Schwangerschaft (Anja und Marco)
Abschied

Ein schönes und warmes Frühlingswochenende liegt hinter uns. Mit einem Besuch bei der Landoma und dem Landopa sowie natürlich einem langen Spaziergang an der frischen Luft, bei dem auch Marco wieder dabei sein konnte. Durch die vielen Prüfungen, die Marco in den letzten Wochen ablegte, konnte er leider oft nicht dabei sein. Doch dieses Wochenende war dann endlich wieder ein richtiges Familienwochenende. Für Marlene ist Marco einfach ihr großer Held. Sie strahlt über das ganze Gesicht sobald ihr Papa den Raum betritt. Rundum ist sie ein sehr ausgeglichenes und - so hat es den Anschein - ein sehr glückliches Kind. Auch macht Marlene immer mehr Fortschritte, vor allem in ihrer motorischen Entwicklung. Nach dem ersten Drehen folgen sogar schon erste Krabbelversuche. Auch beim Babyschwimmen ist die Schwimmerlehrerin von ihrem Entwicklungsschritt begeistert. Marlene ruderte mit vollem Ehrgeiz einem blauen Ball im Wasser hinter her und erzählte dabei aus vollem Halse, sodass auch die anderen Mamis mitlachten mussten. Ja, sie ist eine ganz muntere, süße Maus.
Es ist so schön, das alles miterleben zu dürfen. Vor gut einem Jahr waren wir sehr gespannt was mit der Schwangerschaft und der Geburt alles auf uns zukommen würde. Die Zeit verging wie im Flug. Nun freuen wir uns wieder auf eine spannende und für uns bestimmt wunderschöne Zeit. Auf Marlenes erste Schritte, den ersten Zahn und ihr erstes Wort.
Nun, nach über einem Jahr wollen wir uns vom Paidi-Blog verabschieden.
Wir bedanken uns bei allen Lesern für ihr Interesse und natürlich bei der Firma Paidi für die tolle Unterstützung.
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Marlene dreht sich
Diese Woche kann ich ganz stolz berichten, dass sich Marlene endlich gedreht hat. Es war am Mittwochnachmittag als Marlene sich auf ihrer Krabbeldecke erst langsam zur Seite und dann mit einem Schwung auf den Bauch gedreht hat. Voller stolz lag Marlene auf dem Bauch und strahlte mich und ich sie an. Seitdem übt sie auch täglich die Drehung. Auch habe ich bemerkt, dass Dinge, die zuvor selbstverständlich waren, jetzt doch mehr Organisation verlangen. Nach einem kurzen Blick in den Spiegel musste ich feststellen, dass ein Friseurbesuch von Nöten wäre. Also griff ich zum Telefon und wählte die Nummer. Ich bekam auch tatsächlich meinen Wunschtermin, an einem Donnerstag um 14 Uhr. Beste spaziergeh-Zeit für die Oma. Ich wäre rechtzeitig für den Nachmittagsbrei zurück. Perfekt. Also wieder das Telefon geschnappt und die Oma angerufen. Doch die kann an diesem Tag nicht. Also schnell die andere Oma angerufen. Meine Mama hat Zeit Marlene zu nehmen. Super. Doch es kam anders.
Mein Papa musste ins Krankenhaus. Selbstverständlich wurde der Termin schon mal gedanklich verschoben. Dann wurde mein Papa wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Also doch wieder Friseur. Gut. Doch dann bekam meine Mama eine Erkältung und konnte Marlene wieder nicht nehmen. Also sagte ich endgültig den Termin beim Friseur ab, und machte gleich einen neuen Termin in zwei Wochen aus. Wieder alles gut. Alles gut? Irgendwie kam mir das Datum gleich so bekannt vor. Stimmt, da ist auch der Geburtstag meiner Schwiegermutter. Also rief ich wieder beim Friseur an und verschob den Termin nochmals um einen Tag. Als Nachmittags meine Schwiegermutter zu Besuch kam, erzählte sie mir, dass ihr Termin abgesagt hätte und sie könne jetzt doch am Donnerstag Marlene nehmen. "Ruf doch gleich noch mal an, vielleicht ist der Termin noch frei?" Um den Friseur, bei dem ich vorher noch nie war, nicht vollkommen zu verwirren hab ich jetzt den zum dritten mal Verschobenen Termin so stehen lassen. Doch manchmal braucht es einfach mehr Organisation, aber mit der Unterstützung unserer Familien ist es eigentlich kein Problem und solche Verwirrungen sind dann auch zum Lachen.
Die Zeit geht ins Land ...
Die Zeit geht ins Land und ich sehe momentan meine kleine Prinzessin nur für ca. 30 Minuten in der früh und abends meist gar nicht. Das Wochenende ist derzeit gefüllt mit Klausurlernen, denn die letzten Klausuren meines berufsbegleitenden Studiums stehen an. Nur noch drei Stück: ein Kraftakt. Was mir sonst so leicht gefallen ist, ist nunmehr sehr schwer.
Die ersten Sonnenstrahlen draußen und meine Frau geht natürlich mit Marlene spazieren. Das ist deshalb derzeit auch so spannend, weil sie jetzt im Kinderwagen kaum noch schläft und natürlich am Gucken ist. Ich liebe einfach jeden Gesichtsausdruck von ihr. Ihre Mimik und Gestik, die sie gerade entwickelt. All das zieht an mir vorbei derzeit. So setze ich mich dann über meine Bücher und muss mich regelrecht zum Lernen zwingen.
Wenn sie dann am Wochenende wieder vom spazieren gehen kommen, dann fahr ich meistens ins Büro zum Lernen, weil Marlene natürlich von der großen Ausfahrt erzählen will. Dies aber in einer Lautstärke, die das konzentrierte Lernen auch im Nebenzimmer fast unmöglich macht. Man merkt wohl die Wehmut in meinen Worten. Auch macht man sich als frischgebackener Vater Gedanken über die Situation in Japan und bangt mit den Menschen, die das durchleben müssen. So denke ich ganz anders über den atomaren Ausstieg wie vor einiger Zeit noch. Denn schließlich müssen ja unsere Kinder für die Fehler von uns einstehen.
Die ersten Sonnenstrahlen draußen und meine Frau geht natürlich mit Marlene spazieren. Das ist deshalb derzeit auch so spannend, weil sie jetzt im Kinderwagen kaum noch schläft und natürlich am Gucken ist. Ich liebe einfach jeden Gesichtsausdruck von ihr. Ihre Mimik und Gestik, die sie gerade entwickelt. All das zieht an mir vorbei derzeit. So setze ich mich dann über meine Bücher und muss mich regelrecht zum Lernen zwingen.
Wenn sie dann am Wochenende wieder vom spazieren gehen kommen, dann fahr ich meistens ins Büro zum Lernen, weil Marlene natürlich von der großen Ausfahrt erzählen will. Dies aber in einer Lautstärke, die das konzentrierte Lernen auch im Nebenzimmer fast unmöglich macht. Man merkt wohl die Wehmut in meinen Worten. Auch macht man sich als frischgebackener Vater Gedanken über die Situation in Japan und bangt mit den Menschen, die das durchleben müssen. So denke ich ganz anders über den atomaren Ausstieg wie vor einiger Zeit noch. Denn schließlich müssen ja unsere Kinder für die Fehler von uns einstehen.
Anstrengende Tage
Dabei gab es eine Situation, die mich zu Tränen rührte. Als Marlene und ich wieder einmal zusammen auf der Couch kuschelten und sie anscheinend merkte, dass ich auch nicht ganz gesund bin, schaute sie mich mit ihren wunderschönen großen Augen an, nahm mit ihrer kleinen Hand ihren Schnuller aus den Mund und wollte mir diesen in meinen Mund stecken. Gerade so als wolle sie sagen: "hier Mami, der hilft mir, auch wenn's mir nicht so gut geht." Dieser Moment rührte mich wirklich zu Tränen und als währe das noch nicht genug gewesen, hielt sie mir auch noch ihr Schmusetuch Paula hin. Wahrscheinlich war es nur ein Zufall, da Marlene ja erst sieben Monate alt ist. Können Kinder das schon in diesem Alter erkennen, und so reagieren? Egal wie, für mich war es ein unbeschreiblich schöner Moment mit meiner Tochter.
Wir haben uns ein paar schöne Tage zu Hause gemacht, und freuen uns, dass alle wieder gesund sind. Der Wetterbericht hat für die kommende Woche ja sogar Temperaturen bis 14 Grad gemeldet, da heißt es wieder raus an die frische Luft, der Frühling ist nicht mehr weit und die Schnupfen- und Erkältungszeit geht auch endlich vorbei.
Böser Virus
Alles war prächtig, bis Marlene auf einmal andauernd zum Quängeln begann. Wir kennen das bisher so nur, wenn sie Hunger hat. Füttern war aber vergebens. Sie aß nichts. Sobald wir sie hinlegten, schrie sie. Am Nachmittag, als Anja sie die ganze Zeit über schon herumgetragen hatte, kam dann eine SMS von der Mutter ihres Freundes Gabriel. Dieser schaue so apathisch und trinkt ebenfalls nichts mehr. Während bei Marlene es sich nur minimal verschlechterte, wurde Gabriel ins Krankenhaus eingewiesen.
In Amberg scheint wohl ein massiver Magen-Darm und zugleich noch ein Lungenvirus herumzugehen. Wir entschlossen uns, ebenfalls zum Doktor zu fahren. Da dieser auch Leiter der Kinderklinik in Amberg ist, erzählten wir von Marlenes kleinem Freund und er möge doch auch besonders auf diese Symptome untersuchen. Puh, da haben wir wohl noch mal Glück gehabt. Nur ein abgeschwächter Magen-Darm-Infekt.
Da hat es sich das erste Mal bewahrheitet, dass wir doch nach allen Überlegungen Marlene impfen ließen, denn so nach Aussage des Arztes, schützte dies und die instinktive Mutterreaktion von Anja, Marlene gleich wieder zu stillen und die Breinahrung wegzulassen, hier vor schlimmeren.
Am Nachmittag wurde es auf einmal Anja schwindlig, begleitet von Kopfschmerzen und Übelkeit. Anjas Zustand wurde auch massiv schlechter und am Abend lag sie komplett flach. Zudem erwischte es mich in der gleichen Nacht. Meine Symptome sind ähnlich. Noch zwei wichtige Kundentermine am Folgetag durchhalten und dann ab nach Hause zur Familie, wo meine Mutter, die Oma, zum Glück schon helfend unter die Arme griff und mit Marlene eine Stunde spazieren ging, sodass sich Anja etwas hinlegen konnte. Jetzt liegt die ganze Familie flach. Ich hoffe, dass es bald allen wieder besser geht und dass Marlene durchhält und nicht kränker wird. Ich habe zudem am Samstag noch eine Klausur zu schreiben. Das wird ein Spass bei dem Schwindelgefühl.
In Amberg scheint wohl ein massiver Magen-Darm und zugleich noch ein Lungenvirus herumzugehen. Wir entschlossen uns, ebenfalls zum Doktor zu fahren. Da dieser auch Leiter der Kinderklinik in Amberg ist, erzählten wir von Marlenes kleinem Freund und er möge doch auch besonders auf diese Symptome untersuchen. Puh, da haben wir wohl noch mal Glück gehabt. Nur ein abgeschwächter Magen-Darm-Infekt.
Da hat es sich das erste Mal bewahrheitet, dass wir doch nach allen Überlegungen Marlene impfen ließen, denn so nach Aussage des Arztes, schützte dies und die instinktive Mutterreaktion von Anja, Marlene gleich wieder zu stillen und die Breinahrung wegzulassen, hier vor schlimmeren.
Am Nachmittag wurde es auf einmal Anja schwindlig, begleitet von Kopfschmerzen und Übelkeit. Anjas Zustand wurde auch massiv schlechter und am Abend lag sie komplett flach. Zudem erwischte es mich in der gleichen Nacht. Meine Symptome sind ähnlich. Noch zwei wichtige Kundentermine am Folgetag durchhalten und dann ab nach Hause zur Familie, wo meine Mutter, die Oma, zum Glück schon helfend unter die Arme griff und mit Marlene eine Stunde spazieren ging, sodass sich Anja etwas hinlegen konnte. Jetzt liegt die ganze Familie flach. Ich hoffe, dass es bald allen wieder besser geht und dass Marlene durchhält und nicht kränker wird. Ich habe zudem am Samstag noch eine Klausur zu schreiben. Das wird ein Spass bei dem Schwindelgefühl.
190 Gramm
190 Gramm ist wohl das magische Rezept, das derzeit alles im Leben von Marlene und uns verändert und zwar grundlegend. 190 Gramm ist die Einheit, die unsere kleine Maus mittags jetzt schon verdrückt. Dabei kann man schon eine gewisse Eitelkeit feststellen. Sie mag es nicht, wenn ihr Breireste am Mund kleben. Erst wenn diese weg sind, kann weitergegessen werden.
Dank der Beikost, die jetzt bereits zweimal pro Tag erfolgt, schläft Marlene mittlerweile bis zwei oder drei Uhr nachts durch. Sehr zur Freude meiner Frau, denn langsam gehen auch ihre Augenringe zurück. Tapfer stillte und stillte
sie bis jetzt noch unter persönlichen Schlafentbehrungen.
Aber das Einschlafen fällt im Umkehrschluss jetzt auch nicht mehr so leicht. Die weiteren Begleiterscheinungen der täglichen Raubtierfütterung sind, dass Marlene im Durchschnitt eine bis eineinhalb Stunde länger wach und am Tag
etwas fideler ist.
Derzeit, so kommt es mir vor, beginnt sie zu flirten. Zum Glück (aus Sicht eines Vaters) momentan noch ausschließlich mit mir. Oh Graus, wenn ich da ein paar Jahre in die Zukunft denke ...
Ihre Haare nehmen auch komplett neue Formen an. Da ich ja Fachlehrer an einer Friseurmeisterschule bin, ist das gerade für mich erstaunlich und interessant, wie jetzt schon – ohne Fremdeinwirkung – die wildesten Frisuren zu Stande kommen. Derzeit ist der Irokese dominierend.
Durch ihr Wachstum passt sie gerade noch so in den Kinderwagen und in das Beistellbett. Dies bedeutet dann wohl wieder Umbaumaßnahmen und was da dabei rauskommt, habe ich euch ja früher schon geschildert. Aber zu meiner
Verteidigung – ich werde besser. Gerade in den nächsten Wochen bin ich sehr gespannt, wohin die Entwicklungsreise unserer kleinen Familie gehen wird.
Marlene probiert neue Laute und experimentiert mit ö – h – a – l. Da dachte ich mir doch gleich. Pfeif auf die Worte Mama und Papa und bastel daraus eine modifizierte Variante von Hallo – So steh ich Tag ein Tag aus ein paar Minuten
vor ihr und brabbel ihr ein hhhallllööööö vor … Manchmal kommt etwas ähnliches zurück. Mir ist natürlich vollkommen klar, dass sie noch nicht sprechen kann und den Sinn nicht hinter dem Wort versteht, aber hey, es hört sich verdammt
ähnlich an. So, da sie das wohl einigermaßen drauf hat, gehen wir die nächsten Wochen zu einem neuen Wort über – wie wärs mit Spitzenrefinanzierungs-fazilität?
Großfamilientag
Am Wochenende war Großfamilientag bei uns. Solche Treffen werden von mir immer noch mit Spannung erwartet, nachdem es Marlene ja anfangs immer schnell zu viel wurde, wenn sie in einer anderen Wohnung war, in der auch noch mehrere Leute waren, die sie noch nicht so oft gesehen hatte.Ich kann mich noch gut daran erinnern, mittlerweile auch fast darüber lachen, als wir das Essen für ihre Taufe bestellten und Marlene unruhig wurde. Bevor sie zu schreien begann, haben wir unser Essen einpacken lassen und das Lokal verlassen. Eigentlich fanden wir beide das immer furchtbar übertrieben bei anderen, aber eigentlich war vor Marlene.
Mittlerweile hat sich das gelegt, und Marlene macht es auch nichts mehr aus, wenn mehrere Personen um sie herum stehen. Wenn es ihr mal zu viel wird, haben wir jetzt schon ein paar Mal beobachten können, wie sie vorsichtig gekuckt, und dann schnell ihre Augen geschlossen hat. Wir fanden das furchtbar amüsant. Marlene muss sich denken, wenn ich mich schlafend stelle, dann langt mich keiner an. Was meistens auch funktioniert.
Auch mussten wir feststellen, dass der Name Marlene für Kinder ziemlich schwer auszusprechen ist. So heißt unserer kleine Maus bei dem Kind einer Freundin nur Lehne, bei ihrem Cousin ist sie die Mandalene.
Ein Erlebnis diese Woche ließ mich schmunzeln: Ich war in einem Drogeriemarkt einkaufen, als ich an der Kasse stand war da eine Mutter mit ihrer wohl schon 18-Jährigen Tochter. Als die Mutter die Pflegeartikel ihrer Tochter zahlte, die fast 50 Euro ausmachten, musste ich schmunzeln. Das wurde von der Verkäuferin bemerkt. Als ich ihr sagte, dass ich auch eine Tochter mit sechs Monaten habe, antwortet die Verkäuferin: "Ich habe zwei, glauben sie mir, ihnen wird es nicht anders gehen als uns. Machen sie sich am besten jetzt schon mal ganz entspannt darauf gefasst, wie das mit spätestens dreizehn ab geht."
Und dabei wollte ich doch eigentlich nur ein Paar Windeln und Feuchttücher für meine kleine süße Maus holen.
Fast wie im Flug
Die letzte Woche verging fast wie im Flug. Marlene bekommt nun regelmäßig 1x pro Tag – Mittags diverse Gemüsebrei-Leckereien, wie Anja bereits berichtete. Diese Woche war Spinat dran. Mit vollem Mund spricht man nicht. Tja, sprechen kann sie ja noch nicht, aber das Pusten und Brummen hat sie drauf und damit auch das Verteilen des Spinatbreis über einen größeren Radius.
Heute dann ein kleiner Ausflug mit unseren Freunden in ein neues Café. Das bunte Treiben um sie herum ließ sie nicht mehr im Kinderwagen ruhen und prompt machte sie sich bemerkbar. Anja nahm sie aus demKinderwagen und eifrig begutachtete sie im Sitzen - angelehnt an Anjas Bauch - das ganze Lokal. Ihre großen blauen Augen verzaubern mich immer wieder.
