa, Mama, Oma, Tante und Cousin haben Felix übrigens schon glühend um das schöne Bett beneidet – so etwas Tolles hätten sie als Kinder auch gern gehabt.
Auf Felix’ Begeisterung stießen auch die schicken Ordnungstaschen, die er selbst am unteren Rahmen angebracht hat. Dort kamen gleich sämtliche Pixi-Bücher und Fußballsammelbilder hinein.
Dann wurde der Bewegungsablauf „Leiter hinunter“ geübt – erst Griff, dann Stufe. Den hatte er zu unserer Beruhigung nach wenigen Minuten so verinnerlicht, als hätte er nie etwas anderes getan.
Zum Schluss legte Mama noch eine zweite Matratze zum Kuscheln und Spielen unter das Bett. Da lagen wir abends eine Weile zu zweit und schauten Pixi-Bücher an ,ehe Felix nach oben kletterte. Dort schlief er tief und fest bis zum nächsten Morgen. Wir sind richtig stolz auf „unseren Großen“!
Nun werden nach und nach jedem Besucher voller Stolz Baby und Hochbett präsentiert – und wenn Felix das tut, sieht die Reihenfolge etwas anders aus …
Felix und Sarah – das Dreamteam
Als Felix am Tag von Sarahs Geburt ins Krankenhauszimmer kam und „hallo Baby“ sagte, ging ihr Kopf sofort in seine Richtung. Das mag Zufall oder auch Absicht gewesen sein, aber fest steht, dass Sarah höchst positiv auf ihren großen Bruder reagiert. Oder anders ausgedrückt: Er hat bei ihr ziemlich viel Narrenfreiheit; darf in unmittelbarer Nähe Krach machen, schreien, sie knuddeln (was nicht immer so wirklich zärtlich, sondern manchmal noch leicht grobmotorisch abläuft und daher von Papa und Mama mit Argusaugen beobachtet wird) und sogar während sie trinkt auf Stirn oder Ärmchen küssen. Das sollten Papa oder Mama mal wagen …
Sobald einer von uns lauter wird, knörrt sie, schmusen ist zwar willkommen, aber bitte nur an Stellen, an denen sie auf keinen Fall kitzelig ist und wenn sie trinkt, will sie verständlicherweise ihre Ruhe haben. Natürlich alles mit Ausnahme von Felix – für den gelten diese „Restriktionen“ nicht …
Umgekehrt ist es aber nicht anders: Felix geht abends nur ins Bett, wenn Mama und Baby neben ihm liegen – vorher ist an Schlaf nicht mal ansatzweise zu denken. Wenn Sarah nachts schreit, stört ihn das – im Gegensatz zu den meisten anderen Geräuschen – überhaupt nicht.
Morgens wird als erstes das Schwesterchen beschmatzt, und wehe Mama eröffnet nicht umgehend die Milchbar, wenn Sarah hungrig schmatzt. Letzteres wird dann mit einem höchst nachdrücklichen „Mama komm’ bitte, Baby hat Hunger!“ verkündet.
Leider musste Mama letzte Woche wegen eines Milchstaus viel liegen. Deshalb konnten wir noch nicht so oft mit Sarah im Kinderwagen zusammen rausgehen, aber einmal hat es mittlerweile doch geklappt. Felix durfte den Kinderwagen ein großes Stück des Weges selbst schieben und tat das mit sichtlich stolzgeschwellter Brust!
Heute ist der Papa dran
Da Diana krank ist, schreibe heute mal ich den Beitrag. Die letzten Tage waren – wie soll ich sagen – eine bunte Mischung aus Freude, Sorge und Schlafmangel.Freude darüber, dass trotz mancher kritischen Phase in der Schwangerschaft wir nun eine gesunde kleine Tochter in den Armen halten dürfen. Ich persönlich bin ganz ehrlich gesagt auch ein bisschen froh, dass Diana unsere Kleine ohne mein Beisein auf die Welt gebracht hat. Obwohl ich bei Felix’ Geburt dabei war und das auch keinesfalls missen möchte, war ich doch irgendwie sehr erleichtert, dass Sarah bereits auf der Welt war, als Diana aus dem Kreißsaal anrief. Ich bin natürlich mit Felix und meiner Mutter sofort, nachdem wir ihn aus der Krippe abgeholt haben, in die Klinik gefahren.
Wie Sarah dort so winzig klein in ihrem Bettchen lag, war schon beeindruckend!
Die ersten Tage zu Hause hatte ich immer Angst, ihr versehentlich weh zu tun. Schließlich sind wir von Felix mittlerweile deutlich größere Proportionen
gewohnt. Inzwischen sind mir die babytypischen Griffe beim Windeln, Schlafen legen etc. aber wieder vertraut und es spielt sich langsam so etwas wie ein
Alltagsablauf ein.
Zu schaffen macht uns allerdings der Schlafmangel. Zwar teile ich mir meine Arbeitszeit weitestgehend selbst ein, aber ein Minimum an Arbeit ist immer zu
erledigen. Bei allem Verständnis, dass meine Geschäftspartner und Kunden für mich als frischgebackenen Doppelpapa haben, kann ich nun mal nicht einfach
Urlaub nehmen und die Firma für zwei Wochen schließen.
Diana stillt Sarah alle drei bis vier Stunden, aber manchmal reicht das nicht ganz aus. Dann mache ich ihr zusätzlich ein Fläschchen. Sie liegt dann friedlich saugend in meinem Arm und schläft dort meist ein. Besonders gern liegt sie auch auf meinem oder Dianas Bauch – da „hängt“ sie dann ganz entspannt ab.
Diesmal ist vieles anders als bei Felix. Einerseits sind wir als Eltern etwas entspannter und nicht mehr ganz so unsicher wie damals, andererseits gibt es
jede Menge neue Herausforderungen wie z. B. Felix das Gefühl zu geben, dass er nicht „hinten runter fällt“. Zum Glück liebt er seine kleine Schwester
offenbar sehr.
Und ich muss oft an meinen Vater denken, der wenige Monate nach Felix’ Geburt gestorben ist. Wie sehr hätte er sich über ein weiteres Enkelkind –
insbesondere ein so süßes Mädel - gefreut!
Sarah Denise ist da!
Da ich am Montag einen sogenannetn hohen Blasensprung, aber noch keine Wehen hatte, musste am Dienstag die Geburt eingeleitet werden. Laut Aussage der Ärzte und Hebammen in der Klinik würde das aber noch einen bis mehrere Tage dauern. Den ganzen Dienstag über tat sich tatsächlich nichts Nennenswertes, was am Mittwochmorgen auch erst einmal genauso weiterging. Allerdings änderte sich das am Vormittag sehr plötzlich und heftig. Als nämlich die Hebamme zu ihrer eigenen Überraschung endlich feststellte, dass ich mittlerweile nicht nur im Gegensatz zu den medikamentös erzeugten Einleitungswehen echte Geburtswehen, sondern bereits Presswehen hatte, dauerte es noch exakt sieben Minuten bis unsere kleine Tochter auf die
Welt kam! Offenbar ist unsere süße Maus eine von der ganz schnellen Truppe …
Obwohl genau drei Wochen vor dem errechnetem Termin geboren, ist sie stolze 55 cm lang, 3.350 Gramm schwer und hat einen Kopfumfang von 36 cm.
Papa konnte es erst gar nicht glauben, als ich gegen 11.30 Uhr aus dem Kreißsaal anrief und unsere Kleine im Hintergrund bereits munter am Schreien war. Zwar war vorgesehen, dass er – wie bei Felix’ Geburt schon – wieder dabei sein würde, aber da das Beamen der Science-Fiction-Literatur vorbehalten ist, war das bei dieser sehr überstürzten Geburt einfach nicht möglich.
