
Am Wochenende war Großfamilientag bei uns. Solche Treffen werden von mir immer noch mit Spannung erwartet, nachdem es Marlene ja anfangs immer schnell zu viel wurde, wenn sie in einer anderen Wohnung war, in der auch noch mehrere Leute waren, die sie noch nicht so oft gesehen hatte.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, mittlerweile auch fast darüber lachen, als wir das Essen für ihre Taufe bestellten und Marlene unruhig wurde. Bevor sie zu schreien begann, haben wir unser Essen einpacken lassen und das Lokal verlassen. Eigentlich fanden wir beide das immer furchtbar übertrieben bei anderen, aber eigentlich war vor Marlene.
Mittlerweile hat sich das gelegt, und Marlene macht es auch nichts mehr aus, wenn mehrere Personen um sie herum stehen. Wenn es ihr mal zu viel wird, haben wir jetzt schon ein paar Mal beobachten können, wie sie vorsichtig gekuckt, und dann schnell ihre Augen geschlossen hat. Wir fanden das furchtbar amüsant. Marlene muss sich denken, wenn ich mich schlafend stelle, dann langt mich keiner an. Was meistens auch funktioniert.
Auch mussten wir feststellen, dass der Name Marlene für Kinder ziemlich schwer auszusprechen ist. So heißt unserer kleine Maus bei dem Kind einer Freundin nur Lehne, bei ihrem Cousin ist sie die Mandalene.
Ein Erlebnis diese Woche ließ mich schmunzeln: Ich war in einem Drogeriemarkt einkaufen, als ich an der Kasse stand war da eine Mutter mit ihrer wohl schon 18-Jährigen Tochter. Als die Mutter die Pflegeartikel ihrer Tochter zahlte, die fast 50 Euro ausmachten, musste ich schmunzeln. Das wurde von der Verkäuferin bemerkt. Als ich ihr sagte, dass ich auch eine Tochter mit sechs Monaten habe, antwortet die Verkäuferin: "Ich habe zwei, glauben sie mir, ihnen wird es nicht anders gehen als uns. Machen sie sich am besten jetzt schon mal ganz entspannt darauf gefasst, wie das mit spätestens dreizehn ab geht."
Und dabei wollte ich doch eigentlich nur ein Paar Windeln und Feuchttücher für meine kleine süße Maus holen.