Heute Abend dann das Highlight. Sonntag ist immer Badetag. Diesmal blieb die Babybadewanne aber im Schrank und Marlene und ich nahmen in der großen Badewanne Platz. Sie strampelte und schlug mit ihren kleinen Beinen auf das Wasser und quiekte und lachte während Anja sie sauber machte und ich sie hielt. Nachdem sie im Bett war, fuhr ich noch kurz ins Büro.
Als ich nach Hause kam, hatte Anja die Wiege abgebaut und war mit dem Aufbau des Laufgitters beschäftigt. Ich bemerkte bei ihr nasse Augen und einen zufriedenen, aber etwas wehmütigen Blick. Ich frage was los sei. Sie blickte zu mir auf und sagte: "Unsere Maus ist kein kleines winziges Baby mehr – zwar noch ein Baby, aber nicht mehr so winzig wie am Anfang." Darauf antwortete ich: "Du hast recht, aber dafür kann sie Sachen, die sie als Neugeborenes noch nicht konnte – wie zum Bespiel jeden Tag ihr unbeschreibliches Grinsen und Lachen."
Als wir uns in die Augen blickten, realisierten wir, wie schnell doch die Momente vorbei gehen und die Zeit verfliegt. In zwei Tagen ist ein halbes Jahr seit Geburt um. Ein halbes Jahr, von dem ich keine einzige Sekunde missen möchte.
Heute dann ein kleiner Ausflug mit unseren Freunden in ein neues Café. Das bunte Treiben um sie herum ließ sie nicht mehr im Kinderwagen ruhen und prompt machte sie sich bemerkbar. Anja nahm sie aus demKinderwagen und eifrig begutachtete sie im Sitzen - angelehnt an Anjas Bauch - das ganze Lokal. Ihre großen blauen Augen verzaubern mich immer wieder.
Heute Abend dann das Highlight. Sonntag ist immer Badetag. Diesmal blieb die Babybadewanne aber im Schrank und Marlene und ich nahmen in der großen Badewanne Platz. Sie strampelte und schlug mit ihren kleinen Beinen auf das Wasser und quiekte und lachte während Anja sie sauber machte und ich sie hielt. Nachdem sie im Bett war, fuhr ich noch kurz ins Büro.
Als ich nach Hause kam, hatte Anja die Wiege abgebaut und war mit dem Aufbau des Laufgitters beschäftigt. Ich bemerkte bei ihr nasse Augen und einen zufriedenen, aber etwas wehmütigen Blick. Ich frage was los sei. Sie blickte zu mir auf und sagte: "Unsere Maus ist kein kleines winziges Baby mehr – zwar noch ein Baby, aber nicht mehr so winzig wie am Anfang." Darauf antwortete ich: "Du hast recht, aber dafür kann sie Sachen, die sie als Neugeborenes noch nicht konnte – wie zum Bespiel jeden Tag ihr unbeschreibliches Grinsen und Lachen."
Als wir uns in die Augen blickten, realisierten wir, wie schnell doch die Momente vorbei gehen und die Zeit verfliegt. In zwei Tagen ist ein halbes Jahr seit Geburt um. Ein halbes Jahr, von dem ich keine einzige Sekunde missen möchte.
Bademaus
Das Element Wasser scheint auch das Richtige für unsere kleine Maus zu sein. In ihrem rot-orangenen Badeanzug lacht sie vor Vergnügen. Und ich muss auch zugeben, das es mir richtig spaß gemacht hat. Ich freue mich schon auf morgen, wenn wir wieder schwimmen gehen.
Zu der Pastinake sind erst Kartoffel und jetzt auch noch Karotten dazugekommen. Natürlich alles selbst gekocht. Ich glaube, dass Karotten momentan die Favoriten von Marlene sind. Laut lachend isst sie jetzt schon einige Löffel des orangefarbenen Breis. Die Trefferquote wird auch schon besser, da Marlene immer versucht nach dem Löffel zugreifen. Ausgestattet mit einem Lätzchen, einem Spucktuch und einem Geschirrtuch passiert es nur noch selten, dass der Gemüsebrei in der Wippe oder auf dem Boden landet. Und ich muss zugeben, dass Marlene mit dem orangefarbenen Brei um den Mund wirklich süß aussieht.
Besinnung
Mein Urlaub neigt sich dem Ende entgegen und ich muss sagen, es war erstaunlich, wie sich die Bindung zwischen meiner kleinen Maus und mir positiv weiterentwickelt hat. Marlene ist sonst oft auf „Fremdel-Tour“ und braucht immer etwas Zeit, bis sie sich an jemand Neues gewöhnt. Ich nutzte den Urlaub und konnte somit sehr viel positive Momente erleben. Ich nahm sie, soviel ich konnte und besang sie mit komischen Liedern auf der Wickelkommode. Alles nur, um ihr bezauberndes und jetzt schon lange anhaltendes Lächeln zu hören. Dieses ist mittlerweile von Gurlauten und anderen komischen Geräuschkombinationen durchzogen.
Diese Woche war wirklich viel Los in Mäusies Leben. Sie drehte sich das erste Mal selbstständig und dank ihres sehr ausgeprägten Handgriffes, klauten wir gemeinsam die frisch vaporisierten Schnuller, bis dass es Mama bemerkte. Auch hat sie heute das erste Mal Pastinake zum Essen bekommen. Anfangs schob sie es noch nach Außen, bevor sie den neuen Genuss für sich entdeckte. Zu guter Letzt waren meine Süße und ich heute das erste Mal ganz alleine ohne Mama spazieren. Ganz stolz schob ich den Kinderwagen durch die Siedlung. Am Abend musste ich dann noch einmal weg und dachte mir beim Gehen: "Mensch, jetzt hast du deiner Maus gar keinen Kuss mehr gegeben."
Minuten später lief mir ein Reh vors Auto. Bruchteile von Sekunden beendeten leider das Leben des Rehs und demolierten mein komplettes Auto. Zum Glück habe ich das Steuer nicht verrissen, denn an dieser Stelle geht es an der Straße links und rechts ein paar Meter nach unten. Nachdem die Polizei alles aufgenommen hatte und der Jäger verständigt war, kam ich nach Hause und kniete mich zu Marlene nieder. Sie lachte mich an und als ich meine Hand auf ihren Bauch legte, hielt sie meine Finger ganz fest. Ich bekam Gänsehaut und dankte all meinen Schutzengeln dafür, dass ich unversehrt nach Hause zurückgekehrt bin. Von da an hab ich mir geschworen, nicht mehr außer Haus zu gehen, ohne ihr noch einmal einen Kuss gegeben zu haben.
Diese Woche war wirklich viel Los in Mäusies Leben. Sie drehte sich das erste Mal selbstständig und dank ihres sehr ausgeprägten Handgriffes, klauten wir gemeinsam die frisch vaporisierten Schnuller, bis dass es Mama bemerkte. Auch hat sie heute das erste Mal Pastinake zum Essen bekommen. Anfangs schob sie es noch nach Außen, bevor sie den neuen Genuss für sich entdeckte. Zu guter Letzt waren meine Süße und ich heute das erste Mal ganz alleine ohne Mama spazieren. Ganz stolz schob ich den Kinderwagen durch die Siedlung. Am Abend musste ich dann noch einmal weg und dachte mir beim Gehen: "Mensch, jetzt hast du deiner Maus gar keinen Kuss mehr gegeben."
Minuten später lief mir ein Reh vors Auto. Bruchteile von Sekunden beendeten leider das Leben des Rehs und demolierten mein komplettes Auto. Zum Glück habe ich das Steuer nicht verrissen, denn an dieser Stelle geht es an der Straße links und rechts ein paar Meter nach unten. Nachdem die Polizei alles aufgenommen hatte und der Jäger verständigt war, kam ich nach Hause und kniete mich zu Marlene nieder. Sie lachte mich an und als ich meine Hand auf ihren Bauch legte, hielt sie meine Finger ganz fest. Ich bekam Gänsehaut und dankte all meinen Schutzengeln dafür, dass ich unversehrt nach Hause zurückgekehrt bin. Von da an hab ich mir geschworen, nicht mehr außer Haus zu gehen, ohne ihr noch einmal einen Kuss gegeben zu haben.
Silvester
Ja, wie gesagt, das war im November, Anfang November genauer gesagt. Und dann kam Weihnachten. Die Rundreise in der Familie endete meist in halb ausgetrunkenen Kaffeetassen und nur einem Stückchen vom Kuchen, weil es meiner Meinung nach, Marlene zuviel wurde, was mit einem Quengeln begann (vor Panik das es mit einem Geschrei endet) wurde auch schnell die Feier wieder verlassen. Also war Weihnachten vorbei und Silvester kam mit großen Schritten immer näher. Alle Versuche, die Feier auf unsere Wohnung zu lenken, stießen bei Marion auf taube Ohren.
"Weißt du, eigentlich wollte ich mal bei uns feiern, du wirst sehen, das klappt." "Die hat gut reden", dachte ich. Aber da war es wieder, einfach mal durchatmen und entspannen.
Einen Tag zuvor besuchten Marlene und ich, Marion und Gabriel. Marlene gefiel es super gut bei ihrem Freund. Was mich nervös machte, hoffentlich klappte es dann an Silvester auch. Also versuchte ich mich den ganzen Tag zu entspannen und ruhig zubleiben. Als wir um 18.00 Uhr ankamen, war Marlene wieder total entspannt, Andreas zündete ein 30 Sekunden Kinderfeuerwerk für die beiden Kleinen. Mit großen Augen beobachtete Marlene das Spektakel und ging anschließend anstandslos ins Bett - wie auch zu Hause. Das richtige Silvesterfeuerwerk verschlief sie komplett. Es war ein richtig schöner Abend mit Freunden. Wäre wirklich schade gewesen, wenn wir abgesagt hätten.
Das erste Weihnachten
Nun es begann wie immer. Wir kauften erst am 22.12. den Baum – wohlgemerkt bewusst einen nicht so schönen – denn bei uns ist es so, dass auch der nicht so schöne Baum ja ein Christbaum werden will – ihn aber keiner nimmt. Somit übernehmen wir diesen Part. Dann 23.12: Der Baum ab in die Bierkiste. Ja richtig, die Bierkiste, denn da steht er immer wie eine Eins. Anja verkleidet die Kiste dann mit Geschenkpapier und fertig ist der Christbaumständer Marke Marco. Anja schimpft jedes Jahr. Aber naja, der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel und unter dem Papier sieht es ja keiner.
Nachmittag hat unsere kleine Maus auf einmal rote Flecken im Gesicht bekommen. Abends als wir wieder nach Hause kamen und der Baum seinen vollen Duft in der Wohnung entfaltet hatte, kamen die Flecken wieder und sie schrie über eine Stunde. Sie war gar nicht mehr zu beruhigen. Sie schrie so arg, dass sie nach Luft schnappte. Ich zog ihr ihren Schlafsack aus und bemerkte feuerrote Beine. Ich überlegte, was anders ist und kam auf den Baum. Ich warf ihn sofort aus dem Haus. Wir verließen mit unserer kleinen Maus die Wohnung und kamen eine Stunde später in die frisch gelüftete Wohnung zurück. Dann war alles normal. Vermutlich eine allergische Reaktion. Also nach einer Nacht voll Sorge und Beobachtungen zog ich am Heilig Abend in der Früh los und besorgte einen künstlichen Baum mit Ständer. Das traditionelle Frühstück war für uns damit hinfällig. Auch das Baum anhängen war somit kurz vor knapp am 24.12. um 17 Uhr. Diesmal mit meiner Mutter und Anja. Die Spitze setzten wir aber trotzdem gemeinsam auf. Unsere Maus war wieder ganz friedlich und als es zur Bescherung ging, strahlten ihre Augen. Ihr Mund war offen und sie beobachtete ganz andächtig und gespannt das Funkeln der Lichter in den Christbaumkugeln. Als ich meine Tochter so sah, war auch mein Frust über das entgangene Weihnachtsfrühstück verflogen. Es ist eben jetzt ein anderes Weihnachten mit unserem Schatz.
P.S.: Die Grippe habe ich dann doch noch schnell aus Teilen einer Ritterburg aus meiner Kindheit und dekorativen Figuren, die so in der Wohnung rumstanden, zusammen gecastet. Man merkt halt doch, dass ich ein McGyver-Schauer war.
Christbaum anhängen
Gestern war bei meinen Eltern wieder das traditionelle Christbaum anhängen. Diesen Brauch haben irgendwann meine Geschwister und ich erfunden, als meine Mama, da wir ja alle schon erwachsen sind, keinen Baum mehr aufstellen, sondern lediglich einen Strauch anhängen wollte. Wir "Kinder" waren alle der Meinung, dass es dann kein richtiges Weihnachen mehr sei, wenn nicht auch ein Baum bei Mama steht. Also haben wir uns kurzer Hand alle vor Weihnachten bei meinen Eltern getroffen und sie damit überrascht. So ist es jetzt jedes Jahr. Mein Bruder sorgt für den Baum, heuer ein ganz Besonderer meint er, denn er hat gleich zwei Spitzen, (dadurch gab es etwas Schwierigkeiten mit dem Engel, der immer an der Spitze befestigt wird). Eine meiner Schwester kümmert sich um die Schnittchen, meine andere Schwester für die Getränke und ich hatte Käse und Stollen dabei. So wird das jedes Jahr ein richtiger Spaß, wenn wieder die Lichterkette verknotet, die Schleifen nach Anweisung meiner Mama erst gebügelt werden müssen und zu späterer Stunde meine Schwester als Rentier durch das Wohnzimmer hüpft, ja dann ist bei uns Weihnachten nicht mehr weit.
Da Marlene immer noch fremdelt, hat sie alles aus sicherer Entfernung auf meinem Arm beobachtet. Ab und zu wenn wieder eine ihrer Tanten oder einer ihrer Onkels vor ihr auf und ab sprang um sie bei Laune zu halten, hat sie den jeweiligen sogar mit einem Lächeln belohnt. Was natürlich zu großer Freude des jeweilig Auserwählten führte. Ich glaube, sie hat schon alle gut im Griff, unsere kleine Prinzessin. Und wir freuen uns schon riesig auf Weihnachten mit unserer kleinen Maus.
Dritter Advent
Die ganze Woche habe ich natürlich mal wieder wenig mitbekommen, da derzeit bei mir viel los ist. Wenn ich aber zu Hause war, hat unsere Maus herzzerreißend geweint und sich immer wieder an die Wanfge gefasst. Der Schnupfen ist auch immer noch da. Also gleich ans Internet gesetzt und in den verschiedenen Foren nach Lösungen gesucht, die unserer Kleinen die verstopfte Nase etwas freier machen. Da liest man Sachen kann ich nur sagen. Von der Muttermilch, die man in die Nase träufeln soll bis hin zur Zwiebel, die man neben das Kinderbettchen legen soll. Wir haben uns dann doch für Meersalz und Babynasenspray entschieden. Nach einer Woche tränenden Augen kam dann endlich ein wenig die Erleichterung für unsere Kleine. Ein Wochenende voller Lachen und neuen Geräuschen. Das Fremdeln lässt auch ein wenig nach und so durfte ich meine Prinzessin endlich auch mal wieder durch die Gegend tragen. Diese Gelegenheit hab ich gleich beim Schopf gepackt und mit ihr einmal wieder eine Tanzeinlage gestartet. Grinsend und lachend hat sich meine Maus einmal mehr in mein Herz getanzt.
Den dritten Advent haben wir wie die beiden vorher auch zelebriert. Mit Videokamera und Gesang um den Adventskranz. Ich hatte die Aufgabe, zu filmen. Ich sage nur, Kameraführung muss ich noch erlernen. Einmal mehr ist nur unsere Maus auf dem Film zu sehen. Von uns ist lediglich der Mund darauf, der sich versucht zum Rhythmus des Liedes zu bewegen. Als Marlene jetzt lachte, war ich mir nicht sicher, ob sie lachte, weil es ihr gefiel, oder ob sie lachte, weil sie merkte, was für komische Vögel sie als Eltern hat.
Den dritten Advent haben wir wie die beiden vorher auch zelebriert. Mit Videokamera und Gesang um den Adventskranz. Ich hatte die Aufgabe, zu filmen. Ich sage nur, Kameraführung muss ich noch erlernen. Einmal mehr ist nur unsere Maus auf dem Film zu sehen. Von uns ist lediglich der Mund darauf, der sich versucht zum Rhythmus des Liedes zu bewegen. Als Marlene jetzt lachte, war ich mir nicht sicher, ob sie lachte, weil es ihr gefiel, oder ob sie lachte, weil sie merkte, was für komische Vögel sie als Eltern hat.
Schnupfennase und Nikolaus
Nach den Zahnungsbeschwerden letzte Woche, folgte pünktlich zum ersten Nikolaus eine Schnupfennase. Unser Plan, den Weihnachtsmarkt am Sonntagnachmittag mit Marlene und Oma zu besuchen und anschließend eine Nikolausfeier bei uns zu Hause zu machen, wurde damit etwas umgeworfen. Nachdem Marlene nachts nur schlecht schlafen konnte und immer wieder trinken wollte, holte sie natürlich den Schlaf am Nachmittag nach. Unsere erste Nikolausfeier gestaltete sich also wie folgt: Am frühen Nachmittag kam Marlenes Oma zu uns. Marlene schlief bereits in ihrer Wiege im Wohnzimmer. Um sie nicht zu wecken, flüsterten wir bei unserem Kaffee nur. Als auch noch starker Schneefall einsetzte, beschlossen wir zu Hause zu bleiben und eine Runde UNO zu spielen. Daraus wurde ein richtig schöner Nachmittag mit Kerzenschein, selbst gebackenen Plätzchen und jede Menge Schnee. Frau Holle war an diesem Nachmittag wirklich fleißig, sodass Marlene und ich regelrecht eingeschneit waren. Es ist wirklich nicht so leicht mit dem Kinderwagen durch den Schnee zu kommen. Da wir beide es mittlerweile gewohnt sind, jeden Tag ca. zwei Stunden spazieren zu gehen, müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen. Denn immer nur im Hof auf und ab zu schieben, wird auch etwas langweilig. Aber zum Glück ist heute wieder Pekip und so haben wir eine kleine Abwechslung. Letzte Woche war Marlene sehr begeistert von der Stunde mit ihren Freunden, denn wie soll es anders auch sein, geht natürlich auch Gabriel mit in Pekip und so liegen die beiden nebeneinander. Ich glaube, die zwei werden richtig enge Freunde werden.