Seit Freitagnachmittag sind wir nun zu Hause und jetzt muss sich erst einmal der Alltag einspielen. Sarah hat einen äußerst gesunden Hunger und Durst und liegt folglich meist zufrieden und kräftig saugend an Originalton Felix: „Mamas Milchtankstelle“. Fortsetzung folgt …
Baby, komm' endlich!
Felix ist mittlerweile genauso ungeduldig wie Mama und spielt, wie man auf dem Bild sehen kann, auch gern selbst mal Baby. Zwar ist der vom Frauenarzt errechnete Geburtstermin erst Ende Juli, aber meine Hebamme geht aufgrund des Fundusstands der Gebärmutter und bereits mehrfach heftiger Vorwehen eher von Mitte Juli aus. In Anbetracht des heißen Sommerwetters – unsere Tageszeitung vermeldete letzte Woche mehrfach Rekordhitzewerte, die seit 60 Jahren nicht mehr erreicht wurden – wäre mir das durchaus recht. Felix jedenfalls sagt ständig: „Baby komm’ endlich!“ Das könnte zum einen an seiner tatsächlich immer größer werdenden Vorfreude liegen, oder auch daran, dass ich ihm gesagt habe, erst käme das Baby auf die Welt, dann würde sein Hochbett geliefert und danach stünde der Wechsel in seinen neuen Kindergarten an. Auf alles drei freut er sich schon mächtig! Sein Hochbett haben wir vorletzte Woche bestellt, und es wird voraussichtlich Anfang August geliefert. Wir haben uns für das Modell Fleximo in 183 cm Höhe mit schräger Griffleiter und diversem Zubehör wie den schicken Taschen und den praktischen Haken entschieden. Felix ist nämlich genauso ein Ordnungsfan wie seine Eltern. Zwar sind 183 cm für einen knapp Dreijährigen noch relativ hoch, aber er gleicht motorisch und körperlich ja eher einem Vierjährigen.
Außerdem hat er im Möbelhaus eindrucksvoll bewiesen, dass er die Leiter quasi im Sturm nimmt. Beim Absteigen ist er zwar noch etwas unsicher, aber daher umso vorsichtiger, was uns beruhigt hat.
Wenn später sein Schwesterchen aus ihrem Babybett herausgewachsen ist, soll noch die Liege aus dem Fleximo-Programm quer unter das Hochbett kommen. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr – sowohl auf die Ankunft des Babys als auch auf die des Hochbettes.
Zeckenalarm
Nachmittags war Felix mit Oma am Waldsee, und als ich ihm beim Abendbrot über den Kopf strich, merkte ich, dass dort ein kleiner Knubbel zu spüren war. Zuerst dachte ich, es handele sich um ein Stückchen Holz oder er habe sich gekratzt und es hätte sich dort Schorf gebildet. Erst beim reflexartigen Versuch des Entfernens und damit näherem Hinsehen sah ich, dass er sich ganz offenbar trotz schützender Schirmmütze eine Zecke eingefangen hatte, denn a) ließ sich der „Knubbel“ nicht einfach entfernen und b) bewegte er sich plötzlich.
Es handelte sich um eine so genannte Nymphe, eine noch sehr kleine Zecke, die nichts desto trotz gerade anfing, kräftig Blut zu saugen. Es war bereits ein kleines rotes Tröpfchen in ihrem Leib zu erkennen und sie hing mit ihren Saugwerkzeugen auch schon sehr fest in Felix’ Kopfhaut, wie wir zu unserem Schrecken feststellten.
Sofort holte ich meine so genannte Zeckenkarte, denn mit einer Pinzette ist diesen Nymphen schlecht beizukommen. Benutzt hatte ich besagte Karte allerdings noch nie und war folglich ebenso aufgeregt wie vorsichtig, als sie nun erstmals zum Einsatz kam. Felix war ganz tapfer, und beim dritten Versuch gelang es mir, die Zecke vollständig, also einschließlich Saugwerkzeugen, von seinem Kopf zu lösen. Dann desinfizierte ich die Stelle ringsherum gründlich mit medizinischem Alkohol und rief in der Ambulanz des Kinderkrankenhauses an. Dort sagte man mir, mein Vorgehen sei genau richtig gewesen und die Gefahr, sich durch einen Zeckenbiss mit Borreliose, FSME oder sonstigen gefährlichen Krankheiten anzustecken, sei umso geringer, je eher man das Tier vollständig entferne. Das ging in Felix’ Fall ja zum Glück relativ schnell, denn die Zecke wäre deutlich dicker gewesen, wenn sie schon länger bei ihm Blut gesaugt hätte. Trotzdem müssen wir noch einige Tage lang regelmäßig an der Bissstelle schauen, ob sich eventuell um sie eine Rötung zeigt. Wenn das passieren sollte, müssten wir umgehend mit ihm zum Arzt. Und falls er innerhalb der nächsten sechs Monate eine fieberhafte Infektion mit Kopfschmerzen bekäme, sollten wir immer darauf hinweisen, dass er einen Zeckenbiss hatte. Vorsorglich habe ich einen neonfarbigen Haftnotizzettel in seinem Untersuchungsheft angebracht, auf dem die Notiz steht: „22.06.2010: Zecke am Kopf entfernt.“
Am nächsten Tag habe ich gleich für jede Gruppe in Felix’ Kindergarten eine Zeckenkarte (diese Plastikkarten im Scheckkartenformat mit der Vorrichtung zum Entfernen gibt es in der Apotheke) besorgt, denn die Leiterin war ganz begeistert, als ich ihr die Geschichte erzählte und zeigte, wie vergleichsweise einfach die Anwendung ist.
Es handelte sich um eine so genannte Nymphe, eine noch sehr kleine Zecke, die nichts desto trotz gerade anfing, kräftig Blut zu saugen. Es war bereits ein kleines rotes Tröpfchen in ihrem Leib zu erkennen und sie hing mit ihren Saugwerkzeugen auch schon sehr fest in Felix’ Kopfhaut, wie wir zu unserem Schrecken feststellten.
Sofort holte ich meine so genannte Zeckenkarte, denn mit einer Pinzette ist diesen Nymphen schlecht beizukommen. Benutzt hatte ich besagte Karte allerdings noch nie und war folglich ebenso aufgeregt wie vorsichtig, als sie nun erstmals zum Einsatz kam. Felix war ganz tapfer, und beim dritten Versuch gelang es mir, die Zecke vollständig, also einschließlich Saugwerkzeugen, von seinem Kopf zu lösen. Dann desinfizierte ich die Stelle ringsherum gründlich mit medizinischem Alkohol und rief in der Ambulanz des Kinderkrankenhauses an. Dort sagte man mir, mein Vorgehen sei genau richtig gewesen und die Gefahr, sich durch einen Zeckenbiss mit Borreliose, FSME oder sonstigen gefährlichen Krankheiten anzustecken, sei umso geringer, je eher man das Tier vollständig entferne. Das ging in Felix’ Fall ja zum Glück relativ schnell, denn die Zecke wäre deutlich dicker gewesen, wenn sie schon länger bei ihm Blut gesaugt hätte. Trotzdem müssen wir noch einige Tage lang regelmäßig an der Bissstelle schauen, ob sich eventuell um sie eine Rötung zeigt. Wenn das passieren sollte, müssten wir umgehend mit ihm zum Arzt. Und falls er innerhalb der nächsten sechs Monate eine fieberhafte Infektion mit Kopfschmerzen bekäme, sollten wir immer darauf hinweisen, dass er einen Zeckenbiss hatte. Vorsorglich habe ich einen neonfarbigen Haftnotizzettel in seinem Untersuchungsheft angebracht, auf dem die Notiz steht: „22.06.2010: Zecke am Kopf entfernt.“
Am nächsten Tag habe ich gleich für jede Gruppe in Felix’ Kindergarten eine Zeckenkarte (diese Plastikkarten im Scheckkartenformat mit der Vorrichtung zum Entfernen gibt es in der Apotheke) besorgt, denn die Leiterin war ganz begeistert, als ich ihr die Geschichte erzählte und zeigte, wie vergleichsweise einfach die Anwendung ist.
