Wunschzettel

Vier Monate ist es erst her, dass Emil mit seiner großen Schultüte stolz zum ersten Schultag aufgebrochen ist und inzwischen kann er schon so gut schreiben, dass es für den ersten „richtigen“ Wunschzettel reicht. Emils
Grundschullehrerin hat sich aber auch etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um den Eifer der Kinder beim Schreiben lernen noch etwas mehr anzustacheln.
Vergangene Woche brachte sie einen großen weihnachtlich geschmückten Kasten mit einem Schlitz mit in die Schule. Sie erzählte der Klasse, dieser Kasten habe am frühen Morgen bei ihr vor der Haustür gelegen, zusammen mit einem Brief, in dem Folgendes stand: „Liebe Kinder, das ist ein Briefkasten des Weihnachtsmannes. Wenn ihr heute eure Wunschzettel in der Schule schreibt und sie anschließend in diesem Briefkasten werft, sagt eurer Lehrerin, sie soll den Kasten nur am Abend wieder vor ihre Haustür legen. Meine Weihnachtselfen holen ihn dann in der Nacht wieder ab.“
Ich glaube, so eifrig wurde von kleinen Schreibanfängern noch niemals an einem Wunschzettel geschrieben und gemalt. Nach dem Unterricht durfte jedes Kind seinen Wunschzettel in den Weihnachtsmann-Briefkasten werfen und die Lehrerin versprach hoch und heilig, ihn am Abend auch wirklich wieder rauszulegen, damit die Helfer des Weihnachtsmanns die Wunschzettel alle abholen können. Ob es geklappt hat? Ich denke, das werden wir spätestens an Weihnachten merken.
Ich wünsche meinen Bloglesern von Herzen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das Neue Jahr! Pünktlich Anfang 2011 melde ich mich dann zurück und erzähle euch mehr von Emil und seinem ersten Schuljahr.


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