Zähne und Advent
Eigentlich wollte ich diese Woche von unseren Erfahrungen bei Pekip berichten. Das ist eine Gruppe mit ca. acht Babys und meist ihren Müttern. In dieser Gruppe geht es um die Entwicklung der Kinder sowie die Entwicklung der Beziehung zwischen Kind und Mutter. Ich hoffe, ich hab es jetzt richtig beschrieben. Doch leider mussten wir diese Woche das Treffen ausfallen lassen, da wir auf dem Weg zum Kinderarzt waren.Marlene hatte sich immer wieder an die Ohren gelangt, und dabei geweint. Also war für mich klar, Marlene musste etwas mit den Ohren haben. Da zumal am Wochenende ja Taufe war, in einer sagen wir mal nicht besonders warmen Kirche. Also statt zu Pekip ab zum Kinderarzt. Dieser untersuchte unsere Kleine ausführlich und stellte fest, sie hat nichts mit den Ohren, zum Glück, sondern sie bekommt Zähne. Das würde auch den vermehrten Speichelfluss erklären und dass sie versucht, sich die Hände in den Mund zu stecken. Dadurch sind meine Nächte noch kürzer als sonst. Aber wenn die kleine Maus mich dann morgens um vier nach dem Trinken anlächelt, ist alles halb so wild.
In unserem Lieder Repertoire sind wir langsam von Martins- auf Weihnachtslieder umgestiegen. Also eigentlich nur ich - und Marlene hört mir zu. So haben wir heute zum ersten Mal so richtig als kleine Familie die erste Kerze am Adventskranz angezündet und dabei haben Marco und ich "Wir sagen Euch an den lieben Advent" gesungen. Da wir seit der Taufe in Besitz einer Videokamera sind, wird natürlich alles gefilmt. Beim späteren Ansehen des Bildmaterials ist uns sofort aufgefallen, dass von Marco und mir nur der Mund zusehen ist. Nachdem aber Mäusi ganz drauf ist, haben wir beschlossen dies so zu lassen. Marlene soll mal was zum Lachen haben.
Taufe
Samstag war es soweit, Marlene und ihr Freund Gabriel wurden getauft. Mit Hektik hingen wir die Schleifen an die Kirchenbank, stellten den CD-Player auf – Mist kein Strom – also den auch noch organisieren. Der Mesner schaltete diesen dann auch zu. Fürbitten verteilen – wer liest was. Dann noch schnell Foto und Videokamera verteilen und eine kurze Einweisung geben und schon ist die komplette Verwandtschaft eingespannt. Wo ist die Taufkerze? Ah ja richtig,
die hat ja die Patin. Für jemanden wie mich ist das dann immer etwas zu viel, was man auch auf dem Video sieht.
Diese Stunde Kirche hat mich sichtlich altern lassen. Der Diakon, der die Taufe durchgeführt hat, war absolut spitze und hatte die Ruhe weg. Die Taufe wurde von Anja und ihrer Freundin Marion (Mutter von Gabriel) bis ins kleinste Detail geplant. Laut Aussagen der beiden Mütter sollen die beiden Täuflinge es ja schließlich perfekt haben. Da hatte noch keiner mit der kräftigen Stimme unserer Marlene gerechnet, die zeitweise in der Kirche ordentlich den Ton angab. Während Gabriel ganz brav war, hat unsere Prinzessin immer dann losgelegt, wenn eines der vorher organisierten und einstudierten Texte vorgelesen wurde. Im Nachhinein – quasi bei der Fehleranalyse – haben wir dann einstimmig festgestellt, dass es ihr wohl ein wenig zu kalt war, denn beim anschließenden Kaffeetrinken und Abendessen in der warmen Wirtsstube war Marlene wieder absolut friedlich und natürlich in ihrem weißen Kleidchen der Star des Tages.
Ich für meinen Teil dachte mir in der Kirche, als die Fürbitte „Herr gibt den Eltern die Gelassenheit …“ vorgetragen wurde; „Ja Herr, bitte erhöre uns.“
Zum Glück gibt's die Omas
Als Marco letzte Woche im Krankenhaus war, wurde mir mal wieder so richtig bewusst, wie wichtig und hilfreich Omas sind. Nicht, dass ich es nicht schon vorher wusste; Aber jetzt hab ich es noch mal gesehen. Ohne die Omas wäre ich ganz schön aufgeschmissen gewesen. Jedes Mal Marlene mit ins Krankenhaus zu nehmen, wollte ich dann doch nicht und so war ich schon froh, dass immer eine Oma da war, wenn wir sie brauchten. Außerdem freut sich Marlene natürlich auch ihre Omas, und nicht zu vergessen ihren Opa, zu sehen. Danke für Eure Hilfe wir sind wirklich glücklich Euch zu haben.Diese Woche waren wir mit den Vorbereitungen für Marlenes Taufe beschäftigt. Nächsten Samstag ist es dann soweit und unsere Marlene wird getauft, zusammen mit ihrem Freund Gabriel. Also waren auch Gabriels Eltern bei dem Taufgespräch dabei. Wir hatten uns zuvor schon ausführliche Gedanken über den Inhalt und den Ablauf sowie die Dekoration gemacht. Der Diakon musste immer wieder bei der Erklärung des Ablaufs unterbrechen, als wir Frauen unsere Wünsche bezüglich Lieder, außerbiblische Texte, Fürbitten, Taufspruch und noch so dies und das vorbrachten. Mit einem Lächeln auf den Lippen erklärte er uns dann auch, dass eine Taufe mit über einer Stunde, bedingt durch die vielen Wünsche, doch auch für die Kinder zu lang werden könnte. Also haben wir seinen Rat befolgt, er hat ja auch die Erfahrung damit und die Wünsche zurückgeschraubt und somit die Taufe auf eine für Taufen wohl übliche Länge gekürzt. Auch Marco fand es etwas übertrieben, als ich Marion, Gabriels Mama, eine Checkliste für die Taufe per Mail schickte. Ich finde aber man sollte so einen besonderen Tag nicht dem Zufall überlassen. Jetzt freuen wir uns sehr auf diesen Tag und bestimmt eine sehr individuelle Taufe. Die Bilder und natürlich einen ausführlichen Bericht gibt es nächste Woche hier zu lesen.
La famiglia es primero
Nach über einer Woche Krankenhaus melde ich mich wieder zurück. Zwischenzeitlich war Anjas Geburtstag und ich musste erkennen, dass ich nicht nur als Ehemann, sondern auch als Vater denken muss. Klar habe ich an ein Geschenk für meine Frau gedacht. Aber wen hab ich vergessen? Natürlich Marlene sollte ja Mama auch was schenken. Zum Glück gibt’s ja meine Mama. Ich hab ganz schön dumm aus der Wäsche geschaut, als meine Mama neben ihrem Geschenk eine Tasse hervor zauberte, auf der Stand „ Für meine allerbeste Mama“ und diese mit den Worten „das ist von deiner Tochter Marlene“ an Anja übergab. Was soll ich sagen. Meine Mama weiß halt, wie ich bin. Naja, da bin ich mir schon ein wenig blöd vorgekommen. Für die Zukunft merk ich mir das. Also auch für Marlene mitdenken.
Im Krankenhaus wurde mir dann jeden Tag berichtet, was meine Kleine so alles anstellt. Irgendwie vergisst man die Schmerzen sehr schnell, wenn man wieder zurück zu seiner Familie will. Man merkt dann erst, was man vermisst.
Zurück zu Hause habe ich dann meine Kleine auf den Arm genommen und an ihrem Kopf gerochen, um ihren einzigartigen Duft aufzusaugen. Auch wenn sie etwas nach Entenbraten riecht – so zumindest meine Meinung.
Dieses Wochenende war auch endlich mal Vorlesungsfrei von meinem Studium und so konnte ich seit langem mal wieder die Zeit mit meiner Familie genießen. Nach einer Diagnose, die sich zum Glück nicht bestätigt hat, kommt man sehr schnell zum Nachdenken und merkt, wie sinnlos man oft kostbare Zeit verschwendet. Zeit die man eigentlich gar nicht hat. Jede vergangene Minute unwiederbringlich. Ich versuche mich deshalb nun etwas mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren und präge für mich den Satz: La famiglia es primero – die Familie zuerst.
Im Krankenhaus wurde mir dann jeden Tag berichtet, was meine Kleine so alles anstellt. Irgendwie vergisst man die Schmerzen sehr schnell, wenn man wieder zurück zu seiner Familie will. Man merkt dann erst, was man vermisst.
Zurück zu Hause habe ich dann meine Kleine auf den Arm genommen und an ihrem Kopf gerochen, um ihren einzigartigen Duft aufzusaugen. Auch wenn sie etwas nach Entenbraten riecht – so zumindest meine Meinung.
Dieses Wochenende war auch endlich mal Vorlesungsfrei von meinem Studium und so konnte ich seit langem mal wieder die Zeit mit meiner Familie genießen. Nach einer Diagnose, die sich zum Glück nicht bestätigt hat, kommt man sehr schnell zum Nachdenken und merkt, wie sinnlos man oft kostbare Zeit verschwendet. Zeit die man eigentlich gar nicht hat. Jede vergangene Minute unwiederbringlich. Ich versuche mich deshalb nun etwas mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren und präge für mich den Satz: La famiglia es primero – die Familie zuerst.
Yogakurs
Seit nunmehr vier Wochen besuche ich einen Yogakurs. Um genau zu sein, einen Rückbildungs-Yogakurs. Es sind meine ersten Erfahrungen mit Yoga. Ich muss schon zugeben, es war am Anfang etwas seltsam für mich der Yogalehrerin zufolgen als sie vorgab: - Katze, Kuh, Katze, Kuh, aufgehender Mond- auch Marlene, die auf einem Fell mit Gabriel neben uns lag, schaute mich etwas verwundert an. Mittlerweile macht mir Yoga richtig spaß und ich freue mich immer auf die nächste Stunde. Es ist einfach mal ein Kurs für mich, als Frau. Für mich alleine.Langsam sind wir in den Vorbreitungen für Marlenes Taufe. Da wir die Feier selbst gestalten wollen, müssen wir einen Taufspruch, Lieder, Führbitten und natürlich die Dekoration aussuchen. Das erste große Familienfest, das wir als
Eltern ausrichten dürfen. Wir, für unsere kleine Familie. Es ist ganz schön spannend und ungewohnt zugleich, darauf haben wir solange gewartet endlich Eltern zu sein. Mama und Papa.
Es ist jeden Tag ein ganz besonderes Gefühl aufzuwachen und in Marlenes strahlende Augen blicken zu dürfen. Da unsere Maus auch immer öfter und länger wach ist, dürfen wir das auch immer öfter. Mittlerweile schaut sie sich auch ganz interessiert um und fixiert "ihren Freund", den Schmetterling, am Wickeltisch. Schnell "wütend" kann Marlene auch werden, wenn das Mobile, das an ihrer Wiege angebracht ist, sich nicht mehr wie von ihr gewünscht bewegt. Erst lächelt sie den Bären noch an, dann kommt ein aufforderndes Quengeln dazu, und zuletzt wenn nichts mehr hilft, ein markerschütternder Schrei, bis Papa oder Mama den Bären wieder anschupsen. Ja, ich denke man könnte sagen, Marlene hat ihre eigenen Vorstellungen wie etwas zu sein hat. Schließlich ist ihr Sternzeichen Löwe.
Impfen
Endlich sind die letzten Prüfungen für dieses Jahr geschafft: VWL, Familienrecht und Europarecht bestimmten die letzten Wochen neben der Arbeit meine Abende. Meine Familie sah ich dann eigentlich immer nur ganz kurz und Anja musste den ganzen Job übernehmen. Sie sorgte dafür, dass ich in Ruhe lernen konnte. Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle.
Es war schwer, Abend für Abend sich hinzusetzen und zu wissen, das Marlene im Nebenzimmer ist und ich grad nichts von ihr habe - und umgekehrt. Die Zeit ohne Papa nutzte Marlene anscheinend ganz gut für ihre Entwicklung. Deshalb war die Freude umso größer, als ich Marlene dabei beobachten konnte wie sie ihre Hand entdeckt hat und ihre Augen einen Gegenstand nach dem anderen fokussiert haben. Dann auf kurzes Nachfragen immer ein kleines Lächeln. Manchmal auch schon mit Ton.
Die Nächte sind momentan sehr kurz dadurch, da sie - so denke ich zumindest - das neu Erlebte abends auch verarbeiten muss. Viel viel Nähe steht immer noch hoch im Kurs.
Diese Woche waren wir auch beim Impfen. Das war 'ne Geschichte. Stunden- und Tagelang haben Anja und ich sachlich diskutiert, ob der Zeitpunkt schon der richtige ist und welche Impfungen denn überhaupt in Frage kommen. Das Problem dabei ist, dass man von jedem etwas anderes hört und jeder versucht, eine Art Experte zu sein. Naja, im Endeffekt ist der Arzt der Experte. Nach einer wirklich langen und intensiven Aufklärung durch ihn kamen dann die beiden
Nadelstiche. Marlene weinte so erbittert, dass man mir als Vater wohl das Leiden ansah. Nicht umsonst sagte der Arzt zu Marlene: "Gleich haben wir es geschafft. Ich mach schon schnell, denn dein Vater stirbt grad tausend Tode". Tja, so sind sie, die Väter von Töchtern hab ich mir da nur gedacht. Bzgl. Impfungen können wir nur den einen Tipp geben. Lasst euch intensiv aufklären über jeden Stoff und hört ausschließlich auf euch selbst, denn zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei.
Das Wetter haben wir dieses Wochenende auch ausgenutzt und sind lange spazieren gegangen. Fragt sich nur, wer danach mehr k.o. war. Der weibliche Fahrgast im Kinderwagen oder der stolze Chauffeur.
Es war schwer, Abend für Abend sich hinzusetzen und zu wissen, das Marlene im Nebenzimmer ist und ich grad nichts von ihr habe - und umgekehrt. Die Zeit ohne Papa nutzte Marlene anscheinend ganz gut für ihre Entwicklung. Deshalb war die Freude umso größer, als ich Marlene dabei beobachten konnte wie sie ihre Hand entdeckt hat und ihre Augen einen Gegenstand nach dem anderen fokussiert haben. Dann auf kurzes Nachfragen immer ein kleines Lächeln. Manchmal auch schon mit Ton.
Die Nächte sind momentan sehr kurz dadurch, da sie - so denke ich zumindest - das neu Erlebte abends auch verarbeiten muss. Viel viel Nähe steht immer noch hoch im Kurs.
Diese Woche waren wir auch beim Impfen. Das war 'ne Geschichte. Stunden- und Tagelang haben Anja und ich sachlich diskutiert, ob der Zeitpunkt schon der richtige ist und welche Impfungen denn überhaupt in Frage kommen. Das Problem dabei ist, dass man von jedem etwas anderes hört und jeder versucht, eine Art Experte zu sein. Naja, im Endeffekt ist der Arzt der Experte. Nach einer wirklich langen und intensiven Aufklärung durch ihn kamen dann die beiden
Nadelstiche. Marlene weinte so erbittert, dass man mir als Vater wohl das Leiden ansah. Nicht umsonst sagte der Arzt zu Marlene: "Gleich haben wir es geschafft. Ich mach schon schnell, denn dein Vater stirbt grad tausend Tode". Tja, so sind sie, die Väter von Töchtern hab ich mir da nur gedacht. Bzgl. Impfungen können wir nur den einen Tipp geben. Lasst euch intensiv aufklären über jeden Stoff und hört ausschließlich auf euch selbst, denn zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei.
Das Wetter haben wir dieses Wochenende auch ausgenutzt und sind lange spazieren gegangen. Fragt sich nur, wer danach mehr k.o. war. Der weibliche Fahrgast im Kinderwagen oder der stolze Chauffeur.
Marlenes erster bester Freund
Marlene hat ihren ersten besten Freund - neben dem Schmetterling am Mobile bei der Wickelkommode: Gabriel, der Sohn meiner Freundin Marion. Wir haben uns in der 19. bzw. 20 Schwangerschaftswoche kennen gelernt.Damals haben wir zusammen einen Aquafitnesskurs für Schwangere besucht. Bereits in den darauf folgenden Schwangerschaftswochen hatten wir Pläne geschmiedet, was wir mit den Mäusen alles erleben werden. Auf den Aquakurs folgte ein Stillvorbreitungskurs, gemeinsame Akupunktur gegen verschiedene Schwangerschaftsziepeleien und natürlich der Geburtsvorbereitungskurs mit anschließenden Ausflügen in den Biergarten und auf das Bergfest. Alles zusammen, bis es Marlene ja zu eilig hatte und zu früh kam. Aber wir mussten nicht lange warten und Gabriel kam zur Welt.
Wir besuchen uns regelmäßig und ich glaube, die beiden Kinder erkennen sich auch wieder. Es ist wirklich schön jemanden zu haben, der gerade die gleichen Erfahrungen macht wie man selbst und der es verstehen kann, dass man zu einer Verabredung auch mal eine stunde zu spät kommen kann, weil einer der beiden Mäuse noch gefüttert, gewickelt oder umgezogen werden muss. Natürlich gibt es einen regen Erfahrungsaustausch und so geht der Tauschbasar in die nächste Runde.
Nachdem in der Schwangerschaft ja noch die Telefonnummern der verschiedenen Hebammen weiter gegeben wurden, werden jetzt Tipps und Ratschläge gegen Bauchschmerzen oder Internetadressen mit ausgefallener Babykleidung getauscht. Aber natürlich ist es das aller Wichtigste, das unsere beiden Babys fast gleich alt sind und zusammen aufwachsen können. Außerdem haben wir unternehmungslustigen Mamis uns bereits für einen, in ein paar Wochen beginnenden, Babykurs angemeldet, von dem ich bestimmt noch in einen der folgenden Blogbeiträgen berichten werde.
Unleidlich
Die anfängliche Ruhe scheint etwas vorbei zu sein. Marlene ist immer aufgeweckter und erforscht die Gegend mit ihren Augen. Auch Lieblingsplätze hat sie schon auserkoren. Die Wiege z. B. mag sie gar nicht. Hier duldet sie allerhöchstens kurze Verweildauern. Mamis Burst oder Papis Arm sind natürlich erste Wahl.
Da stellt sich mir die Frage, wann verzieht man ein Kind und wann nicht? Auch die Couch in der Nähe unserer Katze ist durch Marlene geduldet. Nur auf den Arm nehmen ist nicht. Momentan ist sie etwas unleidlich und quängelt viel. Wir versuchen immer herauszufinden, was sie möchte.
Einmal landen wir dabei einen Volltreffer, das andere Mal brauchen wir dann doch etwas länger und aus dem Quängeln wird ein Schreien. Um sie zu beruhigen muss ich mit ihr die ganze Wohnung abschreiten, ihr immer wieder etwas Neues zeigen und erzählen und erzählen. Dies führte schon so weit, dass ich ihr einen Fachartikel über die richtige Anlage in Aktienfonds vorgelesen habe. Naja, wenn man dieses Fachchinesisch dann auch noch richtig betont und aus Börsenabstürzen stimmlich eher ein rasantes Abenteuer macht, kann das durchaus eine Alternative für eine „schlaf jetzt bitte ein“ Geschichte sein.