Abschied von der Windelzeit
Diese Woche war Schnuppertag im neuen Kindergarten. Felix hat es dort prima gefallen – in der Krippe ist er nun fast der Älteste, und entsprechend freut er sich über ältere Kinder, die für ihn mittlerweile viel interessanter sind als die „Minis“.Natürlich kam seitens der Erzieherin auch die Frage, ob er denn schon trocken sei, denn im Kindergarten würde nicht mehr gewindelt. Nun, er ist gerade dabei, sich von der Windelzeit zu verabschieden, aber die Wochen bis zum Wechsel in den neuen Kindergarten werden wir sicherlich zum endgültigen „trocken werden“ noch benötigen. Um ihn verstärkt zur Nutzung des Töpfchens zu motivieren, lassen wir ihn im Garten bei dem schönen Sommerwetter meist in Badehose herumlaufen, die er sich einfacher als seine normalen Spielhosen aus- und wieder anziehen kann. Jedes erfolgreiche Nutzen des Töpfchens wird natürlich gelobt, aber das reichte ihm scheinbar noch nicht ganz aus.
Besonders toll fand er es nämlich, als wir im Scherz sagten, Papa müsse eigentlich jedes Mal in die Vuvuzela tröten – Felix hat das aufgeschnappt und prompt entsprechend eingefordert, indem er sie gleich aus dem Wohnzimmer holte! Hm, warum eigentlich nicht? Am liebsten hätte Felix natürlich selbst getrötet, aber das gelingt ihm glücklicherweise (noch) nicht so gut und laut wie Papa es kann. Also hat Papa tatsächlich beim nächsten erfolgreichen Töpfchengang einmal laut in die Vuvuzela getrötet. Felix bekam sich fast nicht mehr ein vor Lachen, und Mama schaut sich derweil schon mal nach einer neuen Bleibe um ... Schließlich ist es durchaus realistisch zu befürchten, dass die Nachbarn auf Dauer vielleicht nicht so ganz vollständig unsere Begeisterung über Felix’ Fortschritte in der Sauberkeitserziehung teilen werden …
Plötzlich zu Hause
Vier Wochen früher als geplant muss ich nun zu Hause bleiben – letzte Woche bekam ich mitten in einer Besprechung heftige Unterleibsschmerzen. Zwar war ich ziemlich sicher, dass es sich nicht um vorzeitige Wehen handelte (die fühlten sich in der ersten Schwangerschaft anders an), aber da die Schmerzen knapp über fünf Stunden anhielten und prompt am frühen Morgen des nächsten Tages ebenso intensiv wiederkehrten und diesmal gut drei Stunden dauerten, ging ich sicherheitshalber statt zur Arbeit zur Frauenärztin. Laut CTG waren es auch keine Wehen, aber es gab natürlich den „Vorführeffekt“, denn während der Messung hatte ich kaum Beschwerden. Da es im Liegen grundsätzlich deutlich besser wurde und es aufgrund meines starken Gewichtsverlusts in Verbindung mit dem mittlerweile recht großen Baby verstärkt zu heftigen Dehnungsschmerzen kommen kann, schrieb die Ärztin mich bis zum Mutterschutzbeginn in zwei Wochen krank und riet mir, mich unbedingt schnellstmöglich hinzulegen, sobald die Schmerzen wiederkämen. Daran halte ich mich auch brav, denn eine Geburt vor Ende Juni wäre aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Lungenreifung zwar nicht mehr lebensbedrohlich, aber unsere Kleine müsste noch für einige Wochen in den Brutkasten.
Eigentlich wollte ich noch die ersten beiden Wochen im Mutterschutz weiterarbeiten, um mich schon mal an mein künftiges HomeOffice zu gewöhnen, aber das wird jetzt leider auch nichts. Momentan bin ich schon froh, wenn die Kleine nicht vor dem Mutterschutzbeginn Mitte Juni zur Welt kommt. Die nächsten ca. drei Wochen sind halt noch eine kritische Phase, auch wenn es beruhigend zu wissen ist, dass sie im Brutkasten bereits jetzt überleben würde.
Montag gab es noch einen weiteren Schrecken, weil ich laut Lackmuspapiertest, den ich aus gegebenem Anlass durchgeführt habe, Fruchtwasser verloren habe. Also ab ins Krankenhaus. Zum Glück ist mittlerweile diesbezüglich Entwarnung angesagt, aber nach wie vor muss ich mich häufig hinlegen, weil die heftigen Schmerzen weiterhin mein ständiger Begleiter sind. Hatte mir die letzten Schwangerschaftswochen ehrlich gesagt etwas anders vorgestellt, aber die Hauptsache ist zurzeit, dass die Kleine gesund auf die Welt kommt.
Eigentlich wollte ich noch die ersten beiden Wochen im Mutterschutz weiterarbeiten, um mich schon mal an mein künftiges HomeOffice zu gewöhnen, aber das wird jetzt leider auch nichts. Momentan bin ich schon froh, wenn die Kleine nicht vor dem Mutterschutzbeginn Mitte Juni zur Welt kommt. Die nächsten ca. drei Wochen sind halt noch eine kritische Phase, auch wenn es beruhigend zu wissen ist, dass sie im Brutkasten bereits jetzt überleben würde.
Montag gab es noch einen weiteren Schrecken, weil ich laut Lackmuspapiertest, den ich aus gegebenem Anlass durchgeführt habe, Fruchtwasser verloren habe. Also ab ins Krankenhaus. Zum Glück ist mittlerweile diesbezüglich Entwarnung angesagt, aber nach wie vor muss ich mich häufig hinlegen, weil die heftigen Schmerzen weiterhin mein ständiger Begleiter sind. Hatte mir die letzten Schwangerschaftswochen ehrlich gesagt etwas anders vorgestellt, aber die Hauptsache ist zurzeit, dass die Kleine gesund auf die Welt kommt.
