
Endlich. Der sechste Geburtstag steht vor der Tür und bei uns ist es schon Tradition: Zum sechsten Geburtstag gibt es den begehrten Schulranzen.
Ein wenig wehmütig denke ich an meinen eigenen Ranzen zurück. Braun war er, klein, kompakt und aus Leder. Er hat mich durch die komplette Grundschulzeit begleitet, erst auf dem Gymnasium gab es einen neuen Ranzen, bis der dann irgendwann von dem obligatorischen Rucksack abgelöst wurde. Zum Studium habe ich den alten Lederranzen wieder ausgegraben und ihn stolz mit in die Uni geschleppt.
So „gesund“ und „praktisch“ die heutigen Ranzen auch sein mögen, ein solches Schicksal ist ihnen wohl nicht mehr beschieden. Dazu sind sie viel zu bunt, viel zu sehr auf bestimmte (kindliche) Themen festgelegt. Was schade ist, denn von meinen anderen Schulkindern weiß ich, dass sie spätestens ab der dritten Klasse ihre Ranzen langweilig und viel zu kitschig fanden.
Trotzdem darf natürlich auch Emil sich seinen ersten Schulranzen selbst aussuchen, schließlich soll er sich ja auf die Schule freuen. Thematisch ist das gar nicht so einfach. Emil steht nicht auf Rennautos, Ritter oder Piraten und ist auch aus der Dinophase schon lange rausgewachsen. Planeten – die würden ihm gefallen. Es gibt zwar ein Design mit Raumschiffen, aber einfach nur Sonnensysteme und Planeten gibt es leider nicht. Doch dann werden wir doch noch fündig, zwar nicht bei der Marke, die fast alle kaufen, aber unter den obigen Gesichtspunkten finde ich es gar nicht so schlimm, wenn der erste Ranzen ein bisschen günstiger ausfällt. Wale sind Emils zweite große Leidenschaft nach dem Weltraum und wir finden einen wirklich schönen Ranzen mit großen und kleinen Walen und mit viel Platz für alle Bücher und Hefte. Der sechste Geburtstag ist somit gerettet und den ersten Schultag kann Emil jetzt kaum noch erwarten.