Am Wochenende waren meine beiden Mädels unterwegs. Um meiner Frau einen schönen Empfang vorzubereiten, habe ich den Kochlöffel geschwungen und etwas Leckeres gezaubert und dann den Tisch mit Kerzen gedeckt. Blöd nur, wenn man nicht das Stillen bedenkt, denn ich habe mit ordentlich Knoblauch gekocht. Schmeckt zwar lecker, aber unsere Maus hat durch den „Tankvorgang“ natürlich auch etwas abbekommen und dadurch etwas Bauchweh bekommen. Man(n) lernt dazu. Das Nächste Mal dann ohne allem was Blähen kann.
Da stellt sich mir die Frage, wann verzieht man ein Kind und wann nicht? Auch die Couch in der Nähe unserer Katze ist durch Marlene geduldet. Nur auf den Arm nehmen ist nicht. Momentan ist sie etwas unleidlich und quängelt viel. Wir versuchen immer herauszufinden, was sie möchte.
Einmal landen wir dabei einen Volltreffer, das andere Mal brauchen wir dann doch etwas länger und aus dem Quängeln wird ein Schreien. Um sie zu beruhigen muss ich mit ihr die ganze Wohnung abschreiten, ihr immer wieder etwas Neues zeigen und erzählen und erzählen. Dies führte schon so weit, dass ich ihr einen Fachartikel über die richtige Anlage in Aktienfonds vorgelesen habe. Naja, wenn man dieses Fachchinesisch dann auch noch richtig betont und aus Börsenabstürzen stimmlich eher ein rasantes Abenteuer macht, kann das durchaus eine Alternative für eine „schlaf jetzt bitte ein“ Geschichte sein.
Am Wochenende waren meine beiden Mädels unterwegs. Um meiner Frau einen schönen Empfang vorzubereiten, habe ich den Kochlöffel geschwungen und etwas Leckeres gezaubert und dann den Tisch mit Kerzen gedeckt. Blöd nur, wenn man nicht das Stillen bedenkt, denn ich habe mit ordentlich Knoblauch gekocht. Schmeckt zwar lecker, aber unsere Maus hat durch den „Tankvorgang“ natürlich auch etwas abbekommen und dadurch etwas Bauchweh bekommen. Man(n) lernt dazu. Das Nächste Mal dann ohne allem was Blähen kann.
Ausflug auf dem Lande
Da Tante Sabine und ich natürlich (passend dem Anlass) schick gekleidet waren, beschlossen wir das Papa und Onkel Christian mit den Kindern die Kühe besichtigen mussten. Auf die Frage der Männer, warum um Himmelswillen ausgerechnet sie in den Kuhstall müssten, antwortete meine Schwester nur kurz: "Wir haben schließlich Kleidchen und Pumps an." Zugegeben, das war die falsche Wahl für einen Ausflug auf dem Land. Aber irgendwie leuchtete diese Aussage auch den Männern ein und sie folgten wortlos und schon ein bisschen widerwillig in den Kuhstall.
Marco hatte an diesem Tag noch eine weitere Aufgabe zu erledigen. Zu unserer Hochzeit vor drei Jahren hatten wir einen Gutschein für einen Obstbaum von der Gemeinde geschenkt bekommen. Leider hatten wir diesen bis heute noch nicht eingelöst. Jetzt da Marlene auf der Welt ist, hatten wir beschlossen diesen endlich zu pflanzen. Da uns unsere Dachterrasse irgendwie nicht der richtige Ort dafür scheint, haben wir oder besser gesagt Marco den Baum bei meinen Eltern im Garten gepflanzt. Wir haben unsere persönlichen Wünsche für Marlene auf einen Zettel geschrieben und diesen mit zu den Wurzeln des Baumes gelegt. So wie der Baum sollen die guten Wünsche für unsere Kleine Wachsen.
Die erste Hochzeit
Marlene wird immer munterer und wacher. Sie meldet sich jetzt schon in kürzeren Abständen. Meist ist es nur Hunger oder das übliche Tagesgeschäft unserer Kleinen. Ganz schlaflose Nächte sind „NOCH“ selten. Neulich nachts hat sie aber die ganze Zeit durch gequängelt. Der erste Anflug von Ratlosigkeit machte sich bei uns breit. Zum Glück kam am nächsten Tag noch einmal die Hebamme. Anja rief mich nach dem Besuch der Dame an und sagte zu mir, dass es unglaublich sei, aber wahr ... unsere kleine Maus zahnt bereits mit vier Wochen. Meine Antwort war nur: "Ja, ja … der erste April ist noch weit weg."
Aber es ist tatsächlich so. Zwei Schneidezähne unten schießen in den Kiefer ein. Ich dreh durch. Ein Freund von uns sagte nur: "Was soll das werden? Wenn die bei allem so früh ist, dürft ihr sie wohlmöglich nächstes Jahr einschulen:-)."
Mittlereile kam ich auch dazu, wie es der Brauch so wünscht, meine Kleine „piseln“ zu lassen. Dies bedeutet, mit Freunden und Bekannten auf Marlenes Geburt anzustoßen. Da das im Rahmen eines Junggesellenabschieds war, konnten wir das gehörig genießen. Schön wars.
Am Samstag war Marlene auf der ersten Hochzeit mit dabei. Tapfer hielt sie die Zeremonie durch. Nur zu Anjas geliebten Kuchenbuffet reichte es nicht mehr. Aus Solidarität ging ich natürlich mit zum Wickeln und Stillen. Wir kamen rechtzeitig zur Brautentführung wieder zurück. Die ausgelassene Stimmung nutzte unsere kleine Maus zum Schlafen. Nach dem Abendessen war dann Schluss für Mami und Marlene. Ich fuhr sie heim und kam wieder zurück auf die
Hochzeit. Als alle anfingen zu tanzen überkam mich ein Gefühl der Leere ohne meine Mädels. Nach einem kurzen Telefonat mit Anja stürzte auch ich mich auf die Tanzfläche und kam rechtzeitig zum Stillen um vier Uhr nachts nach Hause mit Kuchen von der Hochzeit im Gepäck, sodass Anja ihren Kuchensplin doch noch ausleben konnte.
Das erste Lächeln
Da mal wieder Prüfungszeit für Marco ist und er mit lernen für sein Studium beschäftigt ist schreibe ich heute an seiner Stelle noch mal den Blog. Marlene und ich genießen unsere Zeit miteinander. Den Vormittag gestalten wir uns so gemütlich wie möglich. Meist beginnt der nach einer Stillmahlzeit mit einer Babymassage für Marlene. Danach ruhen wir uns erst einmal wieder aus. An den Nachmittagen unternehmen wir regelmäßig lange Spaziergänge und haben so schon den einen oder anderen Kilometer mit ihrer Kutsche (wie ich ihren Kinderwagen nenne) gefahren. Ich bin richtig froh, dass ich mich damals so lange mit dem Kinderwagenthema befasst habe. Der kann wirklich alles und sieht auch noch richtig gut aus. Das war eine gute Entscheidung und ich glaube Marlene ist mit ihre Kutsche auch zufrieden. Wir verbringen immer noch sehr viel Zeit damit, Marlene Stunden lang anzuschauen. So wie heute, als ich beim kochen in der Küche war und Marco mir ganz aufgeregt aus dem Wohnzimmer schrie. "Anja, komm schnell." Ich ließ alles stehen und liegen und eilte sofort ins Wohnzimmer. Dort saß Marco seelenruhig mit Marlene im Arm. Ich schaute ihn total entsetzt an. Er strahlte über das ganze Gesicht und sagte zu mir: "Schau mal, Schatz, Marlene grinst die ganze Zeit." Marco scherzte wieder mit ihr und wir beide starrten wie gebannt auf Marlenes Gesicht. Nichts passierte. Marco versuchte es erneut und ihr Mund bewegte sich leicht, sodass es eventuell mit etwas Fantasie ein Lächeln gewesen sein könnte.
Nachdem die Fischstäbchen in der Pfanne fast verbrannt waren, denn ich war ja gerade dabei unser Mittagessen zu kochen, haben wir beschlossen, dass es Marlenes erstes bewusstes Lachen war. Wir haben es gleich in Marlenes Tagebuch eingetragen. Danke kleine Maus, dass wir dich lachen sehen dürfen.
Langsam bekomme ich Routine
Langsam bekomme ich etwas Routine in meine neuen Aufgaben als Mami. Wenn Marlene weint, weiß ich schon langsam, was sie damit meint. Ja die Kommunikation zwischen Mama und Tochter beginnt zu funktionieren. Marlene macht Geräusche und Mama kommt bzw. legt nachts automatisch zum Stillen an.
Unsere Kleine ist ein richtiger Sonnenschein, ich könnte Stunden damit verbringen, sie einfach nur anzusehen. Marco und ich machen uns einen Spaß daraus, ihr fragen zustellen und dann zu beobachten, welche Grimassen Marlene dazu schneidet. Heute hat Marco Marlene gefragt
was sie einmal werden wolle. "Marlene, möchtest du mal Ärztin werden?" - keine Reaktion. "Marlene, möchtest du vielleicht Notarin werden?"- keine Reaktion. "Marlene, möchtest du vielleicht Bundeskanzlerin werden?" - Marlene strahlt übers ganze Gesicht. Marco dachte seine Chance erkannt zu haben und fragt Marlene nochmals: "Marlene, möchtest du vielleicht einmal Finanzdienst-leister wie dein Papa werden?" - Marlene verzieht das Gesicht und ist kurz vorm Weinen. Also steht Marlenes erster Berufswunsch schon fest und das mit gerade mal drei Wochen.
Am Dienstag haben wir von meiner Freundin Besuch bekommen, die zwischenzeitlich auch entbunden hat. So sind unsere Kinder genau eine Woche auseinander und wir können wieder gemeinsam - so wie auch schon in der Schwangerschaft - verschiedene Kurse belegen. Das erste Kennenlernen unserer Kleinen verlief sehr gut. Die zwei scheinen sich zu mögen. So folgte
auch gestern der erste gemeinsame Ausflug nach Regensburg zum Sushi essen. Tapfer hielten beide Kinder durch und wir Eltern konnten noch ein wenig bummeln und den Tag genießen.
Am Sonntag kam dann ein gemeinsamer Freund mit seiner Fotoausrüstung. Das erste Fotoshooting war angesagt. Posen für die Danksagungskarten und fürs Fotoalbum. So frisch auf der Welt und schon ein voller Terminkalender.
Unsere Kleine ist ein richtiger Sonnenschein, ich könnte Stunden damit verbringen, sie einfach nur anzusehen. Marco und ich machen uns einen Spaß daraus, ihr fragen zustellen und dann zu beobachten, welche Grimassen Marlene dazu schneidet. Heute hat Marco Marlene gefragt
was sie einmal werden wolle. "Marlene, möchtest du mal Ärztin werden?" - keine Reaktion. "Marlene, möchtest du vielleicht Notarin werden?"- keine Reaktion. "Marlene, möchtest du vielleicht Bundeskanzlerin werden?" - Marlene strahlt übers ganze Gesicht. Marco dachte seine Chance erkannt zu haben und fragt Marlene nochmals: "Marlene, möchtest du vielleicht einmal Finanzdienst-leister wie dein Papa werden?" - Marlene verzieht das Gesicht und ist kurz vorm Weinen. Also steht Marlenes erster Berufswunsch schon fest und das mit gerade mal drei Wochen.
Am Dienstag haben wir von meiner Freundin Besuch bekommen, die zwischenzeitlich auch entbunden hat. So sind unsere Kinder genau eine Woche auseinander und wir können wieder gemeinsam - so wie auch schon in der Schwangerschaft - verschiedene Kurse belegen. Das erste Kennenlernen unserer Kleinen verlief sehr gut. Die zwei scheinen sich zu mögen. So folgte
auch gestern der erste gemeinsame Ausflug nach Regensburg zum Sushi essen. Tapfer hielten beide Kinder durch und wir Eltern konnten noch ein wenig bummeln und den Tag genießen.
Am Sonntag kam dann ein gemeinsamer Freund mit seiner Fotoausrüstung. Das erste Fotoshooting war angesagt. Posen für die Danksagungskarten und fürs Fotoalbum. So frisch auf der Welt und schon ein voller Terminkalender.
Die Zeit vergeht wie im Flug
Die Zeit vergeht jetzt schon wie im Flug, seitdem Anja und Marlene zu Hause sind. Bis jetzt quengelt Marlene nur, wenn sie etwas hat und die möglichen Ursachen sind ja noch sehr eingegrenzt.
Da Anja stillt, kommt unser Baby natürlich alle zwei bis drei Stunden und somit bleibt mir momentan immer noch die Couch als Schlafplatz, um dann am nächsten Tag nicht total fertig in die Arbeit zu kommen. Ans Wickeln hab ich mich auch schon langsam heran getastet und ohne Hilfe mit Bravour bestanden. Hauptsächlich macht das aber Anja und für ihren Job als super Mami möchte ich ihr auch noch einmal danken.
Derzeit ist Spiegelgrinsen angesagt. Marlene mustert mich Minuten lang und total unverhofft mimt sie mein Grinsen nach. Gigantisch. Abends, wenn ich nach Hause komme, versuche ich jetzt schon ein Ritual einzuführen. Ich packe dann meine kleine Lady auf den Arm und tanze mit ihr durch die Wohnung. Dabei singe ich immer etwas selbst Erfundenes, da ich so gut wie kein Kinderlied kann. Dies wird so lange gemacht, bis sie einschläft.
Gestern hatten wir den ersten alleinigen Familienausflug (sonst war immer jemand dabei) mit dem Kinderwagen und dann auch noch bei nahe 30 Grad. Da gab es dann schon eine kleine Diskussion zwischen Anja und mir bzgl. der richtigen Anziehsachen für Marlene. Ob Decke oder nicht. Ich glaube, Anja nervt manchmal mein übervorsichtiges 20ig-faches Nachfragen, was verständlich wäre. Aber was soll ich denn machen, wenn ich besorgt um meine Kleine bin?
Damit ich endlich Frieden gebe, hat Anja dann flucks den Telefonjoker gezogen und bei ihrer Schwester angerufen, die letztes Jahr erst ihr zweites Kind bekam. Nur blöd, das ihre Kinder Winterbabies waren. Tja, so musste sie mich wohl gestern noch ein wenig weiter besorgt sein lassen.
Da Anja stillt, kommt unser Baby natürlich alle zwei bis drei Stunden und somit bleibt mir momentan immer noch die Couch als Schlafplatz, um dann am nächsten Tag nicht total fertig in die Arbeit zu kommen. Ans Wickeln hab ich mich auch schon langsam heran getastet und ohne Hilfe mit Bravour bestanden. Hauptsächlich macht das aber Anja und für ihren Job als super Mami möchte ich ihr auch noch einmal danken.
Derzeit ist Spiegelgrinsen angesagt. Marlene mustert mich Minuten lang und total unverhofft mimt sie mein Grinsen nach. Gigantisch. Abends, wenn ich nach Hause komme, versuche ich jetzt schon ein Ritual einzuführen. Ich packe dann meine kleine Lady auf den Arm und tanze mit ihr durch die Wohnung. Dabei singe ich immer etwas selbst Erfundenes, da ich so gut wie kein Kinderlied kann. Dies wird so lange gemacht, bis sie einschläft.
Gestern hatten wir den ersten alleinigen Familienausflug (sonst war immer jemand dabei) mit dem Kinderwagen und dann auch noch bei nahe 30 Grad. Da gab es dann schon eine kleine Diskussion zwischen Anja und mir bzgl. der richtigen Anziehsachen für Marlene. Ob Decke oder nicht. Ich glaube, Anja nervt manchmal mein übervorsichtiges 20ig-faches Nachfragen, was verständlich wäre. Aber was soll ich denn machen, wenn ich besorgt um meine Kleine bin?
Damit ich endlich Frieden gebe, hat Anja dann flucks den Telefonjoker gezogen und bei ihrer Schwester angerufen, die letztes Jahr erst ihr zweites Kind bekam. Nur blöd, das ihre Kinder Winterbabies waren. Tja, so musste sie mich wohl gestern noch ein wenig weiter besorgt sein lassen.
Meine Geburt
Erst schien es ein ganz entspannter Montag zu werden. Ich war gerade dabei im Internet noch nach den letzten benötigten Dingen für unser Baby zu suchen, solche Dinge wie Windeleimer, Nagelschere und Babyhaarbürste, sowie das eine oder andere zur Dekoration für unser vier Tage zuvor aufgebautes Kinderzimmer.Nachmittag sollte ich noch einmal kurz zu einer Untersuchung zu meinem Frauenarzt. Wie Marco schon berichtet hat, wurde ich am Tag zuvor vom Krankenhaus dort hingeschickt. Ich wollte mich gerade etwas frisch machen als ich bemerkte, dass die Fruchtblase wohl geplatzt sei. Also hab ich Marco angerufen, der auch sofort kam. Ab ins Krankenhaus.
Als die Ärztin kurz den Untersuchungsraum verlassen hatte, sagte ich zu Marco, wie es aussieht, werden wir wohl spätestens morgen Eltern. Ja, jetzt ist es wirklich soweit: wir werden Eltern. Unsere kleine kommt zur Welt.
Dann ging alles furchtbar schnell. Gegen 16:30 Uhr setzten die ersten spürbaren Wehen ein und kaum zu glauben, schon um 19:21 Uhr war unsere kleine Marlene auf der Welt. Unser ganzer Stolz.
Leider musste Marlene auf die Kinderintensiv. Aber ich durfte sie noch am selben Abend besuchen. Da lag sie unsere kleine Mäusie. Sie sieht wunderschön aus. Ich muss Marlene ständig einfach stundenlang anschauen, wie sie in ihrem kleinen Bettchen liegt und schläft - meine Tochter.
Nun sind wir zu Hause angekommen. Unsere Katze Kathy schaute sehr skeptisch und wagte schon die ersten Annäherungsversuche. Gerade auf Tuchfühlung hat Marlene nur einen lauten Seufzer von sich gegeben und schon war Kathy unter dem nächsten Stuhl und beschloss sich das neue Wesen in unserem Haushalt erst einmal von der Ferne anzuschauen.
Noch einmal Danke an alle für die lieben Glückwünsche. Ab nächster Woche berichten wir euch quasi live von der Babysession und unseen ersten Erfahrungen mit Hebamme, wickeln, Schluckauf und vieles mehr.