Größenvergleich und Farbwechsel
Wie uns kürzlich erst so richtig beim Paarabend des Geburtsvorbereitungskurses klar geworden ist, müssen wir – die wir ja einen lebhaften und relativ großen knapp 3jährigen gewohnt sind – uns nun erst einmal wieder auf deutlich kleinere Dimensionen einstellen. Das ging bei den winzigen Windeln los – diese Übung mussten wir als „erfahrene“ Eltern natürlich nicht mehr absolvieren – und endete noch lange nicht bei der lebhaften Geburtsschilderung einschließlich Puppe in Echtgröße. Dann kamen am Wochenende zwei Kolleginnen, von denen wir gebrauchte Kindersachen bekommen haben: einmal für Felix und einmal für das Baby. Auch da wieder das Aha-Erlebnis mit dem Größenvergleich: Felix trägt mittlerweile Größe 110 und Schuhgröße 28 und die Babysachen gingen bei 56 bzw. Schuhgröße 18 los. Welch ein Unterschied! Außerdem ist auch noch Farbwechsel von blau zu rosa und pink angesagt, was ebenfalls reichlich ungewohnt ist. Die Kollegin mit den Babysachen hatte auch größere Kleidungsstücke mitgebracht – ihre Tochter ist mittlerweile vier Jahre alt. Entsprechend umfangreich war die Auswahl, von der Mama, Papa und Oma gleichermaßen begeistert waren. Mama hat mittlerweile den riesigen Umzugskarton mit den schönen Mädchensachen geleert, die Babysachen eingeräumt und den Rest für später nach Jahreszeit und Größe sortiert auf dem Dachboden verstaut. Und Felix wird garantiert ebenso cool wie schick in seinen frisch erworbenen Jungssachen aussehen. Da sind u. a. eine tolle Bermudahose, ein schickes T-Shirt und zwei weitere Tigerentenpullis (seinen jetzigen liebt er sehr!) mit dabei, aber die werden wohl erst im Herbst passen, wenn er die nächste Konfektionsgröße braucht. Übrigens gibt es bei uns in der Gegend demnächst offenbar einen Mädchenboom: Sämtliche Eltern aus dem Geburtsvorbereitungskurs und auch eine Kollegin aus der Bank erwarten im Juli, ebenso wie wir, ein bzw. in einem Fall sogar zwei Mädchen! Die letzten Umräumarbeiten
Jetzt sind wir mit den Umräumarbeiten zu ungefähr 80% fertig. Der größte Brocken war die Dachbodenaktion, die mit Babybauch gar nicht so ohne war. Dort lagen ja Babykleidung und -spielsachen sowie der erste Autositz von Felix. Das konnte aber alles erst in den Wohnbereich geholt werden, nachdem in diesem entsprechend Platz geschaffen war. Dazu wiederum musste überall erstmal kräftig ausgemistet und umgeräumt werden, so dass die Reihenfolge letztlich lautete: zuerst den Anbau aus- und aufräumen, dann insgesamt 7 Metallschränke für den Bereich kaufen und die nicht zwingend benötigten Dinge aus dem Haus darin einräumen. Außerdem hieß es, sich im Wohnzimmer von einer Glasvitrine und einem Sekretär zu verabschieden, denn dort wird künftig der Laufstall stehen. Die beiden Möbelstücke bleiben aber sozusagen in der Familie, denn sie passen prima in Omas Wohnzimmer, deren Wohnung aufgrund recht moderner Möblierung wie die einer 30jährigen aussieht.Am Sonntag hat Papa sich dann als Heimwerker betätigt und ein Regal im Hauswirtschaftsraum sowie eine Gardinenstange über der Haustür angebracht. Mama mag es nämlich gar nicht, wenn man abends von draußen durch die Glaseinsätze der Haustür schauen kann. Sie hat derweil weiter Ihr künftiges HomeOffice aufgeräumt und Oma sorgte mit frisch gebackenem Kuchen für die nötigen kreativen Pausen. Papa hasst übrigens Heimwerkerarbeiten. Umso mehr freut Mama sich, dass nun auch diese lästigen Arbeiten endlich fertig sind und hat Papa zum Ausgleich für die ungeliebte Tätigkeit eine leckere Rinderhackfleisch-Pfanne zum Abendbrot zubereitet. Danach war die Stimmung gleich wieder viel besser ;-) ...Jetzt fehlt nur noch das schöne Paidi-Hochbett für Felix, das wir vor einigen Tagen bereits im Möbelgeschäft eingehend ausprobiert haben. Er ist sehr flink beim Leiterhochklettern, tut sich allerdings noch etwas schwer mit dem Abstieg. Bis zur Lieferung wird das aber sicher auch klappen. Er kann kaum seinen 3. Geburtstag erwarten, denn ungefähr zu dieser Zeit werden wir es aufbauen.
Geburtsvorbereitung – langsam wird es mühsam
Letzte Woche war der zweite Termin meines Geburtsvorbereitungskurses. In der 1. Schwangerschaft hatte ich einen Kurs der örtlichen Volkshochschule an 10 Abenden belegt. Das meiste davon habe ich erfolgreich verdrängt; ich erinnere mich nur noch an unkoordinierte Gruppenzappelei und Geburts-Schilderungen seitens der Kursleitung, auf die ich – Erfahrungswert bei Felix’ Geburt – getrost hätte verzichten können. Diesmal habe ich mich daher für einen Kompaktkurs bei meiner Hebamme entschieden. Dieser Kurs setzt den Schwerpunkt auf Entspannung und findet effizienterweise nur viermal in Doppelstunden statt. Dort läuft es völlig anders ab: kleiner Teilnehmerkreis, hübsch eingerichteter Raum mit unzähligen Kissen, Decken und weichen Bodenmatten, dazu fundierte und anschauliche Erklärungen und natürlich die klassischen Atemübungen. Das war sehr entspannend, was die „Karate-Maus“ in meinem Bauch wohl genauso empfunden hat, denn sie strampelte dabei weit rhythmischer als sie es sonst macht und gönnte mir danach vergleichsweise ruhige Nächte. Obwohl ich mittlerweile am Ende der 31. Schwangerschaftswoche bin, habe ich noch dasselbe Gewicht wie vor der Schwangerschaft. Zwar sind Babybauch und Oberweite recht umfangreich, dafür aber der „Rest“ spürbar weniger geworden. Das habe ich drei heftigen Magen-Darm-Infekten, bei denen ich jedes Mal für einige Tage ins Krankenhaus musste und Infusionen bekam, zu verdanken. Grund zur Besorgnis besteht deswegen aber nicht, da ich vor der Schwangerschaft leichtes Übergewicht hatte und die Kleine völlig normal entwickelt ist.Mühsam wird es aber langsam doch: ich bin ziemlich kurzatmig geworden, Treppensteigen fällt mir schwer, die Auf- und Umräumarbeiten sorgen für Muskelkater, und auch die Fahrten zur Arbeit mit vorherigem "Felix-in-die-Krippe-bringen" und den nervigen Zugverspätungen wegen Gleisbauarbeiten strengen mich zunehmend an. Daher freue ich mich schon auf meinen mittlerweile bewilligten und hoffentlich in ca. 3 Wochen funktionsfähigen Heimarbeitsplatz.
Felix schmatzt jetzt übrigens immer öfter auf meinen dicken Babybauch - neuerdings wartet er sogar auf Antwort von drinnen. Erst wenn sein Schwesterchen seiner Meinung nach angemessen, d. h. mindestens mit zwei deutlich spürbaren Strampelbewegungen auf seine Schmatzer reagiert hat, gibt er sich zufrieden, sagt "Baby blubb blubb" oder verabschiedet sich mit "Baby jetzt heia" von ihr.
Der Tag der verirrten Ente
Diverse Katzenbesuche sind wir ja mittlerweile gewohnt – sehr zum Leidwesen unserer Sally, die sich jedes Mal furchtbar aufregt, wenn fremde Artgenossen „ihr“ Grundstück betreten. Am Freitag aber gab es Besuch der anderen Art: Diesmal watschelte lustig und munter eine Ente vor unserer Haustür und durch den Garten – das war für Felix abgesehen von „Audi-Peters“ Besuch am Wochenende natürlich DAS Ereignis! Normalerweise müssen Oma, Mama oder Papa schließlich ca. 800 Meter bis zum nahegelegenen Schwimmteich, an dem es jede Menge Enten gibt, mit ihm spazieren gehen, aber diesmal kam so ein Tierchen direkt zu ihm – unglaublich aus Felix’ Sicht! Entsprechend begeistert wurde die Ente von ihm begrüßt, was sie erstaunlich zutraulich über sich ergehen ließ. Sie verweilte sogar relativ lange in unserem Garten und schien Felix’ Gesellschaft durchaus als interessant, zumindest aber nicht als störend zu empfinden. Irgendwann hatte sie dann allerdings wohl doch Heimweh und machte sich auf den Weg zum Teich, was ihr aber gar nicht so leicht fiel. Omas Versuche, ihr per Handzeichen den Weg in Richtung Teich zu weisen ernteten entenseitig nur fragende Blicke. Felix betätigte sich dann als „Entenflüsterer“, indem er einfach mit seinem Dreirad in Richtung Teich fuhr – das erste Stück in Begleitung der Ente, die dann allerdings kurze Zeit später offenbar ihre Orientierung wiederfand und ihren Weg allein in der Luft fortsetzte. Felix war jedenfalls so beeindruckt, dass er bis in den Schlaf hinein immer wieder „heute nat nat Garten“ sagte, und vermutlich träumte er auch noch von seinem ungewohnten Spielgefährten.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf – die Realität
Würde man naiv den Politikern glauben, dann dürfte es überhaupt keine Kinderbetreuungsprobleme geben und eine mütterliche Vollzeit-Berufstätigkeit, mindestens aber eine umfangreiche Teilzeitarbeit wäre der problemlos organisierbare Standard. In dieser Woche haben wir mal wieder die Unterschiede zwischen dem propagierten Ausbau der Kinderbetreuungsplätze und der Realität in Niedersachsen kennengelernt.
Felix ist seit kurz nach der Geburt für einen Ganztagskindergartenplatz angemeldet; derzeit besucht er die städtische Krippe mit einem ¾-Platz plus Frühdienst, was der dortigen maximalen Betreuungszeit entspricht. Den „Rest“, der immerhin von Mamas arbeitsbedingter Abwesenheit einschließlich Fahrzeiten noch knapp vier Stunden täglich ausmacht, decken Oma und Papa ab, wobei Papa als selbstständiger Wirtschaftsinformatiker diese Zeit jeweils nachts nacharbeitet. Trotz meines wiederholten Hinweises beim Jugendamt, dass ich nach der Geburt des zweiten Kindes keine Elternzeit nehmen werde, ging der dortige Sachbearbeiter absolut selbstverständlich davon aus, dass ich erst einmal ein Jahr zu Hause bleiben würde – schließlich gibt es ja Elterngeld! Das ist an sich eine schöne Sache, vor allem beim ersten Kind, wenn der beantragende Elternteil bis dahin Vollzeit gearbeitet hat und wo wir es uns tatsächlich dank Elterngeld leisten konnten, dass ich ein ganzes Jahr lang zu Hause blieb. Man sollte allerdings einplanen, dass das Elterngeld ca. 40% weniger Jahresnettogehalt bedeutet, denn gezahlt werden 67% des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten 12 Monate, bei denen aber sämtliche Sonderzahlungen wie Boni, Weihnachts- und Urlaubsgeld unberücksichtigt bleiben. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen- oder Krankengeld.
Da ich letztes Jahr eine Zeitlang Krankengeld bekommen habe, würde mein jetziges Elterngeld nur noch ungefähr die Hälfte meines Jahresnettovollzeitgehalts betragen und das können wir uns diesmal nicht leisten. Davon abgesehen wäre ich auch bei Elterngelderhalt nur einige Monate zu Hause geblieben. Mir fiel der Wiedereinstieg nach einem ganzen Jahr Elternzeit relativ schwer, und das möchte ich diesmal gern vermeiden.
Da mir Kita-seitig vor einigen Wochen gesagt wurde, bei meinen Arbeitszeiten würde ich problemlos einen Ganztagsplatz für Felix bekommen, fielen wir aus allen Wolken, als mir der Sachbearbeiter beim Jugendamt auf meine telefonische Nachfrage mitteilte, dass Felix nach seinem dritten Geburtstag nur einen Halbtagsplatz bekommen soll. Effektiv entspricht dies einer Kürzung der bereits jetzt schon nicht ausreichenden Betreuungszeit um 40% - und das bei gleichbleibender Arbeitszeit und nunmehr 2 Kindern! Zwar wird Oma sich mit Unterstützung einer Tagesmutter um das Baby kümmern, aber ein Baby plus einen ¾ Tag einen munteren Dreijährigen kann man einer 70jährigen nun wirklich nicht mehr zumuten!
Ich hatte eine üble schlaflose Nacht, ehe es mir am nächsten Tag gelang, beim Jugendamt und der Kita-Leitung klarzustellen, dass ich trotz Baby weiterhin Vollzeit arbeiten werde. Nun muss mein Arbeitgeber zum wiederholten Mal den Umfang meiner Arbeitszeit schriftlich bestätigen und dann soll es mit dem Ganztagsplatz doch noch klappen. Wir sind gespannt, wie es nächstes Jahr zum Thema Krippe für unsere Kleine weitergeht – eine Krippenbetreuung für unter Einjährige gibt es in unserer Nähe nämlich überhaupt nicht, und die wenigen Plätze für 1- bis 2-Jährige sind hart umkämpft …
Felix ist seit kurz nach der Geburt für einen Ganztagskindergartenplatz angemeldet; derzeit besucht er die städtische Krippe mit einem ¾-Platz plus Frühdienst, was der dortigen maximalen Betreuungszeit entspricht. Den „Rest“, der immerhin von Mamas arbeitsbedingter Abwesenheit einschließlich Fahrzeiten noch knapp vier Stunden täglich ausmacht, decken Oma und Papa ab, wobei Papa als selbstständiger Wirtschaftsinformatiker diese Zeit jeweils nachts nacharbeitet. Trotz meines wiederholten Hinweises beim Jugendamt, dass ich nach der Geburt des zweiten Kindes keine Elternzeit nehmen werde, ging der dortige Sachbearbeiter absolut selbstverständlich davon aus, dass ich erst einmal ein Jahr zu Hause bleiben würde – schließlich gibt es ja Elterngeld! Das ist an sich eine schöne Sache, vor allem beim ersten Kind, wenn der beantragende Elternteil bis dahin Vollzeit gearbeitet hat und wo wir es uns tatsächlich dank Elterngeld leisten konnten, dass ich ein ganzes Jahr lang zu Hause blieb. Man sollte allerdings einplanen, dass das Elterngeld ca. 40% weniger Jahresnettogehalt bedeutet, denn gezahlt werden 67% des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten 12 Monate, bei denen aber sämtliche Sonderzahlungen wie Boni, Weihnachts- und Urlaubsgeld unberücksichtigt bleiben. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen- oder Krankengeld.
Da ich letztes Jahr eine Zeitlang Krankengeld bekommen habe, würde mein jetziges Elterngeld nur noch ungefähr die Hälfte meines Jahresnettovollzeitgehalts betragen und das können wir uns diesmal nicht leisten. Davon abgesehen wäre ich auch bei Elterngelderhalt nur einige Monate zu Hause geblieben. Mir fiel der Wiedereinstieg nach einem ganzen Jahr Elternzeit relativ schwer, und das möchte ich diesmal gern vermeiden.
Da mir Kita-seitig vor einigen Wochen gesagt wurde, bei meinen Arbeitszeiten würde ich problemlos einen Ganztagsplatz für Felix bekommen, fielen wir aus allen Wolken, als mir der Sachbearbeiter beim Jugendamt auf meine telefonische Nachfrage mitteilte, dass Felix nach seinem dritten Geburtstag nur einen Halbtagsplatz bekommen soll. Effektiv entspricht dies einer Kürzung der bereits jetzt schon nicht ausreichenden Betreuungszeit um 40% - und das bei gleichbleibender Arbeitszeit und nunmehr 2 Kindern! Zwar wird Oma sich mit Unterstützung einer Tagesmutter um das Baby kümmern, aber ein Baby plus einen ¾ Tag einen munteren Dreijährigen kann man einer 70jährigen nun wirklich nicht mehr zumuten!