Unser ganzer Stolz
Gerade noch rechtzeitig haben wir das Kinderzimmer mit Freunden aufbauen können. Und ja, ich hab mich zu etwas rosa an der Wand breitschlagen lassen. Das Kinderzimmer wurde am Mittwoch Abend errichtet und Anja war noch voll in ihrem Element. Die Aufgabe der Jungs war es natürlich, die Möbel zusammen zu bauen. Was super leicht und schnell ging, da die Schübe schon fertig ankamen. Ein Traum sag' ich da nur.Sonst verlief die Woche normal. Am Samstag noch eine Hochzeit mitgenommen und am Sonntag nach Weiden gefahren. Dort wohnt Anjas Schwester. Nachdem Sie Anja gesehen hatte, schickte sie uns sofort zu einer Bekannten, die Hebamme ist, da Anja innerhalb von drei Tagen vier Kilo Wasser zugelegt hat. Mit Verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung. Also sofort ab ins Amberger Krankenhaus. Dort gab es vorerst Entwarnung, aber den Hinweis, dass sich das Fruchtwasser wohl verringert hätte. Nun gut. Also wieder nach Hause.
Am Montag, ich arbeitete nichts ahnend im Büro, bekam ich einen Anruf von Anja. Sie sagte mir ganz entspannt und locker, dass wohl ihre Fruchtblase geplatzt sei. Sofort ließ ich alles stehen und liegen. Meine Teamassistentin verlegte sofort die Termine. Es geht los. Zuhause angekommen. Kliniktasche gepackt und meine Frau ins Auto. Als wir am Kreißsaal klingelten, machte uns die gleiche Hebamme auf wie einen Tag zuvor. Mit den lächelnden Worten „Ihr scho wieder“ bat sie uns herein. Als Ärztin kam dann auch noch zu unserer Überraschung eine gute Freundin von uns. Wir fühlten uns sofort wohl und beruhigt. Wir sollten auf Station gehen und Anjas Zimmer beziehen und erst in zwei Stunden wieder kommen. Solange hielt aber Anja nicht aus. Nach einer halben Stunde setzten die Wehen ein und das schon in einem geringen Abstand. Auf die Frage von mir an Anja: "Schatz, wie oft kommen die Wehen?“, antwortete sie nur kurz: „Zähl doch selbst nach!“
Oh ja, da hab ich gewusst jetzt wird es ernst. Ich war immer sehr aufgeregt bezüglich der Frage Kreißsaal für Männer: ja oder nein. Aber ich konnte Anja nicht alleine lassen. Ich hab mir noch eine Zeitung gekauft, da mir von meiner Frau verboten worden ist, sie anzufassen. So bekam ich die ersten unruhigen Wehen über den Zeitungsrand mit. Meine Aufgaben waren aber dann schnell klar. Trinken bringen sowie in der Nähe aufhalten, falls Wünsche geäußert werden, um diese zu erfüllen. Ok, Ärztin anwesend und Hebamme auch. Es geht los! Anja hielt meine Hand und ich hörte sie noch nie so schreien. Das CTG unserer kleinen Maus wurde schlechter. Es musste Blut vom Kopf unseres Babies abgenommen werden. War aber alles in Ordnung. Nur ein paar Wehen später kam um 19:21 Uhr am 02.08. unsere Marlene Sophie zur Welt. Als ich das sofortige Schreien hörte, schossen Tränen in meine Augen. Bevor es los ging, sagte ich der Hebamme, dass ich die Nabelschnur nicht durschneiden wolle, da ich so aufgeregt bin und mir schlecht ist. Zum Glück war ja unsere Bekannte als Ärztin da, denn Sie hat mir die Schere hingehalten und ich konnte nicht anders. Flups war auch der Kinderarzt da, und untersuchte unser vier Wochen zu früh gekommenes Baby. Anja durfte unser Kind ganz kurz für ein Foto halten. Ich zückte die Digitalkamera und da war es. Keine Speicherkarte eingelegt. Die Hebamme holte die Stationskamera und knipste unsere Tochter zur Erinnerung. Danach musste Marlene sofort auf die Intensivstation zur Routineüberwachung. Also ich hinterher. Noch hatte ich meine Kleine noch nicht einmal berührt. Ich war noch wie in Trance.
In der Intensiv angekommen, durfte ich das erste Mal Formulare als Erziehungsberechtigter und Elternteil unterzeichnen. Dann sagte die Schwester, sie komme gleich wieder und ich soll bei meinem Kind stehen bleiben. Da lag sie nun. Ihre Schreie waren Musik in meinen Ohren. Verängstigt und sich nicht auskennend. Ich streckte vorsichtig meinen kleinen Finger entgegen und berührte ihre winzige Hand. Sie griff danach und plötzlich hörte sie auf zu schreien. Gänsehaut und ein Gefühl von Liebe und Glück überkam mich. Für mich war die Geburt selbst eher ein Vorgang, der wie in Trance abgelaufen ist. Aber der schönste Moment in meinem Leben war der, als meine Marlene nach meinem Finger gegriffen hat und die Verbundenheit zwischen uns hergestellt wurde. Ich durfte sie noch fünf Minuten halten. In diesen versprach ich ihr, dass ich sie immer beschützen werde und dass sie mein ganzer Stolz sei.
In der Nacht durfte Anja ebenfalls noch einmal unsere Tochter besuchen. Ich bedankte mich danach mit einem Besuch in der Krankenhauskapelle für unser gesundes Kind.
Geburtsvorbereitungskurs Väter (Kopie 1)
„Sei pünktlich“ waren die Worte von Anja am Morgen des Geburtsvorbereitungskurses. Da das eine ernsthafte Ansage von ihr war und sie keine Miene zu einem Lächeln verzog, nahm ich das lieber als Befehl an und erfüllte wie mir geheißen.
Dort angekommen erwarteten mich Decken am Boden und eine Herde von offensichtlich genauso planloser zukünftiger Väter wie ich einer bin. Die Hebamme hatte mit ihrer sanften Stimme eine beruhigende Wirkung auf den Kreis der Anwesenden, aber doch immer mit einer unterschwelligen Botschaft an uns Männer. Diese bekamen wir auch gleich zu spüren. In einem Kreis aufstellen und fühlen, wie sich Wehen anfühlen. Also in die Skifahrerhocke und diese Position halten sowie das Becken kreisen lassen. Zum Glück machte ich mich nicht allein zum Affen. Als ich so rumschaute, erkannte man genau welche der Ladies schon einmal Kinder geboren hatte. Ihre Gesichter bekamen nämlich ein hämisches Grinsen. Zu allem Übel wurden wir dann auch noch durch eine anwesende schwangere Mitstreiterin von Anja per Handy gefilmt. Oh Mann, ich find mich bestimmt in YouTube wieder. Ich dachte mir nur, nicht als Erster schlapp machen, Marco.
So jetzt hinter die eigene Frau setzen und beim Ausatmen ihren Kopf an ihre Brust drücken. Ok, mir hatte keiner gesagt, dass ich einen leichten Druck aufbauen sollte. Prompt befand ich mich in meiner alten Kampfsportzeit und drückte, was das Zeug hält. Hieß ja auch Presswehen. Komisch nur, das Anja die Einzige war, die komische luftschnappende Laute von sich gab. Und schon blickte die Schwesternschaft aller Schwangeren auf mich. Ich legte also sanfter Hand an.
Man lernt verdammt schnell, wenn man sich blamieren kann. Darauf folgte ca. zehn Minuten Entspannungskuscheln mit Frau bei sanfter Musik. Blöd nur, wenn man aufgrund von schwangerschaftsbedingtem Schnarchen der eigenen Frau schon Wochen vorher kaum Schlaf ergattert hat. Ich hielt mich aber tapfer, auch wenn es hart war und ich augenblicklich einschlafen wollte. Zu guter Letzt gab es einen Film über Geburten, der wohl schon älter war, weil bereits Ton und Bild verzerrt war und der Typ im Film aussah wie Rudi Völler. Ah so sieht das aus. „Kommen aber ganz schön blau raus“ dachte ich mir und beschloss im Kreissaal meine Position an Anjas Kopf einzunehmen.
Dort angekommen erwarteten mich Decken am Boden und eine Herde von offensichtlich genauso planloser zukünftiger Väter wie ich einer bin. Die Hebamme hatte mit ihrer sanften Stimme eine beruhigende Wirkung auf den Kreis der Anwesenden, aber doch immer mit einer unterschwelligen Botschaft an uns Männer. Diese bekamen wir auch gleich zu spüren. In einem Kreis aufstellen und fühlen, wie sich Wehen anfühlen. Also in die Skifahrerhocke und diese Position halten sowie das Becken kreisen lassen. Zum Glück machte ich mich nicht allein zum Affen. Als ich so rumschaute, erkannte man genau welche der Ladies schon einmal Kinder geboren hatte. Ihre Gesichter bekamen nämlich ein hämisches Grinsen. Zu allem Übel wurden wir dann auch noch durch eine anwesende schwangere Mitstreiterin von Anja per Handy gefilmt. Oh Mann, ich find mich bestimmt in YouTube wieder. Ich dachte mir nur, nicht als Erster schlapp machen, Marco.
So jetzt hinter die eigene Frau setzen und beim Ausatmen ihren Kopf an ihre Brust drücken. Ok, mir hatte keiner gesagt, dass ich einen leichten Druck aufbauen sollte. Prompt befand ich mich in meiner alten Kampfsportzeit und drückte, was das Zeug hält. Hieß ja auch Presswehen. Komisch nur, das Anja die Einzige war, die komische luftschnappende Laute von sich gab. Und schon blickte die Schwesternschaft aller Schwangeren auf mich. Ich legte also sanfter Hand an.
Man lernt verdammt schnell, wenn man sich blamieren kann. Darauf folgte ca. zehn Minuten Entspannungskuscheln mit Frau bei sanfter Musik. Blöd nur, wenn man aufgrund von schwangerschaftsbedingtem Schnarchen der eigenen Frau schon Wochen vorher kaum Schlaf ergattert hat. Ich hielt mich aber tapfer, auch wenn es hart war und ich augenblicklich einschlafen wollte. Zu guter Letzt gab es einen Film über Geburten, der wohl schon älter war, weil bereits Ton und Bild verzerrt war und der Typ im Film aussah wie Rudi Völler. Ah so sieht das aus. „Kommen aber ganz schön blau raus“ dachte ich mir und beschloss im Kreissaal meine Position an Anjas Kopf einzunehmen.
Als wir mit dem Blog anfingen, schien die Entbindung meilenweit entfernt
Diese Woche beginnt mein Mutterschutz. Das heißt der Countdown bis zur Geburt läuft. Die Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs sagte laut Lehrbuch oder evtl. auch laut Erfahrung der Hebamme würde eine Frau so ca. 300 Wehen brauchen (brauchen ist wohl das falsche Wort, eher über sich ergehen lassen) bis das Kind auf der Welt ist. Das würde rein rechnerisch mit den 20 bis 25 Stunden Wehen klappen, von denen im ersten Geburtsvorbereitungskurs erzählt worden ist. Puh 20 Stunden. Eine Horrorvorstellung für mich.
Mut macht mir da meine Bekannte, die vor kurzen entbunden hat. Als ihr Mann sie vorm Krankenhaus aussteigen ließ, kam sie noch bis zum Kreißsaal. Dann wurde ein CTG geschrieben und innerhalb von zehn Minuten war das Kind da. 300 Wehen??? Das hört sich doch schon besser an als 20 Stunden. Also hab ich mir gedacht: "Anja, lass es auf dich zukommen - wie es kommt, so kommt es eben."
Heute bekomme ich wieder Akupunktur gegen die Wassereinlagerungen. An manchen Tagen, so wie gestern, sehe ich tatsächlich so aus wie das weiße Männchen eines bekannten Reifenherstellers. Arme und Beine nehmen irgendwie komische Formen an, aber das soll sich ja schlagartig nach der Geburt ändern. Bei der Akupunktur muss ich jetzt die Nadelstiche nicht mehr alleine ertragen, da meine Freundin von Aquajogging jetzt auch mit dabei ist. Wir liegen also zusammen in einem Zimmer und werden gestochen. Zwar bekommen wir für verschiedene Leiden die Nadeln gesetzt, aber so ist es nicht so langweilig, da wir eigentlich immer ein Thema zum Reden oder Lachen finden. Es ist schön jemanden gefunden zu haben, mit dem man seine Akupunktur Erfahrungen sowie Gedanken und Ängste teilen kann.
Marco machte diese Woche die ersten Erfahrungen mit einem Kind von Bekannten. Dieses gesellte sich gleich in seinen Schoß und forderte ihn auf, mit ihm das Bilderbuch anzuschauen. Daraufhin hob Marco den Kopf und fragte den Vater der Kleinen: "Und was soll ich jetzt tun?". Dieser erklärte ihm die "Basics" im Umgang mit Kindern. Bald darf er ja an unserem Kind weiter üben.
Mut macht mir da meine Bekannte, die vor kurzen entbunden hat. Als ihr Mann sie vorm Krankenhaus aussteigen ließ, kam sie noch bis zum Kreißsaal. Dann wurde ein CTG geschrieben und innerhalb von zehn Minuten war das Kind da. 300 Wehen??? Das hört sich doch schon besser an als 20 Stunden. Also hab ich mir gedacht: "Anja, lass es auf dich zukommen - wie es kommt, so kommt es eben."
Heute bekomme ich wieder Akupunktur gegen die Wassereinlagerungen. An manchen Tagen, so wie gestern, sehe ich tatsächlich so aus wie das weiße Männchen eines bekannten Reifenherstellers. Arme und Beine nehmen irgendwie komische Formen an, aber das soll sich ja schlagartig nach der Geburt ändern. Bei der Akupunktur muss ich jetzt die Nadelstiche nicht mehr alleine ertragen, da meine Freundin von Aquajogging jetzt auch mit dabei ist. Wir liegen also zusammen in einem Zimmer und werden gestochen. Zwar bekommen wir für verschiedene Leiden die Nadeln gesetzt, aber so ist es nicht so langweilig, da wir eigentlich immer ein Thema zum Reden oder Lachen finden. Es ist schön jemanden gefunden zu haben, mit dem man seine Akupunktur Erfahrungen sowie Gedanken und Ängste teilen kann.
Marco machte diese Woche die ersten Erfahrungen mit einem Kind von Bekannten. Dieses gesellte sich gleich in seinen Schoß und forderte ihn auf, mit ihm das Bilderbuch anzuschauen. Daraufhin hob Marco den Kopf und fragte den Vater der Kleinen: "Und was soll ich jetzt tun?". Dieser erklärte ihm die "Basics" im Umgang mit Kindern. Bald darf er ja an unserem Kind weiter üben.
Wo man mit so einer Schwangerschaft überall hinkommt
Man merkt echt jeden Tag, der näher an unser Finale kommt. Die Frage Kreissaal oder nicht, habe ich jetzt mit ein paar Vätern diskutiert, mir einige Meinungen dazu angehört und festgestellt, dass es wohl vielen Männern so geht wie mir. Ein mulmiges Gefühl auf der einen Seite macht sich breit, ein Spannendes und Neugieriges auf der anderen. Da Anja das auch weiß, hat sie doch prompt ein Magazin angeschleppt, in dem ein Test für werdende Väter enthalten ist: "Sind Sie fit für den Kreissaal?"
Also eins muss man der Werbeindustrie lassen, die schlachten echt jedes Thema werbewirksam aus. Was soll ich sagen. 18 von möglichen 30 Punkten. Das bedeutet, dass ich mich noch weiter informieren sollte. Ich werde einfach aufhören, mir darüber Gedanken zu machen und tun, was zu tun ist, wenn es soweit ist (hoffentlich).
Das ständige Umziehen auf die Couch bzgl. bereits erläuterten nächtlichen Lauten von Anja, fordert langsam seinen Tribut. Meine Rückenschmerzen werden immer mehr und ich werde wohl auch etwas quengelig. Anja ist bei der Hitze so gut wie bewegungsunfähig. Das haben wir bei einem Sommerbaby nicht bedacht. Also was tun, um meine Frau von den Hitzewellen zu befreien? Kurz nachgedacht. Zuerst unternahmen wir einen Waldspaziergang an einem nahegelegenen Berg. Kühler Ort. Nur habe ich wohl nicht bedacht, dass das Querfeldein und Berg rauf und runter auf Dauer nicht ganz das Gelbe vom Ei war.
Also Nr. Zwei: Eis kaufen. Diese Abkühlung wirkte allerdings nur ganz kurz. Wieder zurück zu Hause musste schnell eine Lösung her. – Ah, da war doch noch das Schlauchboot im Keller. Prompt hab ich das Ding hochgezerrt und auf die Dachterrasse verfrachtet, um es dann mit Wasser zu füllen. Quasi eine Aussenbadewanne für Anja. Blöder Plan nur, wenn kein Blasebalg vorhanden ist. Also Plan B. Wir gehen ins Freibad. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal in einem Schwimmbad war. Es war toll. Anja hatte Ihre Abkühlung, unsere Kleine trat mal wieder mit Freuden von Innen gegen die Bauchdecke. Ich war der Held des Tages und hatte auch meinen Spaß. Wo man mit so einer Schwangerschaft überall hinkommt.
Also eins muss man der Werbeindustrie lassen, die schlachten echt jedes Thema werbewirksam aus. Was soll ich sagen. 18 von möglichen 30 Punkten. Das bedeutet, dass ich mich noch weiter informieren sollte. Ich werde einfach aufhören, mir darüber Gedanken zu machen und tun, was zu tun ist, wenn es soweit ist (hoffentlich).
Das ständige Umziehen auf die Couch bzgl. bereits erläuterten nächtlichen Lauten von Anja, fordert langsam seinen Tribut. Meine Rückenschmerzen werden immer mehr und ich werde wohl auch etwas quengelig. Anja ist bei der Hitze so gut wie bewegungsunfähig. Das haben wir bei einem Sommerbaby nicht bedacht. Also was tun, um meine Frau von den Hitzewellen zu befreien? Kurz nachgedacht. Zuerst unternahmen wir einen Waldspaziergang an einem nahegelegenen Berg. Kühler Ort. Nur habe ich wohl nicht bedacht, dass das Querfeldein und Berg rauf und runter auf Dauer nicht ganz das Gelbe vom Ei war.