Ich hatte eine üble schlaflose Nacht, ehe es mir am nächsten Tag gelang, beim Jugendamt und der Kita-Leitung klarzustellen, dass ich trotz Baby weiterhin Vollzeit arbeiten werde. Nun muss mein Arbeitgeber zum wiederholten Mal den Umfang meiner Arbeitszeit schriftlich bestätigen und dann soll es mit dem Ganztagsplatz doch noch klappen. Wir sind gespannt, wie es nächstes Jahr zum Thema Krippe für unsere Kleine weitergeht – eine Krippenbetreuung für unter Einjährige gibt es in unserer Nähe nämlich überhaupt nicht, und die wenigen Plätze für 1- bis 2-Jährige sind hart umkämpft …
Felix plant das Baby ein
Waren Felix’ morgendlichen Begrüßungen des Babys per Schmatzer auf Mamas Kugelbauch anfangs noch unregelmäßig, so hat sich mittlerweile ein regelrechtes Ritual daraus entwickelt: Jeden Morgen und jeden Abend wird das Baby nun von ihm begrüßt und in den Schlaf gestreichelt. Auch zwischendurch kuschelt er sich gern mal an Mamas Bauch und ist immer ganz begeistert, wenn er darin ein munteres „Blubb“ hört oder sogar Strampelbewegungen fühlen kann.
Außerdem hat er eine neue abendliche Lieblingsbeschäftigung: Nachdem er ein bis zwei Folgen seines geliebten „Mäh“=Shaun das Schaf gesehen hat, wird nun allabendlich die digitale Felix-Fotogalerie angeschaut. Besonders angetan haben es ihm dabei die Fotos – wen wundert’s - auf denen er selbst noch als Baby zu sehen ist. Diese werden immer erstaunt bis begeistert mit „da ich Baby“ kommentiert, und danach muss die komplette Serie vom ersten Krabbelversuch bis zum munteren Dreirad fahrenden Knirps durchgeklickt werden.
Gestern hat er im Sandkasten für die ganze Familie Leuchttürme gebaut – einen für Oma, einen für Papa, einen für Mama und dann noch zwei kleine: logischerweise einen für sich selbst und einen für das Baby! Wir sind erstaunt, wie selbstverständlich er das Kleine schon berücksichtigt und weiterhin sehr gespannt, wie er damit umgeht, wenn es geboren ist. Wir haben uns vorgenommen, ihn viel mit in die Babypflege einzubeziehen, damit möglichst wenig Eifersucht aufkommt, aber bisher ist das alles noch Theorie. Über die Praxis werden wir dann hoffentlich in ca. 12 Wochen ff berichten können …
Außerdem hat er eine neue abendliche Lieblingsbeschäftigung: Nachdem er ein bis zwei Folgen seines geliebten „Mäh“=Shaun das Schaf gesehen hat, wird nun allabendlich die digitale Felix-Fotogalerie angeschaut. Besonders angetan haben es ihm dabei die Fotos – wen wundert’s - auf denen er selbst noch als Baby zu sehen ist. Diese werden immer erstaunt bis begeistert mit „da ich Baby“ kommentiert, und danach muss die komplette Serie vom ersten Krabbelversuch bis zum munteren Dreirad fahrenden Knirps durchgeklickt werden.
Gestern hat er im Sandkasten für die ganze Familie Leuchttürme gebaut – einen für Oma, einen für Papa, einen für Mama und dann noch zwei kleine: logischerweise einen für sich selbst und einen für das Baby! Wir sind erstaunt, wie selbstverständlich er das Kleine schon berücksichtigt und weiterhin sehr gespannt, wie er damit umgeht, wenn es geboren ist. Wir haben uns vorgenommen, ihn viel mit in die Babypflege einzubeziehen, damit möglichst wenig Eifersucht aufkommt, aber bisher ist das alles noch Theorie. Über die Praxis werden wir dann hoffentlich in ca. 12 Wochen ff berichten können …
Sprachentwicklung – hi Baby und Co.!
Felix hat mit seinen 2,5 Jahren ungefähr die Größe eines 4-jährigen, und auch von der motorischen Entwicklung her ist er schon recht weit. Anders sieht es mit der Sprachentwicklung aus. Die meisten, auch jüngere Kinder in der Krippe reden mehr und deutlicher als er, aber in den letzten 14 Tagen hat er diesbezüglich einen rasanten Entwicklungsschritt gemacht. Neuerdings ist er die ganze Zeit am plappern und drückt sich auch absolut treffend aus. So wird alles und jeder erstmal begeistert begrüßt: Die Katze mit „Hi Mau“, das Auto morgens mit „Hi Auto“ und seit einigen Tagen sogar das Baby in Mama Bauch mit „Hi Baby“, gefolgt von einem dicken, lauten Schmatzer auf Mamas Kugelbauch! Richtig erstaunt hat er uns aber, als er neulich in einem Buch mit Autos die Audi-Ringe passend einem Freund meines Mannes zuordnete. Obwohl das letzte Treffen bereits 14 Tage zurückliegt, zeigte er auf die Audi-Ringe und sagte prompt laut und deutlich: „Peter“! Verwechslung ausgeschlossen; wir haben nur einen Audi-fahrenden Peter im Bekanntenkreis. „Mama/Oma/Papa komm spielen“ ist neuerdings ebenso wie „Mau-Bauch-Heia“ in Felix’ Repertoire enthalten. Vor dem Einschlafen kuschelt er sich nämlich zu gern auf unsere gutmütige Katze Sally, was diese auch erstaunlich lange über sich ergehen lässt - meist wartet sie sogar bereits im Bett auf ihn!
Wir sind sehr gespannt, wie die Sprachentwicklung (und auch alles andere) bei unserer Kleinen sein wird – ist ja alles noch weit weg in der 27. Schwangerschaftswoche, aber es wird sicher spannend zu erleben, wie unterschiedlich oder gleich sich die beiden Geschwister entwickeln werden.
Endlich geht es wieder in den Garten!
Darauf haben wir nach dem langen Winter alle gewartet – endlich hat bei uns die Gartenzeit begonnen. Nachdem es Ostern ja noch viel zu kalt zum Draußen-Eiersuchen war und Felix und Mama so lange mit ihrem Atemwegsinfekt zu tun hatten, war es bei knapp 20 Grad in der Sonne heute dann soweit, dass wir ab Nachmittag einen richtigen, naja, zumindest halben Gartentag genießen konnten. Felix probierte erstmal seinen Fuhrpark durch – Bobby-Car, Laufrad, zwischendurch Dreirad. Letzteres macht ihm allerdings mehr Spaß, wenn er statt in unserem Mini-Garten von Oma oder Mama an der Stange gelenkt damit durch den Ort fahren kann. Dann legten Oma, Papa und Mama richtig los: Der große Holztisch wurde geschrubbt, alte Efeuranken vom Kaminholzunterstand entfernt, die Gartenhaus-Dachrinne von Tannennadeln und die Stühle vom Winterstaub befreit. Dabei geht ein ganz herzlicher Dank an Oma, die den Hauptteil
erledigt hat, weil Papa zwischendurch arbeiten musste (als Selbständiger hat man nie so richtig frei) und Mama noch ein paar Tage lang Antibiotika einnehmen muss, deren Nebenwirkungen ihr reichlich zu schaffen machen. Außerdem muss Mama wegen der Toxoplasmose-Gefahr in der Schwangerschaft bei Gartenarbeit grundsätzlich etwas vorsichtig sein.
Natürlich bleibt noch viel zu tun, ehe der Garten so richtig für die diesjährige Saison in Ordnung gebracht ist, aber wir haben doch die ersten Sonnenstunden draußen sehr genossen und uns zwischendurch mit einem leckeren Eis erfrischt. Felix hat übrigens die ganze Zeit fleißig mitgeholfen: Zweige und Tannennadeln zusammengekehrt, sie in die Bio-Tonne getan und die Stühle mit abgewischt. Zum Schluss hat Papa noch eine kleine Runde Fußball mit ihm gespielt. Das war ganz nach Felix’ Geschmack!