Also Nr. Zwei: Eis kaufen. Diese Abkühlung wirkte allerdings nur ganz kurz. Wieder zurück zu Hause musste schnell eine Lösung her. – Ah, da war doch noch das Schlauchboot im Keller. Prompt hab ich das Ding hochgezerrt und auf die Dachterrasse verfrachtet, um es dann mit Wasser zu füllen. Quasi eine Aussenbadewanne für Anja. Blöder Plan nur, wenn kein Blasebalg vorhanden ist. Also Plan B. Wir gehen ins Freibad. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal in einem Schwimmbad war. Es war toll. Anja hatte Ihre Abkühlung, unsere Kleine trat mal wieder mit Freuden von Innen gegen die Bauchdecke. Ich war der Held des Tages und hatte auch meinen Spaß. Wo man mit so einer Schwangerschaft überall hinkommt.
Vorsicht Diktiergerät!
Eine heiße Woche liegt hinter mir bzw. hinter uns allen. Die Temperaturen erinnerten eher an subtropische Verhältnisse als an unsere Region. Aber ich gehe fleißig in Aquajogging und war jetzt auch schon zweimal im Kreissaal. Nein keine Angst, alles in Ordnung, die Hebammen bieten dort zum Glück Akupunktur gegen Wassereinlagerungen an. Während ich in dem einen Zimmer lag und auf die Hebamme wartete, kamen in den Nebenzimmern zwei Kinder zur Welt. Langsam rückt auch für uns der Termin der Entbindung immer näher. Was am Anfang noch so weit weg schien ist jetzt schon fast zum Greifen nahe.
Marco freut sich auch schon sehr auf den Augenblick, wenn ich nicht mehr schwanger bin. Denn so eine kleine "Nebenwirkung" der Schwangerschaft stellt sich bei mir anscheinend ein. Als ich in der Nacht von Freitag auf Samstag wach wurde, kniete mein Mann vor mir. Verschlafen öffnete ich meine Augen und sah in seine, als ich erst ein Klicken und danach ein etwas seltsames Geräusch hörte. Mein Blick wanderte nach unten in seine Hand und ich entdeckte mit völlig verschlafenem Blick sein Diktiergerät. Marco hatte mich doch tatsächlich beim Schnarchen aufgenommen und mir mitten in der Nacht den Beweis dafür vorgespielt. Untermalt wurde mein Schnarchgeräusch noch von seinem Kommentar: „Willkommen in meiner Welt. Ich kann nicht mehr schlafen, weil meine Frau so schnarcht und dabei sagt doch jeder, ruh’ dich aus, bevor das Kind kommt."
Kurz darauf bin ich wieder eingeschlafen. Erst am Samstag im Laufe des Tages ist mir wieder eingefallen, dass ja letzte Nacht irgendetwas war. Als ich Marco sagte, dass ich nachts, so glaubte ich, geträumt hatte, er habe mich aufgenommen, sagte er mir dass das kein Traum war. An alle Frauen und Mitstreiterinnen: „Nehmt euch vor Männern mit Diktiergeräten in Acht. Die Beweise sind erdrückend und werden sicher irgendwann in Jahren einmal gegen euch verwendet werden.“
Marco freut sich auch schon sehr auf den Augenblick, wenn ich nicht mehr schwanger bin. Denn so eine kleine "Nebenwirkung" der Schwangerschaft stellt sich bei mir anscheinend ein. Als ich in der Nacht von Freitag auf Samstag wach wurde, kniete mein Mann vor mir. Verschlafen öffnete ich meine Augen und sah in seine, als ich erst ein Klicken und danach ein etwas seltsames Geräusch hörte. Mein Blick wanderte nach unten in seine Hand und ich entdeckte mit völlig verschlafenem Blick sein Diktiergerät. Marco hatte mich doch tatsächlich beim Schnarchen aufgenommen und mir mitten in der Nacht den Beweis dafür vorgespielt. Untermalt wurde mein Schnarchgeräusch noch von seinem Kommentar: „Willkommen in meiner Welt. Ich kann nicht mehr schlafen, weil meine Frau so schnarcht und dabei sagt doch jeder, ruh’ dich aus, bevor das Kind kommt."
Kurz darauf bin ich wieder eingeschlafen. Erst am Samstag im Laufe des Tages ist mir wieder eingefallen, dass ja letzte Nacht irgendetwas war. Als ich Marco sagte, dass ich nachts, so glaubte ich, geträumt hatte, er habe mich aufgenommen, sagte er mir dass das kein Traum war. An alle Frauen und Mitstreiterinnen: „Nehmt euch vor Männern mit Diktiergeräten in Acht. Die Beweise sind erdrückend und werden sicher irgendwann in Jahren einmal gegen euch verwendet werden.“
Endlich spürbar!
Sehr zu meiner Freude ist meine zukünftige Tochter endlich auch spürbar für mich. Mit spürbarer Kraft kickte die Kleine andauernd mit ihren Füßen von innen gegen die Bauchdecke und untermalte so das Achtelfinale Deutschland – England. Mit ihren deutlich sichtbaren Aktionen wurde sie neben Jogis Jungs zum eigenen Star von Schwiegereltern und meiner Mama. (Hinweis für die Männer: Auch vor König Fußball macht das Babythema als Gespräch keinen Halt mehr). Ich genoss die Kontaktaufnahme. Was hab ich Wochen lang versucht, ein kleines bisschen zu spüren. Immer nur ganz leicht. Aber jetzt dafür umso mehr. Tja was den einen Freud ist des anderen Leid und so holt uns doch langsam die lang ausgebliebenen Schwangerschaftsschwierigkeiten ein – aber nur ganz leicht. Anja tut sich beim Treppen steigen ziemlich schwer. Auch muss ich ihr beim Ausziehen der Stützstrümpfe helfen. Hier und da jetzt plötzlich Bauchziehen. Kurzum, die Abstände, in denen sie dauerhaft in Aktion ist, werden zunehmend kürzer. Übrigens auch die Abstände in denen sie ohne Süßes auskommt. Sie bäckt auffällig oft Kuchen und gönnt sich mal ein Eis mehr. Dabei nutzt sie gekonnt die Vorteile ihrer körpereigenen Abstellmöglichkeit. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht ihren Kuchengelüsten verfalle, denn sie stellt mir beiläufig immer einen Kuchen mit hin. Quasi ein Alibikuchen für ihre Gelüste. Das Problem daran ist nur, Sie verbrennt das ganze Essen nützlich. Bei mir schreit schon die Waage: „Bitte nur eine Person“.
Diese Woche hat auch der Geburtsvorbereitungskurs angefangen. Anja kam völlig aufgelöst zurück. Nahezu jede der dort anwesenden Frauen erzählte wohl von einer bis zu 20 Stunden andauernden Schwerstgeburt. Nachdem ich mir das alles anhörte, kam mir das alles so vor, als ob bei manchen Schwangeren ein inoffizieller Wettbewerb existiert. Quasi: Deutschland sucht die Superschwerstgeburt. Ich bin ja schon gespannt, was mich bei meinem baldigen Einsatz im Kurs erwartet. Ich kann es kaum glauben, dass die Schwangerschaft dem Ende entgegen geht. Das Baby herumtragen übe ich bereits fleißig, indem ich meine 5 kg Katze kreuz und quer durch die Wohnung trage und dabei beruhigend wippe. Bleibt nur eine Frage. Ob unsere Kleine dann auch so schnurrt wie unsere Katze Kathy?
Herztöne
Letzte Woche durfte ich zum ersten Mal die Herztöne von unserem Kind hören. Es war ein aufregendes und zugleich sehr bewegendes Erlebnis, als das Gerät das erste Mal das Geräusch von sich gab. Ein sehr schnelles und gleichmäßiges bum, bum, bum, bum ...
Natürlich um einiges schneller als mein eigener Herzschlag. Leider konnte Marco diesmal nicht mit dabei sein. Ich habe aber versucht die Herztöne mit meinem Handy aufzunehmen und sie ihm dann später vorgespielt. Anstatt Marco war meine Schwiegermutti mit dabei. Nachdem Sie unsere Kleine auf dem Bildschirm sah und der Arzt zufrieden nickte, sprach sie den ganzen Tag von nichts anderem mehr. Es ist immer wieder so ein erleichterndes Gefühl wenn der Frauenarzt sagt, dass alles in Ordnung ist.
Unsere Kleine ist bis jetzt immer genau nach Berechnungskurve gewachsen. Bis auf dieses Mal. Der Arzt hat alles genau vermessen: den Brustumfang, den Kopf, den Oberschenkel und der Computer hat eine Größe und ein Gewicht berechnet. Diesmal errechnete das Programm, dass unsere Kleine schon etwas größer als die vorgegebenen Normwerte ist. Vorsorglich (falls das Kind früher kommen sollte) haben wir uns am Wochenende gleich ein Kinderzimmer ausgesucht. Das war nicht so schwierig wie der Kinderwagen, denn die Marke stand für uns von Anfang an fest. Nur auch hier stellte sich die Frage aller Fragen (zumindest für uns Frauen): welches Design. Schnell – für das Empfinden meines Mannes nicht so schnell – war klar, wir nehmen das Babyzimmer LEO. In Kirsche-Havanna-Nachbildung und natürlich, da wir ein Mädchen bekommen, mit einem großen Schrank, damit auch wirklich alle Anziehsachen und Accessoires hinein passen. Ich freu mich jetzt schon wenn unser Paidi-Zimmer geliefert wird und ich mit der Dekoration beginnen kann.
Natürlich um einiges schneller als mein eigener Herzschlag. Leider konnte Marco diesmal nicht mit dabei sein. Ich habe aber versucht die Herztöne mit meinem Handy aufzunehmen und sie ihm dann später vorgespielt. Anstatt Marco war meine Schwiegermutti mit dabei. Nachdem Sie unsere Kleine auf dem Bildschirm sah und der Arzt zufrieden nickte, sprach sie den ganzen Tag von nichts anderem mehr. Es ist immer wieder so ein erleichterndes Gefühl wenn der Frauenarzt sagt, dass alles in Ordnung ist.
Unsere Kleine ist bis jetzt immer genau nach Berechnungskurve gewachsen. Bis auf dieses Mal. Der Arzt hat alles genau vermessen: den Brustumfang, den Kopf, den Oberschenkel und der Computer hat eine Größe und ein Gewicht berechnet. Diesmal errechnete das Programm, dass unsere Kleine schon etwas größer als die vorgegebenen Normwerte ist. Vorsorglich (falls das Kind früher kommen sollte) haben wir uns am Wochenende gleich ein Kinderzimmer ausgesucht. Das war nicht so schwierig wie der Kinderwagen, denn die Marke stand für uns von Anfang an fest. Nur auch hier stellte sich die Frage aller Fragen (zumindest für uns Frauen): welches Design. Schnell – für das Empfinden meines Mannes nicht so schnell – war klar, wir nehmen das Babyzimmer LEO. In Kirsche-Havanna-Nachbildung und natürlich, da wir ein Mädchen bekommen, mit einem großen Schrank, damit auch wirklich alle Anziehsachen und Accessoires hinein passen. Ich freu mich jetzt schon wenn unser Paidi-Zimmer geliefert wird und ich mit der Dekoration beginnen kann.
Liegestühle und Schwangere
Diese Woche war eine sehr ruhige Woche für mich, was wahrscheinlich am Wetter lag. Bei Temperaturen über 30°C war ich auch nicht mehr so ganz in der Lage viel zu unternehmen. Die Hitze machte mir ganz schön zu schaffen, aber ich hatte mir extra eine Kippliege besorgt, damit ich mich ganz entspannt zurücklegen könnte, um im Schatten zu relaxen. Das war auch bis Mitte der Woche so, bis es auf einmal erst ein leises Knacksen gab und dann ein etwas Lauteres und die Liege mit einmal unter mir - oder besser gesagt mit mir darauf – zusammenbrach.
Nachdem ich mich wieder gefangen hatte (mit dem Wissen, dass Liegestühle bereits unter mir zusammen brechen), hab ich sofort in dem Geschäft angerufen, in der wir sie gekauft hatten und erstmal ganz kleinlaut nachgefragt, welche Belastung so eine Liege aushält. Wie sich herausstellte war es nur ein Materialfehler und lag nicht an mir. Zum Glück, denn diese Situation war im ersten Moment schon etwas deprimierend für mich.
In der kommenden Woche dürfen wir zum ersten Mal die Herztöne von unserer Kleinen hören. Marco freut sich auch schon sehr darauf und hat extra einen Termin dafür verschoben. Ich kann jetzt auch jede Woche spüren, wie unsere Kleine immer kräftiger wird. Ihre Bewegungen kann man schon sehr gut von außen sehen. Am Besten wenn ich in der Badewanne liege und sie bewegt sich, dann wackelt richtig mein Bauch und manchmal kitzelt das sogar. Wir freuen uns schon sehr auf sie und sind schon sehr gespannt, wem sie ähnlicher sein wird.
Nachdem ich mich wieder gefangen hatte (mit dem Wissen, dass Liegestühle bereits unter mir zusammen brechen), hab ich sofort in dem Geschäft angerufen, in der wir sie gekauft hatten und erstmal ganz kleinlaut nachgefragt, welche Belastung so eine Liege aushält. Wie sich herausstellte war es nur ein Materialfehler und lag nicht an mir. Zum Glück, denn diese Situation war im ersten Moment schon etwas deprimierend für mich.
In der kommenden Woche dürfen wir zum ersten Mal die Herztöne von unserer Kleinen hören. Marco freut sich auch schon sehr darauf und hat extra einen Termin dafür verschoben. Ich kann jetzt auch jede Woche spüren, wie unsere Kleine immer kräftiger wird. Ihre Bewegungen kann man schon sehr gut von außen sehen. Am Besten wenn ich in der Badewanne liege und sie bewegt sich, dann wackelt richtig mein Bauch und manchmal kitzelt das sogar. Wir freuen uns schon sehr auf sie und sind schon sehr gespannt, wem sie ähnlicher sein wird.
Endlich wieder ein Thema abgehakt
Wie ich schon vorher berichtete, ist es nicht einfach einen fahrbaren Untersatz für unsere Kleine zu finden. Nachdem Anja wirklich eine detaillierte Recherche bzgl. der Funktionen unseres zukünftigen Kinderwagens durchgeführt hat, müsste ja der eigentliche Kauf dann ein Kinderspiel sein. Naja, ich habe wohl das kleine wichtige Wort vergessen, das Frauenherzen höher schlagen lässt. Design!!!
Meine Mutter freute sich schon sehr lange auf diesen Tag. Sie will gerne das Sponsoring des Kinderwagens übernehmen und begleitet uns bei der Einkaufstour. Dies nahmen wir dankend an. Mir war nur wichtig, dass es für meine Mama nicht zu teuer wird. Ich freundete mich schon mit dem Gedanken an, dass der Kinderwagen wohl so um die 500 Euro kosten würde, wenn dieser dann auch als Buggy verwendbar sein soll und verschieden umbaubar ist. Nach 60 km Fahrt sind wir in Regensburg angekommen.
Die Verkäuferin zeigte den Wagen und baute ihn auf Anweisung meiner Frau um. Sie musste nichts mehr erklären, denn das Verkaufsgespräch übernahm Anja, ganz zum Erstaunen von allen Anwesenden. Mir war schnell klar, dass wir den vorgeführten Wagen nehmen. Soviel Technik auf einmal. Das begeistert einfach einen Mann. Da dachte ich mir: Perfekt zwei Frauen beim Einkaufen, 15 Minuten, Kinderwagen ausgesucht – neuer Rekord – einpacken und weg hier. Dem standen nur zwei Dinge entgegen: 1. die Kalkulation: ca. 800 Euro. Damit war ich nicht einverstanden. Ganz besonders weil unglaublicher Weise das Design der Felgen (kaum zu glauben) allein 70 Euro Aufpreis kostete. Das wird auf Wunsch von mir gleich wegrationalisiert. 8% Rabatt waren auch noch drinnen und somit kamen wir bei 666 Euro an. 2. Das Design: Die beiden Frauen haben noch ca. 1 Stunde über mögliche Farbkombinationen beraten.
Noch ein Tipp zum Schluss. Schiebt den Kinderwagenkauf nicht auf die lange Bank, denn diese haben zwischen sechs und 12 Wochen Lieferzeit. Bei uns wird das ne Punktlandung!
Meine Mutter freute sich schon sehr lange auf diesen Tag. Sie will gerne das Sponsoring des Kinderwagens übernehmen und begleitet uns bei der Einkaufstour. Dies nahmen wir dankend an. Mir war nur wichtig, dass es für meine Mama nicht zu teuer wird. Ich freundete mich schon mit dem Gedanken an, dass der Kinderwagen wohl so um die 500 Euro kosten würde, wenn dieser dann auch als Buggy verwendbar sein soll und verschieden umbaubar ist. Nach 60 km Fahrt sind wir in Regensburg angekommen.
Die Verkäuferin zeigte den Wagen und baute ihn auf Anweisung meiner Frau um. Sie musste nichts mehr erklären, denn das Verkaufsgespräch übernahm Anja, ganz zum Erstaunen von allen Anwesenden. Mir war schnell klar, dass wir den vorgeführten Wagen nehmen. Soviel Technik auf einmal. Das begeistert einfach einen Mann. Da dachte ich mir: Perfekt zwei Frauen beim Einkaufen, 15 Minuten, Kinderwagen ausgesucht – neuer Rekord – einpacken und weg hier. Dem standen nur zwei Dinge entgegen: 1. die Kalkulation: ca. 800 Euro. Damit war ich nicht einverstanden. Ganz besonders weil unglaublicher Weise das Design der Felgen (kaum zu glauben) allein 70 Euro Aufpreis kostete. Das wird auf Wunsch von mir gleich wegrationalisiert. 8% Rabatt waren auch noch drinnen und somit kamen wir bei 666 Euro an. 2. Das Design: Die beiden Frauen haben noch ca. 1 Stunde über mögliche Farbkombinationen beraten.
Noch ein Tipp zum Schluss. Schiebt den Kinderwagenkauf nicht auf die lange Bank, denn diese haben zwischen sechs und 12 Wochen Lieferzeit. Bei uns wird das ne Punktlandung!