Nun hoffen wir alle vier auf viele weitere schöne Gartentage in diesem Jahr und wünschen die auch allen Lesern dieses Blogs.
Pränataldiagnostik und Männerwochenende
Am Dienstag nach Ostern war wieder ein spannender Termin: Wir haben uns – im Gegensatz zur 1. Schwangerschaft – auf Anraten der Frauenärztin entschieden, einen so gennanten Fehlbildungsultraschall durchführen zu lassen. Hauptgrund dafür war die Sorge, dass unsere Kleine eventuell eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte haben könnte. Felix hatte nämlich bei der Geburt einen ganz kleinen Ansatz davon, der aber nie behandlungsbedürftig war und mittlerweile so gut verwachsen ist, dass man nichts mehr davon sieht, wenn man ihn nicht sehr genau untersucht und die Vorgeschichte kennt. Da so etwas erblich ist, bestand zumindest Anlass zur Überprüfung. Zu unserer großen Erleichterung war aber alles, was man untersuchen konnte - einschließlich der Lippen und des Gaumens - entwicklungsgemäß für die 24. Schwangerschaftswoche und damit in Ordnung. Unsere Kleine wurde außerdem noch komplett vermessen; insbesondere Oberschenkelknochen und Füße sind „Größe XXL“. Sie wird also sehr wahrscheinlich mal ein recht großes Mädchen werden, was aber nicht zwingend bereits bei der Geburt so sein muss. Felix war auch „nur“ 51 cm lang und relativ leicht, als er auf die Welt kam, aber die Füße hatten bereits die Größe für Erstlingssöckchen deutlich überschritten. Da mein Mann und ich beide ziemlich groß sind (knapp 2 und 1,80 m), wäre ein eher kleines Kind aber auch ungewöhnlich.
Dummerweise geht bei Mama der hartnäckige Infekt einfach nicht weg, und so hatte Felix zu seiner Begeisterung aktuell ein eher umfangreiches „Männerwochenende“. Papa hatte ihm eine tolle Parkgarage bei ebay ersteigert, und die beiden waren nur mit sehr überzeugenden Argumenten (Essen ist fertig …) von ihrem neuen Spielzeug wegzulocken.
Der Osterhase tröstet den kranken Felix
Eigentlich waren die Ostertage ganz anders geplant gewesen, aber so ist das nun mal. In der Krippe grassierte ein hartnäckiger Atemwegsinfekt, und sowohl Mama als auch Felix haben sich angesteckt. Mama musste schon vor Ostern einige Tage mit Fieber, Husten und ohne Stimme das Bett hüten. Felix hatte anfangs „nur“ heftigen Husten, mochte aber kaum etwas essen, was bei ihm immer ein Zeichen ist, dass er krank wird. Ostersamstag waren Oma und Tante Tina da, und Felix hatte noch fleißig mit ihnen zusammen Eier gefärbt. Suchen konnte er sie am Sonntagmorgen aber leider nicht, weil er bereits am Samstagabend 40 Grad Fieber bekam. Die Nacht hat er dank „Fiebersaft“ überwiegend in erholsamem Schlaf verbracht, aber wir haben für Sonntag den geplanten Besuch von Mamas Eltern und Tante Biggi abgesagt, weil er noch sehr wackelig auf den Beinen war und immer wieder Hustenattacken bekam. Nach einem sehr ruhigen Vormittag und ausgiebigen Mittagsschlaf am Sonntag wurde es aber besser, das Fieber war und blieb weg und nun hieß es: Den Osterhasen überreden, einen nachmittäglichen Besuch bei Felix zu machen. Der hat sich zum Glück prompt bereit erklärt, noch ein paar Eier nachzuliefern und diese etwas verspätet bei Felix zu Hause zu verstecken ;-). Außerdem hat der Osterhase für kranke Kinder, die am Morgen keine Ostereier suchen konnten, noch etwas zusätzlich versteckt: ein Musikinstrumentenset mit einer Trommel, einer Rassel, einer Triangel und einer Schelle. Mama hat Felix erklärt, dass seine kleine Schwester in ihrem Bauch schon hören kann, wenn er Musik macht, und das probiert er seitdem begeistert aus. Mamas Eltern und Tante Biggi haben ihren Besuch dann einfach am Ostermontag nachgeholt, und so wurde es trotz Krankheit doch noch ein richtig schönes Osterfest. Mama muss ins Krankenhaus
Es fing ganz harmlos am Freitagabend mit Durchfall an. Nach einigen weiteren unfreiwilligen Badezimmerbesuchen ging ich gegen Mitternacht erschöpft ins Bett. Nur um gegen 3.30 Uhr mit übelsten Unterleibskrämpfen in bisher unbekannter Heftigkeit aufzuwachen. Da diese hartnäckig blieben und sich sogar noch steigerten, entschieden wir gegen 4.15 Uhr sicherheitshalber ins Krankenhaus zu fahren. Gar nicht so einfach mit einem zweieinhalbjährigen Kleinkind. Felix aus dem Tiefschlaf ins Auto verfrachten, um dann in der Ambulanz des Krankenhauses zu warten erschien uns höchst unglücklich. Also Oma wecken, die zum Glück nur zwei Straßen weiter wohnt. Leider hörte sie das Telefon nicht und so fuhr Michael um 4.20 Uhr zu ihr nach Hause. Ohne Oma wären wir „aufgeschmissen“ gewesen, denn sie kam sofort mit, beruhigte den mittlerweile aufgewachten Felix, und wir machten uns auf den Weg ins Krankenhaus. 31 Kilometer bei heftigem Regen über die Autobahn – es gibt wirklich schönere Dinge morgens um 4.30 Uhr. Schlafen zum Beispiel. Nachdem nach einigen Untersuchungen (CTG, Ultraschall) feststand, dass es unserer Kleinen den Umständen entsprechend gut ging, beruhigte ich mich langsam wieder. Dann bekam ich eine ganze Tagesdosis Perenterol und musste an den Tropf, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und Medikamente gegen Krämpfe und Übelkeit zu erhalten. Die wirkten glücklicherweise relativ schnell, sodass Michael, Felix und Oma mich nach einem weiteren CTG bereits am Sonntagmittag wieder abholen konnten. Unsere Kleine wäre zu diesem Zeitpunkt (22. Schwangerschaftswoche) noch nicht lebensfähig gewesen, und wir sind sehr froh, dass die üblen Schmerzen nur vom Durchfall kamen. Nun hoffen wir, dass die restlichen siebzehn Schwangerschaftswochen ohne Komplikationen verlaufen. Alarm – Läuse im Kindergarten!, Blog Schwangerschaft (Diana)
„Igitt“, schüttelte ich mich, als mein Mann mich nachmittags in der Arbeit anrief und mitteilte: Im Kindergarten sind Läuse! Zwar besucht Felix die bisher davon verschont gebliebene Krippengruppe, aber die ist nun mal Bestandteil des Kindergartens. Sofort besorgte ich abends auf dem Rückweg aus der Bank einen Nissenkamm in der Bahnhofsapotheke. Dort erkundigte ich mich auch vorsorglich, ob die ggf. notwendigen Mittel in der Schwangerschaft angewendet werden dürfen. Eindeutige und ernüchternde Antwort„nein“. Logische Konsequenz: Sollte Felix Läuse bekommen und ich evtl. mit, dann hieße das: radikaler Kurzhaarschnitt. Keine verlockende Aussicht für jemanden, der gerade dabei ist, seine mittellangen Haare auf lang zu züchten. Zum Glück ist ein guter Freund von uns Friseur, und dieser gab uns den Rat, zumindest in meinem Fall die Haare zu färben. Seiner Erfahrung nach hielte das Läuse davon ab, sich den jeweils so behandelten Kopf als Quartier auszusuchen. Auch die Frauenärztin hatte keine Einwände gegen eine Coloration, und so trägt Mama neuerdings statt einer hellbraunen eine kupferrote „Mähne“ und Felix hat einen lausbubenartigen Kurzhaarschopf verpasst bekommen, denn zum Haarefärben ist er nun wirklich noch viel zu klein.Felix' Kurzhaarschopf wird natürlich – was er gar nicht lustig findet - trotzdem drei Mal täglich vorsorglich mit dem Nissenkamm gründlich durchsucht. Glücklicherweise ist dabei bisher nichts Verdächtiges herausgekommen. Und ich hoffe, dass die Erfahrungswerte unseres Freundes auch in meinem Fall zutreffen und ich weiter meine Haare lausfrei wachsen lassen kann.
Platz schaffen für das Baby
Da unser Haus eigentlich nur ein Häuschen ist und gleichzeitig Büroräume beherbergt, stehen bei uns in den nächsten Wochen recht umfangreiche Maßnahmen zum Thema Umstrukturieren an. Einer der beiden Büroräume wird zum zweiten Kinderzimmer umfunktioniert. Daher hat Mama diese Woche zwei große Stahlaktenschränke bestellt, die in den Anbau kommen und in die alles ausgelagert wird, was zwar aufgehoben werden aber nicht unbedingt im Haus bleiben muss. Außerdem ist eine rigorose Trennung von Dingen angesagt, auf die nur der letzte Teil des vorherigen Satzes zutrifft. Konsequenterweise ist die erste Kombiladung am Wochenende bereits auf der Mülldeponie gelandet. Zwar haben wir beim Umzug vorletztes Jahr erst gründlich aussortiert, aber in einem kombinierten Privat- und Geschäftshaushalt mit Kind sammeln sich unheimlich schnell wieder jede Menge Dinge an, die einer regelmäßigen Prüfung der Daseinsberechtigung unterzogen werden sollten.
Alles, was dieser Prüfung nicht standhält, landet in nächster Zeit entweder bei Ebay, am schwarzen Brett in Mamas Firma, als Spende bei einer gemeinnützigen Organisation oder auf der Mülldeponie. Apropros Ebay: Da haben wir vor kurzem einen ganz tollen gebrauchten Kinderwagen für Nachwuchs Nr. 2 erstanden. Das war ein echter Glücksgriff, denn man kann dort auch ziemlich reinfallen. Hier hielt sich diese Gefahr aber in Grenzen, weil der Verkäufer aus dem Nachbarort kam und wir schon vorher gründlich prüfen konnten, was wir erwerben würden.
Übrigens: Felix bekommt eine kleine Schwester; das steht jetzt nach dem Ergebnis der Fruchtwasseruntersuchung eindeutig fest.
Alles, was dieser Prüfung nicht standhält, landet in nächster Zeit entweder bei Ebay, am schwarzen Brett in Mamas Firma, als Spende bei einer gemeinnützigen Organisation oder auf der Mülldeponie. Apropros Ebay: Da haben wir vor kurzem einen ganz tollen gebrauchten Kinderwagen für Nachwuchs Nr. 2 erstanden. Das war ein echter Glücksgriff, denn man kann dort auch ziemlich reinfallen. Hier hielt sich diese Gefahr aber in Grenzen, weil der Verkäufer aus dem Nachbarort kam und wir schon vorher gründlich prüfen konnten, was wir erwerben würden.
Übrigens: Felix bekommt eine kleine Schwester; das steht jetzt nach dem Ergebnis der Fruchtwasseruntersuchung eindeutig fest.
Basar im Kindergarten
Felix ist jetzt völlig in großer-Bruder-Stimmung: Am Wochenende war Basar im Kindergarten, und er steuerte zielgerichtet nicht etwa wie bisher auf Autos und Bob-der-Baumeister-Werkzeuge, sondern auf Puppen und Minibuggys zu! Ich habe ihm einen hübschen gebrauchten Minibuggy erstanden, und dort packte er zu Hause sofort seinen Schlafbären hinein, den er neuerdings auch wickelt. Selbstverständlich haben wir den Neuerwerb umgehend bei einem Familienspaziergang eingeweiht. Felix war ganz stolz, und es störte ihn auch nicht, dass wir im Wald nur recht wenigen Leuten begegnet sind, die sein „Geschwisterchen“ bewundern konnten. Unbeirrt und unermüdlich schob er seinen Minibuggy vor sich her.
Offenbar war der Schlafbär ihm als „Baby“ aber doch nicht so ganz recht, denn kaum waren wir wieder zur Hause, begann er, sich nach Alternativen umzusehen. Sein Blick fiel auf unsere elfjährige Hauskatze Sally; schon seit Geburt an seine Freundin. Sally war allerdings weniger in „Geschwisterlaune“ – sie wollte einfach nur weiter in Ruhe auf dem Sofa liegen und ausgiebig hinter den Ohren gekrault werden. Außerdem ist sie ein recht ansehnlicher, um nicht zu sagen riesiger Vertreter ihrer Gattung. Mit ihren knapp neun Kilo ist sie nämlich ein bisschen zu schwer, um von Felix getragen zu werden. Eine Spazierfahrt blieb ihr natürlich erspart, und Papa und Mama schauen jetzt, dass sie für Felix eine richtige Babypuppe erstehen.
Felix wird großer Bruder
"Ohje, geplant war das zwar nicht gerade, aber das Kleine ist trotzdem willkommen" - so ungefähr könnte man die letzten Wochen in unserer Familie beschreiben.Unsere derzeit noch Kleinfamilie besteht aus Papa Michael (41, Wirtschaftsinformatiker), Mama Diana (38, Bankkauffrau), Felix (2,5 Jahre, munteres Kerlchen) und Oma Marianne (70, Papas Mama und die beste Oma der Welt).Fast zwei Wochen lang hatte ich mich mit vermeintlicher Magen-Darm-Grippe herumgequält und bin überhaupt nicht auf den Gedanken gekommen, dass es sich dabei um Schwangerschaftsübelkeit handeln könnte. „So etwas passiert einem doch nicht mehr mit 38“, hatte ich gedacht und meinen Augen nicht trauen wollen, als auch der zweite Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis anzeigte.Nun denn, dann wird Felix also in einigen Monaten großer Bruder. Bisher ist er davon recht begeistert, und wir hoffen sehr, dass dies auch so bleibt, wenn das Baby im Juli zur Welt kommt. Papa hat ihm vor einigen Wochen beigebracht, "Mama Bauch Baby" zu sagen - und was weit wichtiger ist: Inzwischen begreift er den Zusammenhang ganz genau. Wenn ich ihn abends ins Bettchen bringe, kuschelt er sich auf der großen Matratze davor noch gern ein Weilchen an meinen Bauch und nimmt schon mal verbal Kontakt zu dem derzeit knapp 20 cm kleinen Winzling darin auf.Und vor einigen Tagen waren die Erzieherinnen in der Krippe ganz irritiert darüber, dass er sein Schlafkuscheltier "den blauen Klaus" den ganzen Vormittag in seinem Pullover mit sich herumtrug. Am nächsten Morgen sprachen sie mich darauf an und ich fragte ihn, warum er das tun würde, als er den blauen Klaus gerade erneut in seinem Pulli platzierte. Daraufhin erklärter er ganz logisch und mit strahlendem Gesicht: "Bauch - Baby!" Da mussten wir alle drei herzlich lachen und ich nahm unseren kleinen „Großen“ zum morgendlichen Abschied in die Arme. 