Kreissaalbesichtigung
Diese Woche durften wir den Kreissaal besichtigen. Der Informationsabend begann im Personalspeisesaal des hiesigen Krankenhauses. Ich rechnete mit so ca. 20-30 Schwangeren. Als wir kurz vor Beginn den Saal betraten wurden wir mal wieder eines besseren belehrt. Schätzungsweise 60-70 Schwangere mit und ohne Partner waren bereits im Raum. Ich glaub, nein ich weiß, dass ich noch nie in meinem Leben so viele Schwangere auf einmal gesehen habe. Wir waren dort mit einer Bekannten (aus der Aquagymnastik) verabredet. Es war schon schwer, sie dort überhaupt zu finden. Bei der Masse der "Mitstreiterinnen" stellt sich die Frage, was ist eigentlich wenn alle drei vorhandenen Kreissäle besetzt sind? Bei dieser Flut an Schwangeren könnte dies ja rein theoretisch möglich sein.Es war auf jeden Fall ein interessanter und informativer Abend, der aber natürlich auch weitere Fragen und Gedanken aufwirft. Will (wenn man von wollen sprechen kann) ich eine örtliche Betäubung bzw. ein Schmerzmedikament? Klar kann ich das erst endgültig bei der Entbindung sagen. Die Papiere hierfür muss ich aber vorab ausfüllen, da eine Schwangere in den Wehen nicht geschäftsfähig ist. Das erste mal wurde mir klar, dass die Entbindung vielleicht ein wenig weh tun könnte. Marco war sichtlich beruhigt als er sah, dass der Kreissaal ein ganz "normaler" Raum ist und nicht wie ein Operationssaal aussieht. Über die Geburt mach ich mir zumindest jetzt noch nicht so viele Gedanken. Der August ist noch relativ weit weg und es müssen ja auch noch einige Dinge besorgt werden bis dorthin. Nächste Woche wollen wir uns entgültig auf den Weg machen und einen Kinderwagen kaufen und über evtl. Kauferfolge berichten wir dann wieder im nächsten Blog.
Arbeitsdienst und Kinderwagen
Mann, Mann, Mann. Es geht los. Gerade noch relaxt die Traumschwangerschaft genossen, kommen jetzt unweigerlich die ersten Vorbereitungen. Ich habe 4 Wochen Vorlesungsfrei von meinem berufsbegleitenden Studium und dachte mir - ah ausspannen. Pustekuchen. Das Programm das Anja für die 4 Wochen zusammengestellt hat, gleicht eher einem ausgefeilten Schlachtplan. 1. am Samstag: Garage und Keller aufräumen. Dann 2. die bereits sortierten Klamotten und nicht mehr alltäglich brauchbaren Sachen in den Keller räumen (warum eigentlich nicht gleich auch dies und das wegwerfen? Aber lieber nicht nachfragen:-) . 3. Mein Büro zu Hause räumen und zum Kinderzimmer umfunktionieren. Aber vorher 4. natürlich streichen. Nein nicht nur das Zimmer, sondern die ganze Wohnung. 5. Fliegengitter installieren. 6. nach den ganzen Aktionen das Auto säubern. Mir kommt es so vor, als ob meine Frau das von langer Hand geplant hat. Aber ich bin natürlich mit Herz und Seele dabei. Ich sollte ihr nur langsam beichten, dass ich wohl nicht der geborene Handwerker bin. Morgen werden wir den Kreissaal besichtigen. Dafür wurden 2 Stunden angesetzt. Ich frage mich also: Wie groß ist dieser Kreissaal, dass wir 2 Stunden brauchen? Die ersten Utensilien haben wir auch schon. Die Babyschale ist schon gekauft, ein Schnäppchen laut meiner Frau. In den nächsten Tagen geht es zum Kinderwagen aussuchen. Bin ja schon mal gespannt, denn ich dachte immer ein Kinderwagen ist ein einfaches Konstrukt auf 4 Rädern. Weit gefehlt. So viel High Tech ist noch nicht mal in einem neuen Auto verbaut. Ob Hartschale oder Softtasche war schon mal die erste Frage. Es wird wohl einer werden den man dann auch in einen Buggy umfunktionieren kann und die Räder feststellen kann, ohne erst von groß auf klein umzubauen. Puh. Kommt mir vor wie einer dieser Transformer aus dem Kino. Ich glaub jetzt wird’s endlich auch für mich richtig spannend. Aber vorher stärke ich mich nochmal richtig mit ausreichend Fleisch.
Fahrbarer Untersatz zum Ersten
Marco hat nicht übertrieben als er letzte Woche von den Wassereinlagerungen berichtet hat. Ich habe jetzt das zweite Mal Akupunktur bekommen und es haben sich erste Erfolge gezeigt. Nächste Woche bekomme ich dann auch die bestellten Stützstrümpfe. Da kommt es mir ganz gelegen, dass das Wetter momentan nicht so schön sonnig und warm ist.Marco Versucht wirklich alles, um mich bei Laune zu halten. Er singt, schneidet Grimassen oder springt durch die Wohnung, nur um mich zum Lachen zu bringen. Abends legt er sich neben mich und hält den Bauch. Zwischenzeitlich konnte er auch unser Baby selbst schon spüren (der Bestechungsversuch mit der Schokolade hat anscheinend geholfen). Kurz um, Marco ist als werdender Papa wirklich super - Danke, mein Schatz!Seit drei Tagen beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Kinderwagen. Da es ja unser erstes Kind ist, haben wir beide nicht soviel oder besser gesagt gar keine Ahnung von Kinderwägen. Dank Internet kann man sich ja über alles informieren. Erst einmal die Herstellerseiten. Als ich für uns ein Modell ausgesucht hatte, hab ich natürlich die Testergebnisse nachgelesen und danach die einzelnen Erfahrungsberichte. Danach hab ich mir in einem Laden den Wagen gleich mal live vorführen lassen. Ist schon erstaunlich was so ein moderner Kinderwagen von heute alles kann. Aber brauchen wir das wirklich alles?Nächste Woche wird sich Marco und seine Mama mit mir auf den Weg machen den passenden fahrbaren Untersatz für uns zu finden. Der nicht nur in Sicherheit und Qualität, sondern natürlich auch im Design besticht.
Die Aufbauarbeit beginnt
Irgendwie hat der Bauch momentan aufgehört zu wachsen. So kommt es mir zumindest vor. Unser Baby tritt auch nur, wenn ich gerade mal nicht in der Nähe bin. Also, das momentane Vater–Tochter–Kontaktaufnehmen ist eher eine Fehlanzeige.Anja geht es soweit ganz gut, wenn da nicht das Wasser wäre. Langsam bilden sich Wassereinlagerungen. Deshalb hat sie das gemeinsame Schwangerenschwimmen als zu wenig erachtet und geht jetzt öfter ins Bad. Es hilft zwar ein wenig, aber leider nicht genug. Die Finger schwellen in der Früh an. Die Unterschenkel bekommen solche Schwellungen, das die Socken einschnüren. Zu allem Übel lässt sich dann noch dazu eine Krampfader am Bein blicken.
Es kam bereits die neue Hebamme vorbei und hat Anja akkupunktiert. Vergebens, wie Anja meinte.
Auch der Schlaf wird unruhiger, sodass ich schon ein paar Mal auf die Couch umziehen musste. Klar ist für mich als „Beobachter“, das sie etwas deprimiert ist. Also leiste ich derzeit Aufbauarbeit und mache ihr viele, ernstgemeinte Komplimente und versuche Sie zum Lachen zu bringen. Ich setze mich u.a. vor den Bauch, küsse ihn sanft, aber hastig und singe dabei selbst gedichtete Ulklieder über Mutter und Baby. Auch spreche ich meiner zukünftigen Tochter gut zu. Sie möge doch von der Blase bitte runtergehen. Dabei biete ich unserem Baby als Belohnung Schokolade an. Aber das mit der Nahrungsaufnahme durch die Nabelschnur muss mir einer nochmal erklären. Da hab ich wohl was nicht verstanden (grins).
Tauschbasar
Da Marco im Moment beruflich sehr eingespannt ist, werde ich diese Woche noch mal den Blog schreiben.
Also mein oder auch ein bisschen Marcos Plan war ja ein Sommerbaby zubekommen. Ich hab' mir immer vorgestellt, wie toll es sein muss, im Sommer ein Baby zu bekommen. Nicht nur, dass das Kind immer Geburtstag im Freien feiern könne, sondern auch wegen der Schwangerschaft. Keine dicken Winterjacken, kein umständlicher Zwiebellook - nein, alles schön luftig in Sommerkleidern oder Sommerröcken.
Das war eindeutig ein Irrtum. Nicht nur das es komischerweise sehr schwer ist, Sommerkleider oder gar Sommerröcke in passablen Farben, Formen, Längen oder gar erschwinglichen Preisen zu erstehen, wurde bei diesem Plan auch nicht bedacht, das der behandelnde Frauenarzt, die Hebamme und wer weiß, wer nicht noch alles am 31.08.2010 im Urlaub ist. Also das mit dem Arzt können wir regeln, der wäre ja bei der Geburt im Krankenhaus auch nicht dabei. Die Hebamme zwar auch nicht, aber ich hätte meine Wunschhebamme gerne zur Nachsorge gehabt. Da aber meine bevorzugte Hebamme von Mitte August bis Mitte September im Urlaub ist, (man kann es drehen und wenden wie man will) musste ich mir schlussendlich eine neue Hebamme suchen. Ich bin auch fündig geworden.
Die Aquagymnastik stellt sich als regelrechter Tausch- bzw. Austauschbasar für Mensch und Material dar. "Ich könnte dir die Nummer einer sehr guten Hebamme geben." "Ok, bitte per SMS, ich schick' dir dafür die Internetadresse von schönen Bauchbändern." So wird munter alles durchgetauscht während wir durch das Schwimmbecken hüpfen.
Im Gegensatz zur Hebammenproblematik ist das mit der Sommerkleidung noch nicht ganz geregelt. Sollte ich keine ansprechende Sommerkleidung mehr finden, werd ich mich wohl selbst an die Nähmaschine setzen und darauf los nähen. Eventuelle Erfolge können dann im Blog betrachtet werden.
Also mein oder auch ein bisschen Marcos Plan war ja ein Sommerbaby zubekommen. Ich hab' mir immer vorgestellt, wie toll es sein muss, im Sommer ein Baby zu bekommen. Nicht nur, dass das Kind immer Geburtstag im Freien feiern könne, sondern auch wegen der Schwangerschaft. Keine dicken Winterjacken, kein umständlicher Zwiebellook - nein, alles schön luftig in Sommerkleidern oder Sommerröcken.
Das war eindeutig ein Irrtum. Nicht nur das es komischerweise sehr schwer ist, Sommerkleider oder gar Sommerröcke in passablen Farben, Formen, Längen oder gar erschwinglichen Preisen zu erstehen, wurde bei diesem Plan auch nicht bedacht, das der behandelnde Frauenarzt, die Hebamme und wer weiß, wer nicht noch alles am 31.08.2010 im Urlaub ist. Also das mit dem Arzt können wir regeln, der wäre ja bei der Geburt im Krankenhaus auch nicht dabei. Die Hebamme zwar auch nicht, aber ich hätte meine Wunschhebamme gerne zur Nachsorge gehabt. Da aber meine bevorzugte Hebamme von Mitte August bis Mitte September im Urlaub ist, (man kann es drehen und wenden wie man will) musste ich mir schlussendlich eine neue Hebamme suchen. Ich bin auch fündig geworden.
Die Aquagymnastik stellt sich als regelrechter Tausch- bzw. Austauschbasar für Mensch und Material dar. "Ich könnte dir die Nummer einer sehr guten Hebamme geben." "Ok, bitte per SMS, ich schick' dir dafür die Internetadresse von schönen Bauchbändern." So wird munter alles durchgetauscht während wir durch das Schwimmbecken hüpfen.
Im Gegensatz zur Hebammenproblematik ist das mit der Sommerkleidung noch nicht ganz geregelt. Sollte ich keine ansprechende Sommerkleidung mehr finden, werd ich mich wohl selbst an die Nähmaschine setzen und darauf los nähen. Eventuelle Erfolge können dann im Blog betrachtet werden.
Hormonelle Lachanfälle
Ich glaub, ich wiederhole mich schon wieder, aber ich kann nichts anderes sagen als das ich mich super fühle. Jeden Tag, wenn ich aufstehe, bin ich schon überglücklich. Vielleicht sind das die Hormone oder so. Ich könnte den ganzen Tag lachen, Kleinigkeiten können da regelrecht in Lachanfällen ausarten bis die Tränen kommen. So gab es letzte Woche eine Situation beim Fernsehen. Wir haben einen Sänger gesehen und ich meinte zu Marco: "schau mal, der sieht ja aus wie der Beluga." Erst als Marco seine Stirn runzelte und mich fragend anschaute (er dachte sich, wieso wie ein Fisch?) ist mir aufgefallen, das ich natürlich meinte, er habe Ähnlichkeit mit dem Sänger Lou Bega. Wie sich sicherlich alle vorstellen können, artete diese Situation in einem Lachkrampf aus. Ich musste mir den Bauch festhalten vor lachen.
Wenn ich nicht gerade eine Lachattacke habe, ist meine neue Lieblingsbeschäftigung unsere Wohnung umzuräumen. Da wir nur ein Kinderzimmer haben und dieses momentan noch von Marco für das Jurastudium gebraucht wird, muss Platz geschaffen werden. Kein Schrank ist vor mir und
meinem Staubtuch sicher. Alles wird ausgeräumt, umgeräumt und in Kisten verstaut. Selbst vor der Dachterrasse wird nicht halt gemacht. Da ich noch keine Toxoplasmose hatte, hab ich gleich die werdende Oma und den Opa organisiert, die mir kommende Woche bei der Gartenarbeit helfen. Auch unsere Kathy hat bereits ein neues Zuhause bekommen. Keine Angst sie musste nicht ausziehen, sondern sie hat einen neuen Kratzbaum bekommen. Anfangs war Sie natürlich noch etwas skeptisch mittlerweile ist sie aber von der neuen Aussicht begeistert.
Der Kleidungsstil
Die Wochen vergehen wie im Flug und der Bauch wächst und wächst. Nun kann ich als außenstehender werdender Daddy endlich auch was sehen. Ich freu mich schon darauf, wenn ich unser Baby das erste Mal auch spüren kann. Anja hat schon den ersten Kontakt aufgenommen. Vor allem aber dadurch, dass unsere Kleine entschieden hat, dass die bequemste Stellung derzeit mit den Füßen auf der Blase ist, was zu regelmäßigen Verspätungen bei allen Terminen und Dates führt. Tja, was soll ich sagen, da ich auch nicht gerade der Pünktlichste war/bin würde ich sagen, unsere Kleine geht jetzt schon ganz nach dem Vater :-) Die Namensdiskussion ist auch immer noch voll im Gange. Habe Anja über 1.500 Namen vorgelesen. Sie hat wohl beim 20. abgeschalten. Kein Wunder bei Namen die kein Mensch aussprechen kann. Wer bitte verfasst denn diese Namensbücher? Die Autoren sind wahrscheinlich Komiker von Beruf. Anders kann ich mir das nicht erklären oder kennt jemand ein Kind mit Namen Xanthype?
Männer aufgepasst: Wer denkt, das während der Schwangerschaft das ewige Frauenthema bzgl. „was ziehe ich an? und welche Schuhe passen zu welcher Hose?“ etwas lockerer wird, hat sich getäuscht. Hier werden neue Dimensionen erreicht:-). Ja, die italienischen XS T-Shirts passen, nun sagen wir mal, nicht mehr so ganz, aber sie sehen ja immer noch schick aus. Was also tun? Die Lösung heißt Bauchband. Dieses gibt es in allen Farben und mit den verschiedensten Aufdrucken und kaschieren gekonnt das durch den Bauch leicht angehobene T-Shirt. Ich überlege gerade wirklich, ob ich diese nicht für die Männerwelt umfunktionieren sollte, denn Sie verdecken und stützen bestimmt nicht nur den Babybauch, sondern auch das maskuline Pendant dazu – den Bierbauch. Bestimmt eine Marktlücke!
Unter Gleichgesinnten
Ich habe eine neue Freizeitbeschäftigung gefunden. Seit letzter Woche gehe ich einmal wöchentlich in Aquagymnastik für Schwangere, was mir wirklich richtig Spaß macht. Endlich einmal unter Gleichgesinnten.
Bereits am Eingang zum Hallenbad begrüßte mich die Hebamme mit den Worten "Ach, da kommt eine Neue, ich bin die Hebamme." Das ich eine Neue bin konnte Sie ja bereits auf die Entfernung erkennen. Mein Bauch ist nicht mehr zu übersehen, obwohl ich erst in der 19. Woche bin. Umgezogen und am Schwimmbecken angekommen begrüßte mich wieder die Hebamme mit den Worten "Hallo, ich bin die Hebamme." Ich stellte mich erneut höflich vor; zugegeben mit einem etwas verwundernden Gesicht (und dem Gedanken: das hatten wir doch schon oder?), was die Hebamme dann auch mit den Worten "Ach, sie sehen im Badeanzug ganz anders aus", bemerkte.
Bei den Kursteilnehmerinnen kam erst im Wasser bei Partnerschaftsübungen immer die Frage:"Und, in welcher Woche bist du?" Anscheinend stellt man sich so unter Schwangeren vor (das war ja meine erste Erfahrung unter lauter Schwangeren) also antwortete ich immer "In der 19. Woche und ich heiße übrigens Anja."
Die Übungen waren nicht ganz leicht, aber sehr witzig. Zur "Entspannung" sollten wir ein Schwimmbrett unter den Rücken legen und dann im Wasser treiben. Die erste Schwierigkeit war das Brett überhaupt darunter zu bekommen. Das zweite Problem darin, auch noch ernst zu bleiben, während zehn Bäuche wie Eisberge aus dem Wasser ragten. Nach einer Stunde in wirklich ständiger Bewegung ist mein Fazit: ein super Kurs, eine tolle Erfahrung unter Gleichgesinnten und eine spitzen Hebamme.
Bereits am Eingang zum Hallenbad begrüßte mich die Hebamme mit den Worten "Ach, da kommt eine Neue, ich bin die Hebamme." Das ich eine Neue bin konnte Sie ja bereits auf die Entfernung erkennen. Mein Bauch ist nicht mehr zu übersehen, obwohl ich erst in der 19. Woche bin. Umgezogen und am Schwimmbecken angekommen begrüßte mich wieder die Hebamme mit den Worten "Hallo, ich bin die Hebamme." Ich stellte mich erneut höflich vor; zugegeben mit einem etwas verwundernden Gesicht (und dem Gedanken: das hatten wir doch schon oder?), was die Hebamme dann auch mit den Worten "Ach, sie sehen im Badeanzug ganz anders aus", bemerkte.
Bei den Kursteilnehmerinnen kam erst im Wasser bei Partnerschaftsübungen immer die Frage:"Und, in welcher Woche bist du?" Anscheinend stellt man sich so unter Schwangeren vor (das war ja meine erste Erfahrung unter lauter Schwangeren) also antwortete ich immer "In der 19. Woche und ich heiße übrigens Anja."
Die Übungen waren nicht ganz leicht, aber sehr witzig. Zur "Entspannung" sollten wir ein Schwimmbrett unter den Rücken legen und dann im Wasser treiben. Die erste Schwierigkeit war das Brett überhaupt darunter zu bekommen. Das zweite Problem darin, auch noch ernst zu bleiben, während zehn Bäuche wie Eisberge aus dem Wasser ragten. Nach einer Stunde in wirklich ständiger Bewegung ist mein Fazit: ein super Kurs, eine tolle Erfahrung unter Gleichgesinnten und eine spitzen Hebamme.
Der erste Body
Die Schwangerschaft läuft nun absolut normal. Ich als Mann kann mich nicht beklagen. Meine Frau hat weder Übelkeit wie anfangs, noch hat sie Essatacken oder dergleichen. Ich merke nur, dass der Bauch langsam wächst.Nebenberuflich unterrichte ich an einer Meisterschule ein paar Fächer und es ist eingetreten, was ich von mir nie für möglich gehalten hätte. Mein Hauptthema ist das jetzt schon mit Hochspannung erwartete Baby. Meine Schüler müssen nunmehr vor jeder Stunde ein paar Minuten die neuesten Erfahrungen eines werdenden Vaters ertragen. Ich dachte mir, da hört dir wenigstens jemand zu, denn denen bleibt ja nichts anderes übrig. Wie z.B. die Geschichte, als meine Frau und ich neulich abends auf der Couch lagen und ich zu ihr sagte: "Du, ich finde das absolut gemein. Sie darauf mit großen Fragezeichen auf der Stirn: Was findest du gemein? Naja, sagte ich, 1 Mio. Spermien lieferten sich einen knallharten Wettkampf und nur eines war der Gewinner und kam als erstes an. Ich möchte nun endlich wissen, wer der Sieger ist. Darauf meine Frau: Wieso willst du das wissen? Das bringt dir doch sowieso nichts, denn du kennst ja die anderen 999.999 Spermien auch nicht. Tja, womit Sie recht hatte und meine Klasse hat sich nicht mehr eingekriegt vor Lachen. Nun war Abschlussessen mit meinen Schülern. Als kleines Dankeschön und als Erinnerung schenkten sie mir etwas. Die ersten drei Bodys sowie einen Massagegutschein. Die Bodys sind nun die ersten in unserer bestimmt noch unendlich wachsenden Sammlung von Kinderkleidung. Der Massagegutschein sollte zur Entspannung für gestresste Väter dienen. Ich glaube, ich werde ihn aber der werdenden Mutter als Dankeschön weiterreichen, denn sie erledigt ja schließlich auch den härteren Job von uns beiden. Junge oder Mädchen?
Zum Glück, kann ich einfach nur sagen das es mir blendend geht. Ich hab ja viel davon gelesen, dass es einem im zweiten Drittel der Schwangerschaft besonders gut gehen soll- und es ist wirklich so. Zumindest bei mir. Ich fühle mich super gut, meine Haut ist in Ordnung, meine Haare lassen sich super föhnen und mir ist nicht mehr schlecht. Was will eine schwangere Frau mehr? Ich bin wirklich richtig glücklich.Alle in unserer näheren Umgebung haben uns prophezeit," wenn es Dir so gut geht, dann wird das hundert prozentig ein Junge, ja das kann gar nicht anders sein." Marco und ich waren uns auch schon fast sicher dass es ein Junge sein muss.Aber beim letzten Frauenarztbesuch war sich nun der Arzt ziemlich sicher, dass es ein Mädchen sein muss. Nun geht die Namensuche weiter. Den Namen für einen Jungen hätten wir schon, aber bei einem Mädchen können wir uns einfach noch nicht einigen. Marco versucht bei jeder Gelegenheit mir neue Namen mitzuteilen. So kann es schon sein, das er mitten in einem Gespräch, beim Fernsehen, beim Essen oder unter der Dusche einfach anfängt Namen aufzuzählen. "Mirjam, Maria, Verena, Lena, Leni... willst Du noch Salat?" Ja, es kann ziemlich anstrengend sein, ihm manchmal zu folgen. Nein, es muss einfach ein Name sein, wenn ich den höre, dann weiß ich, das ist der Name für unser Kind und kann dann nur hoffen, dass Marco der Name auch gefällt. Aber zum Glück haben wir ja noch zweiundzwanzig Wochen Zeit, einen Namen zu finden, den wir unserer Tochter schenken dürfen. Gänsehautfeeling
Es ist soweit, ich begleite Anja zum Frauenarzt. Bis jetzt habe ich die gerade begonnene Schwangerschaft eher passiv erlebt. Ich meine, es hat sich in meinem Leben bis jetzt eher wenig verändert, seitdem ich weiß, dass Anja schwanger ist. Weder mein Bauch wächst (naja ein wenig schon, denn ich kann Anja ja nicht allein essen lassen), noch ist mir schlecht. Ich ging also eher locker an den Termin heran. Ich positionierte mich eher schüchtern hinter dem Gynäkologenstuhl und schaute ohne groß nachzudenken auf den Monitor. Der Arzt erklärte alles sehr verständlich, sodass auch ich mir etwas auf dem Ultraschallbild vorstellen konnte. Auf einmal bewegte sich etwas ganz schnell und hastig. Wie ein Stromstoß durchfuhr mich ein Gefühl, als ob man sich verliebt:
Schmetterlinge, Kribbeln. „Ich hab gerade Gänsehaut am ganzen Körper“ waren meine Worte, die ich in den Raum flüsterte. Da ist es, unser Baby. Ich machte mir vorher echt Gedanken darüber, ob ich bereit sei, Vater zu werden.
In nur zwei oder drei Sekunden in denen sich das Kind bewegt hat und mich das eben beschriebene Gefühl durchfuhr, stellte sich ein Zustand ein, der seither nicht mehr weggeht. Ich habe mich verliebt und instinktiv begriffen, welches Glück und welche Rolle mir in Zukunft zu Teil werden soll: Ich darf Vater werden. Als wir die Praxis verlassen haben, verabschiedete sich der Arzt mit einer CD in seiner Hand (darauf die ersten Bilder) und den Worten: „Bitte,
für das Gänsehautfeeling“.
Doch schwanger!
Die darauf folgenden Tage hatten wir so ein Gefühl zwischen hoffen und warten. Die Feiertage kamen uns noch nie so lange vor wie dieses Jahr. Und dann kam Silvester. Für mich vorsichtshalber mit Apfelsaft, aber natürlich geschickt eingeschenkt, sodass niemand etwas bemerkte. Alle hatten gute Vorsätze fürs neue Jahr, nur wir hatten einen ganz besonderen Wunsch für 2010.
Zwei positive Schwangerschaftstests später waren endlich die Feiertage vorbei und der Frauenarzt vom Urlaub zurück. Wieder einmal ein Schwangerschaftstest - ich hatte zuvor nicht geglaubt, das es so viele verschiedene Schwangerschaftstest gibt - diesmal beim Frauenarzt, zeigte eindeutig schwanger an. Hurra!
Es war ein so überwältigendes Gefühl, wie ich es noch nie in meinem Leben zuvor erlebt hatte. Ich konnte zwar nur einen kleinen Kreis am Ultraschall sehen, aber zu wissen dass dieser mein oder besser gesagt unser Baby ist, war unglaublich. Ich fuhr mit dem ersten Ultraschallbild nach Hause. Die ganze Fahrt hatte ich ein Grinsen auf den Lippen. Schwanger!
Voller Stolz zeigte ich Marco unser Baby, er war genauso gerührt wie ich. Wir werden Eltern. Am liebsten hätten wir sofort allen, die wir kennen, mitgeteilt, dass wir schwanger sind. Die Vernunft sagt natürlich "wartet erst noch ein bisschen". Eine Woche später hatte ich noch einmal eine Kontrolluntersuchung. Jetzt konnte ich bereits das Herz schlagen sehen. Einfach nur unglaublich. Es wurde auch gleich Blut abgenommen und alles für den Mutterpass vorbereitet. Ich fieberte schon dem nächsten Frauenarztbesuch entgegen, der dann aber mit Marco sein würde.
Zwei positive Schwangerschaftstests später waren endlich die Feiertage vorbei und der Frauenarzt vom Urlaub zurück. Wieder einmal ein Schwangerschaftstest - ich hatte zuvor nicht geglaubt, das es so viele verschiedene Schwangerschaftstest gibt - diesmal beim Frauenarzt, zeigte eindeutig schwanger an. Hurra!
Es war ein so überwältigendes Gefühl, wie ich es noch nie in meinem Leben zuvor erlebt hatte. Ich konnte zwar nur einen kleinen Kreis am Ultraschall sehen, aber zu wissen dass dieser mein oder besser gesagt unser Baby ist, war unglaublich. Ich fuhr mit dem ersten Ultraschallbild nach Hause. Die ganze Fahrt hatte ich ein Grinsen auf den Lippen. Schwanger!
Voller Stolz zeigte ich Marco unser Baby, er war genauso gerührt wie ich. Wir werden Eltern. Am liebsten hätten wir sofort allen, die wir kennen, mitgeteilt, dass wir schwanger sind. Die Vernunft sagt natürlich "wartet erst noch ein bisschen". Eine Woche später hatte ich noch einmal eine Kontrolluntersuchung. Jetzt konnte ich bereits das Herz schlagen sehen. Einfach nur unglaublich. Es wurde auch gleich Blut abgenommen und alles für den Mutterpass vorbereitet. Ich fieberte schon dem nächsten Frauenarztbesuch entgegen, der dann aber mit Marco sein würde.
Schwanger oder nicht
Ich bin ein Mensch, der Neuigkeiten gerne schnell erfährt und auch gute Nachrichten mit Freude weitererzählt. Eines Morgens, es war der 22. Dezember, wurde ich von dem Übelkeitsgeräusch meiner Frau aufgeweckt. Zuerst dachte ich mir nichts dabei und fragte, ob alles in Ordnung sei. Anja erwiderte mit einem nüchternen „ja Schatz, alles in bester Ordnung“. Wenn ich ehrlich bin, dachte ich auch den ganzen Tag nicht mehr an diese morgendlichen Geschehnisse.
Endlich Abend, nur noch zwei Tage bis Weihnachten. Als ich die Tür öffnete stand meine Frau im Bad, schminkte sich und bereitete sich zum Gehen vor. „Musst du denn noch Geschenke besorgen?“, fragte ich. „Nein, dieses Jahr hab ich alles“, worauf sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht breit machte. „Musst du noch einkaufen fahren?“ - ich bin sehr neugierig. „Nein alles vorhanden“. Hmm, komisch dachte ich mir. „Wenn du alle Geschenke hast, nichts mehr einkaufen musst – warum gehst du dann nochmal?“.
Anja war, glaub' ich, ein wenig von meiner Fragerei genervt und antwortete: „Na gut, ich sags dir. Aber beschwer dich nicht, du wolltest es immer ganz besonders erzählt bekommen (zugegeben bis dahin wusste ich nicht, von was sie redet. Männer eben. Manchmal stehen wir einfach auf dem Schlauch).
"Ich bin schwanger und habe zum Glück noch spontan heute einen Arzttermin bekommen. Der ist gleich. Willst du mitkommen?“ Wie was? Moment. Schwanger? Jippi … Nun machte das alles für mich Sinn. Übelkeit, das Schminken für den Doktor, etc. Klar komm ich mit … Nach einer innigen Umarmung fuhren wir zum Doktor.
Anja erzählte mir auf der Fahrt, das sie für das erste Ultraschall Bildschon einen Bilderrahmen gekauft hatte . Sie wollte es mir schenken und mir damit die frohe Botschaft überbringen. Tja, wie anfangs gesagt, ich erfahre Neuigkeiten immer gerne schnell.
Anja erzählte und erzählte die ganze Fahrt über. Zugegeben hörte ich nur mit einem Ohr zu. Ich war mit meinen Gedanken weit entfernt. Dem ersten Freudenschrei folgten auf einmal Gedanken wie: Wirft mein Geschäft soviel ab, das du eine Familie ernähren kannst? Bist du bereit, Vater zu sein? Was kommt auf dich zu? Eine Fahrt voll Freude, aber auch finanziellen Ängsten und Zukunftssorgen. Dann ging alles ziemlich schnell. Das Wartezimmer war leer, der Arzt bat um Urin und machte einen Ultraschall. Sein Fazit: Nicht schwanger!
Mit diesen ernüchternden Worten verließen wir die Praxis. Im Auto schossen die Tränen in die Augen meiner Frau. Nun war meine Rolle als Tröster gefragt. Anja erklärte mir, das auf dem Schwangerschaftstest „schwanger 1-2 für 1. bis 2. Woche“ stand und das sie doch nicht zu blöd sei, einen Test zu lesen. Spontan fuhr ich in die nächste Apotheke und holte zwei weitere Tests von unterschiedlichen Marken, um sicher zu gehen. Die beiden darauffolgenden Tage wiederholten wir die Tests. Jedesmal zeigte es das gleiche Ergebnis an. Da war die Gewissheit schon sehr groß. Meine Frau ist tatsächlich schwanger und das zu Weihnachten.
Mein nächster Gang war sofort zu einem Bild von meinem Vater, der vor ca. zwei Jahren verstorben ist und sich so sehr ein Enkelkind gewünscht hatte. Meine Tränen flossen und ich sagte nur „Ich werde Vater, ich wünscht du könntest es miterleben Dad.“
Endlich Abend, nur noch zwei Tage bis Weihnachten. Als ich die Tür öffnete stand meine Frau im Bad, schminkte sich und bereitete sich zum Gehen vor. „Musst du denn noch Geschenke besorgen?“, fragte ich. „Nein, dieses Jahr hab ich alles“, worauf sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht breit machte. „Musst du noch einkaufen fahren?“ - ich bin sehr neugierig. „Nein alles vorhanden“. Hmm, komisch dachte ich mir. „Wenn du alle Geschenke hast, nichts mehr einkaufen musst – warum gehst du dann nochmal?“.
Anja war, glaub' ich, ein wenig von meiner Fragerei genervt und antwortete: „Na gut, ich sags dir. Aber beschwer dich nicht, du wolltest es immer ganz besonders erzählt bekommen (zugegeben bis dahin wusste ich nicht, von was sie redet. Männer eben. Manchmal stehen wir einfach auf dem Schlauch).
"Ich bin schwanger und habe zum Glück noch spontan heute einen Arzttermin bekommen. Der ist gleich. Willst du mitkommen?“ Wie was? Moment. Schwanger? Jippi … Nun machte das alles für mich Sinn. Übelkeit, das Schminken für den Doktor, etc. Klar komm ich mit … Nach einer innigen Umarmung fuhren wir zum Doktor.
Anja erzählte mir auf der Fahrt, das sie für das erste Ultraschall Bildschon einen Bilderrahmen gekauft hatte . Sie wollte es mir schenken und mir damit die frohe Botschaft überbringen. Tja, wie anfangs gesagt, ich erfahre Neuigkeiten immer gerne schnell.
Anja erzählte und erzählte die ganze Fahrt über. Zugegeben hörte ich nur mit einem Ohr zu. Ich war mit meinen Gedanken weit entfernt. Dem ersten Freudenschrei folgten auf einmal Gedanken wie: Wirft mein Geschäft soviel ab, das du eine Familie ernähren kannst? Bist du bereit, Vater zu sein? Was kommt auf dich zu? Eine Fahrt voll Freude, aber auch finanziellen Ängsten und Zukunftssorgen. Dann ging alles ziemlich schnell. Das Wartezimmer war leer, der Arzt bat um Urin und machte einen Ultraschall. Sein Fazit: Nicht schwanger!
Mit diesen ernüchternden Worten verließen wir die Praxis. Im Auto schossen die Tränen in die Augen meiner Frau. Nun war meine Rolle als Tröster gefragt. Anja erklärte mir, das auf dem Schwangerschaftstest „schwanger 1-2 für 1. bis 2. Woche“ stand und das sie doch nicht zu blöd sei, einen Test zu lesen. Spontan fuhr ich in die nächste Apotheke und holte zwei weitere Tests von unterschiedlichen Marken, um sicher zu gehen. Die beiden darauffolgenden Tage wiederholten wir die Tests. Jedesmal zeigte es das gleiche Ergebnis an. Da war die Gewissheit schon sehr groß. Meine Frau ist tatsächlich schwanger und das zu Weihnachten.
Mein nächster Gang war sofort zu einem Bild von meinem Vater, der vor ca. zwei Jahren verstorben ist und sich so sehr ein Enkelkind gewünscht hatte. Meine Tränen flossen und ich sagte nur „Ich werde Vater, ich wünscht du könntest es miterleben Dad.“
Hallo, wir sind Anja und Marco
Mein Name ist Anja, ich bin 30 Jahre alt und Kinderpflegerin in einem Kindergarten. Mein Mann Marco ist 31 Jahre alt, selbständiger Fachwirt für Finanzberatung und studiert nebenbei Wirtschaftsjura. Und nicht zu vergessen unsere Katze Kathy die uns manchmal ganz schön auf Trapp hält.Im August erwarten wir unser erstes Kind, was verspricht, eine spannende Zeit zu werden. Ich bin in der 12. Woche und kann es kaum glauben, das es bereits für jeden sichtbar ist. Was mich und Marco natürlich stolz macht. Hab jetzt auch die ersten Erfahrungen mit Umstandshosen gemacht, und mich mit der Frage "Unterbauchbund oder Oberbauchbund" auseinander setzen müssen. Da es meine erste Schwangerschaft ist, stellte sich erstmal die Frage, was ist überhaupt ein Unterbauch- oder Oberbauchbund und wer oder was ist ein Belly Belt. Jetzt einige Anproben später kann ich auch mitreden.
Außerdem gibt es da noch einige "Fachbegriffe", die ich erst einmal "googlen" musste: Rohmilchprodukte, Listerien, Schwangerschaftstee, was tun bei Übelkeit, welches Öl ist am besten oder besser gesagt am wirkungsvollsten gegen Schwangerschaftsstreifen und gibt es überhaupt etwas, womit man die aufhalten kann. Hab vorsorglich schon mal die ersten zwei Flaschen vercremt, in der Hoffnung das richtige Öl gefunden zu haben und den Dehnungsstreifen die Stirn geboten zu haben. Herausstellen wird es sich erst in ein paar Monaten und bis dahin wird jeden Tag fleißig weiter gecremt, was den morgendlichen Badezimmerbesuch auch in die Länge zieht. Hab auch hier bereits eine Feststellung machen müssen, wenn das Öl noch nicht eingezogen ist, verträgt es sich nicht so gut mit Wollpullovern.
